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Thema: Carlos Castaneda "Tensegrity" Die magischen Bewegungen der Zauberer

  1. #1

    Carlos Castaneda "Tensegirty" Die magischen Bewegungen der Zauberer

    Die energetischen Verwirrungen auszulösen, die unsere vertrackte Gesamtsituation bewirkt, könnten die Ansichten der Schamanen im alten Mexiko hilfreich sein, die im Buch von Carlos Castaneda "Tensegrity Die magischen Bewegungen der Zauberer" vorgestellt und zusammengefasst werden.

    Klar, wir denken an Nina Hagen und ihr Lied über Herrmann:

    Herrman liest Carlos Castaneda und wird leicht wie eine Feder.

    Am Ende der Liedes war Herrman jedoch hinüber: Fleuchende Eier!

    Was lässt uns das das Herz in die Hose rutschen? Erstarrung und Angst!

    Was hält das Herz am rechten Fleck? Bewegung und das Fließen von Energie!

    Vor 28 Jahren begann ich beim Zivildienst die mir damals recht unverständlichen Bücher eines Antropologen durchzulesen, der mit seinem Verstand zu erfassen suchte, was ein scheinbar alter Indianer ihm über die Anwendung von Heilpflanzen zu vermitteln suchte.

    Ein Nagual, wie ein Meisterschamane dort genannt wird, steht in einer langen Tradition von Schamanen und ohne es wirklich zu bemerken, wurde der fragende westliche Antropologe zum Schüler des Don Juan Matus, der in ihm eine Offenbarung der Kraft bemerkte, was in seiner Tradition bedeutet, ihn als Schüler zu betrachten.

    So glaubte Carlos Castaneda, einem alten Indianer "Heilwissen abkaufen" zu können, während der alte Indianer einen möglichen Schüler in dem verweichlichten Trottel sah, als der sich der dickliche Amerikaner mit Bauchansatz durch die Welt bewegte. In der Verstandeswelt eingekerkert, "sah" der analytische Wissenschaftler, oftmals durch die Einnahme psychotroper Pflanzen, eine Welt, in der die Energien sichtbar werden, die das Wesen der Welt bestimmen.

    Dieses "Sehen" wurde mit der Entwicklung einer "Zweiten Aufmerksamkeit" in Verbindung gebracht, die durch eine gesteigerte Bewusstheit erreicht werden sollte. Letztlich erklärt hat sich Carlos Castaneda jedoch erst in seinen späten Büchern, eines handelt von der Rekapitulation, das Vorliegende von den magischen Bewegungen, mit denen die Gier zu sättigen wäre, die unseren derzeitigen Energiemodus bestimmt.

    "Wunder" heißen bei Castaneda einfach "Bestätigungen durch die Welt um uns herum" und so wird ihnen ein natürlicher Charakter eingehaucht. Energien werden zu "Verbündeten" und besitzen - ähnlich wie im Buddhismus - einen vorpersönlichen (ungeprägten) Charakter besitzen.

    Sättigung mit Energie, die aus bestimmten Bewegungsfolgen resultiert, kennen wir aus vielen Kulturen in verschiedenen Formen. Wie sich die Situation entwickelt hat, und warum schon "damals" die Bewegungsformen mit dem höchsten energetischen Nutzen vor der Weiblichkeit versteckt gehalten werden sollten, sind der Antrieb für diese Buchvorstellung.

    Daneben ist es eine Rekapitulation der denkwürdigen Ereignisse. Etwas, dass nach Carlos Casaneda und seinem Lehrer Don Juan, der räuberischen Grundkomponente Einhalt gebieten kann und uns diese Hürde überwinden lässt, indem wir schon zu Lebzeiten die Erfahrungen mit dem "Großen Geist" teilen, die wir nun nicht mehr mit ihm teilen. Wird der lehrreiche Nutzen einer Lernentwicklung zu Lebzeiten rekapituliert und dem Geist übergeben, bleibt dem großen Adler, als den sie den Geist des Universums betrachten, nur, sich diese Erfahrungen zugänglich zu machen.

    Im Bhakti-Yoga finden sich ähnliche Ansätze des Teilens des Lebens mit der allgegenwärtigen Präsenz. Erst, wenn die Präsenz nicht präsent wird und als Geschenk Dankbarkeit bewirkt, kommt es zum gegenwärtigen Energiezustand der Menschen in einer fast kollektiv anmutenden Gesamtverfassung verlorener und versprengter Seelenanteile. Der einzige Weg, das Rad des Schicksals zu unterbrechen, ist es nach Ansicht der Tradition der Schamanen des alten Mexiko, die Bewusstheit zu steigern und die unterbrochene Seelenreise dadurch zu beenden, indem genügend Spannungsenergie (Tension) aufzunehmen, die eine INTEGRITÄT bewirkt.

    Wie Gerald Hüther, der heutige Gehirnforscher gleichlautend formuliert, sind hierbei die körperlichen, seelischen, geistigen und spirituellen Erinnerungsengramme zu löschen, bzw, mit etwas "Erfreulichem" zu überschreiben. Wie widersinnig also das Konzept von Strafe und Schuld schon in der ER-zieh-ung wirkt, ist in unsere persönlichen Geschichten eingegraben und bremst unseren energetischen Gleichklang, was mit Kohärenz bezeichnet wird.

    Die "Schicksalsbelehrungen" anzunehmen und mit den "großen Menschen", wie er als Adam Kadmon in der Bibel benannt wird, zu teilen, lässt den Lernerfolg zu einem gemeinsamen Nutzen werden. Den Lernerfolg als "Waffe" gegen die Mitwelt zu benutzen, bedingt die Stagnation auf dem Meer der Möglichkeiten.

    Die fleuchenden - vormals leuchtenden - Eier sind nicht mehr mit scjöpferischer Geisteskraft gefüllt. Im Samen ist diese Göttlichkeit enthalten, daher wirkt diese Göttlichkeit auch auf jede Frau...

    Sieht eine Frau keine Göttlichkeit in einem Männchen, ist es genetisch nicht interessant. Nur diese Göttlichkeit bildet die Bindungskraft einer komplementären geistigen und heiligen Verbindung zwischen Geistern, die sich ihres geteilten Selbstes bewusst sind.

    Die Samenkriege sind das Ergebnis der Suche nach Göttlichkeit in separaten Teilen einer Gesamtenergie. Daher stammt auch die sexuelle Gewalt gegen Frauen, die auf diesem Planeten weiterhin wirksam wird und doch nur Zeichen der Angst vor der magnetischen Urkraft sind, die nicht zu kontrollieren ist, sondern das Ich einfach auflöst.

