am fluss

vielleicht dass mein bruder kommt
in seinem gepäck das plaudern
einer blume wegen überzusetzen
stößt er sein boot vom ufer ab
steuert es durch die schnellen
des pfeilers unter der brücke
hin zur schilfseite gleitet
sanft vorbei an den entennestern
bis der kiel aufschabt im sand
steigt dann aus setzt sich
neben mich auf diesen stein
dem wasser zuzuhören wie es
immer spricht vom anfang und ende
nennt sie die kleinen wellen
kaum hörbar sei was wirklich
geschieht ist das geheimnis
offenbar im schwarm der fische
aber ihr verliert euch ins helle
spiegellicht eurer augen müde
vom gelächter der schlaflosen
nächte voll mond und wein
trauert ihr um das grüne spiel
ich bin zu sagen nur eine bewegung

amb (91/00)