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Thema: Unsere Sprachwerkstatt

  1. #26
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Zschokkes Stil

    cäcilie von hohenberg, ein buch des einst bekannten und heute weitgehend unbekannten magdeburger autoren zschokke, glänzt durch stilistische ausschweifungen. statt es wurde abend zu schreiben, notierte zschokke folgendes:

    erstellt von Zschokke:

    Schon hatte die hehre Königin des Tages ihr Geschäft auf der diesseitigen Halbkugel vollendet und eilte, ihren Glanz der entgegengesetzten zuzuwenden; nur noch ein schwacher rosenfarbener Schimmer, der Widerschein ihres untergehenden Lichts, umfloß den Horizont. Der Schwüle eines heißen Sommertages folgte eine sanfte erfrischende Brise. Die von der Glut des Tages niedergesenkten Häupter der Blumen erhoben sich und strömten ihren Wohlgerüche in die Atmosphäre aus; Scharen von Krähen und Dohlen eilten mit lautem Gekrächz den Lichttürmen der Dächer zu. Die Vögel des Tages verstummten und suchten den wohlbekannten Zufluchtsort für die Nacht; an ihrer Stelle trat der lichtscheue Kauz aus seinem Schlupfwinkel hervor und erhob seine schauerlich winselnde Stimme. Von Zeit zu Zeit ließ sich aus dem Schilf an den Sümpfen das hohle eintönige Geschrei des einsamen Rohrdommels zwischen dem Gequäck der Frösche h?ren; während die liebliche Sängerin des Waldes, die Freundin der Dunkelheit und der Schatten, ihre Zauberlaute unter diese Grabgesänge des hinsterbenden Tages mischte.
    Darf hier gestritten werden, ob Es wurde Abend nicht anschaulicher ist, weil in diesen drei Worten ein ganzer Kosmos entstehen kann, während Zschokke mit seiner wenn auch linearen Panoramatechnik doch minder phantasiebegabte Leser erst dazu anstiftet, sich die Welt des Dichters vorstellen zu können?

  2. #27
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Wustmann

    Wustmann behauptete, Partizipialsubstantive dürften nicht Ableitungen auf -in bilden: Beamtin, Verwandtin, Beklagtin, Bekanntin, Geliebtin...

    das wird unsere gleichstellungsbeauftragt(in)e sicherlich erfreuen, so etwas zu lesen

  3. #28
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Unsere Sprachwerkstatt

    Die Rechtschreibreform ist gescheitert. Es erforderte Mut, sie zurückzunehmen. Ob hier allerdings ein Volksentscheid Klarheit bringt, darf bezweifelt werden. Man müßte klipp und klar die Logik der bis 2000 gebräuchlichen Rechtschreibung nachweisen und könnte vielleicht den einen oder anderen Kompromiß eingehen, wobei... wer schließt schon von vornherein Kompromisse?

    Uwe Grund von der Forschungsgruppe Deutsche Sprache (FDS) stellte fest, daß deutsche Schüler heute etwa doppelt so viele Fehler machen wie vor Durchdrückung der Reform. Das mag natürlich einerseits daran liegen, daß mehr Migrantlinge deutsche Schulbänke drücken, dürfte zudem an einer zunehmenden Lesefaulheit liegen, die als Kennzeichen der Postmoderne die Kinder mehr und mehr dazu veranlaßt, Schriftsprache v.a. als Kommunikationsmittel zu gebrauchen, nicht aber als Rechtschreib-Körper zu begreifen. So etwa: Wozu korrekt schreiben, es recht doch hin, daß ich verstanden werde? (dadurch werden zuerst die Feinheiten der Sprache abgeschliffen; am Ende bleibt ein oberflächliches Verständnis des Geschriebenen auf einem niedrigen Niveau der Verständigung)
    Die Fehlerquellen liegen v.a. in den Bereichen, die reformiert wurden: ss/ß-Schreibung, Groß- und Kleinschreibung, Getrennt- und Zusammenschreibung.
    Die Reformatoren waren angetreten, hier Vereinfachungen schaffen zu wollen. Das Gegenteil erfolgte. Es ist sehr viel schwieriger, die nicht auf Semantik beruhenden Änderungen zu verinnerlichen als etliche Regeln auswendig zu lernen, die jetzt das Regelwerk bestimmen. Ich erinnere hier an die unsäglichen Veränderungen im Bereich der Getrennt- und Zusammenschreibung. Vor der Reform hieß es schlichtweg: wörtliche oder übertragene Bedeutung? Heute gelten uneinheitliche Befugnisse mit lassen oder gehen, wobei etliche Ausnahmebestimmungen ein heilloses Durcheinander anrichten.

