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Thema: Ist unser Wille frei?

  1. #51
    Kaffeewünscher
    Status: ungeklärt

    AW: Ist unser Wille frei?

    Fein, die Bilder werden klaren.
    Darf ich noch ein simples Bild hinzufügen?
    ___________________

    Es gibt eine plane - zu einer Seite hin ein wenig geneigte - Marmorplatte.
    Erfahrungen, Begegnungen hinterlassen Kratzer in dieser Platte.
    Bestimmte Anreize öffnen Türchen, aus denen dann Wunschkügelchen in diese Kratzer eingeleitet werden,
    Die Kratzer laufen zum Teil parallel, haben Abzweigungen, laufen manchmal zusammen.

    Betrachten wir zwei Kugeln (Wünsche darstellend):

    Die eine Kugel davon steht für den Wunsch etwas zu essen (oder: Drogen zu nehmen, oder: zu schlafen)

    Die zweite Kugel steht für den Wunsch jetzt nichts zu essen, da man abnehmen möchte (oder: keine Drogen zu nehmen, da man abkicken will, oder: jetzt nicht zu schlafen, da man aufräumen muss)

    Die zwei Wunschkugeln laufen in zwei verschiedenen Kratzern (wie in Rinnen) entlang, die an irgendeiner Stelle zusammentreffen. Von diesem Treffpunkt aus gibt es nur noch eine Rinne, die dann zur Entscheidungsschale verläuft.

    Kugel EINS hat zunächst die höhere Geschwindigkeit. Es macht den Eindruck, dass auf jeden Fall sie zuerst an der Verengung eintrifft, und so als erste in die Entscheidungsschale fallen kann.

    Doch nach einem Kampf mit mir selbst, und nach "Überwindung des inneren Schweinehundes" nimmt die ZWEITE Kugel an Geschwindigkeit zu und macht das Rennen.
    __________________________

    FRAGE ist doch nun: Was oder was ist es, das der ZWEITEN Kugel zum Vorsprung verhalf? Wer oder wer gab ihr den Anstoß zum Vorsprung?
    ____________________________________

    Dass hier in der Diskussion: "Wille frei oder nicht?" keine Wünsche gemeint sein dürften, ist eigentlich klar, oder?
    Dass zur Wunscherfüllung oft ein vielfältiges Angebot zur Verfügung steht, ist auch klar, oder? (Die Wunschlaufbahn "HUNGER" teilt sich dann zunächst in "Brötchen oder Croissant", läuft aber irgendwann wieder zusammen, wenn nur eins gewählt werden kann. usw.)
    Bleibt doch eigentlich nur die geheimnisvolle Frage: "Mann an der Kaffeemaschine oder alles voll automatisch?"
    __________________________________________________ __

    Nun gut, dies nur eine kleine Zusammenfassung für mich selbst.
    Aber natürlich dürft ihr auch schmunzeln.
    __________________________________________________ ___

    Ähm, und wenn ich noch kurz für mich zusammenfassen darf, was ihr so von Euch gebt:
    (Fehler sind nicht ausgeschlossen und dürfen moniert werden!!!)
    Also. Herr Uhu sagt, es gibt den Mann an der Kaffeemaschine.
    Herr Schnobs sagt, es läuft vollautomatisch ab.
    Herr Uhu sagt: Herr Schnobs sei Atheist, das er den Mann an der Kaffeemaschine verneine.
    Herr Luftige Wolke sagt: Ein anständiger Protestant glaubt an den Mann an der Kaffeemaschine. Ein Vollautomatik-Fan ist ein Materialist.
    Frau Suz: keine Ahnung, ehrlich gesagt, was sie genau denkt.
    ________________

    Hugh, und liebe Grüße,
    Mann am Himmelstor, nachdenklich

  2. #52
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: Ist unser Wille frei?

    frau suz denkt, daß sich der mann frei entscheiden wird, ob er den schalter an der kaffeemaschine umlegt oder nicht.

    im übrigen wirft sie euch die gesammelten geschichts- und rechtswissenschaftlichen bücher vor die füße und reicht euch drei brennende streichhölzer. wer will?

  3. #53
    edjuschka
    Status: ungeklärt

    AW: Ist unser Wille frei?

    keine bange, antwort kömmt. bin heute mit korrekturlesen befaßt, die noten für die lieben kleinen müssen fertiggemacht werden. aber dann! dann wehe den schelmen dieses ordners, dann gibt's haue!

  4. #54
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Ist unser Wille frei?

    prächtiges bild herr kaffeewünscher! deine marmorplatte, die hat was!

    den inneren schweinehund hättest du allerdings nicht ins rennen schicken müssen. natürlich kennen wir alle das gefühl des sich überwindens. aber die existenz dieses gefühls ist auch kein beweis für die willensfreiheit. die willensfreiheit ist nicht beweisbar. sie ist eine glaubenssache, auch wenn der chef aus verständlichen gründen um ihre säkularisierung bemüht ist.

    suz ist ein eigener fall. sie denkt nicht gerne und auch nicht gut (das mag damit zusammenhängen, dass sie nur drei streichhölzer zur verfügung hat, da muss natürlich vieles im dunklen bleiben) nimmt sich aber dafübesonders viel zeit und kommt zu erstaunlichen ergebnissen, wie, dass holocaustleugnerInnen unser aller schutz verdienen und ähnliches mehr...

    was aber toll ist: sie liebt nicht nur das schöund erhabene (das macht sie richtig scharf) sondern vor allem die originalit däfür diese ist sie bereit, alles zu opfern! sie ist sogar selbst um orginalität bemüht (arg.:suzie begstealorborrow, agentin ooo8)!

    @ chef: die nachricht von der haue vernehme ich wohl....darf man wenigstens auf ein paar präzise schlage hoffen oder wird das wieder nur ein wildes herumgefuchtel?

  5. #55
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: Ist unser Wille frei?

    du verleumdest mich und beziehst dich auf diese beiden beiträge?

    http://www.vonwolkenstein.de/forum/showthread.php?t=4523 [Anmerkung Administration: Der Beitrag wurde noch nicht wieder eingefügt.]

    susanna 10.11.2007,21.42:
    die kzs sind ein faktum. daran gibt es nichts zu deuteln.
    wenn man aber fakten unter eine strafbewehrung stellt, so stellt man sie in frage. denn dann erst macht man sie unwillentlich zu einem tabu, indem man die überzeugungskraft ihrer faktizität nicht mehr achtet, sondern meint, sie taugen als fakt alleine nicht.
    wirklich freies denken und dichten kann sich an einer tabugrenze nicht aufhalten lassen. sehr wohl aber an der faktenklarheit. über diese kann ein dummer mensch nicht informiert sein, ein rebell sie aus trotz leugnen, ein pubertierender rotzlöffel sich damit wichtig machen, daß er das gegenteil behauptet. er outet sich dann als dumm, rebellisch und als wichtigmacher.

