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Thema: Sisyphos on strike

  1. #1
    Tochter aus gutem Hause
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    Sisyphos on strike

    Sisyphos on strike

    Ich weiß nicht, wie lange mein Stein und ich - und es ist ja immer der selbe Stein, ein Fels, fast etwas größer als ich, den immer wieder selben Berg, den uns irgendein unerfindliches Schicksal in grauer Unvordenklichkeit zuwies, wie lange also wir uns dieser Umwelt zeigten, die uns achtsam oder verächtlich dabei zusah, bei diesem für alle anderen unsinnigen Unterfangen, nur uns Sinn und Erfüllung, wie lange wir uns also diesem Wechsel schon ausgesetzt hatten,

    aus Mühe: ich im Stemmen und Rollen, mein Stein in Gewicht und Schwerkraft, über die Huckel und Scharten, die schroffen und rutschigen Partien, Abschnitte, Täler und immanenten Kleingebirge des Berges hinauf
    und das Unglück, das wir beide empfunden, ja, auch der Stein, ich konnte es ?ber die Jahre genau fühlen an der vergehenden Abstrahlung von Reibungswärme, das Unglück, war das Ziel erreicht, noch keines in Sicht, Kein Neu, kein ANDERS, die Bösartigkeit, die nötig war, diesen Erreichten Zustand aufzugeben, ihn zu verlassen, verlassen zu können diesen Stillstand, die Verschwendung von Kraft, Energie und Selbstheit, in den uns dieser Augenblick Ruhe zwang, die doch nie sicher war, durch ein Abwärts könne wieder und wieder ein Neuanfang gefunden werden - nach Mühe des Bergauf und Unglück des kurzen Ruhepunktes der Wechsel also, erlösendes Bergab, seinbares Ausbrechen aus dem Zwang, lockeres, lautes, fast übermütiges Gepolter von Stein und mir, über die Buckel bergab, accelerierendes Gehüpf, fast kindisch: plopp, plopp - holter die polter - weit trifteten wir manchmal auseinander, der Stein und ich, und so in Bewegung, so unbeschwert schien uns die Welt weit weg und doch unter unseren Füßen tanzend, uns immer wieder kleine Impulse zum noch schnelleren Absprung bietend, nichts zu fordern, keinem Gesetz als dem Bergab unterlegen bis zu dem heiligen, mystischen Moment des Ganzunten: des Neuanfangs, dem immer wieder eine Art von Hoffnung immanent war, weil neu, so zu eigen das Hoffen, das fast schon sinnliche Begehren das Bergauf werde diesmal ein anderes, in ihm stecke ein anderes, ein irgendwie neu zusagendes, neu uns Zusagendes, ein noch besser oder noch schneller vielleicht, ein Glücklicheres Glücken auch, eine andere Beleuchtung, eine noch nicht gekannte Art von Ermüdung, eine dem Stein und mir noch unbekannte Art der Verständigung, in der ich ihm oder er mir in einem schwachen Moment ein noch besserer Gefährte sein würde als jemals zuvor, ein noch innigeres Verbundensein in diesem - nach außen doch sinnlosen, nur uns bis ins Innerste erfüllende und ausfällende - Tun, dem einfach gemeinsamen Tun, das sich selbst aus sich heraus immer noch gerechtfertigt hatte, einfach als Bewegung, als lebensgesetzliches Richtig.

    Und doch - seit einigen Zyklen eine Ermüdung in ihm und mir, eine Gräue, man könnte sagen ein Altern, das nicht durch Abnützung und Verbrauch, ja nicht einmal durch Gewöhnung oder Erschöpfung durch das Tun eingetreten zu sein schien, nein, ein mit dem Ganzen, dem Gesetz, dem Zwang, dem Berg selbst in seinem Grau, mit der Hoffnung des Ganzunten auch, die doch immer wieder etwas Farbe gegeben hatte: brach. Es war eine Brechung, eine Gebrechlichkeit, ein sich drohend festzusetzen scheinendes Gebrechen, Ja, ein Bruch durch diesen ganzen insichruhenden Kosmos, der zunächst unmerklich nur sich in eine immer größere Lustlosigkeit auswuchs. Eine Unerträglichkeit, die lange, lange Zeit ausgeblieben war, obwohl doch eigentlich immer insgeheim erwartet, als sei ein giftiger Stachel ins Bewusstsein gedrungen, der dort zunächst nur eine kleine Rötung, dann einen kleineren entzündeten Bereich, nach und nach aber eine gehörige Welle aneinandergeketteter Rotflecken zu einer nicht mehr ausbremsbaren Entzündung gesteigert hatte.