    Das Pendel in den historischen Samenkriegen zur Erlangung genetischer Dominanz innerhalb einer Schimpansenscheibenwelt war schon vor 5000 Jarhen patriarchisch dominiert. In der Rekapitulation können auch die historischen Geschichten aus ihrer energetischen Verkrustung befreit werden, indem wir uns diesen ganzen biherigen Schwachsinn als Schwachsinn vergeben.

    Wir wussten nicht, wer wir wirklich sind. Wie konnte sich da irgendeiner der Teilnehmenden an der Rückreise zur Bewusstheit dessen bewusst gewesen sein, als wir glaubten, der Irrtum wäre wahr? Wer kann sich angemessen verhalten, wenn er glaubt, nicht mehr zu sein, was er doch ist?

    Für uns normal, erschien den alten Zauberern dieser energetische Zustand berichtigungsbedürftig, die Leichtigkeit des Seins zu integrieren, von der wir sprechen, wenn wir mit den Energien des Kosmos verbunden sind.

    "Sich dem Einfluss der Sternenenergie öffnen", lautet daher auch die Überschrift des Klappentextes, mit dessen Zitat ich einleitend beginne:

    >>"Carlos Castaneda hat auf der Basis der Magischen Bewegungen, wie sie ihm durch seinen Lehrer Don Juan Matus über viele Generationen weiser Männer übermittelt wurden, eine Bewegungslehre ausgearbeitet, die er Tensegrity nennt.

    Die Zauberer des alten Mexiko entdeckten diese Bewegungen während ihrer Trancezustände und sie nannten sie magische wegen der nachhaltigen Wirkung, die sie auf das Bewusstsein und die Wahrnehmung ausübten. Diese zwischen verhaltenen und explosiven Bewegungen wechselnde "Gymnastik", die bei großer Konzentration und Stille ausgeführt wird, zielt darauf ab, das Fließen von Energie innerhalb des Körpers, aber auch in seinem Umfeld spürbar werden zu lassen und über die Wahrnehmung und Einfühlung dann auch das Fluten der Energie im Universum zu erfahren.

    Die Tensegrity-Bewegungen sind nicht primär als körperliche Ertüchtigung zu verstehen, sondern als Versuch, ein optimales Harmoniegefühl zu erreichen, auf dem Weg, Alltagseinflüsse soweit wie möglich auszuschalten und innere Stille zu finden." (1)


    Erst durch die Befreiung der magischen Bewegungen von "Zugangsvoraussetzungen" und "übermäßigen Ritualen" konnten die Bewegungen wieder ihre ursprüngliche energetische Wirksamkeit erlangen, die daher rührt, dass in Momenten der Fokussierung des Geistes auf die zu erinnernden Bewegungsfolgen keine sorgenvollen und schwächenden Gedanken möglich sind und die Routine der Gedankenschleifen einen Wechsel in der Wahrnehmung ermöglichen.

    So geht die Entdeckung der magischen Bewegungen auf Zustände gesteigerter Bewusstheit zurück, die im "normalen Bewusstseinszustand" zum Ziel und Mittelpunkt ihrer Katalogisierung des Bewegungssystems wurden. Möge Mensch bedenken, dass das Yoga zu ähnlicher Zeit in einem ähnlichen Kontext entstand. Sie suchten, das unglaubliche Wohlgefühl, dass in den Zuständen erhöhter Bewusstheit gefühlt wurde, durch die "Sättigung" mit den Energien zu erreichen, die in den magischen Bewegungen aus ihrem kristallisierten Zustand befreit werden.

    Der wechselseitige Energiediebstahl in den historischen Samenkriegen aller Zeiten wäre unnötig, würden wir uns des Potenzials der ungenutzten Energie bewusst, die nicht "weg" ist, sondern nur in der "Ohnmacht" gebunden liegt, die wir uns selbst aufsuggerierten.

    Der Bruch mit der Tradition und das Lösen von den nunmehr energielosen Ritualen erforderte eine radikale Neuformulierung der Intention des praktischen Zieles, das nun die Umverteilung kondensierter Energie abbildet und keine "magische Beeinflussung der Ego-Scheiben-Welt" mehr beinhaltet.

    "Die Zauberer dieser Schule waren davon überzeugt, dass es in jedem von uns eine angeborene Energiemenge gibt, eine Menge, deren Vermehrung oder Verminderung nicht dem Einfluss der Kräfte unterliegt. Sie glaubten, dieses Maß an Energie genüge, um etwas zu erreichen, was sie für die Obsession eines jeden Menschen auf Erden h ielten: die Parameter der normalen Wahrnehmung zu durchbrechen. Don Juan Matus war davon überzeugt, dass die Kultur und das soziale Milieu verantwortlich für unsere Unfähigkeit seien. die Parameter zu durchbrechen. Er behauptete, unsere Kultur und unser soziales Milieu setzen unsere angeborene Energie einzig und allein zu dem Zweck ein, etablierte Verhaltensmuster zu erfüllen, die es uns nicht erlauben, jene Parameter der normalen Wahrnehmung zu durchbrechen.

    Auf die Frage, warum wir so jämmerlich daran scheitern, die bisherigen Parameter beim Durchschreiten des Meeres der Möglichkeiten energetisch zu verassen und aufzugeben, wird gesagt:

    "Wir scheitern an der Erfüllung unseres unterschwelligen Wunsches, sagte er, weil wir die Aufgabe Hals über Kopf lösen wollen. Unsere Werkzeuge sind zu primitiv. Es ist, als versuchten wir eine Mauer niederzureißen, indem wir mit dem Kopf dagegen rennen. Der Mensch erkennt nicht, dass dieser Durchbruch eine Frage der Energie ist. Zauberer messen den Erfolg nur daran, ob sich der Zugang zu Energie öffnet oder nicht." (2)

    Es könnte daher nützlich sein, uns unseren individuellen und kollektiven Energiekörper genauer anzusehen. Indem die Übungen dual, also zusammen mit dem Energiekörper stattfinden, formen wir unseren astralen und mentalen Energiekörper gleichzeitig mit. Die Tradition, Wissen in Trance herabzuziehen, ist auch im Westen nicht gänzlich unbekannt. Wir gewinnen den Zugang zu unvorstellbaren Welten, deren praktischer Wert sich im Wohlgefühl zeigt, dass ein Zeichen für die Abwesenheit von Angt ist, die mit der "Rechten Körperenergie" einhergeht.