    die strafbewehrung hat aber ein menschenbild, da müßte der mensch nur autoritätsgläubig und dumm sein und sich nur vor strafe fürchten. sie erzeugt duckmäuser. sie erzeugt auch gerade durch dieses duckmäusertum den munkelraum, nicht aus freier überzeugung, sondern aus angst der herrschenden meinung zu sein. das kann keine freie gesellschaft wollen, diese gleichschaltung.

    merkwürdig dazu paßt die tatsache, daß die neonazipartei nicht verboten ist. das wäre näherliegend. das würde auch für dumme, rebellen und rotzlöffel klarstellen, daß nazigesinnung auf deutschem boden nicht erlaubt ist, als ausdruck des politischen willens, der aus der vergangenheit gelernt hat.
    und gleicher thread
    susanna 11.11.2007, 16.28:
    das ist eine fangfrage, schnobs, denn weder robert noch ich würden die gefühle der opferangehörigen verletzen. daraus entsteht für uns aber kein denkverbot. und gerade die jüdischen denker, aus ihren todes- und überlebenserfahrungen, würden hier keines akzeptieren können.

    du mußt dir die frage stellen, ob du es richtig findest, daß sich jemand, der diese gefühle verletzen will, mit einem strafgeld davon freikaufen kann.

    was ich tatsächlich nicht weiß, aber du sicherlich: gibt es in anderen ländern diese strafbestimmung? offenbar gab es sie in spanien, aber wie ists in österreich? hitler war schließlich österreicher und wenn du die bairischen bemühungen nachliest, ihn dorthin zurück abzuschieben, die ihn aber nicht mehr haben wollten, weil er im ersten weltkrieg deutscher soldat war, sollten sich die österreicher nicht so groß tun. überhaupt ist es für die nachgeborenen leicht, sich in ein heldendasein zu träumen. aber wer besteht denn heute auch nur die geringsten und gefahrlosesten herausforderungen von zivilcourage? und weißt du, warum nicht? weil diese verdammte autoritätsgläubigkeit gewollt ist, die eigenes denken verbieten will. nicht auffallen, mitschwimmen. aber genau diese mentalität hat zur Shoa geführt. deren opfer und ihre angehörigen haben von solchen denkverboten gar nichts. sie schaden ihnen nur, weil sie wieder diskriminiert werden.
    dieses ausgrenzen, verbunden mit der macht, die ausgegrenzten zu foltern, das ist anzuprangern. eine, wie du selbst ausführst, schwache kriminalisierung ist da eine hilflose alibihandlung zur vermeidung, das richtige zu tun. das richtige kann immer nur in sprache und aufklärung bestehen, nicht in denkverboten.

    die masse grundsätzlich für dumm zu halten, ist zutiefst undemokratisch. sie muß mit ihren meinungen ernst genommen werden, was "macht" nie tut, sie muß weiter und weiter bis zum klarwerden aller fakten aufgeklärt werden und dazu benötigt sie einen freien, selbständig denkenden geist. für diesen auch den raum, zweifel auszudiskutieren. denkverbote können gerade das nicht leisten.
    ein kleines gedicht von wolf-dietrich schnurre genügte für den anfang:

    ich weigere mich, den fuß der macht zu küssen
    die erde küsste stets den meinen
    ich weigere mich, den tod meines feindes zu müssen
    ich bin kein feind. ich habe keinen.

    dieses gedicht im schulunterricht der 30er und 40er jahre von engagierten lehrern vorgetragen und in den köpfen verinnerlicht, hitler wäre ein unbedeutender meinungsäußerer geblieben.

  6. #56
    himmelsnah
    Status: ungeklärt

    AW: Ist unser Wille frei?

    Hi, Herr Schnobi, der Schweinehund sollte auch nicht den Mann an der Kaffeemaschine darstellen. Das war in Bezug auf 'frei'/'unfrei' - Willi ganz neutral gemeint. Ich habe mich ja gar nicht zum Knackpunkt 'Mann - ja/nein' geäußert, eher schon fragend aufgezeichnet. Es sollte sozusagen nur den Punkt einkreisen, an dem die Fragestellung auftritt.

    Wie könnte ich auch behaupten was ich nicht weiß.
    Ich weiß auch gar nicht was der 'Freie Wille' sein soll.
    Ich meine, wenn das Gehirn die Kaffeemaschine ist, wo hockt dann das Männeken, das schaltet?

    Schaltkreise, alles Schaltkreise.
    Bei uns Menschen laufen halt ein paar mehr Windungen innerhalb des Hirns hin und her, oder so. Funke hin, Funke her = Selbstreflexion - alles abchecken.
    Na ja, was weiß ich.

    Jedenfalls, Herr Schnobi, dein Leberkäs- und Frankfurter Würstchen - Erklärungen waren auch Klasse... und manche Zusammenstöße mögen unsere Wellenwürstchenteile richtig gern... okay Umgangssprache das... also die bringen sie ins ideale Schwingungsmuster...

    oder wie sagt man das jetzt...
    ???????



    Grüße in die Runde,
    Angelo

  7. #57
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Ist unser Wille frei?

    vorweg eine gemeine frage, frau oberschlau: wie kann man jemanden bei absoluter meinungsfreiheit verleumden? da gibt es doch nur das recht des meinungsäußeres?!? was nun?!? zurück an den start?!?

    außerdem: ich verleumde dich nicht, suz. kann jeder im thread nachlesen, dass du damals die meinungsfreiheit als absolut geschätztes rechtsgut postuliert hast und somit holocaustleugnern raum für ihre politische gülle verschaffen wolltest. du kannst mich aber trotzdem gerne wegen verleumdung anzeigen. das wäre ein heidenspaß!

    denkverbote gibt es nicht. die fordert auch niemand.

    meinungsfreiheit ist kein absolutes geschätztes rechtsgut. es geht auch nicht darum, die massen dumm zu halten. du glaubst doch nicht im ernst, dass das für die masse heutzutage eine frage ist, ob es kzs gegeben hat oder nicht. aber so ist das mit euch dogmatikern: da gibt es nur schwarz oder weiss. und das ist eine realitätsferne, verkürzte denke und geistige unbeweglichkeit.

    vielleicht nimmst du dir einmal die menschenrechtskonvention zur hand und schaust dir den Art.10 näher an. und denkst dann darüber nach. was da drinnen steht, vor allem über die ausnahmen. und dann denke nochmals nach. vielleicht kommt ja was raus dabei. guter hoffnung bin ich allerdings nicht.

    ------------

    also mit dir, angelo, würde ich mich schon einmal auf eine runde frankfurter in den kaffeeautomaten setzen. wir könnten auch unseren eigenen senf dazugeben (unbedingt scharf!). oder free willis ärgern, ihnen keinen kaffee geben, dafür aber das geld einstecken. oder so irgendwie...

