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Thema: Pest oder Cholera: die amerikanische Präsidentschaftswahl

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  1. #1
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Post Pest oder Cholera: die amerikanische Präsidentschaftswahl

    Da treten sie nun gegeneinander an: der brüsk-brachiale Republikaner-Milliardär und die ebenfalls zum Establishment gehörige Clinton, verstrickt in zahlreiche Skandale (hier der mit Lafarge) und sicherlich nicht das, was man einen Prätendenten für saubere Politik nennen könnte - sofern es so etwas im kapitalistischen System überhaupt geben kann. Ich frage mich nicht nach dem, was für Amerika gut wäre, sondern nach dem, was wir im Reich von dem neuen Präsidenten erwarten dürfen. Der deutschstämmige Trump scheint hier die bessere Wahl zu sein, aber wenn ich mir den Mann so anschaue, dann kann ich mir nicht vorstellen, daß er einen Friedensvertrag mit uns macht und seine Truppen abzieht. Ich kann mir nicht vorstellen, daß er auch nur eine Region der Welt, die von den Amerikanern destabilisiert worden ist, in Frieden bringen will. Und unter Clinton dürfte sich nichts, aber auch gar nichts an der Außenpolitik ändern, denn das sah man ja auch schon bei Obama, der als Friedens- und Sozialpräsident gewählt worden war, aber am Ende nichts leistete. Vielleicht sind amerikanische Präsidenten auch nur "vors Loch geschoben" und haben nicht die Traute und nicht die Macht, sich gegen die Interessen der MIK u.a. zu stellen. Ich muß das annehmen. Liegt wohl daran, daß sie selbst zu diesen Eliten gehören.

  2. #2
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Pest oder Cholera: die amerikanische Präsidentschaftswahl

    Der Nationalismus hat Hochkonjunktur...Trump ist nur eines von vielen Gesichtern. Mir san mir - der bayrische Leitspruch erobert die Welt. Man redet oft vom kleineren Übel...Clinton ist dafür ein Synonym. Trump hat keine Chance...ausser vor der Wahl trifft die Amis ein zweites 9/11...dann wäre die Botschaft wohl: Wir machen den Nahen und Mittleren Osten platt...koste es was es wolle. Um dies umzusetzen wäre Trump die beste Wahl. Bei Reagan war man ähnlich skeptisch wie heute bei Trump - Zeitzeugen werden sich erinnern.

  3. #3
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Pest oder Cholera: die amerikanische Präsidentschaftswahl

    Ich glaube, AD2, Du irrst Dich. Trump hat schon eine Chance. Er verkörpert weit weniger das verhaßte politische Establishment in den USA und steht für einen Erneuerungswillen, der den meisten Amerikanern als Selbstverständnis dient.

    erstellt von ntv:
    Das Problem der Demokraten ist allerdings, daß die meisten Amerikaner ihre Empörung nicht teilen. Nach einer Umfrage der Nachrichtenseite Politico glauben nur vier von zehn Wählern, dass Rußland die Präsidentschaftswahlen in den USA beeinflussen wolle. Von vielen Wählern wird nicht Rußland als Feind angesehen, sondern das politische Establishment in Washington.

    Deshalb haben die Wikileaks-Enthüllungen – ob nun von Rußland inszeniert oder nicht – einen größeren Einfluß auf die Wahlen als die FBI-Ermittlungen: Sie entsprechen der politischen Stimmung viel eher als die vergleichsweise langweilige Frage, wie schlimm es ist, daß Clinton einen privaten Mail-Server genutzt hat.

    Die von Wikileaks scheibchenweise veröffentlichten E-Mails, die Clintons Wahlkampfchef John Podesta gestohlen wurden, enthalten keine großen Skandale, erlauben aber einen Blick hinter Clintons Kulissen. Diese E-Mails seien "ein Fenster in die Seele der Demokratischen Partei, in die Träume und Gedanken der Klasse, der sie sich verpflichtet fühlt", schreibt der "Guardian". Dabei handelt es sich nicht etwa um die Mittelschicht, von der Clinton im Wahlkampf immer spricht, sondern um die Reichen und Einflussreichen.
    Orthographie sanft ästhetisiert
    Falls der Republikaner gewinnen sollte, käme das einem Austausch der Eliten gleich und v.a. würde das die Kriegsgefahr bannen, denn Krieg wird der Mann nicht führen, wohl aber die Clinton. Nach Eisenhower käme ein zweiter Deutscher auf den Thron udn wir hätten Chancen auf einen Friedensvertrag und volle Souveränität. Vielleicht aber ist das nur Wunschdenken und die chose läuft völlig anders. Daß sich aber Dinge ändern werden, sobald Trump den Hut aufhat, das ist gewiß.

  4. #4
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Pest oder Cholera: die amerikanische Präsidentschaftswahl

    Naja, durch die FBI Geschichte ist Trump wieder im Rennen....aber wenn es um die Wurst geht...werden viele Amis dann doch den Schwanz einziehen und Clinton wählen. Ist halt eine Wahl zwischen Pest und Cholera und sollte uns Deutschen deutlich machen wie gut wir es...zumindest unterm Strich...haben. Solche Kandidaten sind bei uns (noch) undenkbar...aber wer weiß schon wohin sich das auch bei uns noch entwickeln kann. Trump hätte sich aus Syrien herausgehalten...wenn man seinen Worten glauben darf....und so hätte ein Krieg schon längst ein Ende gefunden...der jetzt künstlich am Leben erhalten wird. Den Syrern wird es egal sein von welchen Bomben sie getötet werden...wenn nicht eine fliegt mit dem Ziel die Bevölkerung zu verschonen. Egal wie der Krieg ausgeht...am Ende wird dort wieder ein Diktator an der Macht sitzen...der gewiss nicht besser sein wird als Assad selbst. Für solche Krisen wäre Trump theoretisch gesehen der bessere Mann...da er eine ganz andere Lobby als Clinton befriedigen muss.

