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Thema: Ein Wolfskopf

  1. #1
    schreibt hier hin und wieder
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    Post Ein Wolfskopf

    Ein Wolfskopf

    "Es ist eine Frage des Papiers, wie die Schattenspiele gelingen", sagt Sannasu und schiebt einen Bogen Löschpapier vor der Flamme hin und her.
    "Damit wird's nicht gehen!", sagt Melisande und Sannasu steckt eine Ecke des Löschpapiers in die Flamme, die sich erst langsam und dann immer schneller an ihm hinauffrisst, bis Sannasu loslassen muss.
    "Eine heiße Sache", meint sie und tut gleichmütig. Als ob sie sich nicht verbrannt hätte.
    "Du musst Pauspapier nehmen, damit funktioniert es!" weiß Melisande, die heute wieder einmal besonders klug ist, was Sannasu ein Grinsen entlockt.
    "Mein Liebchen!" sagt sie, "du hast ja nicht den geringsten Schimmer, worum es überhaupt geht."
    Weil Melisande heute gut aufgelegt ist, der Fliederduft liegt ihr noch in der Nase, immerhin weiß sie jetzt hundertprozentig, dass Frühling ist, weil sie ihn gerochen hat, ist sie nicht beleidigt - ganz im Gegenteil: Hätte sie es übers Herz gebracht, einen der Fliederzweige abzubrechen, hätte sie ihn Sannasu jetzt ins Haar gesteckt. Sannasu hätte dann wie eine Indianerin ausgesehen mit ihrer Fliederfeder. Und geduftet hätte sie wie der Frühling.
    "Wie der Muttertag", behauptet Sannasu aber, "und das hätte ich gehasst! Welche Indianerin riecht nach Muttertag? Kannst du mir das sagen?" Jetzt ist Sannasu beleidigt. Trotzdem hat sie von irgendwoher ein Pauspapier hervorgeholt und hält es vor die Flamme. "Jetzt tu was!" herrscht sie Melisande an, die mit müßigem Geschick einen Wolfskopf zwischen Flamme und Pauspapier schiebt. Sannasu verrenkt sich fast den Hals, weil sie das Papier halten muss und gleichzeitig den Wolfskopfschatten inspizieren will. "Na ja", meint sie abschätzig, "ich sehe keinen Wolfskopf, ich sehe nur deine Finger."
    Geändert von andrea (03.04.17 um 06:41 Uhr)

  2. #2
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Ein Wolfskopf

    Eine nette Miniatur, ohne Zweifel.
    Aber manchmal stelle ich mir bei Textlein dieser Art die (ketzerische und verbotene) Frage, was davon ich von dem Gelesenen mitnehmen könnte, für den nächsten Tag und die, die noch kommen.
    Außer einem leisen Kopfschütteln und einem nachsichtigen Lächeln doch nicht viel, oder?
    K.

  3. #3
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Ein Wolfskopf

    Ich habe den Eindruck, daß Du in diesen text gleichsam etwas hineinwuchten lassen willst, Deinen Leser also bewußt überforderst. Will man sich auf diesen text einlassen, so doch nur für den Fall, daß man selber Erfahrungen mit dem Herstellen fabulöser Wolfsköpfe aufbringen kann oder sich als geworfenes Schattenspiel versteht.
    Eine Art umgekehrter Überinterpretation voraussetzendes Konstrukt - bei aller Lieblichkeit der sprachlichen Formulierung.