    Es musste etwas getan werden. Ein Neues, Anderes. Ein Irgendwas irgendwie. Gegen die Zyklen der Bewegung, die Erwartungen des Bergauf, das Unglück des Oben, gegen die Freuden des Bergab und die Hoffnung des Ganzunten. Das Antizyklische: Erwartungsloses. Wunschloses. Freudloses. Hoffnungsloses. : STILLSTAND!

    Der Stein und ich blieben im Ganzunten still nebeneinander sitzen. Ich schloß die Augen.
    Sobald ich selbst nicht mehr arbeitend in Bewegung war, fing etwas an, in mir zu arbeiten. Auch im Stein innen. Ich konnte es fühlen, denn er strahlte W?rme ab. Wir begannen zu dauern.



    die fortsetzung. jahre später. gewechselte erzählperspektive.

    -----------------------------------------

    Der Gräve

    Dieser Mensch ist ein Zeckenmensch: er schläft wie eine Zecke oft jahrzehnte unbewegt, in sich selbst zurückgezogen, unbeachtet hängend an einem Buschzweig, ohne Stoffwechsel, kommunikationslos, ein unaufdringlich Wartender, im Streik gegen alles und jedes, nichts dringt zu ihm durch, nichts durch seine dünne blasse Schutzschicht hinein. Doch ihm ist nicht langweilig, er ist innerlich höchst aktiv, ein wartender Aktivist, konzentriert, aufmerksam, gespannt, denn es gilt: die Chance zu ergreifen, die Einmalige, vielleicht niemehr sonst wiederkehrende Gelegenheit, die unter ihm hinschreitet, sich ganz in Sicherheit wiegt, nicht von ihm ahnt, ihn auch nicht treffen will und nichts eigentlich von ihm wissen will.

    Er darf sich nicht mit Träumen ablenken, die seinem schönen Gehirn doch so gelegen kämen, die sich in ihm aufbäumen, hat er doch Phantasie, leicht, allzuleicht abrufbare bunte Phantasiebilder seiner im Jetzt verwehrten Süchte und Sehnsüchte, doch er darf nicht, darf sich nicht gehen lassen, ist kein Streikbrecher und Zerstörer des ihm aufgezwungenen Zustands, denn seine Aufgabe ist Warten ohne zu warten, ein abstraktes zweckfreies Warten, eine Wartung an sich, ein inneres Überprüfen seines Zustands, seiner Bereitschaft, die nicht nachlassen darf, ein pfadfindermäßiges: Allzeit-bereit!

    Er schläft nicht, denn gerade dann, mit schicksalstypischer Bosheit, gerade dann ginge sie unter dem Schlafenden vorbei, gleichgültig und endgültig vorbei, die leicht Vergüngliche, im Finstern der Nacht Graue, Grauvolle, Grausamende, wohlgerundete, für ihn allein zurechtgebogene M?glichkeit des Fatums! Ohnehin vor ihm auf der Flucht, allen anderen bereitwillige Hure, nur ihm nicht, dem bis oben randvoll an Geld und Gut bis zum Ersticken aufgehäuft habenden Zeck, dem Gräve, der sein Sisyphos-Arbeitsleben dem Aufbau gewidmet hatte, sich den Gefahren ausgesetzt des Monotonen, nur um für sie bereit zu sein, sie sich untertan zu machen, diese Einmalige, Niewiederkehrende und vor allem: Nieumkehrende!

    Und sein Aufgabe war diffizil, man konnte es nicht anders nennen, denn ihm musste die Gabe nicht nur der Bereitschaft, sondern die noch wertvollere des "richtigen Erkennens" sein, die ihm auch nicht in die Wiege gelegt worden war, sondern ihm erst im Sisyphos während der ungezählten Tage, Jahre und Jahrzehnte stiller, doch gedankenreicher Arbeit zugewachsen war, während des Steinerollens die kleinsten Unebenheiten, wo möglich, zu vermeiden, den kürzesten Weg zu finden unter den tausend ihm nur zu gut bekannt gewordenen Wegen, gleichzeitig aber zu erahnen, welcher Weg dem Stein im gegebenen Moment der Erwünschtere war, dies mit seinem im gegebenen Moment erwünschteren Weg zu koordinieren, ja, zu optimieren. Schlicht die Gabe der Unterscheidung, kristallklarer Entscheidungsfindung.

    Schnelligkeit auch, denn ein falscher Entschluss hätte ja das Werk zunichte machen können, den Stein bergab rollen lassen noch vor der Zeit, vor dem Gipfel noch, im Falsch! Ins Falsch! Ihm ein Fehler!
    Dem Gräve war aber nie ein Fehler passiert, denn er hatte sich perfektioniert, ohne Ablenkung, ohne Bequemlichkeiten, die schnellstrichtige Entscheidung immer getroffen, sich in "richtiger Erkenntnis" geschult.