    Als Opfer einer Umschulung vom Links- zum Rechtshänder, kenne ich beide Energiearten. Warum diese "Zwangsbeglückung" Bildungskontext wurde, habe ich mich oft gefragt. Zumindest kann ich mit beiden Händen Werkzeuge führen. In den magischen Bewegungen lernen wir kennen, was die Sportpsychologie als "Mentalkörper" gedanklich ebenso trainiert. Die "Imprägnierung" des Seelenkörpers mit aufbauender Energie komme beim Tensegrity erweiternd dazu. Im Sport folgt die Seele, dem, woran das Herz gehängt wird. Wie überall im Leben folgt die Energie der Absicht.

    Was ich schön finde: Es gibt keinen inhaltlichen Widerspruch zwischen Castaneda, dem Kurs, der Bibel oder einer anderen relativen Anschauungssystematik in ihren Näherungsregeln an die Energie, die uns umgibt. Es gibt verschiedene Techniken, deren Ziel jedoch immer ein Gefühl des Wohlbehagens, der Seligkeit und der Wärme und Energiefülle abbildet.

    Alles, was uns somit in Frequenzen von Angst, Zorn, Hass, Rache, Gewalt, Gegengewalt und nochmaliger Vergeltung führt, kann echt NIX mit der Intention des uns Umgebenden zu tun haben. Doch uns fehlt die Energie, die Kreise zu schließen...

    In den "Rekapitulationsübungen" wird im Prinzip zusammen mit dem Energiekörper trainiert. Jeder bekommt die Energie zurück, die ihm gehört. Die räuberische Erpressung von Energie aus der Mitwelt durch unangemessenes Verhalten könnte bei der Rück-Sättigung mit Energie ihren scheinbaren und temporären Nutzen verlieren.

    In der Üb-er-Einstimmung mit dem Unbewussten wird das vormals so genannte Überbewusste erschlossen. Ist es erschlossen und erklommen, liegt keine Besonderheit darin und jede Überhöhung, die relative Besonderheit wirksam werden lässt, verschließt das Tor zu den Energien des uns Umgebenden, außerhalb der Alltagssorgen und Ängste.

    Wir sind dauerhaft in einem stagnierten energetischen Zustand. Wie eine Raupenpopulation, die den Wald leergefressen hat und nicht versteht, dass mit dem Tod der gefrässigen Gier die Transformation zum Schmetterling beginnt. Wir sind, um was wir panisch kämpfen.

    Schon blöd irgendwie...

    (1) Carlos Castaneda, "Tensegrity - Die magischen Bewegungen der Zauberer" S. Fischer,1998, ISBN 3-10-010214-2, Klappentext
    (2) ebenda, Seite 9

  2. #2
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Carlos Castaneda "Tensegirty" Die magischen Bewegungen der Zauberer

    Textkohäsion geht gegen null. Diskursives Schreiben. Obgleich ich die Bedeutung von Klappentexten nicht unterschätze, wünsche ich mir doch mehr Stringenz und nicht den absehbaren Versuch, in einem Text letztlich die Welt zu erklären. Weniger ist manchmal mehr.

    Nehme ich mir den Abschnitt zum Sport vor: Wir postmodernen Menschen haben da etwas Zwittriges in uns. Einerseits besteht das Bedürfnis nach Zerstreuung durch Wettkampf. Andererseits will jeder der klassischen Formel frönen, daß einem gesunden Körper ein gesunder Geist innewohnen müsse - was natürlich Bockmist ist. Aber was bedeutet die hier aufgeworfene Einergiebigkeitsthese, daß der Körper dem Wunsch der Seele folge? Nein, daß die Seele dem Muskel folge? Übel. Dem kann ich nun gar nicht beipflichten. Umgekehrt. Der Körper folgt der Seele, der Muskel bildet sich nach dem Willen desjenigen, der entscheidet, ob er aufbauen oder abbauen will, ob er straff oder schlaff, ob er will oder seinen Willen Nichtkörperlichem oder beidem frönen will.

  3. #3

    AW: Carlos Castaneda "Tensegirty" Die magischen Bewegungen der Zauberer

    Danke für Deine Kritik, lieber Aerolith. Das Buch heißt ohnehin TENSEGRITY und da ich frustig über meinen Fehler war, unterließ ich die Fortführung, die hätte Aufschluss geben können. Daher hiermit die Bitte, die Buchstaben des Titels richtig zu sortieren, ich weiß nicht, wie das zu korrigieren ist.

    Jeder ist das "Ich bin das Ich BIN", der Satz, der zu Moses gesagt wurde, ist halt nicht gänzlich verstanden worden:

    Gott ist in jedem ICH-BIN das, was ICH-BIN sagen kann. ERGO: Gott ist ein geteilter Bewusstseinsraum, in dem Bewusstseinseinheiten annehmen, getrennte Gedanken denken zu können.

    Würde jemand den Gedanken: "Ich bin das Ebenbild Gottes" wirklich als wahr empfinden, gibt es nur ein ICH-BIN.

    Im Energiemodus, der uns das Gegenteil davon spiegelt, sind wir es nicht mehr. Statt noch nicht.

    Zu den Übungen, die darin erklärt werden, sei angemerkt, dass sie sowohl den physischen, als auch den "Energiekörper" trainieren.

    Einige sind im Internet anzuschauen. Das, worauf ich im Kontext der Buchvorstellungen letztlich hinauswollte, fehlt noch. Daher ist die Kritik berechtigt. Allein die Aufgabe, im Traum die eigenen Hände von oben zu betrachten, hat Jahre gedauert. Durch den "Sport" habe ich heute nacht bewusst im Traum etwas "gerochen". Es geht um die Schulung der "subtilen Körper" des Menschen.

    Leider herrscht hier eine geradezu babylonisch anmutende "Sprachverwirrung" in der Klassifizierung und die Ursache der "Esoterik-Debatte". Anhand praktischer Wirkungen kann dem Körper daher leichter klargemacht werden, Kind des Geistes zu sein. Es geht darum, zu verstehen, energetisches Wesen zu sein.

    Ja: Der Geist in der Seele strukturiert die Materie. Anhand bestimmter Körperübungen, haben viele Kulturen unterschiedlich katalogisiert und klassifiziert, können bestimmte Energien zum Fließen gebracht werden, die den "Mormalbewusstsein" nicht zur Verfügung stehen.

    Doch jeder, der einmal echte Todesnähe verspürt hat, weiß, zu welchen Leistungen wir fähig sind. Jedes Normalbewusstsein endet mit dem Tod und der Tod kommt meistens plötzlich. Dann nicht zu wissen, was mensch vorher hätte lernen können - nämlich wie man sich als "Energie" zusammenhält, lehrten die alten Zauberer, in dessen Tradition das Buch entstand.