  4. #29
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Post AW: Unsere Sprachwerkstatt

    Liste von Johannes Dornseiff

    schlecht: nichtsdestotrotz - besser: nichtsdestoweniger
    schlecht: blauäugig - besser: naiv
    schlecht: kamen drei Menschen ums Leben - besser: kamen drei Personen ums Leben
    schlecht: Ängste - besser: Befürchtungen
    schlecht: wir danken für Ihr Verständnis - besser: wir bitten um Verständnis/Nachsicht
    schlecht: recycling - besser: Rezyklierung/Rückverwertung
    schlecht: es macht keinen Sinn - besser: es hat keinen Sinn
    schlecht: Region - besser: Gegend

  5. #30
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Unsere Sprachwerkstatt

    Wer über die Sprache dichtet, hat das Geheimnis der Sprache nicht erfaßt. Sprachkunst ist eine Folge, nicht das Wesen, das Ursprüngliche der Dichtung. Sprachkunst ist also Handwerk, aber keineswegs Seelenarbeit. Dinge, Gegenstände, Gedanken, Ideen sind es, die der Dichter zuerst wollen muß, mitzuteilen hat. Erst wenn er will, wird er auch die passende Sprache finden. Die Sprache liegt auf der Straße, man muß sie aufheben. Aber der Bückende benötigt ein MOtiv, um sich zu bücken. Das Motiv findet er in dem, was er mitzuteilen beabsichtigt, eben das, wozu Sprache gebraucht wird. Wer sich NUR auf die Sprache fixiert, der hat das Wesen des Dichtens nicht begriffen und wird oberflächlich bleiben.

  6. #31
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Unsere Sprachwerkstatt

    Ich sah da ein Interview mit Martin Walser. Er wurde gefragt...ob er denn heute anders (Herangehensweise) schreibt als früher. Er verneinte das...betonte aber, dass seine Sätze mit zunehmendem Alter immer kürzer ausfallen - begründete das mit seiner Atemluft. Die Satzlänge spiegelt seinen Atemrhythmus wider. Erst nach dem Punkt holt er wieder Luft. Da er früher relativ lange die Luft anhalten konnte...fielen auch seine Sätze relativ lang aus. Heute, mit 90, fallen sie entsprechend kurz aus. Ich fand das sehr interessant - werde künftig wohl den ein oder anderen Satz mit ganz anderen Augen lesen.

  7. #32
    Resurrector Avatar von aerolith
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    periphere Unendlichkeit

    Mußte überlegen, ob die Wortgruppe "periphere Unendlichkeit" nicht besser im Ordner "Soloecismus" aufgehoben sein würde, aber nein: sie gehört hierher.

  8. #33
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Streusalzwiese
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    AW: Unsere Sprachwerkstatt

    Wie beschreibt man schwarze Menschen? Neger sagt man heute nicht mehr. Und einfach N*Wort zu sagen, hört sich kacke an. Die politische Korrektktheit hat dazu geführt, dass auch schon Martin Luther Kings Rede "I have a dream" naserümpfend zur Kenntnis genommen wird, weil er darin von "negroes" sprach.
    Die selbstbezeichnung als Person of colour (Poc) und das eingedeutschte "Farbige" hört sich falsch an, weil sowohl weiß als auch schwarz keine richtigen Farben sind. Wenn man sie schon als Farben bezeichnet, dann als unbunte Farben.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarz
    Durch die mehrdeutige Nutzung des Begriffs Farbe entsteht die Unklarheit, ob Schwarz eine Farbe ist. Alltagssprachlich werden meist sowohl Schwarz als auch Weiß als Farben angesehen.[2] In der Fachterminologie wird zwischen Farbmittel und Farbreiz unterschieden, dadurch erklärt sich die Bezeichnung von Schwarz als unbunte Farbe, da ihm die Farbigkeit, die Buntheit fehlt.
    Man könnte also mit einigem Recht behaupten, dass Donald Trump (der Orangene) der erste farbige US-Präsident ist.