    Er wusste genau, dass sein Erfolg davon abhinge, die falschen Chancen, die nicht ihm Gemäßen, wenn sie schon unter ihm durchschritten, ahnungslos und ihn abwehrend, zu verneinen! Das Verneinen war die eigentliche Kunst des Gräve, denn waren seine kleinen Beinchen in Sekundenschnelle gelockert und er auf die falsche Chance aufgesprungen, so war er von ihr davongetragen, noch ehe er seinen Irrtum durchschauen hätte können und er hätte sich vollgesaugt am falschen Blut, ihm Übelkeit, nichts als Unmut, sein Leben verpfuscht, ein Gossenleben auf diesem verdammten Planeten und Alles, wirklich Alles wäre nicht einmal im Nachhinein gerechtfertigt, er selbst ein einziger Vorwurf nur noch an dieses Sein, ein gottloser und gottverfluchter Schicksalsblitz für andere, ebenso Gottlose und Gottverfluchte!
    Im Gräve schlummert doch tatsächlich ein Sinnsucher, ein verhinderter Moralist, dem das Warten wider Willen Hoffnungen geboren hatte in all seinem Perfektionismus, denn es war ihm nicht buddhistisch egal, ob er nun die falsche Chance wahrnahm oder nicht, ja durch das Warten erst hatte er die absichtslose Arbeitsamkeit des Sisyphos abgestreift und man fragt sich an der Stelle wirklich, was die bessere Daseinsform darstellt.

    Doch Gräve wäre nicht Gräve, hätte er diese Abirrung nicht genau durchdacht und zeckenhaft sich die Sinnlosigkeit zurückerobert, trotz allen Wartens die einschleichenden Hoffnungen zurückgewiesen, sich selbst Gräve zu bleiben versprochen, weder zurück zu Sisyphos, noch zurück zu einem Gralsritter, der er nie gewesen. Die einzig richtige, niewiederkehrende Chance war natürlich die, die ihn zu einem anderen Buschzweig tragen konnte, der man bereits anmerkte, dass sie ihn schnellstmöglich wieder losseinwollte, ihn nicht in ein Leben tragen würde, das sinnlose Hoffnungen auf Sinn vorgaukelte, bunten Unsinn also, dem sich der Gräve auf keinen Fall ausgesetzt sehen will.

    Da! Jetzt! Er klinkt seine Beinchen aus, fällt und krallt sich fest in Heißem, Weichem. Ein kurzes Abwehren nur, dann: zugebissen!

  2. #2
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    AW: Sisyphos on strike

    Na ja, wie will man einem Thema wie Sisyphos auch sonst gerecht werden als durch ellenlange Sätze? Atemlos. Andererseits dürfte das Wesen des Sisyphos in Atemlosigkeit bestehen. Ich wünschte mir, Du hättest hier eine andere Lösung gefunden, vielleicht mehr erzählt, vielleicht über Schuld...

    Ich werde jetzt baden gehen und mich säubern.

  3. #3
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    säubern - wovon?

    "Ich erzähle dir also, Fremder, während ich so auf meiner Chance dahinschaukele, nach Jahren Blut im Maul, wie sich das mit meiner Schuld verhält.
    Ah - Moment, eine Zigarette - man kann ja nicht immerfort nur saugen ... hoffentlich kommt bald der nächste Busch ...