  4. #4
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Ein Wolfskopf

    liebe sannasu,
    lese ich immer wieder gern. und auch heute noch benutze ich kerzenlicht immer wieder dazu, mir die komischsten figuren auszudenken. natürlich habe ich auch schon allerlei wolfsköpfe fingergeknotet, hühner, gänse und fische, aber am besten ist mir immer der wolfshund gelungen, manchmal mit zunge, wenn er ganz besonders gierig war.
    nur eins, eins das gelingt mir nie. der mensch. von ihm gelingt mir immer nur die hand, nie aber sein gesicht. höchstens als scherenschnitt mit kasperlnase und sepperlhut. hab mir auch schon öfter die finger verbrannt, wenn ich zu nah an die flamme kam, auch wird dabei der schatten unscharf.
    die idee mit dem pauspapier ist genial. die balinesischen puppenspieler benutzen sie auch. aber sie lassen kunstvoll geschnitzte hölzerne figuren vor dem licht tanzen, sind also keine eigentliche alternative zu den fingern.
    man könnte höchstens noch nach art der prager puppenspieler die finger verhüllen und vor dunklen stoffen tanzen lassen, aber das ist wieder eine ganz andere geschichte.
    schönen sonnensannasutag

    Pamina

  5. #5
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Ein Wolfskopf

    Herzlich Willkommen im Wolkenstein-Forum!




    Zu Deinem Beitrag: sehr viel hätte. ich suche nach einem zugang. das mit den indianern gefällt mir, auch die fliederzweige. aber ich bin ratlos, wie ich das alles verstehen soll...

    Wie immer schön zu lesen. Ich habe allerdings auch nicht den geringsten Schimmer, worum es geht.Habe ich was übersehen, oder ist da kein Inhalt drin? (erbitte eine ehrliche Antwort, oder sagen wir mal: so gradlinig wie möglich)
    stumpf und pragmatisch: it

  6. #6
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Ein Wolfskopf

    danke fürs willkommen und danke für die lesereaktionen.
    wolkenstein. warum glaubst du, dass der text geheimnisvolles in sich hineinwuchten mag, und dass DAS sein zentrum sei, dessen nicht-textung man ihm vorwerfen müsste?
    und it - was ja so das gegenteil ist, dass es schon wieder gleich kommt -, sucht nach dem, um das es geht.

    ich habs ja eh schon öfter geschrieben, glaub ich: ich schreibe nur, ich erdichte nichts. ich schreibe das ab, das vorhanden ist, und interpretiere nichts. in gewisser weise sinds fragments-installationen - die beziehungen zwischen den einzelnen teilen herzustellen, das bleibt beim leser. der nämlich der ist, der die welt zusammenstellt.
    wie das ja eben (auch) in der wirklichkeit so ist, die sich als fälle von einzelteilen präsentiert, die man so beim umsichschauen und mittendrinleben zusammenstellt. nur merkt mans nicht, weils so gewohnt ist.

    ich sehe meine texte als im strengsten sinn realistisch an. und in der "wirklichkeit" rennt ja auch keiner mit, der mir sagt, wie was zusammengehört. den "inhalt" muss ich mir (auch) in meinem real-leben: selber machen. und so verhält es sich auch mit meinen texten.

    natürlich knüpfe ich (für mich) sehr wohl dies und jenes zusammen. so geht es für mich z.b. in obigem text (auch) ums schreiben. wie oft. ums abbilden. um die möglichkeiten, die es gibt, und v.a. um ihre unzulänglichkeiten. und darum, was der versuch, es zu tun, bewirkt.

    naja. das ist eine Möglichkeit, die ich sehe.

    liebe grüße

    sannasu

  7. #7
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Tja, sannasu, so ist das. Da hatte ich gerade einen längeren Text zu dem Deinen geschrieben, da bekam ich Post von a., ich sprang hin und wollte wieder zurück, da war mein Geschriebenes im Orkus versackt.


    Also, so aus dem Gedächtnis: Dein Stil erinnert mich da an jmd., der auch gern die einfachen Dinge so mirnichts-dirnichts dahinplätschern läßt, weil es ihm darum geht, das Zwischenzeilige so richtig bunt und gravitätisch auszuwuchten. Da darf ich zumeist gar nicht anfangen mit dem Nachdenken, weil da immer so viel zwischen den Zeieln steht. Verstehst? Es ist mir auch hier ein bißchen zuviel des Guten. Irritierend?, da könnte man ja meinen, es sei eben so ein Spielerisches mit dem Mitteilen. Pustekuchen. Es geht hart zur Sache.