  9. #34
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    AW: Unsere Sprachwerkstatt

    Zitat Zitat von Streusalzwiese Beitrag anzeigen

    Wie beschreibt man schwarze Menschen?


    ... Man könnte also mit einigem Recht behaupten, dass Donald Trump (der Orangene) der erste farbige US-Präsident ist.


    Was sind denn schwarze Menschen?
    Na, gut, im Zweifelsfall eben schwarz, sie sind ja nichts anderes als schwarz. Oder wieso fragen Sie?

    Mir kam Trumps Antlitz mehr rotbraun vor, leicht mahagoni.

  10. #35
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Unsere Sprachwerkstatt

    Curtius überträgt "Kanaan" als "Niederland". Andere glauben, das semitische Wort mit Knecht, gekrümmt oder bucklig übertragen zu müssen.
    Ich glaube, Curtius hat recht. Kanaan wurde von Osten aus besiedelt. Die Semiten aus dem Zweistromland stiegen quasi zum westlich gelegenen Meer hinab, wozwischen der niedriger gelegene fruchtbare Streifen Landes lag, den sie besiedelten.

  11. #36
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Streusalzwiese
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    AW: Unsere Sprachwerkstatt

    Zitat Klaus Norbert:
    Was sind denn schwarze Menschen?
    Na, gut, im Zweifelsfall eben schwarz, sie sind ja nichts anderes als schwarz. Oder wieso fragen Sie?
    Ich frage, weil man zur Zeit überall auf die Farbenlehre stößt. Zum Beispiel hier:
    https://www.zdf.de/kinder/logo/sprac...ismus-100.html
    Auch Weiße oder weiße Menschen sind Begriffe, die die Expertinnen und Experten ok finden. Und genau wie bei Schwarzen Menschen, ist es natürlich nicht die wirkliche Farbe Weiß. In diesem Fall wird das Wort kursiv geschrieben - auch wieder, um zu zeigen, dass nicht die Farbe gemeint ist. Als weiß wird bezeichnet, wer keine Probleme durch Rassismus hat. Wer also nicht aufgrund seines Aussehens oder seiner Herkunft diskriminiert wird.
    Folgte man dieser Definition, dann wären die meisten schwarzen Menschen, die in schwarzafrikanischen Ländern beheimatet sind weiß.
    Das ist dann doch etwas verwirrend.

  12. #37
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Unsere Sprachwerkstatt

    In dieser Frage wird man wohl nie einen gemeinsamen Nenner finden können...auch weil die Geschichte(n) dahinter sehr komplex ist/sind.

    Der obige Bericht (ZDF Link) erzählt von den Europäern und der Sklaverei. Die Sklaverei ist viel älter...es gab sie nachweislich schon ca. 2TSD Jahre vor Christus. Und die Europäer haben keine Schwarzen versklavt weil die schwarz waren - hätten sie grüne Menschen in den eroberten Gebieten vorgefunden...dann würden wir heute von Grünen reden...wenn wir Rassismus meinen. In den seltensten Fällen...wenn wir von Rassismus reden...handelt es sich wirklich um Rassismus...so zumindest meine Meinung. Die Ausbeutung der Schwachen durch die Starken gab und gibt es überall auf der Welt - und Farben spielen dabei nur eine untergeordnete Rolle.

