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Thema: Unsere Sprachwerkstatt

  1. #1
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Unsere Sprachwerkstatt

    Beschäftigung tut not: Hier die Grundierung neuzeitlicher Rechtssprache.

  2. #2
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Unsere Sprachwerkstatt

    - von Sonnenfels sah es als seine patriotische Pflicht an, ein vermittelndes Deutsch (zwischen Adel und Volk) als neue Kanzleisprache einzuführen
    - er stieß damit auf breiten Widerstand, denn Sprachreinheit galt in den katholischen Landesteilen als protestantisch (!)

    Deutsche Gesetzesbücher durften vorerst nicht kommentiert werden. Gesetz wurde gefunden, nicht paraphiert durch die Vernunft. Gesetz war, was Ausgleich schuf. Aber Ausgleich wurde nicht durch Verstand festgesetzt, war nicht zeitlich und räumlich bedingt, sondern galt immer. Präzedenz! man vermische niemals Rechtspraxis und -wissenschaft!
    Wider den praxisbezogenen Unterricht! Es darf gesagt werden, daß Beschulung das Gerüst liefern solle.
    Sprache liefert Rüstzeug, nicht das Gerüst selber. Praxis liefert Angehängtes, ist dem Wesen so fern wie eine Schneise dem Wald.

    Tautologien:



    • männiglich
    • alldieweil
    • ansonsten
    • eingestehen
    • Abschluß
    • Berichtigung
    • in Rücksicht auf
    • Rücksprache
    • Befugnis
    • Auskunft
    • unerfindlich
    • in Anbetracht
    • ein Schreiben erlassen
    • leerbeladen
    • unberührt


    Baum, der



    Linde, Eibe, Tanne, Fichte, Eiche, Birke, Kastanie, Lärche, Ulme, Buche, Pinie... die und Kiefer, die

    ABER Ahorn, der → warum?



    Der zappelnde Galan trägt dicht sein blondes Haar; er steht, verzogen bis ins Mark, steht heimstatt heuchelnd im geratewohl und findet doch den Weg zurück, allein; ist's doch ein eigen Strähnen streuen fahles Licht... Warum fallen mir diese Worte ein? Was macht's in unserem Kopfe, wenn man seine Feder ohne Nachdenken übers Papier rascheln läßt?
    Ich ahne den Prozeß des Schreibens. Das ist Schrott, aber er war in mir. Ich weiß, daß es Schrott ist, aber ich glaube hierin meine Sprache zu sehen.

  3. #3
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Unsere Sprachwerkstatt

    na ja, ein paar von den lateinischen wörtern sind ja noch stärker in gebrauch als die eindeutschungen.
    ususfructus nennt man heutzutage, glaube ich, "nießbrauch".

  4. #4
    schreibt hier hin und wieder
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    Question AW: Unsere Sprachwerkstatt

    Ich erfuhr von einem Jüngling aus Stuttgart, daß dort eine neue Rechtschreibsitte urbar gemacht werden sollte:
    undurstig hieße von nun an sitt
    als komplement zu unhungrig: satt

    wer weiß mehr?

  5. #5
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Post AW: Unsere Sprachwerkstatt

    Zwei Anmerkungen zur Rechtschreibreform, zwei Beispiele für die Dummdreistigkeit, mit der Tradition weggewischt werden soll:

    1. belemmert soll werden zu belämmert

    - Wortstamm ist aber Lemma, d.i. die lateinische Urversion eines eingedeutschten Wortes (Glossarien und Übersetzungen), also entsteht die Unverständlichkeit bzw. Unfertigkeit des Ausdrucks in erster Linie aus der Unfähigkeit der Überlieferung... Hat mit dem Schaf also nix zu tun.

    2. Tolpatsch soll werden zu Tollpatsch

    - wird also an toll gebunden → Unsinn, weil das Wort Tolpatsch {wie das daraus entstandene Tölpel, was idiotischerweise dann doch einellig (!) bleibt} aus dem Ungarischen stammt, dort die Herkunft eines Infanteristen beschreibt, der dem Bauernstand entstammt, somit ein wenig ungelenk, aber nicht toll genannt werden kann

    Eine Tonne ist eben auch nicht ein Ton, obwohl man sich da so seine gemeiniglichen Gedanken machen kann.