  5. #5
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    AW: Pest oder Cholera: die amerikanische Präsidentschaftswahl

    Gestern bei Maybrit Illner kam eine amerikanische Studentin zu Wort, die für ihre Ausbildung 200 000 Dollar Schulden als "Bafög-Darlehen" aufnahm. Um "das" finanzieren zu können, verkaufte sie ihre Eizellen für 10 000 Dollar.

    Sie fühlen sich vom Establishment, wie den Clintons, verraten. Wobei es diese Clintons waren, die die Trennung von Investmentbanking und "normalen Bankgeschäften" aufweichten. Claus Kleber sprach von einem guten Argument. Es wäre zu überlegen, wo der Überbietungswettbewerb in der Aufgabe von Menschenrechten enden könnte. Gut, Thatcher und Kohl sollten ebenso ihre Rollen spielen...

    "Keine gute Zeit für Berufsanfänger", meinte er dann noch...

    Was jedoch niemals allein in Amerika, China, Afrika, Südamerika oder Europa gelöst werden kann.

    Es wird eine Einflussnahmemöglichkeit vorgegaukelt, die faktisch nicht existiert. Fühlen sich die Menschen davon vielleicht verraten?

    Sehen wir die Welt als komplexes Zusammenspiel einzelner Bestandteile, kann keine nationale Regierung mehr davon sprechen, die Geschicke des Landes in der Hand zu haben. Die Größe, die Amerika wieder zu finden sucht, war immer eine Wirkung gewährter Freiheitsgrade.

    Trump und die anderen Oligarchen meinen jedoch, unbegrenzte Freiheitsgrade für das Kapital würden ausreichen, die Zügel des Wagens Weltgeschichte so zu lenken, dass Freiheitsgrade für Menschen bleiben, nicht Teile ihres Körpers verkaufen zu müssen.

    So sind es eher die Waffenlobbyisten, die den "Endspurt" bestimmen. Hillary will ihnen die Waffen wegnehmen...

    Der FBI-Schachzug könnte die ohnehin unglaubwürdige Hillary ihren bereits sicher geglaubten Einzug in Bill´s alte Heimat kosten. Beschädigte Kandidaten ins Rennen zu schicken, die nochmals durch ihr eigenes Verhalten bei den Blow-Jobs vorbelastet sind, war der Versuch, aus den Ente einen Schwan zu machen.

    Die Ente, die den unsichtbaren Schwan am schönsten spielt, bekommt des Kaisers neue Kleider.

    Schwänzchen aus dem Wasser und Köpflein untern See...

    Eigentlich eine Frage, ob es für eine globale Entengemeinschaft Sinn machen kann, den Seerosenteich ständig mit Krieg zu überziehen, da ansonsten "die Nachfrage" (für Rüstungsgüter) fehlt.

    Statt auf global sinnvolle Ressurcenverwertung zu setzen, wird auf einen möglichst schnellen Ressurcenverbrauch zur Generierung von Milliarden und Abermilliarden gesetzt. Aus der Armut heraus das Geld an die Macht zu wählen, bringt jedoch keine Größe mit sich. Beide Kandidaten sind offensichtlich ungeeignet, das zu leisten, wofür sie behaupten, einzutreten.


    Die Waffenlobby, die Trump befriedigen muss, führt uns "damals" hier in eine Zeit, von der nun niemand mehr verstehen will, warum sie entstand.

    Zwischen Lüge und Lüge entscheiden zu können, macht im Prinzip keinen wesentlichen Unterschied - verraten fühlen sich davon letztlch alle...

    Eigentlich wie ein venezianischer Maskenball. Niemals weiß man, was sich wirklich hinter der Maske verbirgt. Aber sind ja alt genug die Amis und selbst der Brexit wird nicht so heiß gegessen, wie er gekocht wurde. Das Ego auf dem Thron der Welt sitzen zu sehen, wäre jedoch eine Geschichte, die durchaus eine "Offenbarung" darstellen würde.

    Was wird denn offenbar? Ego oder Selbst stehen im Grunde zur Wahl. Lüge oder Wahrheit...

    Amerika hat nur die Wahl zwischen zwei machthungrigen Egoisten. Wobei letztlich beide keinen psychisch stabilen Eindruck machen, aber wird spannend werden - ob Pest oder doch Cholera gewinnt...

  6. #6
    andere-dimension
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    AW: Pest oder Cholera: die amerikanische Präsidentschaftswahl

    Zitat WSIB

    Gestern bei Maybrit Illner kam eine amerikanische Studentin zu Wort, die für ihre Ausbildung 200 000 Dollar Schulden als "Bafög-Darlehen" aufnahm. Um "das" finanzieren zu können, verkaufte sie ihre Eizellen für 10 000 Dollar.
    ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Damit ist sie in der USA kein Einzelfall, dort bricht die Mittelschicht weg. Wenn ich mich recht erinnere...ist die Studentin alleinerziehende Mutter...ohne Unterstützung seitens des Staates. Sie muss mal in anderen Verhältnissen gelebt haben...ansonsten hätte sie kein Darlehen über 200.000 Dollar erhalten. Sie brauchte die 10.000 Dollar nicht um das Darlehen zu bedienen...sondern für Essen, Kleidung usw...also um zu überleben. In Deutschland wäre das defintiv anders...da müssen sich alleinerziehende Mütter zwar auch alles vom Mund absparen...aber der Staat sorgt wenigstens dafür, dass die Grundbedürnisse gestillt werden. In der USA lässt man die Leute einfach verrecken. Dann kokettiert ein Trump auch noch damit keine Steuern zu bezahlen. Aber eigentlich ist es gar keine Wahl zwischen Pest und Cholera...denn die Amis könnten ja auch die Grünen mit Jill Stein an der Spitze wählen. Das tun sie aber nicht...weil die Grünen das Volk erst mal entwaffnen würden - es ist also ihr Waffenfetisch...der den Amis keine Alternativen lässt.
    Selbst dran schuld...kann man da nur sagen. Ich habe nicht das geringste Mitleid mit den Amis...die haben sowohl einen Trump als auch eine Clinton mehr als nur verdient. Wir sorgen uns ja auch nur wegen der Außenpolitik der Amis...es ist also weniger für die Amis...dafür umso mehr für uns eine Wahl zwischen Pest und Cholera...wobei wir die Wahl nicht haben. Ich glaube den Kanadiern sind die Amis ebenso suspekt wie uns...weshalb es richtig ist auf CETA zu setzen und gleichzeitig auf TTIP zu verzichten. Vielleicht können wir Europäer die Amis auf diese Art und Weise ein wenig unter Druck zu setzen und sie zu einer anderen Politik zwingen. Aber das wird ein Wunsch bleiben...die Amis haben uns noch nie ernst genommen...und werden es wohl auch in Zukunft nicht tun.