    Und wenn man...wie gerade zu beobachten...alle Kolonialisten von den Sockeln stürzen...oder aus den Geschichtsbüchern löschen möchte...dann ist das eine Mammutaufgabe. Wo will man da anfangen...wo aufhören? Vor allem müsste man sich da in erster Linie die Religionen vorknöpfen - ob Christentum oder Islam...sie alle haben Sklaverei betrieben...

  13. #38
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Unsere Sprachwerkstatt

    Der letzte Beitrag hat keine "Sprachwerkstatt"-Komponente, wird also gelöscht. Der Begriff "Sklaverei" ist in erster Hinsicht an die pragmatische Vernunfttätigkeit geknüpft, nicht an Religionen. Die Leute, die Sklaverei betrieben, wollten Geld machen und nicht missionieren. Ich möchte sogar behaupten, daß es meist religionsbefreite Mensschen waren, die Sklavenhandel betrieben. Jesus verbot Sklaverei nicht, denn am Ende sind wir alle Sklaven, solange wir nicht glauben. Siehste!

    Das Problem mit dem Begriff "Neger" liegt in seiner Konnotation, die im Kontext linksgrünen Gleichheitswahns Menschen nivellieren will. Es soll keine Unterschiede mehr geben. Das ist Faschismus, ein Vereinheitlichungswille, der mit der Wirklichkeit nicht viel zu tun hat, aber spätestens seit den Jakobinern eine "gute" Tradition in linken Kreisen besitzt.
    Das zieht sich dann auch in die Diktion. Man denke nur an dieses Gender-Gaga, an die Diversifizierung bei GLEICHZEITIGER Betonung, daß wir alle gleich seien. Das eben ist schizophren und zugleich faschistoid, weil es jeden, der sich nicht an die vorgegebenen Sprachmuster halten will, dem Generalverdacht des Rassismus aussetzt.

    "Neger" ist nun ein Wort, das uns über die Spanier/Portugiesen bekannt geworden ist. Ursprünglich nur eine Bezeichnung für die subsaharischen Bewohner, Schwarzhäuter. Sie kamen als Sklaven, verkauft von ihren eigenen Stammeshäuptlingen, nach Amerika. 30% aller Sklaven jener Tage bis etwa 1830 waren Weiße. Man lese "Robinson Crusoe", dort wird der Sklavenhandel-Alltag ausführlich beschrieben. Die Händler waren in Westafrika Europäer, v.a. Portugiesen und Briten. In Ostafrika wird seit jeher Sklavenhandel betrieben, dort waren v.a. Araber aktiv, die bereits lange vor europäischen Kaufleuten Niederlassungen in Ostafrika anlegten, von wo aus sie Sklaven verschifften.
    Zurück zum Wort "Neger". Bis ins 19. Jahrhundert hinein war es in Deutschland ungebräuchlich. Noch um 1840 nutzte Hoffmann von Fallersleben das Wort "Mohr" für "Neger". (Nebenbei: Der Spitzname von Karl Marx war "Mohr", weil er schwarze Haare und einen schwarzen Bart besaß.) Dann kamen die Rassenlehre-Anhänger. Sie differenzierten. Schwarzer war nämlich nicht gleich Schwarzer. In Südindien sind etliche Inder dunkelhäutiger als in Afrika. Die Äthiopier wurden auch nicht einfach als "Neger" bezeichnet, wohl aber als "negrid" und die Aborigines galten auch nicht als "Neger", obgleich sie zum Teil sehr dunkle Haut besitzen. Kurzum, die Beschreibung des westafrikanischen "Negers" mit wülstigen Lippen, breiter Nase, Kraushaar und glatter schwarzer Haut wurde im 19. Jahrhundert zum Inbegriff des "Negers". Und dann passierte eben das, was bei vergleichenden Wissenschaften immer passiert, es kam zu Wertungen: Wertungen hinsichtlich der kognitiven Leistungsfähigkeit, hinsichtlich der Kulturstufe, hinsichtlich der politischen, körperlichen oder auch nur sportlichen Leistungsfähigkeit. Und wenn man einmal dieses an Halbwissenschaft grenzende Gebiet betritt, dann werden mit ihm auch alle neutralen Wertungen zu Grabe getragen. Der Begriff "Neger" ist nun kontaminiert.