    Antwort an visitor:

    Keiner weiß davon, vokativ!
    Preisfrage: S-P-O- Sätze, zerstören sie in der Fülle den Stil?

  6. #6
    Resurrector Avatar von aerolith
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    grau vs. Greuel

    Wer von schwarz-braunem Fachwerk spricht und dann von Gräueln, bei dem assoziiere ich GRAU, nicht griuwelich oder griuzelich, also GRAUSEN, starr geworden zu Grauen (kommt eben nicht von grau sein) bzw. Grausen geworden.


    Deshalb ist Greuel auch richtig, wenngleich die postmodernen Sprachschluderer ein Gräuel durchsetzen wollen.

  7. #7
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    AW: Unsere Sprachwerkstatt

    Philologische Fliegenbeinzählarbeit

  8. #8
    Resurrector Avatar von aerolith
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    transitive Verben

    Merkwürdige Veränderung transitiver Verben bei kochenden Vorgängen:


    kochen --> die Suppe kocht! Benutzung intransitiv, denn eigentlich WIRD die Suppe gekocht und kocht kaum selbst
    backen --> der Kuchen bäckt, er backt wohl nicht
    braten --> der Fisch brät (in der Pfanne); er wird gebraten, weil er doch sich selbst kaum braten wird


    ich schlage vor, aus kocht köcht zu machen; das ist irgendwie illustrer (weil ich doch diese Steigerung so sehr liebe)

  9. #9
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    AW: transitive Verben

    Deine Einwände gegen den Gebrauch transitiver Verben kann ich nicht nachvollziehen.
    Das Verb "kochen" ist sowohl transitiv als auch intransitiv.
    Natürlich kocht die Suppe - denn kochen wird in mehreren Bedeutungen gebraucht. Denn kochen wird hier im Sinne von "erreichen einer bestimmten Temperatur" gebraucht.
    Wenn ich sage: "Ich koche." dann im Sinne eines Handelns. Nicht zu vergessen, daß ich das Verb "kochen" bei "Ich koche." auch im Sinne des Erhitzens gebrauchen kann - nämlich dann, wenn ich es im Sinne von "Ich koche vor Wut" gebrauche. Also laß uns weiterkochen!

  10. #10
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Lightbulb AW: Unsere Sprachwerkstatt

    Hagen, das sind die Feinheiten der Sprache, die Dich zu einem Philosophen, mich aber zu einem Lektor machen.
    Wenn man BRATEN als transitives und intransitives Verb bezeichnen will, dann sollte man bedenken, daß hier eine Benutzung und ein Grundcharakter zu unterscheiden sind.

    Nehmen wir den Satz: Der Fisch brät. BRATEN ist transitiv, aber wohl keiner wird dem Fisch hier eine Tendenz zum Selbbraten bescheinigen, also ist hier nur ein Scheinagens am Werkeln. Tatsächlich WIRD der Fisch gebraten. Ähnliches läßt sich über KOCHEN, DÜNSTEN und SCHMOREN, eben all diese Kochverben aussagen. Transitivität bedarf eines anwesenden Handlungsträgers. Hm. Fragte ich nicht neulich über den Unterschied zwischen anscheinend und scheinbar?

    Einschub übers SCHMOREN: Grundcharakter eher intransitiv, dann nicht mit Ausschließlichkeit und Finalität unabdingbar verbunden. Also MAN KANN SCHMOREN, wenn auch in einem eher übertragenen Sinn.
    Ich schiebe jetzt eine kuhle Mittagsruhe ein.
    Ein wundervoller Tag, ein Donnerstag.

  11. #11
    schreibt hier hin und wieder
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    Post Blinde Kuh

    oder köcheln, z.B. so:


    BLINDE KUH


    Alleine auf der Wiese,
    allein auf weiter Flur.
    Seit Jahren immer wieder
    folg ich nur deiner Spur.


    Und werde ich mal müde,
    verzweifelt weils nicht weitergeht,
    steh ich auf meiner Wiese
    --und vernasche diese.