    Alles ist eine Frage der Energie. Doch nicht der Körper ernährt die Seele und den Geist darin. Der Geist haucht der Seele Leben ein und dieses wird im Körper manifest. Das All ist mental. Danach erst astral und zuletzt physisch. Gnade und Mitgefühl strömen vom Geist in die Seele und bewirken dann Gesundheit und Wohlbefinden im Körper.

    Die magischen Bewegungen haben im Prinzip nur die Bedeutung, das Alltagsbewusstsein zu verlassen und in der Rekapitulation der Bewegungen auf die rechte Hemispäre umzuswitchen, die in Prozessen und Ganzheiten denkt. Erst dann schweigt das Ego für einen Moment...

    Danke für die Kritik, ich arbeite dran...

  4. #4

    Carlos Castaneda "Tensegrity" Die magischen Bewegungen der Zauberer

    Tensegrity verbindet die Begriffe "Tension" und "Integrität" und beschreibt 6 Folgen von Bewegungen, die zum Ziel haben, Spannung und Bewegung im "Energiekörper" des Menschen "flüssig zu machen".

    Die erste Folge dient zur Vorbereitung der Intuition.
    Die zweite Folge wird die Folge für die Gebärmutter genannt.
    Die dritte Folge ist in 4 Gruppen aufgeteilt, die das Entscheidungszentrum, die Rekapitulation, das Träumen und die innere Stille umfassen.
    Die vierte Folge beabsichtigt die Trennung voon linkem und rechtem Körper und wird als die "Hitze-Folge" bezeichnet.
    Die fünfte Folge heißt "die Männlichkeits-Folge". Hier werden Zielrichtung und Kraftwirkung einer Bewegung über die Konzentration auf die "Sehnenenergie" gebündelt und harmonisiert.
    Die sechste Folge benutzt Kugeln oder Bänder als Hilfsmittel, die Sehnen-Energie zu nutzen, den linken Körper von der übermäßigen Dominanz des rechten (Gewohnheits-) Körpers zu befreien.

    Wer darauf achtet, was manche Menschen auszeichnet, die auch in hohem Alter rege, vital und lebendig wirken, wird um den Begriff der "Sehnen-Energie" nicht herumkommen. Die Intuition, mit der wir dem Weg in eine "zweite Aufmerksamkeit" folgen, führt über die Gebärmutter. Es könnte zunächst als "weibliche Schoßenergie" aufgefasst werden, oder als das uns Umfangende. Das Umfangende, das es möglich macht, den Energiekörper auch in hohem physischen Alter als elastisch, beweglich und energiegeladen wahrzunehmen.

    Die Entscheidung für die eigene Entscheidung zugunsten einer zweiten Aufmerksamkeit für eine nicht konditionierte Schöpfungskraft, die frisch, frei und fröhlich daherkommt, führt über die Rekapitulation "denkwürdiger Ereignisse" in eine erweiterte Traumwelt. Sind die scheinbaren Gegensätze auch dort vereint, gelangen wir zur inneren Stille - dem Einstellen des inneren Dialogs.

    Die "Hitze-Folge" ordnet getrennt gehalten Händen eine gemeinsame Absicht zu. So stellt einmal der linke Arm die "Kraftwirkung" dar, während der rechte Arm das "Ziel der Bewegung" abbildet und umgekehrt. Im "Mischen" dieser Energieformen entsteht "Hitze", somit wird Energie freigesetzt.

    Zunächst jedoch zum Einwand von Aerolith aus dem "Doppelgängerordner" über das Verhältnis von Geist, Seele und Körper:

    Krankheit ist eine Illusion des Geistes, nicht mehr in dem Zustand zu sein, in dem der Körper "anstandslos und angstfrei" seine (gewählten) Funktionen für den Geist in der Seele ausübt. Krankheit ist ein Seelensymbol, das sich ein Körpersystem sucht, dass durch Energiemangel gekennzeichnet ist und dort zu physischen Abweichungen von der ursprünglichen "Gesundheit" führen.

    Ein gesunder Geist - ohne Illusionen über seine Identität - erfüllt eine Seele mit "Kraft". Doch kann diese Seelenkraft ergänzt und "gesättigt" werden durch physische Bewegungen, die zugleich beide Energiearten wirksam werden lassen. Geist und Kraft wirken gemeinsam in Zeit und Raum. So entsteht die Struktur, die als "Lichtkörper" in den Apokryphen Evangelien auftauchen wird, und als "Energiekörper" hier zunächst beschrieben einleitend wird.

    Das, was sich bei Goethe noch nicht nutzen ließ, ist in den kooelktiven Archetypen "herangewachsen". Hierunter sind die "Bilder" zu verstehen, die wir "mitbringen". Niemand benötigt die "Erfahrung" eines "Absturzes" aus großer Höhe, um an einem Abhang Vorsicht wlten zu lassen. Niemand benötigt einen Schlangenbiss, um beim Zischen einer Schlange Aufmerkamkeit zu entwickeln.

    Ein Blick auf die Weiterentwicklung der kollektiv mitgebrachten Erfahrungsschätze zu werfen, entwickelt eine "Beobachterposition", die heilsam sein kann. Eine kantsche Metaebene wird zum Beispiel betreten, fragen wir uns tagsüber zuweilen, ob wir nicht gerade träumen. Theoretisch könnte das ja so sein... Was unterscheidet das JETZT denn jetzt von einem Traum? Was ist im Traum "typisch Traum" und somit daher beweisbar "unwirklich"?

    Immer nur dem, was wir als "Traum" betrachten, wird später eine Wirklichkeit "entzogen". Als wir träumten, war der Traum jedoch von einer "wirklichen Wahrnehmung" nicht zu unterscheiden. Sonst hätten wir ja "gewusst", gerade zu träumen. Aber sind wir wirklich schon wieder "wach", also geistig aktiv, rege und daher vor Taten- und Bewegungsdrang strotzend, mit geistiger Energie aufgeladen und froh, dieses große Jetzt jetzt zu erleben?

    Es wird gesagt, die "Metaposition des Bewusstsein" rege den Traumkörper dazu an, sich seiner bewusst zu werden. Der "Traumkörper" ist ein Teil des Energiekörpers und gewinnt Beweglichkeit und Freiheistgrade in seinen "Träumen". Er könnte auch als Astralkörper bezeichnet werden, das Prägemuster, nach dem die genetischen Grundstrukturen aufgebaut werden.