    III

    Gut. Ich wurde abgestraft. Göttlicherseits, was mich wundert. Aufbegehrt habe ich, den Tod gefesselt. Mein Gott - ein erbärmlicher Kerl. Gewinselt hat er, sich überlisten lassen. Niemand ist mehr gestorben - das stelle man sich vor. Das war meine Schuld.
    Und ich sah ihn mir an, diesen Thanatos, ein Nichts. Nichts.
    Die Menschen, zuerst dankbar für ihr kleines ewiges Leben, zerstreuten sich in Hoffnungslosigkeit, ja es war geradezu, als hinge jede Hoffnung genau nur am eigenen Tod, erhalte von dort ihre Berechtigung und ihren Sinn. Am liebsten hätte ich ihn ja selbst wieder befreit, aber dieser Spaß mit den hilflosen Göttern war mir das Spektakel wert. Ein ganzer Olymp in Aufruhr! All die Weiber kreischend ihre Röcke hebend, die Böcke impotent vor einem Menschen. Tod! Alles, womit sie drohen konnten, hinweg! Das ging an die Substanz, Fremder, das laß dir sagen.
    Wie? Nun ich sagte ihm, als er mich holen wollte, ich hätte einen Stempel auf der linken Fußsohle, den solle er sich anschauen. Und als er sich bückte, grunzend zurückfuhr, denn er hatte gelesen "gestorben letztes Jahr und vom Tod hinfortbegraben gleichen Datums", so steckt er schon in einem Faß, abgewinkelt, die Lefzen zwischen den Knien. Ich rührte etwas Mehl mit Wasser und goß ihm den Kleister über. Er würgte noch daran, dann war es still. Ich aber entdeckte das Leben.
    Meine Schuld? Ich kann bis heute keine sehen. Ich machte die Götter hilflos. Weil ich listig war. Was sie - zugegebenermaßen - nicht wirklich sind. Sie sind nicht konzentriert genug, würde ich sagen. Sie sind nicht mit einer Frau geschlagen, die ihnen blind gehorcht. Ich aber war das. Die Meine hatte meinen Test nicht bestanden. Ich hatte ihr gesagt, sie solle mich zum Zeichen ihrer Liebe zu mir, nach meinem Tod nicht bestatten. Was allerdings der Liebe einzig entsprochen hätte. Nun - was tut sie - kaum stelle ich mich einmal tot?
    Sie bestattet mich nicht. Mein Gott - was für eine dumme Frau. Da schrieb ich mir das auf die Fußsohle.
    Kaum aber meinem schlimmsten Feind - einer Frau - entgangen und der Furcht vor ihr enthoben - was sollte ich die Götter fürchten? Die potenzierte Dummheit?
    Einer nur, ein Einer, hat mich bewegt in meinem Leben. Da saß ich und dachte nicht, da waren keine List und keine Klugheit in meinem Kopf, da hielt ich inne und lauschte wie die Tiere und die Steine. Ich glaube, daß ich sogar weinte.
    Eine männliche Stimme sang. Füllte mich aus mit ihrem Schmerz. Die Worte fielen wie der mir unbekannte Schnee auf eine tote Frauenbrust. Ich konnte noch h?ren, wie sie neuen Athem sog. Und dann erschien sie, wie schlafend noch erkannte sie ihn nicht.
    Da mein Freund, fühlte ich Schuld.
    Den Tod konnte ich fesseln, aber nicht ein Weib.
    Er übrigens auch nicht, der Trottel. Er schaute zurück, obwohl man ihm das verboten hatte. Aber er war nicht so dumm wie meine Frau. Er sorgte sich, daß sie auch folge, die Schlafende, Taube und Blinde, er sah nach ihr um und alles Verbot existierte nicht in seiner Sorge. Nur diese ungeschätzte Stirn einer Neugeborenen. Ungesternt und rein.
    Die Schuld, die ich fühlte, trug auch er. Tragen wir alle. Sorge dich nicht ...
    Da! Mein Busch!"

  4. #4
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    AW: Sisyphos on strike

    ists nun ein zweifingerzehenfaultier?
    nein?
    auch keine fledermaus?
    listig und schlafend sich stellend?
    nein?
    gar ein leopard, der sich fürs schläfchen im baum eingerichtet...?
    nein?
    aha, eine zeck.
    von busch zu busch, wie es die natur äinfordert nunmal.
    als transportür dienet hier zuweilen ein hund.
    auf den hund gekommen.
    camus schon längst verstaubt im regal, schon seh ich eher don quixotte gegen die windmühlen fechten.
    IMMERHIN, ein wille, wenn auch fatal.
    schön, ma chere, daß du selbst dem stein seele einhauchst, hut ab.
    und gelänge es, ihn zum gipfel zu buxieren, so folgte spätestens dann wieder ein ab... - insofern ist die weise vom weg, der das ziel - und hier lächelt buddha - nicht ganz ohne.
    orpheus lugt zurück und schon ist sein gesinge für die katz.
    MÄNNER!
    seien wir 8sam.
    ein päuschen sei vergönnt, aber bleibe es wie es wolle:
    der stein muß voran!
    schon um der schönheit willen...

  5. #5
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    AW: Sisyphos on strike

    aufjaul! vergnügliche schönheit - die niemals dem zeck, wohl aber dem ihrer nicht achtenden sisyphos, der sich dem tun allein absichtslos unterwerfen kann und seine schönheit vergißt. de senectute aber jungfräulich erscheint wie frischgefallener, noch unbetretener schnee: nicht ein krähenfüßchen und dennoch: sinnlos.

  6. #6
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    AW: Sisyphos on strike

    Die Antinomie Sisyphos - Zeck greift nicht als verbundenes poetisches Bild. In beider "Tun" ist Sinn. Manches, was wir tun, kennen oder sonstwie erleben dient nur einer weitergreifenden Erkenntnis, nämlich der, daß es notwendig-subjektive Erkenntnis gibt, die auf ein Objektives verweist. So gesehen sind Sisyphos und der Zeck Abbilder eines Gedankens, die es so in der "Wirklichkeit" nicht gibt, die wir uns aber denken können und darüber Erfahrungen sammeln. Die Antinomie greift also also als Abstraktion.

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