  14. #39
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    AW: Unsere Sprachwerkstatt

    Sprachwerkstatt-Komponente: mit Schwarzer war ursprünglich der Mensch aus Schwarzafrika gemeint - drum wurde und wird zB auch nicht der schwarze Inder als Schwarzer bezeichnet. Und Schwarzafrika heißt Schwarzafrika...weil dort die Menschen überwiegend schwarzfarben sind...anders als zB in Nordafrika. Also ist es unsinnig zu behaupten der Begriff Schwarzer hätte mit der gleichnamigen Farbe nichts zu tun.


    zu den Religionen und der Sklaverei: zum Christentum muss man da nicht viel sagen...die Taten sind allgemein bekannt - die Rolle des Islams hingegen weniger...drum:


    Zitat Wikipedia


    Der Islam hat die Sklaverei in der Region seiner Entstehung als fest verankerte Institution vorgefunden und beibehalten. Mohammed und seine Zeitgenossen besaßen, erbeuteten, erwarben, verkauften und befreiten Sklaven oder benutzten Sklavinnen als Konkubinen.[1] Über die Jahrhunderte waren der Sklavenhandel und die Sklavenarbeit wichtige Wirtschaftsfaktoren in der islamischen Welt. Sie wurde erst durch die kolonialistische Einflussnahme der europäischen Staaten, die sich ab dem frühen 19. Jahrhundert bemerkbar machte, schrittweise in den meisten muslimischen Staaten abgeschafft.[1] Bis heute existieren aber in einzelnen islamischen Ländern sklavereiähnliche Rechtsverhältnisse fort

    Der Koran betrachtet die Unterscheidung zwischen Herren und Sklaven als Teil der göttlichen Ordnung, beschreibt jedoch die Freilassung von Sklaven als wohltätigen Akt.[1] So billigt der Koran auch das Konkubinat des freien Mannes mit seiner Sklavin (Sure 4:3; 4:24f; Sure 23:6; Sure 70:30). Allerdings werden die Menschen angehalten, die Sklaven gut zu behandeln (Sure 4:36) und sie zu verheiraten (24:32). Außerdem ist die Freilassung von Sklaven (arab. ʿitq) als Wiedergutmachung für verschiedene Vergehen vorgesehen.[2] Ein muslimischer Sklave soll als Sühne für die Tötung eines Gläubigen freigelassen werden (4:92). Ferner wird die Freilassung als Sühneleistung für Eidbruch (5:89) und Widerruf einer Scheidung (Sure 58:3) vorgeschrieben. In Sure 24:33 werden die Gläubigen aufgefordert, ihren Sklaven, die einen Freibrief (kitāb) begehren, einen solchen auszustellen, ihre Sklavinnen aber nicht als Prostituierte arbeiten zu lassen. Der Freikauf fremder Sklaven wird auch als Akt der Wohltätigkeit empfohlen (2:177).
    ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------


    Jeder Muslim schwört auf den Koran...und duldet somit die Sklaverei.


    Wikipedia erzählt nur die halbe Wahrheit...beschreibt die Freilassung von Sklaven wäre eine Art wohltätiger Akt. Die Wahrheit ist aber die, dass eine Sklave nur dann frei kam, wenn er zum Islam konvertierte. Die Freilassung war also vor allem eine Art Rekrutierungs -Maßnahme...die nicht unwesentlich zum Erfolg des Islams beitrug. Die schwarzen Mauren, die waren alle ehemalige Sklaven...anders als die weißen Mauren. Also schon damals war jeder Schwarze schwarz.

  15. #40
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Unsere Sprachwerkstatt

    Zitat Zitat von Schnob van Quittenlauch Beitrag anzeigen
    http://www.ostarrichi.org/wort-408-at-Trafikant.html


    wobei, ihr süßen, der trafikant natürlich nicht tabakladen ist, sondern der betreiber des tabakladens!
    wurde inzwischen korrigiert, na siehste!

    https://www.ostarrichi.org/wort/383/Trafikant

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