    Die Ursprünglichkeit der energetischen "Prägemuster" wiederzuerlangen, könnte mit Heilung verbunden werden. Einer Heilung, die aus dem SELBST stammt und nur daher SELBST-Heilungskräfte beziehen kann - aus der unverfälschten Quelle allen Bewusstseins. Das Selbst liebt seine Schöpfung ganz von selbst, da Liebe die Ursache war, diese "Metaposition" des beobachtenden Beobachters in der Mutter Materie (als geistige Erfahrung) zu ermöglichen.

    Was die Energie mancher Menschen bis ins hohe Alter verfügbar bleiben lässt, ist, was mit dem Training des Mentalkörpers möglich wird, nämlich die "Einstimmung und Anbindung" an die kosmischen Energien, die uns in jedem Moment durchströmen. Sie im "Nicht-Leben", im Gewohnheitsmodus, gerade nicht wahrzunehmen, bedeutet nicht, sie verloren oder eingebüßt zu haben. Im Gegenteil: Diese Frage wird, wie von Aerolith richtig bemerkt, im Geist entschieden.

    Die "Entscheidungsinstanz" ist im Grunde der Gehirnbenutzer. Die Ausbildung der Instanz, die gedanklich ermöglicht, eine Anbindung an das "Lebensfeld" für möglich zu halten, könnte als "Mentalkörper" verstanden werden. Die "Glaubenssätze", in die uns der Verstand einsperrt, sind "kirkegaardsche Reduktionen" einer Gesamtheit auf das, worauf wir in diesem Moment unsere Aufmerksamkeit richten und wahrnehmen, beurteilen und als "nicht diesem universellen Lebensfeld zugehörig" definieren.

    Das, woraus der Mentalkörper seine Energie, sein "Manna von Mamma Mysterica" bezieht, könnte als "Mentalod" aufgefasst werden, das dann absteigend im Traumkörper und dann in der physischen Gestalt wirksam wird. Im Grunde bezwecken die Übungen, "Seelenstoff" und "Seelenkraft" wieder verfügbar zu machen, die in dichotomen Glaubenssätzen gegensätzlicher Natur gebunden waren.

    Eigentlich die Gretchenfrage mit den Gänseblümchen: Liebt Gott uns? Oder liebt Gott uns nicht?

    Wenn ja, dann sind die "Doppelanbindungen" hinfällig. Wenn nein, dann kosten uns diese Dichotomien mentale Energie.


    "Eine bestimmte Gruppe von magischen Bewegungen wurde Männlichkeits-Folge genannt. [...] Don Juan meinte, es sei womöglich der älteste Name, der einer Gruppe magischer Bewegungen verliehen worden sei. Die Gruppe von Bewegungen wurde ursprünglich über Generationen hinweg nur von männlichen Schamanen ausgeübt. Diese Eingrenzung geschah einzig und allein aus rituellen Gründen, um den Drang nach männlicher Überlegenheit zu befriedigen. Unter dem Einfluss erweiterter Wahrnehmung veränderte sich diese Haltung jedioch bald.

    Die etablierte Tradition, dass diese Gruppe magischer Bewegungen nur von Männern auszuüben sei, blieb in pseudo-offizieller Form noch Generationen lang bestehen, während sie insgeheim auch von Frauen ausgeübt wurde. Als die alten Zauberer schließlich auch Frauen die Erlaubnis für diese Gruppe der magischen gaben, geschah es mit der Begründung, dass die Frauen in den Zeiten von Kämpfen und sozialen Unruhen zusätzliche Kraft und Vitalität brauchten, die, wie sie glaubten, nur bei denen zu finden wären, die diese magischen Bewegungen praktizierten." (1)

    Es war ohnehin zu spät: Die Frauen übten diese magischen Bewegungen ohnehin in aller Offenheit...

    Das "Genderproblem" begann daher schon viel früher. Erst, als sich das "Patriarchat" selbst so geschwächt hatte, dass es zu Kämpfen und sozialen Unruhen kam, gestatteten sie, worauf die Frauen von selbst gekommen waren:

    Sich nicht von der Lebenskraft trennen zu lassen, die gerade in Zeiten von Veränderungen dringend benötigt wird. Doch lässt sich diese Lebenskraft gegen das Leben richten? Oder ist Lebenskraft die Kraft in der Kraft, die im Geist erschafft, was mit und durch Liebe entsteht?

    Die Kraft in der Kraft gegen Teile des Lebens zu verwenden, kann keine Verhaltensoption sein, die nicht von Dichotomien geprägt ist.

    Aerolith hat recht: Es ist der Wille, der darüber entscheidet, ob ein gesunder Geist einen gesunden Körper zu bewohnen wünscht, damit eine Seelenreise dorthin führt, wo sie einst begann...

    Ja, das Leben ist eine Geist-Seelen-Körper-Schulung. Als Schüler an einer Schule zu vergessen, sich in einer Schule zu befinden, ist eher mäßig clever. Sich an die eigene, eigenverantwortlich übernommene "Studienwahl" erinnern zu wollen, erfordert zunächst die Entwicklung von Intuition. Eine Willensleistung ist jedoch immer etwas, das im Geist Präsenz behalten muss, wirksam zu bleiben.

    Wo entstand der Dieselmotor? Im Geist!
    Wo wurde der Benzolring gefunden? Im Traum!

    Was sind also die Geistesblitze, die eine Welt nachhaltig verändern können?

    Und warum war Diesel so unglücklich? Benz empfing die gleiche Idee und fast zeitgleich materialisierte sich ein Gedanke, der den heutigen Ab-gas-skandal erst möglch machte. Koinzidenz und Synchronizität im Flussdiagramm von Zeit und Raum.

    Warum die Zauberer es aufgaben, an der Welt herumzuzerren, und sich auf den geistigen, seelischen und körperlichen Ausdruck der Vollkommenheit und Schönheit ohne konkrete Absicht dahinter zu fokussieren, deutet sich im mexikanischen Genderproblem an:

    Wer unterdrückt, schwächt sich selbst. Es wäre verrückt, anzunehmen, das Nicht-Teilen-Wollen der Lebensenergie brächte irgendeinem Teil einer Gesamtheit einen Vorteil. Als die männlichen Zauberer schon damals ohne Weiblichkeit auf die Schnauze fielen, wurde diese "Scheinsolidarität" zur Motivation hinter der Gender-Debatte.

    Doch sie soll nur verhindern, dass diese Kraft wirklich gefunden wird. Dazu sind Geist und Seele gemeinsam für das Leben einzubringen - nicht dagegen.

    Sie konnten schon damals nicht teilen. Ein Wink mit dem Zaunpfahl der Integration und Inklusion dessen, was wir sind, hören wir nicht auf den Verstand nach Kant und fallen auf seine "Gewohnheitsanalysen einer irrsinnigen Anomalie herein".