  7. #7
    andere-dimension
    Laufkundschaft

    AW: Pest oder Cholera: die amerikanische Präsidentschaftswahl

    Zitat WSIB

    So sind es eher die Waffenlobbyisten, die den "Endspurt" bestimmen. Hillary will ihnen die Waffen wegnehmen...
    ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Clinton hatte mehrmals betont, dass sie das nicht machen wird - man geht davon aus sie würde es tun...aber gesagt hat sie es nicht.

    Zitat WSIB

    Beide Kandidaten sind offensichtlich ungeeignet, das zu leisten, wofür sie behaupten, einzutreten.
    ---------------------------------------------------------------------------------------------
    Ich glaube schon, dass die Clinton dazu in der Lage wäre...ihre Fähigkeiten als Politiker bezweifelt niemand...und das Netzwerk dazu hat sie auch - ist eher fraglich ob sie denn will. Frühere Präsidenten waren auch nicht besser...nur waren manche sympathischer. Dauerlächler ... wie Kennedy einer war... kommen halt besser an - der wird heute noch für sein bedachtes Handeln in der Kuba-Krise gefeiert, dabei hatte er nur ganz viel Glück. Solche Krisen meistert Merkel am Fließband und im Vorbeigehen - wäre sie die Mutti der Amis...man würde sie wohl als Jahrtausend Politikerin feiern. Wird man ohnehin irgendwann...nur muss sie da erst mal sterben und dann noch hundert Jahre vergehen. Wir werden das nicht mehr mitbekommen. Wie gut Merkel ist siehst Du daran...wie sehr sie von anderen gehasst wird...ob Putin (im Stillen) oder Erdogan ganz laut...an ihr verzweifeln alle. Merkel verstand sich von Anfang an als Europa-Politikerin...Deutschland geht ihr mehr oder weniger am A....vorbei...und das merkt man auch.

    Die Amis sind und bleiben deshalb wichtig...weil heute so viele Bananen-Republiken die Atombombe...entweder bereits besitzen...oder bald besitzen werden. Alleine aus diesem Grund muss es zwingend eine Übernation...sprich Weltpolizei...geben. Die Chinesen gesellen sich dazu...sind mehr als nur Hilfssheriff...und das ist gut so. Wären die Amis nicht die Weltpolizei...uns würde wohl kaum interessieren wer dort Präsident wird....ebenso wie es uninteressant ist wer in Spanien, Griechenland, Portugal oder Oösterreich Kanzler ist. Frankreich, England, Deutschland, Kanada, USA, China und Russland...sind weltweit die einzigen Nationen von Bedeutung...alle anderen sind nur Statisten.

  8. #8
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Pest oder Cholera: die amerikanische Präsidentschaftswahl

    Manches von dem, was Du schreibst, erinnert mich an Pippi Langstrumpfs politische Grundmitteilung, sich die Welt so zu malen, wie sie ihr eben gefällt. Nur sagst Du es im Brustton des Welterfahrenen und nicht im Duktus des Anarchokids.
    Ich halte nationales Denken im weltweiten Kontext für veraltet. Es bestimmen doch nicht die Kanzler oder Präsidenten, was auf der Welt geschieht. Das trifft auch auf den amerikanischen Präsidenten zu. Egal ob Clinton oder Trump, beide müssen das tun, was von ihnen verlangt wird. Beide gehören zum CFR, der die Außenpolitik der USA festlegt. Spielraum haben sie nur in der Methode, aber ich denke, selbst die wird kollektiv vorgeschrieben. Man kommt erst gar nicht in die Entscheiderpositionen, wenn man, also jeder Politiker, der etwas erreichen möchte, nicht Teil diverser Interessengruppen ist, also zu diesen Gremien gehört, die entweder staatlich oder nichtstaatlich sind; das spielt auch keine Rolle, weil sie jeweils infiltriert werden.
    Das ist im Kapitalismus so und hat auch sein Gutes, denn dadurch wird die Welt halbwegs im Gleichgewicht gehalten, zumal die wirtschaftlichen Diversionsprozesse immer wieder neue Akteure aufs Spielfeld schicken, die besiegt oder zumindest nivelliert werden müssen, also auch ein Stück vom Kuchen bekommen müssen, damit sie die Füße stillhalten.
    Damit ich nicht falsch verstanden werde, ich glaube, daß die seit hunderten Jahren agierende stille Hintertreppenpolitik nicht der übelste Fall von Geschichtsmacherei ist. Dummerweise haben wir Deutsche da mehr drunter gelitten als andere und es wäre für die Welt besser gewesen, wenn wir wenigstens den vorletzten großen Krieg gewonnen hätten, aber wir haben nicht udn sind deshalb keineswegs in einer Position, uns vehement um Weltzustände kümmern zu dürfen. Ich schätze jedoch, daß nicht wenige Deutsche in den Entscheidungsgremien sitzen, die die Weltpolitik bestimmen. Es wäre schön, wenn sie dafür sorgen könnten, daß wir unsere Souveränität zurückerhielten, doch vielleicht ist das Teil des Konzepts, eben in Mitteleuropa keine souveräne Macht zu haben, sondern einen Vasallen, der das tut, was andere sagen.
    Um zu Clinton und Trump zurückzukommen: Ich hoffe, daß sich Trump seiner deutschen Wurzeln erinnert, befürchte jedoch, daß ihm diese abgeschnitten worden und er andere Interessen besitzt. Für die Bewahrung des sowieso nur rudimentär zuhandenen Weltfriedens halte ich ihn für geeigneter als die Clintons/Obamas. Aber wohl ist mir bei dem Gedanken auch nicht, diesen Hasardeur an der Spitze eines großen Heeres zu wissen. Wenn den der Hafer sticht...