  8. #58
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Ist unser Wille frei?

    erstellt von eule:

    entweder seid ihr alle unredliche denker oder schlechte. ich kann und möchte das jetzt nicht entscheiden.

    andauernd bringt ihr wahlfreiheit, entscheidungsfreiheit und willensfreiheit durcheinander. kein wunder, wenn nix bei raus kommt, in euerm disput.

    der schopi hat es eh auf den punkt gebracht. aber ihr schnallt das nicht.

    also:

    wahlfreiheit: kauf ich heute eine buttersemmel oder eine laugenbrezel? ich hab die freiheit der wahl und werde mich mal für dies, mal für das entscheiden. das totschlagargument, meine gehirnströme entscheiden das für mich, gilt nicht. weil ich die viel gepriesene einsicht und übersicht habe über die wahlmöglichkeiten. und diese übersicht macht mich insoweit frei, über die wahlmöglichkeiten zu befinden. keine wahlfreiheit hätte ich nur, wenn ich die auswahlmöglichkeiten nicht kennte und überschaute.


    entscheidungsfreiheit: ist im prinzip das gleiche wie bei der wahlfreiheit. nur dass es hier nicht um laugenbrezeln, sondern um persönliche, weiter reichende, grundsätzliche entscheidungen geht. also z. b. die vom chef so heiss geliebte frage: werd ich ordentliches wolkensteinchen oder nicht? auch hier überblicke ich die wahlmöglichkeiten und kann mich daher frei entscheiden.


    willensfreiheit: jetzt sind wir da, wo ihr nicht hin wollt oder könnt. von willensfreiheit könnte ich nur reden, wenn ich die willensbildung überblicken könnte und meine motive wählen könnte. das, was schopi nennt: 'wollen, was ich will.' eben das kann ich, im unterschied zu oben, nicht. weil die genese meiner motive, beweggründe usw. nicht im rationalen, bewussten erfolgt, sondern im unbewussten. sobald sie ins bewusste aufsteigen, sind sie da und ich hab nur mehr die wahlmöglichkeit, sie anzunehmen oder nicht.


    ob das unbewusste jetzt zu 90% aus chemie und physik oder zu 50% geist besteht, das weiss kein mensch. das ist wirklich gusto-frage.

    an die glühenden idealisten hier mal die frage, ob sie sich geist vorstellen können? ja, wirklich konkret vorstellen, was ist der geist? wer diese frage mit ja beantwortet, lügt!!

    und an die schnöden materialisten die gleiche frage, ob sie sich materie vorstellen können. ja, so wirklich fest, unteilbar, massiv. wer das mit ja beantwortet, lügt auch.

    punkt.

    und tschüss,
    eule.
    korinthenkacker. daneben. wie lautet das ordnerthema? es geht um den freien willen, nicht um was anderes. begriffe bzw. phrasen wie wahlfreiheit oder entscheidungsfreiheit, selbst das kompositum willensfreiheit werden hier nur peripher behandelt, weil sie zum wortfeld gehören. aber thema sind sie nicht, sondern der freie wille. den gilt es zu definieren und hinsichtlich seiner wirk- bzw. möglichkeit abzuklopfen. mit anderen worten, WILLE lautet das zentrale wort, ein ganz besonderer wille, nämlich der freie wille.

    till, du bist sehr schnell mit deinem urteil, daß nichts herauskäme. was soll das bitte schön sein, dieses NICHTS?

    ich kann dir als erfahrener pädagoge vertraulich mitteilen, daß immer etwas herauskommt, daß schlichtweg nicht nichts gesagt werden kann und schlichtweg jedes wort seine wirkung erzielt. nun könnte man glauben, daß viele worte viel erreichen. aber das stimmt so auch nicht, das will ich jetzt auch nicht vertiefen. aber daß etwas herauskommt, immer, wenn sich menschen verschiedener weltanschauung zu einem begriff oder thema austauschen, dessen kann ich dich versichern. solche tiraden arbeiten noch lange in unserem unterbewußten - und sonstwo -, sie kommen beizeiten wieder zum vorschein, man erinnert sich bewußt oder... an geschehenes, nichts ist vergeblich. nur das nichtgesagte - ich korrigiere: das nichtmitgeteilte - bleibt stumm und meist wirkungslos. und selbst dann..., aber lassen wir das.
    gesprächspartner als unredliche denker zu bezeichnen, ist kein kommunikativer akt. aber vielleicht geht es dir nicht um kommunikation, sondern was anderes. auch das will ich nicht beurteilen, sondern bloß anmahnen, mit beschimpfungen solcher totschlagsnatur hauszuhalten. andererseits willst du ja nicht kommunizieren, also bloß den kopf aus der brühe heben, andere abqualifizieren und jedem zu verstehen geben, daß du ihn nicht achtest und gleichzeitig mitteilen, daß dir an weiterem austausch, der sowieso deiner meinung nach nie vorhanden gewesen, nichts liegt, frühestens in einem vierteljahr.
    nun ja. typisch für die österreicher. sie leben mit ihren lebenslügen und tasten alles zerkauend an, ohne sich tiefgründige gedanken zu machen. sie erwähnen in einer zwanzigminütigen nachrichtensendung vierundvierzig mal österreich oder österreichisch und betonen bei jeder nur sich bietenden gelegenheit den unterschied zu den deitschen, als ob das irgendwem von bedeutung wäre. oh, scheint doch so, schließlich ist das ja eine der großen lügen, die jeden tag unters volk gebracht werden müssen. (man stelle sich vor, im sächsischen rundfunk geschähe ein ähnliches.) aber darüber schrieb schon robert menasse, den ich jetzt nicht lobhudeln möchte, obwohl er es verdient hätte. nein, bleiben wir bei diesen unsäglich dummen bemerkungen tills.
    das beispiel mit der brezel hinkt. wie fast alle beispiele, aber das humpelt entsetzlich. das angesprochene ist keine frage der entscheidungsfreiheit, sondern eine der lust und laune. des magens, des geschmacks, der verträglichkeit, der frische, der tageszeit... das sind aspekte, die mit dem begriff der freiheit nicht kompatibel sind. die entscheidung fällt selten genug aus dem willen, sondern nach reiflicher überlegung - oder sie fällt aufgrund eines nexus. es gibt allerdings leute, die setzen den begriff der entscheidung aus dem willen, also mithin artikulieren sie den freien willen in den kontext der entscheidung. carl schmitt war so einer, denn er behauptete, daß die entscheidung, normativ gesehen, aus dem nichts geboren sei. entscheidung bedeutet aber, um hier schmitt zu widersprechen, daß es einen reiz gab, etwas, was den willensprozeß in gang setzte - und sei es aus einem impuls der negation heraus. wenn ich mich entscheide, dann folge ich einem reiz, einem impuls, der wiederum definiert und bestimmt werden könnte.
    noch weiter ging nietzsche, der den freien willen als etwas erfundenes brandmarkte, um die instinkte zu verwirren. aber bedeutet das zwangsläufig, daß es ihn nicht gibt? ich erinnre an unsere ausgangsfrage.
    es bedeutet es nicht. es bedeutet es auch nicht für nietzsche. autos sind auch erfunden, dennoch gibt es sie.
    das hat jetzt auch schnobs verstanden.

    will ich jetzt diesen bösen beitrag tills weiter beackern, nein, ich will nicht.

    p.s. ein gutes wort noch zu kant, der hier böse angegriffen wurde: kant verlegte den freien willen in den intelligiblen raum. somit ging er einer empirischen beweisführung aus dem weg.