    Dein Text wird von einem Widerspruch bestimmt: einerseits zurrst Du Bedeutungen fest, andererseits läßt Du Spielraum bei der Interpretation. Das ist erst einmal gut und ein literarischer Ansatz. ich frage mich allerdings, ob Du da nicht zu sehr spielst und Deinem Schreiben nicht eine Intention vorenthältst, die es beliebig macht. Man muß doch als Autor ein Ziel verfolgen und sich nicht nur daran ergötzen, daß man schreibt! Oder etwa nicht?


    Machen wir es ein bißchen genauer:


    "Es ist eine Frage des Papiers, wie die Schattenspiele gelingen", sagt Sannasu und schiebt einen Bogen Löschpapier vor der Flamme hin und her.



    So fängst Du mir den Text nicht an! Das ist brutal und schockierend. Nicht nur, daß Du hier kreuzelst, nein, Du mußt auch antithetisieren. Und das beides so nebenher, als ob allen bewußt ist, wer und was die Protagonisten da eben so tun.


    Und dann MELISANDE. Was für ein Name! Ich lernte da mal eine im Ilm-Park kennen, die war aus Stein. Ein wunderliches Tier, halb zu vergotten, halb zu vergöttern, damit nicht genug, sie blinzelte mir zu. Ein märchenhaftes Geschöpf. Doch Du setzt sie hier ein als eine Neunmalkluge, die aus ihrer Rolle kein Hehl macht und stets ein wenig besser Bescheid weiß. So sind kleine Schlangen nicht. Ich kenne eine, die heißt Nuse und sonnte sich am liebsten den ganzen Tag auf einem Stein. Und eine grünäugige hab ich dereinst geheiratet, die ist ähnlich veranlagt, zusätzlich kömmt sie ihre Haare nach rechts und fragt: "Bin ich schön?" und ich muß dann JA sagen, wie gehabt. Aber besserwissen? Nein.


    Aber bevor ich hier schwätze...


    Ich heiße Dich herzlich willkommen, sannasu.

  8. #8
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Ein Wolfskopf

    lieber wolkenstein, DAMIT kann ich nun allerhand anfangen. v.a. mit diesem widerspruch zwischen "festgezurrtem" und "offenem". ja, so empfinde ich das auch mit meinem wort.
    nachdenken - das tu ich beim schreiben nicht. weil ich da ja schreibe, was meine ganze aufmerksamkeit und konzentration braucht. hinterher, dann schon. ja. wenn ich überarbeite, wenn ich das zuviel verschwinden lasse und die schlecht gewählten worten (nämlich die falschen) ändere.
    und natürlich fließt mein gedachtes ins geschriebene, aber eben nicht im sinne einer "verschlüsselung", sondern eher im sinne einer bestandsaufnahme, wobei ich eben sehr genau drauf achte, tatsächlich nur den "bestand" aufzuschreiben. weil nämlich alles andere (in meinem sinne) bereits interpretation ist. dass selbige bereits mit der auswahl und der zusammenstellung beginnt, ist mir eh klar (sind eben immer nur die finger und nicht der wolfskopf - wären es auch, wenn die finger täuschend echter sich biegen könnten als die der melisande).

    mein schreiben ist ein versuchen genau dort.

    liebe grüße

    san.

  9. #9
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    AW: Ein Wolfskopf

    Nein, Du wuchtest doch nicht. Bist Du ein Athlet? Bist kein Athlet! Es ist eben Deine Art, die Dinge nur zu nennen, sie sagen und teilen sich dann schon (mit). Aber das machst Du eben bei Bewußtsein, will heißen mit Bedacht. Und so schleicht sich da ein Mitgesagtes allmählich in den Vordergrund, denn Du wählst die Worte, Du setzt sie, Du gibst ihnen einen Sinn, Deinen Sinn. Hast Du nicht nachgedacht über ein Wort wie SCHATTENSPIEL? Und glaubst Du, daß sich Dein Nachgedachtes nicht mitteilen will in Deinem Geschreib, ganz gleich, was Du schreibst?