  9. #9
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    Ich bin auch kein Anarchist...glaube an unseren Staat, das System, unsere Werte. Aber gerade deshalb bin ich zwangsläufig ein Nationalist...wenn dies alles in Gefahr ist. Ich habe nichts gegen Pluralismus und Multikulti...sofern das unsere Gesellschaft bereichert. Das war auch lange Zeit so...nämlich so lange wie die Menschen kamen um hier zu arbeiten...man Arbeit für sie hatte...und sie für diese Arbeit zu gebrauchen waren. Wenn unabhängige Experten sagen...dass 80% derer...die da jetzt kommen...von Anfang bis Ende in unseren Sozialnetzen hängen bleiben....dann finde ich das den jüngeren Generation gegenüber unverantwortlich. Denen wird jeden Tag erzählt, dass es für sie kaum noch Rente geben wird...sollen aber zusätzlich noch Hartz4ler und Rentner aus der ganzen Welt finanzieren. Es ist also nicht unser System...oder der Staat als solcher...sondern die derzeitigen Akteure...die versagen. Es ist diese von links verseuchte Politik, die uns das Genick bricht. Diese Politik hat schon jedem Land dieser Welt das Genick gebrochen...das sich darin versuchte. Da sind wir jetzt automatisch wieder bei Trump...denn der bekäme auch bei uns...alleine schon für die Absicht alle Muslime aus dem Land zu jagen... gute 20% der Stimmen. Was die etablierten Parteien bei uns unterschätzen...ist die Tatsache...dass auch unter ihren Wählern viele Muslimophobe sind. Es ist nur so, dass die Menschen Frau Merkel als Kanzlerin behalten möchten und dann doch zähneknirschend die CDU wählen. Wäre Merkel Vorsitzende der AfD...würde sie wohl das beste Ergebnis seit Adolf Hitler erzielen. Ich schätze das Potenzial für eine Anti-Islam Politik auf über 50%...es muss halt nur in eine ansonsten moderate Politik eingebettet werden. Und genau ein solches Potential hat auch den Brexit ermöglich. Die Entscheidung für den Brexit war eine Entscheidung gegen Ausländer...das haben alle Analysen gezeigt. Wirtschaftliche Aspekte spielten nur eine Nebenrolle. Und in der USA ist Trump das Produkt einer ähnlichen Entwicklung...nur ist der Ausländer dort "nur" ein Sündenbock...ohne dass es dazu einen Anlass gäbe. Das erinnert an den Antisemitismus der 20ziger und 30iger Jahre.

    Und ja, ich male mir die Welt...so wie sie mir gefällt...das machen andere auch...und ich halte das auch für legitim. Interessant war der Besuch von Kretschmann bei Maischberger...wo er sich so deutlich wie nie zuvor als CDU Politker outete. Zieht man seine Folgsleute ab...sind auch die Grünen auf einem deutlichen Abwärtstrend. Das macht mir Hoffnung, dass es doch nicht zu ROT/ROT/GRÜN kommt. Wenn der IS taktisch vorgehen will, dann muss er sich bis zu den Wahlen 2017 mit Anschlägen zurückhalten...denn eine R/R/G Koalition wäre ganz nach seinem Geschmack. Eine solche Regierung würde noch mehr Leute ins Land schleppen und gleichzeitig Staat und Polizei abrüsten. Dieser Schaden wäre von künftigen Generationen nicht mehr zu reparieren. Es ist schon traurig wenn man sagen muss, dass nur ein gelungener Anschlag Menschen und Politik wieder auf die richtige Spur bringen kann. Aydan Özoğuz ist nur der Anfang...es wird noch schlimmer kommen.

    Und Deutschland, da stimme ich Dir zu...wäre nicht nur eine Wirtschafts-sondern auch eine Weltmacht...wenn wir wollten wie wir könnten...bzw wenn man uns ließe. Wir hätten das Know How und das Geld um alle anderen zu überflügen - dazu liegen wir auch noch sehr zentral und haben Zugang zur See. Sind wir froh, dass es nicht so ist. Wo wir davon unabhängig zwingend aufrüsten müssen...das ist bei der Raketenabwehr. Seit den 70ern raten die Experten dazu...nun ist der Zug abgefahren und wir anhängig von den Amis...nicht nur wir...sondern ganz Europa. Und Trump, um beim Thema zu bleiben, hat sich ja schon entsprechend geäußert - der würde uns abschlachten lassen und sich fein heraushalten.

  10. #10
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Pest oder Cholera: die amerikanische Präsidentschaftswahl

    Stand jetzt würde Trump wahrscheinlich gewinnen. Die Demokraten hätten Sanders ins Rennen schicken sollen, den hätte ich gewählt. Clinton steht für ein korruptes System ohne prospektive Entwicklungsmöglichkeiten. Trump wirkt ehrlicher, tumb, aber ehrlicher. Zudem scheint er ein Stehaufmännchen zu sein.
    Alles in allem wäre seine Wahl für uns vorteilhafter, glaube ich. Wir können, sofern wir das anstreben, mit einem Friedensvertrag rechnen und die ausländischen Soldaten aus dem Land expedieren.

  11. #11
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    AW: Pest oder Cholera: die amerikanische Präsidentschaftswahl

    Nur noch zwei Wahlmänner fehlen...

    Wer hätte damit wirklich gerechnet?

    Eigentlich war es jedoch ganz klar, dass das begrenzende Ego noch nicht genug hat....

    Vor dem Selbst tritt das Ego noch einmal in Aktion.

    Schwer wiegt auch die republikanische Mehrheit in Kongress und Senat.

    Kaum Kontrolle möglich...

    Bevor das Selbst sich ganz erkennen kann, ist zu verinnerlichen, was das Ego auf dem Thron der Welt bedeutet.

    Bauen wir doch eine Mauer um Amerika, die Amerikaner müssen sie bezahlen...