  9. #59
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Ist unser Wille frei?

    was soll ich verstanden haben? ich verstehe überhaupt nichts.

    ob kant da wirklich so klug war, den freien willen in den intelligiblen raum zu verorten? der freie wille kann nicht bewiesen werden. also ist mit vernunft auch nichts.

    kant hat sich ja zeit seines lebens nicht zwischen der ratio und der empirie entscheiden können. ein taumler. dort, wo es ihm gepasst hat, hat er sich für die ratio, anderortens wieder für die empirie.

    die wissenschaftstheorie fangt für mich nicht bei kant, sondern erst bei unserem sir karl popper an (ein ösi, gewiß).

    sein an und für sich nicht unknorker kalenderspruch "wage, zu wissen" hat er selbst nicht wirklich beherzigt. beim freien willen war er ein durch seine religiosität gefesselter feigling.

    schnobs

    p.s.: im übrigen scheißen ösis einfach besser. davon an anderer stelle mehr.

  10. #60
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Ist unser Wille frei?

    gut gebrüllt, zahnloser löwe! auf popper habe ich schon gewartet. der wähnte sich übrigens in der nachfolge kants, das war sein plaisier, warum auch immer. etlichermaßen gefallen gefunden. vielleicht sollten wir sein buch "die feinde der offenen gesellschaft" mal lesen. dafür hat er wohl sein SIR von den briten bekommen. und die geben es nur denen, die systemkompatibel sind, mithin oligarchische und plutokratische aspekte in ihrem denken bzw. handeln unterstützen.

    Poppers Fragestellungen:

    Wieso besteht Korrespondenz zwischen dem Menschen und der Welt?
    - der Mensch hat sich in seine Welt eingepaßt
    - Kant bestimmt er als Moralmetaphysiker, der in der Natur zu begründen sucht, daß sich dort die Ethik bloß fortsetze: Kant bringe nichts Neues
    Kant Popper
    - der Maßstab zur Beurteilung moralischer Normen liegt im Menschen
    - das eigenverantwortliche moralische Subjekt besitzt, da es auch intelligibles Wesen ist, Gesellschaftlichkeit als innere Dimension
    - im Sollen ist schon die Freiheit eingeschlossen
    - zieht einen scharfen Strich zwischen empirisch-konstituierender Anthropologie und reiner Ethik
    - hält bestimmte Moralnormen für unbegründbar durch allgemeinere: das höchste ist das Sittengesetz der praktischen Vernunft
    - das moralische Subjekt ist auf das empirische Wesen völlig eingeschrumpft, er ist ein Pünktchen im sozialen Panorama
    - es besitzt keine Gesellschaftlichkeit als Konstituens
    - das Verhältnis von gesellschaftlichem und individuellem Sollen ist nur ein äußeres, eine Unterordnung des einen unter das andere
    - Rationalist in einem biederen Sinne: Rationalität läßt sich selten in den Handlungen durchprüfen, die Ergebnisse dieser Handlungen sind im einzelnen jedoch rational beschreibbar



    die auswertung für unsere fragestellung ergibt: vielerlei. die schrumpfung des postmodernen menschen auf seine empirische wahrnehmungswirklichkeit. oder wie drückt sich schnobs aus: ösis scheißen besser. popper als kant-verdauer und replikant. wo bleiben bei popper die inneren dimensionen, das reich der intelligiblität? popper bleibt handlungsorientiert, alles geht bei ihm durch das lebende wesen mensch in einer mehr oder weniger geschlossenen gesellschaft.
    ich frage, was hat das mit dem menschen zu tun, dem ganzen, der seine freiheit nicht der gesellschaft verdankt. das ist es doch. das reich der freiheit ist nicht über das handelnde subjekt zu definieren.

    lassen wir popper hier heraus; er taugt nicht für unsere fragestellung.

  11. #61
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    AW: Ist unser Wille frei?

    popper taugt aber, um schnobs wissenschaftlichkeitsverständnis klarzulegen: eine falsifikation und schon gibts den freien willen nicht.
    hätte newton danach gehandelt und die deviation der merkurumlaufbahn beachtet, es wäre niemals ein flugzeug geflogen, es hätte keine wiederkehr der kometen vorhergesagt werden können.
    was bewirkt eine wissenschaft von ausschlüssen? nihilismus.
    überall umgibt uns irrtum, sagt goethe. zum glück, sage ich als dichter

  12. #62
    schreibt hier hin und wieder
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    Großes Falsifikationsschießen auf der Aprioritätenweide!

    nichts neues also unter der sonne:

    der chef hält dem altsolipsisten kant die wurst und susi plaudert und hat dabei wie immer keinen schimmer von irgendwas (wie das mit der falsifikation wirklich läuft, würde ich an susels stelle jedenfalls -nochmals???- nachlesen, ist eh gleich am anfang der logik der forschung, anfängerfehler moralphilosophie und wissenschaftstheorie zu verwechseln etc., etc..).

    also, chef: die aprioritäten von kant (fein gesprochen wixte er raum, zeit und sogar die kausalität! aus der eigenbetrachtung seiner vernunft auf unkritischen, aber fruchtbaren philsophenboden und führte ohne not eine intelligible parallelweltwelt ein, in der sich philosophen, aber nur diese, ohne anzugrapschen geistig niederpudern - so eine art cybersexgeschichte unter philosophen) haben schon längst ausgedient.

    mich wundert es nicht chef, dass dir kant so gut gefällt. weil er in dein weltbild passt, dass es letztendlich keine evolution, also die interdependenz von entwickelnden und entwickeltem (wasser und flosse, huf und erde, naturwelt und vernunftswelt - um es mit rupert riedl zu sagen) gibt, sondern der kultur- und geistesmensch unserer tage vom osterhasen - quasi schon fertig - gebracht wurde, ein kette zu irgendwelchen tierischen vorfahren hat es nie gegeben. so du, du chef. da passt natürlich auch ein saftiges a priori prima als beilage.

    es ist aber alles ganz anders. in etwa so:

    Unser Erkenntnisapparat ist ein Ergebnis der Evolution. Die subjektiven Erkenntnisstrukturen passen auf die Welt, weil sie sich im Laufe der Evolution in Anpassung an diese reale Welt herausgebildet haben. Und sie stimmen mit den realen Strukturen (teilweise) überein, weil nur eine solche Übereinstimmung das Überleben ermöglichte
    (Vollmer 1998, S. 102).