    Zitat:Original von Sannasu
    --------------------------------------------------------------------------------
    ich schreibe das ab, das vorhanden ist, und interpretiere nichts. in gewisser weise sinds fragments-installationen - die beziehungen zwischen den einzelnen teilen herzustellen,
    das bleibt beim leser. der nämlich der ist, der die welt zusammenstellt.
    --------------------------------------------------------------------------------

    Und erst widersprichst Du, dann schreibst Du so was. Du brichst Dir ein Stück heraus, stellst in einen Wirkzusammenhang und überläßt das Gebrochene dem Leser und dessen Wahrnehmungsintentionen. Nicht ganz. Du spielst damit, eine Bahn vorzuzeichnen, einen Weg anzudeuten, in den sich Dein Geschicht bewegen will. Das ist ja auch alles richtig und gut. Ich mag's leiden. Aber zuweilen ist mir da die Methode zu wichtig gegenüber dem freien Fall ins Bodenlose. Du zurrst die Worte sehr fest.

    Die dunkle Art des Darstellens. Die verdunkelte Allgewi?heit, etwas dargestellt zu haben. Also, es aus dem Dunklen hervorgeholt zu haben. Ein Wolfskopf, der muß auch hervorgeholt werden, aber reicht ein verhüllendes Verpuppen da aus?
    Ich frage mich auch, ob ein Wolf überhaupt dazu geneigt ist, sein Wesen zu verpuppen?
    Jaja, es hat ein Gesicht, das Wölflein mischt sich nicht, es bleibt rein.


    Zitat:
    --------------------------------------------------------------------------------
    "Naja", meint sie abschätzig, "ich sehe keinen Wolfskopf,
    ich sehe nur deine Finger."
    --------------------------------------------------------------------------------

    Eben. Sie tut nichts; sie verbirgt nichts; aus ihr tritt dieses Wesentliche heraus. Leicht und unbeschwert treten die Dinge heraus aus dem Gelichte, nur vordergründig verhüllt.
    Ja, das ist gut; eine prima Darstellung, aber wie fast immer bei Dir, zu kurz. Erzähl doch noch ein bißchen mehr davon! Was fand da wirklich statt?

  10. #10
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Ein Wolfskopf

    Vielleicht liegt genau hier der Unterschied zwischen uns: ich interpretiere gern. Bin gern subjektiv. Suche mir die Bruchstücke für meine Welt, um sie dann darzulegen.
    Aber wie gesagt: ich lese Deine Texte gern und kann sie stehenlassen. Warum auch nicht?

    Ohne weitere Fragen oder Kritik, aber mit Grüssen: it

  11. #11
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Ein Wolfskopf

    it, ich interpretieren auch gern, sehr gern sogar. aber wenn mir alles gar so "eins zu eins" präsentiert wird, langweilt es mich und es widerspricht auch meiner auffassung von kunst, bzw. dem verhältnis von wirklichkeit und abbildung.
    kassandra, nachsichtiges. ich weiß nicht, ob du literatur für einen supermarkt hältst, wo du dir dies oder jenes "mitnehmen" kannst (und womöglich sogar ohne was zu zahlen?). selbst wenn ich dieser idee folge, wüsste ich z.b. nicht, was sich aus deinen geschichten mitnehmen ließe als irgendwelche geschichten, die sich halt ein kassandra ausgedacht hat und mit mehr oder weniger handwerklichem geschick umgesetzt hat. und falls du meinst, die oder jene welterklärung oder sonstige erklärung ließe sich herauslesen & mitnehmen: DAZU lese ich nicht, weil ich nämlich selber einen kopf zum denken habe. und ich benütze ihn auch gern.
    es gibt etliche leser/innen, die sehr wohl was mit meinen texten anfangen können.
    es ist halt so, dass es auch gewisse lese-/seh-/erkenntnis- möglichkeiten (sei es aus sprachgefühl oder geschult oder beides oder schlicht "emotional",...) beim leser geben muss, dass er ein angebot überhaupt wahr- und so eventuell annehmen kann. (womit sich nun der kreis zum kassandra-supermarkt schließt! )

    ignoranz und arroganz schützen aber in jedem fall vor irgendeiner erweiterung von vorhandenem.


    san.