    Da schläfst man abends ein und blickt am nächsten Morgen auf eine andere Welt.

    Aber der Fisch ist noch nicht gelutscht... Noch haben sie ihre Niederlage nich eingestanden. Wer weiß, welcher Schachzug jetzt kommt?

    Ebenso spannend sind die "Reaktionen" und "Mitnahmeffekte" an den Börsen und Märkten.

    Ein Tag, der sich für Marktmanipulationen bestens eignet....

    Waterloo für die Globalisierung? Sieg für das Ego auf jeden Fall...

    Eine "Hängepartie" um vorgebliche Wahlmanipulationen ist wohl anzunehmen.

    Letztlich ist es nur konsequent, das Ego direkt an die Macht zu befördern. Regiert hat es ohnehin schon...

    Nur jetzt wohl ganz offen...


    Machen wir eben mit den Chinesen und den Russen weiter, bis die Amis ihre Mauer gebaut haben...

    Beginn der amerikanischen Flüchtlingskrise? Kriegen die vom Ego unterdrückten Amis in Europa eigentlich EGO-ASYL?

    Sind wohl neue Wirtschaftsflüchtlinge zu erwarten. Die Strecke übers Meer ist zwar etwas länger, aber die "West-Ost-Passage" ist im Sommer ja schon eisfrei...

    Für Europa ja gut, denn wir bekommen künftig besser ausgebildete Flüchtlinge, die wahrscheinlich über Sibirien und Russland nach Europa wollen...

    Wenn sich Trump und Putin jedoch "gut" verstehen, könnte es auch erweiterte Entwicklungen bewirken. Die "kniffelige" Frage ist, wie die Chinesen mit ihrem amerikanischen Schuldner künftig umzugehen gedenken.

    Jede Situation besitzt immer einen dualen Ergeignishorizont. Zumindest bestätigt sich die merkwürdige Affinität des Menschen, sich allerlei Ungemach zu verschaffen, an dem wir dann zu wachsen haben...

    Es wird sich auch in dieser Situation Chancen und Gefahren bieten. Eben wurden die Clinton-Anhänger "nach Hause" gesschickt. Das "Establishment wurde "abgewählt" und steht am Abgrund unkalkulierbarer Entwicklungen.

    Wird den "Märkten" Zeit gegeben, das "Geld" abzuziehen?

    Irgendwie so ähnlich wie "damals" bei uns, als Lafontaine "Superminister" werden sollte. Durch die "Marktreaktionen" war er schon vor der Vereidigung untragbar. Ein "Superminister" des Egos ist nun der 45. Präsident der USA.

    Wir werden etwas daraus lernen, keine Frage...

  12. #12
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Pest oder Cholera: die amerikanische Präsidentschaftswahl

    Du siehst das eher machtpolitisch und psychologisch.
    Ich betrachte den Sieg Trumps eher als ein hoffnungsvolles Zeichen, daß sich für uns Deutsche etwas zum Positiven wendet. Die Systempolitiker von CDU bis LINKE heulen auf; sie befürchten Veränderungen. Das gefällt mir. Ich halte beispielweise unser sicherheitspolitisches Konstrukt mit der NATO für überholt. Ich halte kollektivistsiche Sicherheitssysteme sowieso für unzureichend, wenngleich sie für Mitteleuropa in den letzten Jahren funktionierten. Hm, schwierige Frage.

    Sollten wir mal drüber diskutieren...

  13. #13
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    Ich hätte nicht geglaubt, dass das Toupet tatsächlich gewinnt....zumal es ja auch viele Frauen gewählt haben müssen. Europas Verhalten (Abschirmung) in der Flüchtlingspolitik...der Brexit...nun Trump...ein klares Signal zu mehr Nationalismus und weniger Globalisierung. Auch in Deutschland wird es eine Wahl zwischen Pest und Cholera...ob GroKo oder R/R/G....beides kann niemand ernsthaft wollen. Trump hat sogar deutlich mehr Macht als Obama...da die Republikaner nun in allen wichtigen Gremien die Mehrheit haben. Man darf gespannt sein...was demnächst in Fankreich passiert...ob es den Franzosen ein Warnung ist...oder ob sie ebenfalls sagen: Augen zu und durch, wir wählen Le Pen. Emotionen vor Fakten...was in der Gesellschaft schon gang und gäbe ist...ist nun auch in der Politik angekommen. Die USA baut eine Mauer...während bei uns die SPD durch die Hintertür "Kinderehe" die jüngsten und schwächsten unserer Gesellschaft den Muslimen zum Abschuss freigeben möchte. Mal sehen wer sich durchsetzt.

    Masse statt Klasse...das ist es...was für mich Amerika ausmacht. Sieht man schon an ihren Autos....groß...wuchtig...viel Hubraum...viel PS...aber sie taugen nichts. Die Amis sind Weltmeister des Marketings...was man an der Harley sieht...die technisch ebenfalls nichts taugt...aber Begehrlichkeiten weckte und zum Kultobjekt wurde. Dann diese pseudomodernen und dekadenten Metropolen mit ihren Wolkenkratzern...während man auf dem Land wie vor 200 Jahren lebt. Clinton vertrat die Wolkenkratzer...Trump scheinbar das Land...obwohl auch er ein Wolkenkratzer ist. Die Amis sind im Durchschnitt eher ungebildet...was aber nicht so auffällt...da es bei der Masse an Leuten immer ein paar nach oben schaffen und ein anderes Wahrheit suggerieren.

  14. #14
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Pest oder Cholera: die amerikanische Präsidentschaftswahl

    Die Amtsantrittsrede Trumps ist sehr nationalistisch, zugleich aber auch wohltuend revolutionär. Das america first hat historische Bedeutsamkeit, Isolationismus. Zugleich bietet Trump freundschaftlich die Hand für neue Bündnisse. Wir werden in einigen hundert Tagen wissen, wie ernst es ihm mit den Versprechungen ist. Mir jedenfalls gefiel das, was er sagte, merschtenteils. Ich hätte mich gefreut, wenn er als Quasideutscher uns einen Friedenvertrag versprochen hätte, zugleich die Entlassung in die volle Souveränität. Vielleicht wartet er ab, ob Merkel, die er hassen muß, die Wahlen übersteht...