    goethe sagte es ähnlich: "wär das aug nicht sonnenhaft, die sonne könnt es nie erblicken."

    wir sagen heute moderner: hätte die klobürste kein muschelbedürfnis, würde es sie in ihrer heutigen form auf unserem klobus nicht geben.

    halten wir zwischenfest: die kantschen aprioritäen sind also philsophischer sondermüll, der schon längst durch die evolutionäre erkenntnistheorie entsorgt wurde.

    zurück zu popper (den wir natürlich in unserer runde belassen, chef), zurück zum sogenannten freien willen.

    methodisch sauber im sinne aktueller wissenschaftstheorie ist wie folgt vorzugehen:

    es wird eine theorie aufgestellt. diese theorie lautet: es gibt den freien willen nicht (es gibt keinen freien willen nicht (für die ösis;-).

    jetzt darf falsifiziert werden. also los free willis, aller länder vereinigt euch, bombardiert die theorie. gelingt eine falsifikation, haben die free willis gewonnen.

    gelingt sie nicht, haben die zwei im kaffeautomaten, die zwei, die an den schalthebeln der geistesmacht und des kaffeflusses sitzen, gewonnen! zwinker to angelo.

    also, los gehts!


    schnobs

  13. #63
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    AW: Ist unser Wille frei?

    denkfehler, schnoberle. der falsifikationsaspekt ist methodisch untauglich. wenn etwas nicht rund ist, muß es nicht eckig sein. wenn etwas nicht schwarz ist, muß es nicht weiß sein. wenn etwas nicht nicht frei ist, muß es nicht frei sein. spiel wird also nicht mitgespielt.
    antwort auf elaborat später.

  14. #64
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Ist unser Wille frei?

    krasse methodische unsicherheit chef! das sind keine falsifikationen, die du da auf den laufsteg schickst. elegante falsifikationen sind nämlich stets in haute couture korrekter formallogik gewandet!

    du kleidest deine "falsifikationen" in kartoffelsäcke und gibst sie so der lächerlichkeit preis!

    ich verweise noch mals auf die logik der forschung. vielleicht hast du ja am wochenende zeit, chef! in kurzform brigt es auch der jesuitenpater rupert lay, wie man saubere logische schlüsse zieht. wenn du schon den obersatz verhunzt ("alles was nicht rund ist, ist eckig") kann ja nichts gescheites rauskommen!

    an alle anderen redlichen menschen hier: es geht um kommunikation. wie kann ich anderen eine eigene erkenntnis vermitteln. dazu haben angelo und ich aus dem kaffeeautomaten eingeladen. wir haben eingeladen uns nachvollziehbar zu vermitteln, dass es den freien willen gibt.

    bislang kam da nichts, außer, wenn wahlmöglichkeiten bestehen, muss es ja irgendwie einen freien willen geben (hausfrauenlogik), und überhaupt das strafrecht! was wäre das strafrecht ohne den freien willen (studienabrecherInnenlogik)! beides wurde widerlegt.

    ach ja, kant war ja auch für den freien willen und das geht doch nicht, so gegenüber kant...so suserl aus dem bayernland (autoritätsgläubigInnenlogik).

    falsifikationen sind state of the art...wer anderes behauptet, redet dummsinn. interessanterweise gibt es falsifikationen auch in der empirie von otto und susi normalverbraucher: "try and error" nennt es sich dort.

    aber ein beispiel für die, die es gerne länger haben, wie ordentliche falsifikationen aussehen:

    als theorie kannst du einmal jeden pfurz nehmen. auf die falsifikation kommt es an. wenn die greift, dann hast du bewiesen, dass die aufgestellte theorie ein schas (norddeutsch:pfurz) ist:

    zum beispiel:

    ->rennkamel renate hat in der wüste gobi nie diesel getankt. (theorie)

    -> es gibt eine rechnung, dass rennkamel renate am 30.9.2006 80 liter diesel in der tankstelle wüste gabi in der wüste gobi getankt hat (falsifikation,fakt unter anderem durch rechnung belegt).

    ->ergo stimmt die aufgestellte theorie nicht.

    was daran mittelalter sein soll, möge uns die susel aus dem bayerland erklären.

    anders beispiel:

    ->free-willis sind verbiesterte, frustrierte ernstvögel. (theorie)

    ->der chef, wie ich ihn gerne liebevoll zu nennen pflege, ist magdeburger extremhumorist (falsifikation der theorie).

    ->theorie stimmt wieder nicht. widerlegt.



    jetzt unsere theorie aus dem kaffeeautomaten:

    den freien willen gibt es nicht.




    wir warteten und warten jetzt auf die falsifikationen dieser theorie.


    warten


    warten


    und warten...






















    ok, rom ist auch nicht an einem tag erbaut worden. wir sind geduldig.


    bitte die formallogischen regeln einhalten, weil sonst wird das nur wort & geklingel. es geht schließlich auch darum, dem erklärungsempfänger, dem DU ganz einfach respekt zu erweisen und nicht bloß vor sich hinzulabern.


    schnobs

  15. #65
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    AW: Ist unser Wille frei?

    aber ich darf schon mal
    auf das mich betreffende beschränkt:

    ich bin leider weder hausfrau noch habe ich mein studium abgebrochen.
    wäre ich autoritätsgläubig müßte ich dir ja sofort folgen - ich folge aber meinem mut zu schrecken und wissen

    beim ersten error gibst du auf - ich nicht! "kicher"

    aus dem mittelalter stammt deine vorstellung, man könne dem menschen oder gott mit disputationes auf die schliche kommen, indem man logische spitzfindigkeiten extemporiert "herzlich lach"

    und keiltreiben hast du auch am stammtisch gelernt? oder erst in der kaffeemaschine?

    auf der tankrechnung ist ein foto von renate???
    weil robert humor hat ist es ausgeschlossen, daß ich???

    ja und mit strafrecht fange ich lieber erst gar nicht an - da hast du keine ahnung und leider vom bürgerlichen recht und seinen willensmängeln auch nicht. aber macht ja nix, muß man in der kaffeemaschine auch nicht

    der respekt, den du mir erweist, erschöpft sich in verballhornungen meines namens (jaja, geliebtes kind hat viele namen) und in derjenigen meines an mir unschuldigen wohnortes. aber das ist in einfachen gemütern so, da ist man halt der andechser...