    Nee, es ist nicht richtig, wenn alle energetisch gegen die Wand fahren...


    (1) Carlos Castaneda, "Tensegrity - Die magischen Bewegungen der Zauberer, S. Fischer Verlag, 2. Auflage 1999, Seite 190

  5. #5
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Carlos Castaneda "Tensegrity" Die magischen Bewegungen der Zauberer

    hab ich das so gesagt mit dem WUNSCH eines willens, einen bestimmten körper zu bewohnen? das würde ja bedeuten, daß ein GESUNDER wille auch den kranken körper präfigieren könnte. und dann die figuration, die transformation in einen ihm angemesseneren? wie aber, wenn der geist krank ist - was immer das auch sein mag - und sich dann den gesunden körper entsprechend formt, diesen depraviert?

    als Schiller-Freund glaube ich an einen zusammenhang zwischen körper und geist, v.a. aber glaube ich, daß es dem geist immer möglich ist, sich den wirtskörper zu erhalten. um nichts anderes geht es dem geist in hinblick auf den körper. ist diese voraussetzung für die wirkung des geistes auf die welt gewährleistet, interessiert ihn den körper nicht mehr, denn sein erstes ziel ist ja die ausformung seiner selbst und nicht die eines fremden, also eines wirtskörpers.

    ein GENDER-Problem sehe ich nicht. menschen sind in erster hinsicht nicht nach geschlechtern zu trennen, sondern nach willenskräften. es hat noch jede in ihrer willenskraft dem mann überlegene frau zu allen zeiten der weltgeschichte ihren willen durchsetzen können. vergessen wir auch nicht, daß jede kultur zuerst aus dem matriarchat entstand, sich dann aber immer patriarchalisch ausprägte, um jetzt wieder in matriarchalische strukturen zurückzufallen. ein totengesang? abendlands friede?

  6. #6
    Zitat von Aerolith:

    "(1)Nehme ich mir den Abschnitt zum Sport vor: (2) Wir postmodernen Menschen haben da etwas Zwittriges in uns. (3) Einerseits besteht das Bedürfnis nach Zerstreuung durch Wettkampf. (4) Andererseits will jeder der klassischen Formel frönen, daß einem gesunden Körper ein gesunder Geist innewohnen müsse - was natürlich Bockmist ist. (5) Aber was bedeutet die hier aufgeworfene Einergiebigkeitsthese, daß der Körper dem Wunsch der Seele folge? (6) Nein, daß die Seele dem Muskel folge? (7) Übel. Dem kann ich nun gar nicht beipflichten. (8) Umgekehrt. Der Körper folgt der Seele, der Muskel bildet sich nach dem Willen desjenigen, der entscheidet, ob er aufbauen oder abbauen will, ob er straff oder schlaff, ob er will oder seinen Willen Nichtkörperlichem oder beidem frönen will."

    (1) Das Verhältnis von Spannung und Entspannung?
    (2) Ja, beide Energiearten sind zuweilen wirksam.
    (3) Bedürfnis nach "Sättigung an Energie durch spielerischen Wettkampf! Er ist nicht "echt", ein Ritual auf verschiedenen Ebenen
    (4) Geist, Seele und Körper drücken insgesamt diese "klassische Formel" aus. Jede Beeinträchtigung eines dieser Teile ist wechselwirkend aufbauend, abbauend oder neutral erhaltend wirksam
    (5) Der Geist weht, wo er will. In wessen Seele er wirksam ist, dessen Körper folgt dem Geist. Es sind Absicht, Wille, Kraft und Zeit einzusetzen, diesen Selbstausdruck zu entwickeln. Es bedeutet absolute Eigenverantwortung für das zu übernehmen, was wir jetzt sind. Dann ist KRankheit ein selbst gewählter Leidenswunsch der Seele, wie hinter deiner Frage wohl zu lesen wäre.
    (6) Warum die Seele dann jedoch doch dem Muskel folgen solle, könntest Du bitte besser verdeuzlichen. Möchte ich so nicht unterschreiben, es sei denn der Muskelzelle würde ebenso eine Seele zugestanden...
    (7) Dito.
    (8) Der Körper folgt dem Geist in der Seele.

    Wie Don Juan Alterung und Tod verstand und beschrieb, übernehmen wir bestimmte Erfahrungen, die jedoch nicht unausweichlich gemacht werden müssen. Ich habe keinen Vertrag unterzeichnet, in dem ich beschlossen habe, mich der Vorstellung anzuschließen, ein Körper zu sein, dem möglicherweise eine Seele innewohnt, die Geist im Bewusstsein spiegelt.

    Ich bin Bewusstsein, das wählt, welche Geisteshaltung ich in meiner Seele auszudrücken suche und damit schließlich physisch verkörpere.

    Ja, ich habe mir die Illusion eingefangen, krank werden zu können. Ein gesunder Geist kann auf solch eine absurde Idee, das Selbst, aus dem die Selbstheilungskräfte allesamt stammen, könne krank sein...

    Dann ist es der Geist, wo die Abweichung von der uns innewohnenden "Grundeinstellung" stattfindet und zugelassen wird.

    Sorry: Aber Berichtigungsfunktion kam abhanden...

    Kein gesunder Geist kann auf die Idee kommen, das Selbst könne krank werden. Wollte gesagt werden. Sonst wäre Selbstheilung (als ererbter Archetypus) ja anfänglich unmöglich, bliebe die "göttliche Norm" "vergessen. Sie ist kurzzeitig vergessen worden, mehr ist nicht passiert...

    Aber es gibt Entwicklungen, deren Ursachen weit zurückreichen. Symptome sind spätere Symbole der Seele.

    Es geht darum, Geist, Seele und Körper an Gleichklang und Harmonie zu erinnern, wodurch Selbstheilungskräfte wirksam werden.

    Heilung ist Ganzheit, Krankheit ist Trennung von der Lebensenergie. Einfach unbeachtet aufgenommene und gedachte Gedanken, die nicht wirklich schlüssig sind, blicken wir wirklich genauer hin. Heilung ist immer das Wiedergewinnen verlorener Lebensenergie, die in Dichotomien gebunden, auf Raum zur schöpferischen Entfaltung wartet.

    Das plötzliche Aufbrechen aus der "Eierschale" gewohnter Muster ist eine Reaktion auf die nicht schöpferische Verwendung des Geistes. Ein Hilferuf auf der Suche nach Selbstausdruck ist das Symptom, die Ursache ist die gedankliche Trennung auf der spirituellen Ebene. Erst damit werden Dichotomien wirklich wirksam.

