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Thema: Carlos Castaneda "Tensegrity" Die magischen Bewegungen der Zauberer

  1. #26
    pjesma
    Laufkundschaft

    AW: Carlos Castaneda "Tensegrity" Die magischen Bewegungen der Zauberer

    Um nicht zu luegen, zum Hund gehoert auch eine Frau, die ich moegen koennte und schon mag( ungeschlechtlich gemeint, bin schon hetero ;-), aber sie braucht Hilfe. Und das hat der Hund gespuert und auf seine Art mitgeteilt. Jetzt machen wir Hundeschulegang, in erste Linie eigentlich wegen ihr, aber ich hab auch zu lernen. Hund ist schon in Gleichgewicht, ich muss aufhoeren zu wuenschen er Waere meins :)

  2. #27
    pjesma
    Laufkundschaft

    AW: Carlos Castaneda "Tensegrity" Die magischen Bewegungen der Zauberer

    Er muss nicht viel lernen, er weiss schon alles, es ist ihm gegeben worden.

  3. #28

    AW: Carlos Castaneda "Tensegrity" Die magischen Bewegungen der Zauberer

    Danke. Ja, etwas Tonal ordnen.

    Der Hund ist etwas, das Resonanz findet. Freut mich.

    Bis hie und da.

  4. #29

    AW: Carlos Castaneda "Tensegrity" Die magischen Bewegungen der Zauberer

    Was die Schamanen der Tradition Don Juans durch der Umverteilung von Energie anstrebten, war die Rückführung derselben in die Vitalzentren.

    "Die Energie wurde den Vitalzentren des Körpers entzogen, die diese Energien jedoch brauchen, um ein Gleichgewicht zwischen geistiger Wachsamkeit und körperlicher Leistungsfähigkeit herzustellen. [...]

    Das war kein intellektuelles Unterfangen, auch nicht das Ergebnis von Induktion, Deduktion oder logischen Folgerungen. Es war das Resultat ihrer Fähigkeit, Energie wahrzunehmen, wie sie im Universum fließt.

    Die Zauberer bezeichneten die Fähigkeit, die im Universum fließende Energie wahrzunehmen, als >Sehen<, erklärte mir Don Juan. Sie beschreiben das Sehen als einen Zustand gesteigerten Bewusstseins. In diesem Fließen, ein Strömen, als eine dem Wind ähnliche Vibration wahrzunehmen. Wenn das für die Menschen normale Interpretationssystem momentan außer Kraft gesetzt wird, ist es möglich, Energie im Universum fließen zu sehen.

    "Was für ein Interpretationssystem ist das, Don Juan?" fragte ich.

    "Die Zauberer im alten Mexiko fanden heraus", antwortete er, "dass jeder Teil des menschlichen Körpers auf die eine oder andere Weise daran beteiligt ist, das vibrierende Fließen, die strömende Schwingung, in so etwas wie sensorische Information umzusetzen. Die Gesamtsumme dieser sensorischen Information wird dann durch Gewohnheit in das Interpretationssystem umgewandelt, das die Menschen befähigt, die Welt so wahrzunehmen, wie sie es tun." (1)


    Dieses Interpretationssystem wurde auch als der Montagepunkt der Wahrnehmung bezeichnet, das, was die Welt zusammenmontiert, die uns über die fünf Sinne erreicht.

    Was jedoch die sensorische Gesamtheit angeht, die uns umfängt, sie wurde durch eine erlernte Realität ersetzt. Sie ist nicht weg, wir haben uns nur abgewöhnt, sie ins Bewusstsein gelangen zu lassen und "montieren" dafür unsere Ego-Welt.

    Sehen ist insofern auch die Fokussierung auf die sensorische Gesamtheit des Universums, das Umfangende eines anderen Ordners...

    Was fließt, sind Schwingungen, die wir zuweilen auch als Zeitgeist erfassen, die sensorische Auswertung dessen, was uns umgibt. Jedoch persönlich durch die Montagepunkte interpretiert. Die erlernte Wahrnehmung, auf die wir uns "geeinigt" haben, nennt sich daher hier das Tonal.

    Die Welt, in die wir in der erweiterten Aufmerksamkeit hineinspüren können, wird als das Nagual bezeichnet. Die zweite Aufmerksamkeit.

    Wir können diese Stühle nur wechseln. Zwischen beiden Stühlen sitzt es sich unbequem. Daher ist es angemessen, im Alltagsbewusstsein ganz der Alltagsbeschäftigung gewidmet zu sein und in der zweiten Aufmerksamkeit ganz der anderen Wirklichkeit.

    Doch mit der früheren Tradition wurde gebrochen und ein Zeitalter der reinen Energieverteilung wurde damit eingeläutet.

    Dazu dienen die Körperübungen, die unter dem Namen Tensegrity bezwecken, die Energiearten beider Stühle jederzeit dorthin frei fließen zu lassen, wo die sensorische Information ihren Bestimmungsort sucht. Wenn auf der Reise nach Jerusalem Stühle zu fehlen scheinen, dann vielleicht, weil zu viele auf zwei Stühlen gleichzeitig Platz genommen haben und sich nicht entscheiden wollen.

    Wir sind "Klappstühle", wenn wir glauben, die Gesamtheit der sensorischen Information lasse sich für Ego-Zwecke nutzen. Das mussten die alten Zauberer feststellen:

    Wir können die Energie fließen lassen und sein. Doch wir sollten sie niemals für persänliche und egoistische Zwecke umformen, dann wecken wir quasie "schlafende Hunde" und der Pudel, zunächst ganz harmlos, bekommt auf einmal einen Kern, der Goethe erschreckt, den Wagner jedoch nicht wahrnimmt.

    Der Pudels Kern entsteht immer durch die Annahme, das Universum zu Ego-Zwecken benutzt zu haben.

    Es als Energie zu sehen, die in uns allen fließt, schließt Ebenbürtigkeit mit ein, denn niemand wird vom Fließen der Energien nicht berührt. Einzig, wie wir die Energie deuten, die wir aufnehmen, ist daher die Frage.

    Eine Frage, die in der Intention ihre Antwort findet. Soll das Ganze frei fließen oder nur wir?

    So war die Antwort der alten mexikanischen Zauberer im Prinzip dieselbe, die auch Goethe für den Faust gab:

    Versuche, den Augenblick (des Fließens von Energien) nicht zu halten, sonst kann sich die Liebe nicht frei entfalten und erhalten.

    Jeder allzu feste Griff nach dem Festhalten des Momentes wird durch den Verlust desselben bestätigt. Er drückt die Angst aus, dass freie Fließen der geistigen Energien könne einen späteren Mangel beinhalten und aufweisen. Damit wird die Zukunft ihrer Freiheit beraubt. Wir fühlen uns in die Alltagsenergie verstrickt und verlieren die Begeisterungsfähigkeit...

    Doch ist diese Energie nicht weg, sie ist nur woanders...

    (1) Carlos Castaneda, Tensegrity, Die magischen Bewegungen der Zauberer, S. Fischer Verlag 1999, Seite 11

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