  16. #66
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    AW: Ist unser Wille frei?

    zeit für die konkretere auseinandersetzung mit Schnoberles letzten Mitteilungen. vielleicht finden wir für diesen ordner auch einen abschluß. :nixweiss:
    nichts neues also unter der sonne:

    der chef hält dem altsolipsisten kant die wurst und susi plaudert und hat dabei wie immer keinen schimmer von irgendwas (wie das mit der falsifikation wirklich läuft, würde ich an susels stelle jedenfalls -nochmals???- nachlesen, ist eh gleich am anfang der logik der forschung, anfängerfehler moralphilosophie und wissenschaftstheorie zu verwechseln etc., etc..).

    also, chef: die aprioritäten von kant (fein gesprochen wixte er raum, zeit und sogar die kausalität! aus der eigenbetrachtung seiner vernunft auf unkritischen, aber fruchtbaren philsophenboden und führte ohne not eine intelligible parallelweltwelt ein, in der sich philosophen, aber nur diese, ohne anzugrapschen geistig niederpudern - so eine art cybersexgeschichte unter philosophen) haben schon l?ngst ausgedient.
    nein, so nicht. der cyberraum hat keine wirkung auf unsere begriffe, unsere vorstellungen, unsere empirische forschung, der intelligible raum schon. das hat mit bits und bytes nichts zu tun. hausfrauenlogik, schnoberle, um dir das zurückzugeben. der intelligible raum ist eine denkvoraussetzung zur erfassung des ding an sich, das es de facto nicht gibt. damit auch du es dir besser vorstellen kannst: mathematiker arbeiten mit bestimmungen, die nicht wirklich sind, denke nur an die definition der tangente, die den kreis an einem punkt berührt. das geht nicht, aber über solche "falsifikate" bestimmt sich die mathematik. auch sollen 14 oder 15 axiome die mathematik grundieren, nichts beweisbares, nur angenommenes. so funktioniert im übrigen wissenschaft. aber das wirst du auch noch begreifen, schließlich bist du ein offener und freier geist, gelle? intelligibel ist eine ursächlichkeit, keine wirklichkeit, keine erscheinung, aber diese grundierend.
    und denk erst drüber nach, bevor du losblaffst!

    mich wundert es nicht chef, dass dir kant so gut gefällt. weil er in dein weltbild passt, dass es letztendlich keine evolution, also die interdependenz von entwickelnden und entwickeltem (wasser und flosse, huf und erde, naturwelt und vernunftswelt - um es mit rupert riedl zu sagen) gibt, sondern der kultur- und geistesmensch unserer tage vom osterhasen - quasi schon fertig - gebracht wurde, ein kette zu irgendwelchen tierischen vorfahren hat es nie gegeben. so du, du chef. da passt natürlich auch ein saftiges a priori prima als beilage.
    es gibt schon evolution, wenn ich sie als entwicklung, ontogenese übersetzen möchte, aber es gibt keine evolution, sofern ich sie als auslese der arten begreife, die zu einem nullpunkt der geschichte streben. oder zu einem höchsten, das ist hier ganz gleich. um es anders zu sagen: die natur hat keine geschichte, menschen schon. natur ist kein prozeß, sondern ein nach ewigen gesetzen ablaufendes leben und sterben. wäre dies anders, würde dies auf eine zeitlichkeit von naturgesetzen hinauslaufen. doch diese vorstellung ist abenteuerlich, mittelalterlich. und das will ich dann lieber doch nicht glauben.
    der mensch entwickelt sich dagegen, weil er neben seiner natürlichkeit auch eine seele, geist und dergleichen besitzt. doch dazu andernorts.
    es ist aber alles ganz anders. in etwa so:

    Unser Erkenntnisapparat ist ein Ergebnis der Evolution. Die subjektiven Erkenntnisstrukturen passen auf die Welt, weil sie sich im Laufe der Evolution in Anpassung an diese reale Welt herausgebildet haben. Und sie stimmen mit den realen Strukturen (teilweise) überein, weil nur eine solche Übereinstimmung das überleben ermöglichte (Vollmer 1998, S. 102).
    das ist gut darwinistisch argumentiert. es erinnert mich an den glauben einer schaffung der welt aus dem nichts. und auch das gehört jetzt nicht zu dieser diskussion mit dem freien willen, ob es ihn gibt. ich wiederhole es noch einmal, es geht nicht darum, ob man anhänger der lehre des freien willens ist, sondern nur darum, ob es ihn gibt. diesen unterschied möchte ich gern noch einmal vor augen halten.
    goethe sagte es ähnlich: "wär das aug nicht sonnenhaft, die sonne könnt es nie erblicken."
    nun, das ist ein fehlschluß, goethe quasi vor darwin zum anhänger darwins zu machen. damit beweist goethe nur seine anhängerschaft zur abbildtheorie eines empedokles, beweist nur, daß unsere affinität zu gott gott in uns selbst entstehen läßt. pantheismus nennt man das. den spruch goethes kenne ich noch anders:

    wär nicht das auge sonnenhaft,
    die sonne könnt' es nie erblicken.
    läg nicht in uns des gottes eigene kraft,
    wie könnt uns göttliches entzücken! (einleitung zur farbenlehre)
    wir sagen heute moderner: hätte die klobürste kein muschelbedürfnis, würde es sie in ihrer heutigen form auf unserem klobus nicht geben.
    das ist zwar witzig formuliert, aber dem inhalte nach etwas ganz anderes als das Goethe-Zitat, denn das setzt eine willensbildung voraus. goethe dagegen (und mit ihm die abbildungstheoretiker, worunter ich mich auch zähle) sprechen hier nicht von einem willensakt, sondern von der tatsächlichkeit, einem vorbedingten. das auge ist, ein bedürfnis ist nicht vor allem, ist nicht intelligibel, sondern wird entweder evoziert oder wächst aus umständen.
    halten wir zwischenfest: die kantschen aprioritäten sind also philsophischer sondermüll, der schon längst durch die evolutionäre erkenntnistheorie entsorgt wurde.
    unfug. apriori und intelligibler raum sind nicht das selbe. um es so zu sagen: raum und zeit sind ein apriori, der intelligible raum ist eine spezielle beschreibung eines nicht erfahrbaren denkkonstrukts.

    du machst hier das, was du mir immer vorwirfst, schnoberle, du arbeitest unsauber.
    zurück zu popper (den wir natürlich in unserer runde belassen, chef), zurück zum sogenannten freien willen.

    methodisch sauber im sinne aktueller wissenschaftstheorie ist wie folgt vorzugehen:

    es wird eine theorie aufgestellt. diese theorie lautet: es gibt den freien willen nicht (es gibt keinen freien willen nicht (für die ösis;-).

    jetzt darf falsifiziert werden. also los free willis, aller länder vereinigt euch, bombardiert die theorie. gelingt eine falsifikation, haben die free willis gewonnen.
    gelingt sie nicht, haben die zwei im kaffeautomaten, die zwei, die an den schalthebeln der geistesmacht und des kaffeflusses sitzen, gewonnen! zwinker to angelo.
    also, los gehts! schnobs
    diese methode wurde bereits oben besprochen und von mir abgelehnt.