  12. #12
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    AW: Ein Wolfskopf

    muss mir ja gefallen wenn ein wolfskopf vorkommt. sind aber auch ein paar wechselreden in diesem ordner, die etwas licht in dieses mir noch immer etwas dunkle schreiben bringen. bin wie üblich noch am denken und daher zu keinen weiterführenden worten fähig

    wolfgang

  13. #13
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Ein Wolfskopf

    ignoranz und arroganz schützen aber in jedem fall vor irgendeiner erweiterung von vorhandenem.

    Dem ist eigentlich wenig hinzuzufügen, außer, daß des Kaiserns neue Kleider offensichtlich auch (pseudo-)literarischer Natur sein können.
    Dein Supermarkt-Vergleich hinkt auf allen vier Beinen, und die Bemerkung, daß man von Geschriebenem ohnehin nichts für sich selbst mitnehmen könne (wegen des eigenen Kopfes zum Denken)ist nichts als dumm und arrogant.


    K.

  14. #14
    rodbertus
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    AW: Ein Wolfskopf

    Ein Jahr später: sannasu (andrea) hat diesen Text zur Aussprache gestellt, der eines ihrer Hauptthemen behandelt: Schein und Sein. Der Vergleich mutet hier kryptisch an, ein Schattenspiel ist kein Schatt, ein Vorwurf kein Entwurf, Natur und Bindungslosigkeit stehen in keinem Kontrast. Die Sprache fließt leicht, die Gedanken nicht minder. Das geht auf Kosten der Verdichtung; allerdings sollte man der Autorin hier zugute halten, daß ein Ausschnitt (vielleicht) eben noch keine Verdichtung verträgt.


    P.S. Allen hier Beteiligten mein herzliches Dankeschön für ihre Sympathetie, ihre Anteilnahme am Gelingen des Textens. Möge das Glück auf ihren Wegen sein!

  15. #15
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Ein Wolfskopf

    ich möchte, dass du das idiotische bild entfernst. wenn du schon einen text von mir hervorkramst, nachdem du mich zwei mal aus dem forum geschmissen hast.


    andrea

  16. #16
    rodbertus
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    AW: Ein Wolfskopf

    Das idiotische Bild wurde aus dem Ordnereingangstext entfernt. Der Ordner selbst wird aufgehoben und bewahrt. Der Text ist hübsch, aber kaum entwicklungsfähig. (Das ist wie mit einer Puppe, die eben auch nur hübsch, nie aber schön sein kann.)
    Man kam zusammen, mußte sich aber wegen gehaltloser virtueller Transquillusionen trennen und fand keinen gemeinsamen Weg. Das ist so schade, wie es natürlich ist. Und natürlich war es ein Fehler, die besondere Eigenart der Ordnereingangstexteinstellerin nicht adäquat in die Arbeit des KvW-Forums eingebunden haben zu können.


    Dennoch einen lieben Gruß an Dich, andrea/sannasu/melisande/gast/beobachter. Ich vermute, auch allerleirau gehört zu Deinem Bezeichnungsarsenal.

  17. #17
    resurrector
    Laufkundschaft

    AW: Ein Wolfskopf

    Das ist einer von den Ordnern, an die ich mich noch in hundert Jahren erinnern werde. Muß wohl daran liegen, daß ich hier das Gefühl hatte, zwar im trüben zu fischen, aber doch selber verstanden worden zu sein. Das ist ein seltenes Gefühl, denn meist ist es doch wohl umgekehrt, daß man nämlich glaubt, verstanden worden zu sein, aber derweil doch nur Irritationen bewirkte.

    Gerade eben habe ich in der Datenbank noch einen Ordner gefunden, der auch "Wolkskopf" hieß. Drei neue Beiträge fand ich darin. Bizarr. Da ist im Laufe der Jahre wohl etliches korrumpiert worden, wie das die Informatiker nennen.

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