    Aber das mit Schiller könnte man auch netter formulieren... Der Körper ist möglicherweise einfach stolz darauf, eine göttliche Seele durch ihre Lebenszeiten zu tragen, die Erfahrungen macht, die im Geist (neuroplastische Veränderungs-) Wirkungen auf das Bewusstsein zeitigen.


    Absatz drei ist richtig. Doch auch die Dichotomien zwischen den Zeilen der Geschichte der Geschlechter deuten darauf hin, nicht wirklich verstanden zu haben, was Inklusion energetisch tatsächlich beinhalten müsste, nicht nur ein unverstandenes Wort zu sein...

  7. #7

    AW: Carlos Castaneda "Tensegrity" Die magischen Bewegungen der Zauberer

    "Eine bestimmte Gruppe von magischen Bewegungen wurde Männlichkeits-Folge genannt. [...] Don Juan meinte, es sei womöglich der älteste Name, der einer Gruppe magischer Bewegungen verliehen worden sei. Die Gruppe von Bewegungen wurde ursprünglich über Generationen hinweg nur von männlichen Schamanen ausgeübt. Diese Eingrenzung geschah einzig und allein aus rituellen Gründen, um den Drang nach männlicher Überlegenheit zu befriedigen. Unter dem Einfluss erweiterter Wahrnehmung veränderte sich diese Haltung jedioch bald.

    Die etablierte Tradition, dass diese Gruppe magischer Bewegungen nur von Männern auszuüben sei, blieb in pseudo-offizieller Form noch Generationen lang bestehen, während sie insgeheim auch von Frauen ausgeübt wurde. Als die alten Zauberer schließlich auch Frauen die Erlaubnis für diese Gruppe der magischen gaben, geschah es mit der Begründung, dass die Frauen in den Zeiten von Kämpfen und sozialen Unruhen zusätzliche Kraft und Vitalität brauchten, die, wie sie glaubten, nur bei denen zu finden wären, die diese magischen Bewegungen praktizierten." (1)

    Es war ohnehin zu spät: Die Frauen übten diese magischen Bewegungen ohnehin in aller Offenheit...

    Das "Genderproblem" begann daher schon viel früher. Erst, als sich das "Patriarchat" selbst so geschwächt hatte, dass es zu Kämpfen und sozialen Unruhen kam, gestatteten sie, worauf die Frauen von selbst gekommen waren:

    Sich nicht von der Lebenskraft trennen zu lassen, die gerade in Zeiten von Veränderungen dringend benötigt wird. Doch lässt sich diese Lebenskraft gegen das Leben richten? Oder ist Lebenskraft die Kraft in der Kraft, die im Geist erschafft, was mit und durch Liebe entsteht?


    Ja, echt schade, dass Goethe damals Castaneda nicht "kannte". Denn der Kreis wurde schon viel früher nicht mehr geschlossen. All die ausgelebte Aggressivität ist Folge der Herrschaft einer Gruppe dominanter Männchen, die sich wie verrückte Affen auf die Brust trommeln, den Panzer zu zerschlagen, der ihr Herz von der Welt trennt.

    Wir verzichten halt auf eine gesamte Energieform. So wurde es fortn als "angemessen" angesehen, sich wie ein Vampir durch "Energiediebstahl" zu ernähren. Daher erlaubten die europäischen Kirchenoberlehrer dann die Lüge zum Broterwerb und den Diebstahl als Lebensgrundlage... Ach ja, auch das Töten wurde "heilig gesprochen", ebenso wie das "Verbrennen von unliebsamen Menschen" gleichfalls zum Progrom des Egos zu zählen wäre...

    Direkt betrachtet sind Folter und Massenmord kollektive Energiediebstähle, die in einem "Emotionalvertrag" geregelt werden. Da die Flüchtlinge nicht "spurten" wie es das Gedankenministerium einforderte, entziehen wir nun ein Mitgefühl, das in Wahrheit niemals vorhanden war und "bestrafen" durch "Freundlichkeitsentzug". Im Leiden der anderen finden Menschen eine "Energiequelle", das ist der Babylon-Virus - die Aufgabe der autarken Energieversorgung durch einen "Glauben", dem alle Liebe "ausgebrannt" wurde.

    Weil sie nicht mehr Vögeln durften, entwickelten sie sich halt zu göttlichen Kindern, die wie Schwuchteln in roten Schühchen wandeln, was daran liegt, dass sie den Kontakt zu ihren Engeln verloren haben und zu Mangelkonstrukten wurden, weil sie Mangelkonstrukte LEHRTEN...

    Du wirst, was du lehrst. Weil du lehrst, was du glaubst. Wir lehren Terror und Gewalt und säen damit den Strum, den wir ernten.

    Kausal ist eine Störung im Energiesystem einer bipolar gespaltenen Menschheit zu diagnostizieren. Mehr Leid wird unser Grundproblem nicht lösen. Leid ernährt das Leid..

    Und Würde erhält und ernährt die Würde. Denn es ist eine Frage der bewusst gewählten Energieform, die das Bewusstsein bestimmt.

    Ein globaler Seelenspiegel wäre ratsam. Doch was tun, wenn die Seelsorger ihre Seelsorgen unter den Teppich kehren und doch alle am energetischen Vampirismus erkrankt sind?

    Zum Glück sind wir autarke Geistwesen, Gott sei Dank. Die Seele wird vom Geist genährt, nicht vom Kontostand...


    (1) Carlos Castaneda, "Tensegrity - Die magischen Bewegungen der Zauberer, S. Fischer Verlag, 2. Auflage 1999, Seite 190

  8. #8
    Klebezettel:

    Tensegrity ist eine bestimmte Übungsform, die Onlineentgiftungen unnötig machen könnte.

    Hab die Übungen einer Übungsfolge damals für rund 5 Wochen gemacht.

    Beide Hauptenergien werden auf beide Körperseiten verteilt.

    Halber Besen-Modus dann unnötig.

    Vorwurf bedingt richtig: Habe das Buch einseitig in einen Kontext gezwängt.

    Es kann verstanden werden, macht man die Bewegungsübungen.

    Es kann jedoch nicht "gesagt" werden, wie sich das auswirkt.

    Zumindest gelernt, dass man "BRRR" zuerst erklären sollte...

    All diesen "Ballast" lässt C.C. hier weg.

    Er bricht mit der Tradition und rückt die Umverteilung der Energien in den Vordergrund.

    Aber du hast recht, ich hätte wohl mit dem Tonal und dem Nagual beginnen sollen.