    ich habe eine zu lebzeiten nicht publizierte schrift nietzsches gefunden, in der er sich über den willen äußert: "wahrheit und lüge im außermoralischen sinne" (1873). wahrheiten sind danach illusionen, metaphern, deren sinn sich nicht mehr erschließt. und jetzt kömmt's, weswegen ich das hier anführe, nietzsche denkt an den intelligiblen raum, in dem wahrheit west, um es mal so zu sagen, denn er schreibt:
    erstellt bei fridericus rex: Es ist nicht wahr, daß das Wesen der Dinge in der empirischen Welt erscheint... einzig möglich ist ein ästhetisches Verhalten...wozu es aber jedenfalls einer frei dichtenden und frei erfindenden Mittelsphäre und Mittelkraft bedarf. So ist auch jedes Naturgesetz eine erfundene Metapher, die wir selbst an die Dinge heranbringen, so daß wir uns selber damit imponieren.
    Für die Willensfreiheit bedeutet das: Das eigene Handeln bleibt dem Ich wie dem Du unerkennbar. Aber dennoch wird die Willensfreiheit als Existentes angenommen, nicht in Raum und Zeit, aber als Denkvoraussetzung und Maßgabe fürs Handeln. Wachen und Träumen bilden eine Einheit. Kausalnexus und die Möglichkeit, aus diesem auszubrechen, es nur zu denken, bilden eine Einheit. Das Ichts und das Nichts, um es mit Böhme zu sagen, bilden eine Einheit. Wenn wir etwas sagen, tun oder annehmen, es getan oder tun zu wollen, so geben wir einen Kommentar ab, schaffen einen Text, der unwißbar, aber dennoch gefühlt oder gedacht werden kann. Wir spielen mit dem Intelligiblen. Das Erleben ist Erdichten. Bewußtes ist ein Bruchteil des Wirklichen, das Unbewußte besitzt einen sehr viel höhren Anteil. Demgemäß sind wir für unsere Handlungen zum Großteil nicht verantwortlich zu machen.
    Für Nietzsche gibt es also gar keinen Willen, weder einen unfreien noch einen freien. Beide sind Mythologeme. Es gibt nur das Maß des Willens, stärkere oder schwächere.

    Nach Nietzsche ist also unsere Fragestellung falsch. Wir können den Willen als wirkend anerkennen und ihn in einen Kausalnexus stellen, dann wirkt Wille auf Wille. Und andererseits könnte man die Welt als ursächlich auf einen freien Willen zurückführen, der dann im Kausalnexus seine Wirkungen tue. Alles wird so dem Begriff des Willens zur Macht subsumiert, dem Lebensgrund. Kernbegriff, Kernmetapher: Leben. Wille zur Macht bedeutet nicht den Tod des anderen, sondern das Aufnehmen, bedeutet die Buntheit der vielen Willen, ein Neben- und Miteinander, bedeutet nicht, daß der durchgesetzte Wille mit dem Tode des Entwillten einherginge. Dionysisch Ringen, ein Schwellen und die Einheit im Vielfältigen. Tanz. Ausgleich durch das Apollinische, der Freiheit unter dem Gesetz. Doch die Wirkung des Dionysischen ist der eigene Untergang, Totentanz. Nietzsche nennt das den tragischen Mythus. Ewig wiederkehrend.

  17. #67
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    Der freie Wille schafft neue intelligible Räume

    dieser gehobene nietzsche-schatz erfreut mich, denn was ist die angel ins intelligible? ganz nah dran ist er schon mit der metapher:: es ist die sprache!
    jedes wort ist eine metapher für das bezeichnete (weshalb ich die künstlichen doppelmetaphern über das passende wort nicht mag).
    nietzsche weist also der sprache die schlüsselfunktion zu als eines ästhetischen instruments.
    und ist das bewußtsein nur ein bruchteil des wirklichen, so ist die sprache doch nur ein geringer bruchteil des bewußten.
    da wir hier die vereinzelungen unserer wahrnehmungen durch sprache allein aufheben können, können wir ?ber den freien willen nichts anderes als ästhetisches sagen.
    die sprache selbst ist zunächst in ihren kausalitäten der syntax gefangen, dem gefälle der fälle und zuordnungen. die freie ästhetik muß ihr erst abgerungen werden.
    da dies gelingt, in dem der wille seinen eigenen syntaktischen raum schaffen kann und dies wiederholt erfahrbar ist, wir auch mehrere sprachen zur verfügung haben, die auf verschiedenen wegen gleiche ästhetische ergebnisse erzielen können, so mag dieser kleine pars pro toto einem freien willen das wort reden: sind wir in der sprache frei, können wir über ihre grenzen entgegenwitti ausbrechen, tun wir das mit unserem sie weiter umfassenderen bewußtsein, so existiert nicht nur der intelligible raum sondern wir können kraft freien willens neue intelligible räume schaffen. der freie wille als energische schönheit, die wirklichkeit als schmelzende schönheit.

    auch die verantwortlichkeit ist eine sprachkategorie: die des urteilens.
    da sie - richtig! - unter legitimationszwang steht, hierzu des kausalnexus bedarf, der das zwanghafte befriedigt, muß sie die bedingungen der metaphern schuldig oder unschuldig sprachlich nachweisen. sie bedarf hierzu aber ihrer metaphernglaubwürdigkeit wegen des bezeichneten. das betreibt sie bis zu der grenze eines entschuldigenden zwanges oder eben eines freien willens. der bloße erfolgseintritt bezeichnet noch nicht die verantwortlichkeit aus einer schuld. nicht bei einem menschenbild, das sich vom roboter abhebt. die feinen differenzierungen zwischen anstiftung, willenlosem werkzeug, mittäterschaft und teilnahme, notwehr und putativnotwehr, aberratio ictus und error in persona vel objecto [irrtümlicher Angriff, Irrtum bei der Person und beim Handlungsobjekt] - die ihrerseits kulturentwicklungen des urteilens sind, haben aus dem intelligiblen mittels sprache den fisch des freien willens geangelt. mehr läßt sich dazu nicht sagen. behaupten wohl, aber nicht sagen.

  18. #68
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    AW: Ist unser Wille frei?

    jepp, das ist es. es gibt regeln, aber wir können sie unserem willen gemäß gebrauchen.