  12. #12
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Unsere Sprachwerkstatt

    Original erstellt von Robert:
    Hagen, das sind die Feinheiten der Sprache, die Dich zu einem Philosophen, mich aber zu einem Lektor machen.
    Ja, aber manchmal zu einem ziemlich anstrengenden.
    Interessant finde ich es durchaus, der Sprache gelegentlich auf den Zahn zu fühlen. Schwierig wird's nur, wenn literarische Texte dann an dergleichen sprachlichen Gekrümmtheiten gemessen werden, bzw., wenn diese nicht toleriert werden, denn in literarischen Texten sollte auch für umgangssprachliches Platz sein, wenn's denn paßt.
    Ich erinnere mich da an eine E-Mail-Diskussion mit aero, in der es um eine "oberste Prämisse" ging. Aero war der Meinung, das sei nicht machbar, weil sich "obere" nicht steigern lasse.
    Die Diskussion war nicht uninteressant, aber... - wie gesagt, anstrengend.

    Mark

  13. #13
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    Philosoph vs. Lektor

    erstellt von Robert: Hagen, das sind die Feinheiten der Sprache, die Dich zu einem Philosophen, mich aber zu einem Lektor machen.
    nein, so geht das nicht!
    Die Feinheiten der Sprache macht uns nicht zu etwas, sondern die Sprache ist - oder und hier sind wir doch auch in der Diskussion, lassen wir deinen Freund, Heidegger, sprechen: "Die Sprache kommt durch die Sprache zur Sprache." Also vice versa: Die Struktur der Sprache gibt uns in unserer Fähigkeit mit der Sprache umzugehen die Prämissen der Ausdrucksfähigkeit vor. Du kannst die Sprache unter literarischen Gesichtspunkten analysieren und dich als Lektor einbringen, aber über die grundsätzliche Struktur von Sprache damit nicht hinwegsetzen. Also wie ist das Verhältnis zwischen Philosophie und Einzelwissenschaft? Unter meiner Diktion hat die Philosophie, wenn sie dann redlich betrieben wird (siehe Heidegger), die Aufgabe die Prämissen für die Einzelwissenschaften zu begründen, die aus der Einzelwissenschaft nicht begründbar sind.
    In diesem Sinne: Es kocht noch nicht!
    Gruß hagen

  14. #14
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Heidegger im Sprachordner

    Heidegger ist ein Feind des deutschen Idealismus, als solcher schon nicht Freund der Wolkensteiner.
    Sprache liegt in uns und kommt zum Vorschein, aber sie greift übers Vorkommen hinaus. Doch reden wir nicht darüber, schweigen wir dazu!

    Heute fiel die Bombe. Nur ein Gingko im Epizentrum überlebte. Ein Grund mehr, auf die Klassiker zuzugehen, die Nachkömmlinge aber mit Schamblättern zuzudecken. Vielleicht hilft's ja!

  15. #15
    Kurzvormabschussiger
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    AW: kalte anemonen

    erstellt von aero: Nur Dummköpfe glauben, daß ihr Ersterguß perfekt sei (für asmodai: Nach Verben des Glaubens, Meinens und Denkens setze ich vorzugsweise den Konjunktiv, obwohl das im Deutschen nicht unbedingt notwendig ist.)
    für asmodai? wie komm ich zu der ehre? [..] und was ist mit mir und dem konjunktiv ? kann mich nur erinnern, dass ich kattz/klammer geraten habe, in seinen "kalten anemonen" einen konjunktiv durch einen indikativ zu ersetzen, weil das besser in den text passt. war's das?

    konjunktiv ... lass mich mal nachdenken ... im obigen beispiel passt er, klar. wie ist das aber mit sätzen wie: "ich glaube, das geht so." und "ich nehme an, er hat gewonnen."? lässt sich daraus *ich glaube, das gehe so. machen und *ich nehme an, er habe gewonnen. ??? oder funktioniert das bloß bei dummköpfen (nur dummköpfe glauben, das gehe so. und: nur dummköpfe glauben, er habe gewonnen.), nicht jedoch, wenn ich etwas glaube?

    ratlos,

    asmodai

  16. #16
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Unsere Sprachwerkstatt

    Er hat so recht. Man darf nicht unliebsame Präpositionen tilgen, nur weil's einem gefällt. Der Genetiv mag sein Recht in der Sprache besitzen, aber er ersetzt nicht immer, er spart auch aus.
    Ich denke krumm. Meine Sätze drehen sich um sich selbst. Das gefällt mir, macht aber das Lesen für andere nicht leicht. (man beachte: ich habe eine Präposition benutzt!) Vom Verstehen will ich gar nicht erst reden.
    Kann man überhaupt seinen Schreibstil ändern? Kann ich es?