    Werde es beizeiten nachholen.

    Meinte auch andere "russische Schule", zwei sind wohl auf dem richtigen Weg.

    Einer sei auf einen Holzweg gekommen. Lapsus von Ungenannt.

    Hab heute gefunden, unter welchem Eigennamen "Zahlenheilkunde" erkundet wurde.

    Alles unter Einem-Namen. Vor dem Tonal schon geistgeeinte Schaaren, sonst Flieger.

    Erst Nagual, meinen wohl A.P. und G.G., sollte ich es verstanden haben..

    "Spiel" sei lange vom Licht gewonnen - warum nichts sagen?

    Gibt nur einen Willen, dann gibt es keine Angst.

    Baue mir erstmal Übungsraum, Tipp von A.P..

    Platz genug...

  9. #9

    AW: Carlos Castaneda "Tensegrity" Die magischen Bewegungen der Zauberer

    Was die Schamanen der Tradition Don Juans durch der Umverteilung von Energie anstrebten, war die Rückführung derselben in die Vitalzentren.

    "Die Energie wurde den Vitalzentren des Körpers entzogen, die diese Energien jedoch brauchen, um ein Gleichgewicht zwischen geistiger Wachsamkeit und körperlicher Leistungsfähigkeit herzustellen. [...]

    Das war kein intellektuelles Unterfangen, auch nicht das Ergebnis von Induktion, Deduktion oder logischen Folgerungen. Es war das Resultat ihrer Fähigkeit, Energie wahrzunehmen, wie sie im Universum fließt.

    Die Zauberer bezeichneten die Fähigkeit, die im Universum fließende Energie wahrzunehmen, als >Sehen<, erklärte mir Don Juan. Sie beschreiben das Sehen als einen Zustand gesteigerten Bewusstseins. In diesem Fließen, ein Strömen, als eine dem Wind ähnliche Vibration wahrzunehmen. Wenn das für die Menschen normale Interpretationssystem momentan außer Kraft gesetzt wird, ist es möglich, Energie im Universum fließen zu sehen.

    "Was für ein Interpretationssystem ist das, Don Juan?" fragte ich.

    "Die Zauberer im alten Mexiko fanden heraus", antwortete er, "dass jeder Teil des menschlichen Körpers auf die eine oder andere Weise daran beteiligt ist, das vibrierende Fließen, die strömende Schwingung, in so etwas wie sensorische Information umzusetzen. Die Gesamtsumme dieser sensorischen Information wird dann durch Gewohnheit in das Interpretationssystem umgewandelt, das die Menschen befähigt, die Welt so wahrzunehmen, wie sie es tun." (1)


    Dieses Interpretationssystem wurde auch als der Montagepunkt der Wahrnehmung bezeichnet, das, was die Welt zusammenmontiert, die uns über die fünf Sinne erreicht.

    Was jedoch die sensorische Gesamtheit angeht, die uns umfängt, sie wurde durch eine erlernte Realität ersetzt. Sie ist nicht weg, wir haben uns nur abgewöhnt, sie ins Bewusstsein gelangen zu lassen und "montieren" dafür unsere Ego-Welt.

    Sehen ist insofern auch die Fokussierung auf die sensorische Gesamtheit des Universums, das Umfangende eines anderen Ordners...

    Was fließt, sind Schwingungen, die wir zuweilen auch als Zeitgeist erfassen, die sensorische Auswertung dessen, was uns umgibt. Jedoch persönlich durch die Montagepunkte interpretiert. Die erlernte Wahrnehmung, auf die wir uns "geeinigt" haben, nennt sich daher hier das Tonal.

    Die Welt, in die wir in der erweiterten Aufmerksamkeit hineinspüren können, wird als das Nagual bezeichnet. Die zweite Aufmerksamkeit.

    Wir können diese Stühle nur wechseln. Zwischen beiden Stühlen sitzt es sich unbequem. Daher ist es angemessen, im Alltagsbewusstsein ganz der Alltagsbeschäftigung gewidmet zu sein und in der zweiten Aufmerksamkeit ganz der anderen Wirklichkeit.

    Doch mit der früheren Tradition wurde gebrochen und ein Zeitalter der reinen Energieverteilung wurde damit eingeläutet.

    Dazu dienen die Körperübungen, die unter dem Namen Tensegrity bezwecken, die Energiearten beider Stühle jederzeit dorthin frei fließen zu lassen, wo die sensorische Information ihren Bestimmungsort sucht. Wenn auf der Reise nach Jerusalem Stühle zu fehlen scheinen, dann vielleicht, weil zu viele auf zwei Stühlen gleichzeitig Platz genommen haben und sich nicht entscheiden wollen.

    Wir sind "Klappstühle", wenn wir glauben, die Gesamtheit der sensorischen Information lasse sich für Ego-Zwecke nutzen. Das mussten die alten Zauberer feststellen:

    Wir können die Energie fließen lassen und sein. Doch wir sollten sie niemals für persänliche und egoistische Zwecke umformen, dann wecken wir quasie "schlafende Hunde" und der Pudel, zunächst ganz harmlos, bekommt auf einmal einen Kern, der Goethe erschreckt, den Wagner jedoch nicht wahrnimmt.

    Der Pudels Kern entsteht immer durch die Annahme, das Universum zu Ego-Zwecken benutzt zu haben.

    Es als Energie zu sehen, die in uns allen fließt, schließt Ebenbürtigkeit mit ein, denn niemand wird vom Fließen der Energien nicht berührt. Einzig, wie wir die Energie deuten, die wir aufnehmen, ist daher die Frage.

    Eine Frage, die in der Intention ihre Antwort findet. Soll das Ganze frei fließen oder nur wir?

    So war die Antwort der alten mexikanischen Zauberer im Prinzip dieselbe, die auch Goethe für den Faust gab:

    Versuche, den Augenblick (des Fließens von Energien) nicht zu halten, sonst kann sich die Liebe nicht frei entfalten und erhalten.

    Jeder allzu feste Griff nach dem Festhalten des Momentes wird durch den Verlust desselben bestätigt. Er drückt die Angst aus, dass freie Fließen der geistigen Energien könne einen späteren Mangel beinhalten und aufweisen. Damit wird die Zukunft ihrer Freiheit beraubt. Wir fühlen uns in die Alltagsenergie verstrickt und verlieren die Begeisterungsfähigkeit...

    Doch ist diese Energie nicht weg, sie ist nur woanders...

    (1) Carlos Castaneda, Tensegrity, Die magischen Bewegungen der Zauberer, S. Fischer Verlag 1999, Seite 11

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