    Wortlaut der Rede hier

  15. #15
    andere-dimension
    Laufkundschaft

    AW: Pest oder Cholera: die amerikanische Präsidentschaftswahl

    Weiß jemand...ob der amerikanische Präsident beim Amtseid auf die Bibel schwören MUSS...oder ob das auf der Basis der Freiwilligkeit geregelt ist? In Deutschland kann der Zusatz "So wahr mir Gott helfe" weggelassen werden. Wenn ich richtig informiert bin...war Gerhard Schröder der erste und letzte Kanzler...der davon auch Gebrauch machte. Der religiöse Zusatz verstößt meines Erachtens gegen unsere Verfassung. Es müsste genau umgekehrt sein...der religiöse Zusatz als Option und nicht als Regel. So war das übrigens in der DDR...dort gab es keinen Zusatz. Auch die Richter, und da wird der Verstoß gegen die Verfassung am deutlichsten, haben diesen religiösen Zusatz in ihrem Eid. Diesen wegzulassen übt psychischen Druck aus...da sofort gefragt wird wieso..weshalb...warum? Man muss sich also dafür rechtfertigen nicht an Gott zu glauben.

  16. #16
    Herbert Stresemann
    Laufkundschaft

    AW: Pest oder Cholera: die amerikanische Präsidentschaftswahl

    Zitat Zitat von andere-dimension Beitrag anzeigen

    Man muss sich also dafür rechtfertigen(,) nicht an Gott zu glauben.

    Und, selbst wenn? Das ist doch kein Problem. Oder man rechtfertigt sich eben nicht, deswegen kommt keiner in stasiabartige Isolationshaft.

  17. #17
    andere-dimension
    Laufkundschaft

    AW: Pest oder Cholera: die amerikanische Präsidentschaftswahl

    Zitat Wikipedia (zur Präambel)

    Der Gottesbezug im Grundgesetz war durch seine widersprüchliche Haltung gegenüber der Trennung von Staat und Kirche immer wieder zum Teil heftiger Kritik ausgesetzt. So beantragte bereits der evangelische Theologe Wolfgang Ullmann vor der Bonner Verfassungskommission, auf die Erwähnung Gottes in der Präambel zu verzichten.[1] Dennoch blieb sie erhalten. Auch von anderer evangelischer Seite wird der Gottesbezug kritisiert: So distanzierte sich Helmut Simon in einer vom Evangelischen Bund herausgegebenen Schrift von einer „Katholisierung des Rechtes“.[1] Die Kirche bzw. der Papst könne so ein außerordentliches Lehr- und Richteramt beanspruchen
    -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Dieser heftigen Kritik schließe ich mich an. Dieser Passus gehört ersatzlos gestrichen...ist einer von vielen Beweisen...für den Schulterschluss von Staat und Kirche...den es so nicht geben dürfte. Schon im Vorwort des Grundgesetzes wird der Mensch konditioniert. Mindestens 20% der deutschen Bürger sind Atheisten...gibt auch Untersuchungen die 40% ausweisen. In Ostdeutschland ist die Zahl der Atheisten überproportional hoch. Aber selbst unter den Protestanten (8%) und Katholiken (6%) gibt es Menschen, die an keinen Gott glauben. An Gott zu glauben ist Privatsache, eine Art Hobby, das hat in einem Grundgesetz nichts zu suchen. Ich spreche übrigens bewusst von Atheisten...die Agnostiker zähle ich gar nicht erst dazu. Zumindets in diesem Punkt war die DDR schon vor über 60 Jahren moderner als die BRD heute. Also...wie ist das jetzt bei den Amis?

  18. #18
    Gerd Norwert
    Laufkundschaft

    AW: Pest oder Cholera: die amerikanische Präsidentschaftswahl

    Ob jetzt irgendwo vorgeschrieben ist, bei Gott zu schwören, das ist doch egal. Jeder macht es, das ist kein Todesurteil. Vielleicht denkt ein Richter einmal, jetzt lieber nicht einen hängen lassen, wegen Gott, wenigstens einmal in der Dekade.

  19. #19
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Pest oder Cholera: die amerikanische Präsidentschaftswahl

    Du irrst Dich, AD2. In der Präambel des GGs steht "in seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen". Da der Begriff "Gott" überkonfessionell ist, kann ich hier keine Rechtfertigungsnotdurft des Schwörenden bei der Eidesabgabe erkennen. Zudem darf jeder Kanzerl den Zusatz weglassen, würde aber meiner Meinung grundgesetzwidrig handeln, wenn er den Zusatz wegließe, zumal als führender politischer Repräsentant. Falls es ihm nicht paßt, Gott als Konstitutiv unseres Gemeinwesens zu begreifen, sollte er diesen Passus aus dem GG streichen lassen.

  20. #20
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Lightbulb Gott inner Präambel

    Ist nicht egal, Gerd. Wer Gott in den Kontext einer politischen Pflicht stellt, versteht sich als Sachwalter, sofern er Verantwortung übernimmt. Wer das nicht tut, dient zuerst einmal eigenen Interessen oder er stellt sich in den Dienst einer Sache, für die er gewählt worden ist.

    In der amerikanischen Verfassung gibt es KEINEN Bezug zu Gott. Das dürfte etwas mit dem freimaurerischen Duktus der Gründung Amerikas zu tun haben, der Gott zugunsten des Strebens nach Glück und Reichtum aushebelt.

    Ob der Präambel-Text unseres GGs geändert werden müßte, will ich nicht behaupten. Aus historischen (und romantischen) Gründen gefällt mir der Bezug zu Gott. Ich kann mit einer Präambel, die auf Glück und Reichtum insistiert, eher weniger anfangen und mutmaße hier schnell eine Ausheblung sittlicher Gebote zugunsten pragmatischer. Pragmatismus als politisches Selbstverständnis lehne ich ab.

    P.S. Wir dürfen hier nicht vergessen, daß "Gott" in diesem Kontext politisch-philosophisch verstanden sein will, nicht religiös.