    ich fand noch eine weitere stelle, in der nietzsche den freien willen ausdrücklich als existent benutzt. daß er kein anhänger desselben war, steht auf einem anderen blatt. aber er war auch kein anhänger der gegenteiligen auffassung. und das ist kein widerspruch, weil die wenigsten dinge zwanghaft-dual aufgefaßt werden müssen. (daran erkennt man im übrigen den dogmatiker, daß er in schwarz-weiß, gut-böse etc. unterscheiden zu müssen glaubt)
    In der Götzendämmerung, Kapitel 38 schreibt er über Freiheit und definiert sie als den Willen zur Selbstverantwortlichkeit. Damit sind wir schon sehr nah am freien Willen. Und hier mein Lieblingssatz aus der Dämmerung: Der freigewordene Mensch, um wie viel mehr der freigewordene Geist, tritt mit Füßen auf die verächtliche Art von Wohlbefinden, von dem Krämer, Christen, Kühe, Weiber, Engländer und andere Demokraten träumen. Der freie Mensch ist Krieger.
    Freiheit muß erobert werden, fünf Schritte entfernt von der Knechtschaft.
    Der Begriff selbst fällt in der Vorrede zu Menschliches-Allzumenschliches, Abschnitt 3, wo Nietzsche seinen Willen zum freien Willen als Antriebsmoment der Sinnsuche beschreibt. Und textbezogen muß hier Zarathustras Gesang auf den glückseligen Inseln herhalten:
    erstellt von Nietzsche, Zarathustra, II, Auf den glückseligen Inseln: Wollen befreit: das ist die wahre Lehre von Wille und Freiheit - so lehrt sie euch Zarathustra.
    Dieser Über-Mensch besitzt als Freigeist den Willen zur Verantwortung. Ich betone es noch einmal: Nietzsche erkennt die These von der Willensfreiheit als Irrtum, aber als Denkvoraussetzung und Lebensnotwendigkeit an. Für die verkümmerten, durch [depraviertes] Christentum und Liberalismus entarteten Menschen gibt es keine Willensfreiheit. Und diese Menschen können auch nicht zur Willensfreiheit gelangen. Somit bleibt natürlich zu fragen, ob diese Menschen auch bestraft werden dürfen. Vielleicht hülft Behandlung, Ärzte!
    Das ist die ganze Wahrheit.

  19. #69
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    AW: Ist unser Wille frei?

    selbstverständlich dürfen sie bestraft werden, denn sie sind keine marionetten, verstoßen gegen das kantsche gebot, wissen zu wagen.
    die selbstverschuldete unmündigkeit vor dem freien willen. die leugnung der selbstverantwortlichkeit. die ablehnung von willensmanipulationen durch andere. sind die puppenspielerstäbe nicht schö?n? die kirche, der mann, das geld..
    ihre strafe ist aber keine von dritten bestimmte, sondern das urteil, das sie selbst über sich sprechen und leidend an sich vollziehen.
    mir gefällt aber der begriff übermensch nicht. es ist menschenwerdung, von der der schöne fritz mit einer falschen metapher spricht, obwohl sie ihm schiller schon vorausgesprochen hat, als don carlos eines menschen sehnte.

  20. #70
    Kicher
    Status: ungeklärt

    ??

    Robert ist Christ, Susanna ein Wei...
    Schnobs ein Kräme...
    ?????

    kicher.
    Zum Glück bin ich Krieger seit mindestens
    meinem dritten Lebensjahr.

  21. #71
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    AW: Ist unser Wille frei?

    stimmt! "kicher"

    und was hast du seitdem be- und gekriegt?

    lauter fragezeichen?

  22. #72
    Sphinx
    Status: ungeklärt

    AW: Ist unser Wille frei?

    Zitat Zitat von suz Beitrag anzeigen
    stimmt! "kicher"
    und was hast du seitdem be- und gekriegt?
    lauter fragezeichen?
    Ich habe auf einem Berg gesessen.
    Zu meinen Füßen wandelten die Götter.
    Der König der Könige schwebte zu mir.
    Er reichte mir eine Schale.
    Ich trank.

    Krieger be-kriegen nicht.
    Krieger ge-kriegen nicht.

    Sie gehen nur aufrecht.
    Unsichtbar.

  23. #73
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    AW: Ist unser Wille frei?

    soso, haertfighter


    Muhme Kunkel

    Palma Kunkel ist mit Palm verwandt,
    doch im übrigen sonst nicht bekannt.
    Und sie wünscht auch nicht bekannt zu sein,
    lebt am liebsten ganz für sich allein.

    Über Muhme Palma Kunkel drum
    bleibt auch der Chronist vollkommen stumm.
    Nur wo selbst sie aus dem Dunkel tritt,
    teilt er dies ihr Treten treulich mit.

    Doch sie trat bis jetzt noch nicht ans Licht,
    und sie will es auch in Zukunft nicht.
    Schon daß hier ihr Name lautbar ward,
    widerspricht vollkommen ihrer Art.

  24. #74
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Ist unser Wille frei?

    natürlich ist nicht alles schwarz-weiß, chef.

    gottlob gibt es farben! neben den farben gibt es allerdings duales. die ganze combjuderei bedient sich des dualen: strom-nichtstrom, 0-1.

    bei anderem ist es ähnlich: es gibt nur schwanger - nicht schwanger, willensfreiheit - oder keine.

    wille zur selbstverantwortlichkeit?

    damit bist du dem freien willen keinen zentimenter näher gekommen, chef.

    selbstverantwortlichkeit ist nichts anderes als die konsequenzen seines handelns tragen zu müssen.

    und das hat mit dem freien willen genau null zu tun. das ist lediglich eine technische zuordnung. mit der unter anderem das heutige strafrecht agiert.

    was du machst chef: du nimmst für dich verweste teile aus der leiche kant an sich. und möchtest nietzsche damit aufblasen. der ist aber nicht aufblasbar. weder so noch so.

    du sprichst, ohne sichtlich dich mit modernen erkenntnistheorien auseinanderzusetzen! da denke ich vor allem an die evolutionäre erkenntnistheorie, mit der du dich ja - auch sichtlich - noch nie beschäftigt hast.

    immerhin hast du aber ja für ein paar groupies die verantwortung zu tragen - hinter denen du aufgrund einer mitgliedschaft auch stehst. so sieht also der freie geist aus! in einer mitgliedschaft soll er also beheimatetesein. wenn jemand blödsinn von sich gibt, sage ich ihm das auch und stehe nicht als mitglied hinter ihm!


    nach kant zumindest. kant würde wahrscheinlich heute die willensfreiheit in abrede stellen, wenn er die größe hätte, sich nach seinen eigenen vorgaben messen zu lassen. war und wäre auch nicht irgendwo mitglied.

    ich schreibe im augenblick an einer größeren arbeit, in der es um die abklärung der aufklärung geht. natur-, neger (in der alten diktion) und frauenfreundlichkeit bei kant in seiner absolutierenden weltformel des kategorischen imperativs: er war wissenschaftlich, sittlich und sprachlich absolut daneben.

    mal sehen.


    schnobs

    @suserle: natürlich kannst du was dazuschreiben. ich werde es nicht lesen. ich bin kein freund des angeordneten "austauschs". zwangsentnährung ist meine sache nicht. also halte dich in deinem eigen interesse raus. ich will den dialog mit dir nicht. aus. das hast du zu respektieren.

  25. #75
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    AW: Ist unser Wille frei?

    du meinst also, die evolution habe dich mir vorgezogen?
    was ist denn zwangsentnährung?
    schön, daß du wieder da bist, schnobs - hast wohl meine sehnsuchtserklärung an dich gelesen und willsts nicht zugeben
    schade, daß du keinen hast, der hinter dir steht - da wüßtest du, wie schön das sein kann, sich fallen zu lassen und ganz unbekümmert fehler machen dürfen

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