  17. #17
    rodbertus
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    AW: Unsere Sprachwerkstatt

    Mir ist ein schönes Oxymoron über den Weg gelaufen: Westorientierung!

  18. #18
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Unsere Sprachwerkstatt

    die sprache ist viel fältig, monsieur.
    setz mir keinen stacheldraht!

  19. #19
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: Unsere Sprachwerkstatt

    Dummheit, Ablativ?

  20. #20
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Leicester, darf's ein bißchen mehr sein? Ich substituiere jetzt lester durch ein Dingwort: Kellner, darf's ein bißchen mehr sein. Jetzt permutiere ich die Bestandteile: Ein bißchen lester darf's mehr sein. Und jetzt bilde ich von lester ein nomen: Ein bißchen Lästerung darf's mehr sein.

    beiten - ein Warten ohne Ausblick aufs zu Erwartende
    Problem bei der Zuordnung von ß als 27. Buchstaben. Was wird mit daßß? Ein dasß, das, daß daßß? Gleichberechtigung des Buchstaben bedeutet, ihn auch doppeln zu können, da er als Zischlaut sehr wohl gedoppelt werden könnte. Problem mit der Frage der Homonyme. Sollen die verschwinden zugunsten einer Formveränderung? Unsinn!

    Was ist der Unterschied zwischen Ost-Deutschen, Ostdeutschen und Ostreichern? Es gibt kein Ostvolk.
    Nur den Gedanken behalten!

    Kiesbank kommt von kiesen, küren, etwas wollen, wählen, gutsein.
    Weil doch mancher dies als Fehler des Buches "Flußspaziergänge" brandmarken könnte.

    Weltbild zu haben heißt, in der Welt sein mit einer Sprachgemeinschaft. Weltbild ist nationell, doch apolitisch.
    Weltanschauung bildet sich übers Individuelle in einer politischen Auseinandersetzung. Diese wiederum benötigt den entsprechenden Stoffwechsel bei der Auseinandersetzung, d.i. die Sprache. Ohne Auseinandersetzung kein neues Blut, Aushöhlung und Wertverlust.
    Sprache fungiert als ein Weg zur Selbsterkenntnis des Rechten. Wähle, Mensch!

    Die Umschreibung zählt zu den wärmsten Bestandteilen dichterischen Schaffens. Allerdings neigen nicht wenige Wortschaffende dazu, Beschreibungen durch progressives ZU zu erweitern. Wie könnte man das verhindern?

  21. #21
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    AW: Unsere Sprachwerkstatt

    hieße ja dann, den erweiterten infinitiv zu tilgen.
    und wohin dann mit meinem komma?

  22. #22
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    Naturalaquise

    "Textsorte: Naturalaquise" - janu, was soll denn das für eine textsorte sein?

  23. #23
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Unsere Sprachwerkstatt

    Kaum und ja, doch. Es ist ein Konstruktionsfehler. Ein Fehler, der mit schematischem Denken zu tun hat. Es ist recht einfach mit dem erweiterten Infinitiv, mit Kausalsätzen, mit parataktischen Reihen, gleichen Muster.
    Völlig aus der Mode ist die Partizipalkonstruktion gekommen, Nominalstil wird gemieden. Ich weiß nicht, ob diese Schreibe schlechter ist. Ich jedenfalls habe meine liebe Mühe mit den erweiterten Infintiven, mit diesem Kausalstil, diesem pseudokausalen Geschwätz.

    Aber ich will jetzt nicht jammern. Es ist nicht so schwierig, Erweiterungen (die letztlich nichts anderes als Relativierungen sind) zu meiden: Man vermeide Daß-S?tze, UM ZU-Sätze oder auch nur WENNs. Das wird dem Probanden nur anfangs schwerfallen, dann aber, denke ich, wird eine neue Freiheit raumgreifend Sprachwelten öffnen, die bislang verschlossen blieben.

  24. #24
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Unsere Sprachwerkstatt

    http://www.ostarrichi.org/wort-408-at-Trafikant.html


    wobei, ihr süßen, der trafikant natürlich nicht tabakladen ist, sondern der betreiber des tabakladens!

  25. #25
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    AW: Unsere Sprachwerkstatt

    Als Partizip Perfekt von "kiesen" kennen wir wiederum "erkoren" sehr gut, was in einigen Weihnachtsliedern demnächst wieder erklingen wird.

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