  21. #21
    andere-dimension
    Laufkundschaft

    AW: Pest oder Cholera: die amerikanische Präsidentschaftswahl

    Zitat Gerd Norwert

    Vielleicht denkt ein Richter einmal, jetzt lieber nicht einen hängen lassen, wegen Gott, wenigstens einmal in der Dekade.
    ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    .....so wie bei Amri?!?

    Der Ermessensspielraum sollte sich m.E. an der Sach-Faktenlage orientieren...Sozialprognose...Vergangenheit...Umf eld...Reumütigkeit und solchen Dingen. Kann nicht sein, dass ich bei einem ungläubigen Richter 2 Jahre in den Knast wandere...beim gläubigen Richter auf freiem Fuss bleiben darf. Gerade da liegt doch die "Gefahr".

    Und zu Amerika (danke für die Antwort): Warum darf dann ein Trump seinen Eid auf die Bibel schwören? Ist das nicht gleichzeit auch eine Affront gegen alle Nicht-Christen? Die Bibel steht nicht für einen allgemeinen Gott...sondern für einen ganz konkreten. Auf die Bibel zu schwören heißt gleichzeitig auch nicht auf den Koran zu schwören. Der Tanach ist ja irgendwo auch ein Teil des Alten Testamentes...aber der Koran? Man kann von einem Präsidenten nicht verlangen, dass er auf eine Schrift schwört...mit der er sich nicht identifiziert...also kann die Antwort nur heißen: "Auf keine weitere Schrift, ausser der Verfassung selbst, zu schwören" Also man kann das schon...nur heißt das dann auch: "Der Islam gehört nicht zu Amerika"....was auch nicht verwunderlich wäre...denn angeblich liegt ihr ANteil an der Gesamtbevölkerung unter 1%...ich halte die Zahl jedoch für falsch...so wie auch die Zahlen bei uns. In der deutschen Statistik werden z.B. die Aleviten nicht als Muslime geführt. Es wäre also sinnvoller zu fragen: Wie viele Anhänger des Islams sind in unserem Land? Da kommen dann ganz andere Zahlen dabei heraus.

  22. #22
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Pest oder Cholera: die amerikanische Präsidentschaftswahl

    Das sind interessante Fragen, AD2. Ich kann mir diese Affinität zur Bibel nur damit erklären, daß die Amerikaner ihren Präsidenten als so ne Art sakrale Erscheinung wahrnehmen. Das erklärt auch die Wut derer, die sich mit den politischen Zielen Trumps nicht einverstanden erklären können. Wenn man jetzt noch daran denkt, daß 30% der Amerikaner wohl Atheisten sind, es etliche Millionen Moslems in den USA gibt, dazu Agnostiker, Buddhisten und und und, die Verfassung es dem Präsidenten keineswegs vorschreibt, auf die Bibel seinen Amtseid zu schwören, erzeugt das procedere erst recht Geschmäckle. Trump wollte das so. Er mußte nicht. Insofern ist doch alles okay; wenn er es denn so will!

    Im amerikanischen Selbstverständnis gehen muslimische Schwarze (meist sind es Schwarze) nicht wählen. Der Druchschnittswähler ist weiß, christlich und relativ wohlhabend. Die anderen werden geduldet, aber nicht als Amerikaner wahrgenommen. Das betrifft auch die Millionen Latinos, die in der Wahrnehmung der meisten Wählamerikaner keine Amerikaner sind, sondern eben nur Geduldete in god's own land. Obama hatte da eine Bresche in dieses Selbstverständnis geschlagen. Aber die Benachteiligung der sogenannten Unterprivilegierten ist in seiner Amtszeit eher noch gestiegen. Inzwischen sollen 41 Millionen Amerikaner sozialhilfeabhängig sein, zehn Millionen mehr als zu Beginn seiner Amtszeiten. Ich könnte mir vorstellen, daß etliche dieser Verarmten Clinton ihre Stimme verweigert haben, die als Teil eines Establishments stand, das ihnen nichts Gutes brachte.

  23. #23
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Pest oder Cholera: die amerikanische Präsidentschaftswahl

    Im ersten Moment würde auch ich sagen es spielt keine Rolle ob unser Kanzler den religiösen Zusatz spricht...oder auch nicht...oder ob der amerikanische Präsident auf dei Bibel schwört...oder auch nicht. Geht man aber ein wenig tiefer in die Materie ein...ist es nicht mehr so egal. Man stelle sich vor Cem Özdemir wird Kanzler...aktuell nicht realistisch...aber grundsätzlich denkbar und möglich - wie würden die Menschen wohl reagieren...würde Özdemir beim Amtseid nicht Gott sondern Allah sagen...womöglich mit einem Koran in der Hand. Die Deutschen würden Amok laufen. Wir behaupten Gott und Allah seien eine Person...Allah nur ein andere Name für Gott....das stimmt aber nicht. Die Mehrheit der Muslime...aber auch viele Christen...sehen das ganz anders. Die Muslime akzeptieren Jesus...sehen in ihm eine sehr wichtige Person...aber für sie ist der nicht der Sohn Gottes...sondern ein Prophet Gottes - wie beid en ur-Christen übrigens auch. Ihn zum Sohn Gottes...oder zum Fleisch gewordenen Gott zu stilisieren...ware eine Marketingstrategie...hat mir Religion nur wenig zu tun. Lange Rede kurzer Sinn; die Sunniten und Schiiten schlagen sich überall auf der Welt die Köpfe ein...ob sich ihr Glaube zu 99,9% gleicht. Sich streiten sich wegen eines einzigen Satzes...den Mohammad einst sprach. Die einen deuten ihn so...die anderen so. Wenn man also ernsthaft, und da bin ich jetzt wieder bei uns im Westen, eine Gesellschaft aufbauen möchte...die keine Religionsstreitigkeiten (mehr) kennt...dann muss der Staat mit gutem Vorbild vorangehen und auf religiöse Gesten verzichten. Ist noch nicht so lange her als Trittin forderte auf einen christlichen Feiertag zugunsten eines muslimischen Feiertags zu verzichten. Das Geschrei war gross. Mein Vorschlag: Auf alle christlichen/religiöse Feiertage verzichten und sie durch weltliche ersetzen.
    Wir können den Geburtstag Johannes Gutenbergs feiern...den von Leibniz...usw/ a. hätten diese Leute es auch verdient...und b. ist wäre das unverfänglich. In den Tagen des Terrors sprachen viele Politiker von "christlichen Werten"...was..bitteschön...soll denn das sein? Nächstenliebe? Das würde ja bedeuten, dass die Muslime keine Nächstenliebe kennen...wenn wir ständig darauf verweisen...dass WIR CHRISTEN diese leben. So ein Quatsch...das sind keine christlichen...sondern menschliche Werte...die gute Menschen leben...und schlechte eben nicht - aber das ist unabhängig von irgend einer bestimmten Konfession.

  24. #24
    andere-dimension
    Laufkundschaft

    AW: Pest oder Cholera: die amerikanische Präsidentschaftswahl

    Mit einem Federstrich nimmt Trump den Indianern ihr Land...genehmigt Pipelines...an deren Bau eine seine eigene Firmen beteiligt ist - in der deutschen Geschichte fällt mir da nur Möllemann ein...der ähnliches wagte - nur hatte der kaum Macht...aber dafür einiges an krimineller Energie. Die schlimmsten Befürchtungen, was Trump betrifft, werden nicht nur wahr...sondern locker übertroffen.

  25. #25
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    AW: Pest oder Cholera: die amerikanische Präsidentschaftswahl

    Zitat von aerolith:

    "Das sind interessante Fragen, AD2. Ich kann mir diese Affinität zur Bibel nur damit erklären, daß die Amerikaner ihren Präsidenten als so ne Art sakrale Erscheinung wahrnehmen. Das erklärt auch die Wut derer, die sich mit den politischen Zielen Trumps nicht einverstanden erklären können. Wenn man jetzt noch daran denkt, daß 30% der Amerikaner wohl Atheisten sind, es etliche Millionen Moslems in den USA gibt, dazu Agnostiker, Buddhisten und und und, die Verfassung es dem Präsidenten keineswegs vorschreibt, auf die Bibel seinen Amtseid zu schwören, erzeugt das procedere erst recht Geschmäckle. Trump wollte das so. Er mußte nicht. Insofern ist doch alles okay; wenn er es denn so will!"


    Mit der Affinität zur Bibel geht jedoch ein Problem einher:

    Sie wird vom Ego auf eine bestimmte Art wahrgenommen und vom wirklich an einen Schöpfer Glaubenden ganz anders aufgefasst.

    >>"Denn die Gottlosen werden umkommen" wird zu einer Aussage der SÜHNE, wenn das Wort "umkommen" als "aufgehoben werden" verstanden wird."<<

    Aber die Christen haben den Sinn des Aufhebens in der Sühne deutlichst missverstanden. Weitere Beispiele für die möglichen Ursachen der mythologisch mystischen Verklärung der Amerikaner, die damit eine Ego-Figur anbeten, hier nur ganz kurz:

    "Die Rache ist mein, sprach der Herr" betont zunächst nur, dass Rache nicht unsere "Aufgabe" ist, denn sie setzt ein Urteil voraus, das wir nicht mit objektiver Wahrheit füllen können. Geben wir Rachegedanken "ab", indem wir sie loslassen, ist damit gemeint, diese dem zu "geben", der sie in die wahre Bedeutung übersetzt. Daneben erzeugt es das "Konzept eines behinderten Gottes, der so blöd ist, wie unser EGO.

    "Ich will die Missetat der Väter heimsuchen bis ins dritte oder vierte Glied"

    Ego der Bibel: Kinder haften für ihre Eltern und werden noch in 120 Jahren von einem rachsüchtigen Gott verfolgt, der einfach grausam ist...
    Reiner Geist der Bibel:

    "Für den Heiligen Geist bedeutet diese Aussage, dass ER in späteren Generation das, was vergangene Generationen missverstanden hatten, immer noch neu deuten und so den Gedanken die Fähigkeit nehmen kann, Angst zu erzeugen." (1)

    "Wie du säst, so sollst du ernten" ist das Ursache-Wirkungsverhältnis nach den Gesetzen des Egos. In der Aufhebung der Irrtümer sieht das Ego keinen Sinn.


    Wir sehen die Bibel mit den Augen des in der Zeit denkenden Egos. Sie mit den Augen der Ewigkeit zu betrachten, lässt einige Übersetzungsversuche als unbewusste Rache durch "Unverstandenes" und "Nicht-Verdautes" nicht unwahrscheinlich erscheinen.

    Mit den Augen der Ewigkeit können wir unendliche Geduld für die Kinderspiele des Egos aufbringen. Es sei denn, wir empfinden als Ego einen Angriff auf unser Ego - dann reagieren wir, wie die Welt es nun tut.

    Fast bedenklicher fand ich, dass selbst Frau Petri gestern den Satz aussprach: "So Gott will, wird sich die EU auflösen"

    So münzt das Ego um, was schon Luther falsch "präsentiert" wurde. Nee, wir spannen das Göttliche vor unseren Ego-Karren und werfen damit die Perlen vor die Säue. Auch in Trump und jedem anderen von Gott Getrenntem ist das Licht nur verschüttet. Es bringt jetzt nichts, die Dunkelheit in den Amis und vor allem in Trump hervorzuheben.

    Es bringt nur etwas, auf das Licht zu vertrauen, das der liebe Gott auch in die Seelen seiner "Antihelden" gelegt hat. Wer würde sich und das kollektive Ego so derart zielsicher demaskieren, wenn nicht eins der größten Egos dieser Welt?

    Kein Stress, was wir ablehnen, stärken wir durch die Anerkennung der Wirkung des Irrtums. Wir werden etwas gelernt haben. Ganz sicher. Warten wir morgen mal die Gespräche an der Astarte-Statue ab...

    Unverhofft kommt oft...

    (1) Ein Kurs in Wundern, Greuthof Verlag 2010, Textbuch Seite 87

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