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Thema: Soloecismus - Unser Sprachschludereien-Ordner

  1. #1
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Post Soloecismus - Unser Sprachschludereien-Ordner

    Wenn die Sprache unrein wird, dann liegt es auch am Soloezismus. Menschen machen Fehler, auch sprachlich. Diese gelten in der Öffentlichkeit, auch im privaten Gespräch nicht sonderlich viel. Viele meinen, sprachliche Fehler mit einer Handbewegung wegwischen zu können: Es ist nicht so schlimm, sagen sie.
    Dieser Meinung haben sich jetzt auch viele politisch verantwortbare Gremien angenommen, die ihre Sprach- bzw. Rechtschreibreform so verstehen, daß Gewohnheitsfehler nicht mehr als solche gelten. Sie werden zu Gebrauchsrecht, sind mithin rechter Gebrauch.
    Ich sage, stoppt diesen Sprachschludereiwahnsinn! Mit der Verunreinigung der Sprache ist kultureller Abstieg in den Barbarismus verbunden. Bekämpft alle, die sich gegen den rechten Gebrauch des Genetivs, gegen den rechten Gebrauch des Apostrophs aus Dummheit und Gleichmut aussprechen, die Groß- und Kleinschreibung für nebensächliche Dinge ansehen - wobei konsequente Kleinschreibung eine künstlerische Note besitzt, also ästhetisch brauchbar ist -, die den richtigen Gebrauch der Kasi (korrekt ist casuum, paßt hier aber schlecht) mit der Bemerkung wegwischen, man verstünde doch, was sie sagen wollten und eben aus dieser pragmatischen Notdurft eine Tugend machen wollen. Bekämpft sie, denn das Geheimnis der Sprache ist groß; die Verantwortlichkeit für sie und ihre Reinheit ist symbolischer und geistiger Art. Sprache ist geboren aus den Tiefen, rein und gewachsen in den Jahrhunderten, paraphiert durch die Bewußtwerdung logischen Aufbaus, bestimmt und besprochen von den höchsten Würdenträgern, von den Adligen des Geistes, die sich keineswegs nur künstlerisch, sondern in einem allgemein moralischen Sinn der Verantwortung stellten, auch der Verantwortung für das eigene Volk. Eine reine Sprache dient der Verbildlichung vorm Angesicht der Menschheit, und in ihr wird die Einheit des Menschlichen erlebt, die Ganzheit des humanen Problems.

    Der Genetiv muß stimmen, kann aber auch umgangen werden. Ist nicht so wichtig. Zwar bin ich nun kein Freund des Präpositionalstils, aber ich laß mir auch gern ein umschriebenes Haben als Nonplusultra dreiwertigen Werttums vorgaukeln. Meinethalben. Wenn's denn durchgehalten würde! Wird's aber nicht. Und damit bin ich beim Grundproblem.
    Sprache ist nur historisch konnotierbar, mithin relativ zu sehen. Sprache hat etwas mit Schwungsucht zu tun, mit Auswuchtung, mit Höhe und tiefem Fall. Eine Sprache ist insofern historisch rein, wenn sie in Beugung und Kontemplation, in Verdichtung und Abstraktheit gleichermaßen das ausdrücken kann, was von den Sprechenden gedacht wird. Dann ist eine Sprache rein, wenn sie das zu leisten imstande ist.
    Unsere Sprache ist seit den Klassikern dazu imstande, seitdem auch wächst der Abstand zwischen dem Gedachten und Ausgedrückten. Nun will ich nicht zu Zustaenden zurück, wie sie um 1790 herrschten, nicht den medizinischen und nicht den wirtschaftlichen, aber die ästhetische Aufnahme, der Wille, sich in der Sprache heimisch zu fühlen, aus ihr den Gedanken zu formen, der in die Welt will, aus sich selbst für andere, nicht aus sich selbst für sich selber, dieser Grundgedanke unserer Klassik ist modalisierbar. Er ist nur zu bereiten, wenn gegen Schluderei vorgegangen wird, ein Bett bereiten; wobei dies nur ein Punkt ist, ein Punkt von vielen.

  2. #2
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    Question AW: Soloecismus - Unser Sprachschludereien-Ordner

    Lieber Wolkenstein,
    Schonmal Mozarts Briefe gelesen?
    Willst du Thür und Hülfe wieder haben?

  3. #3
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    AW: Soloecismus - Unser Sprachschludereien-Ordner

    uiuiui, kinders, kinders, kinders, da is wat los... - mais oui, isch liebe die schbrache, und wie, ich 8e sie auch, fürwahr - doch doch doch - man kann (sie wohl auch beherrschend...) auch mit ihr schbielen tun - so viele dialekte, so viele schbrachen, so viele möglichkeiten - warum be-schränken, was der fanta-sie ein kind? -
    Jandl? Morgenstern? DaDa? Futurismus? Surrealismus? Avantgarde?
    ists nicht INDIVIDUELL, sie zu gebrauchen, zu hätscheln zu ehren auf seine ART und WEISE???
    ******* auf die regeln, sie machen dumm, mürbe und päpstlich... -
    wölkchen, ich will mehr!
    MEER!
    ALLES!
    und nix!


    herzliche grüsse aus nimmerland


    paulchen

  4. #4
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    AW: Soloecismus - Unser Sprachschludereien-Ordner

    wahnsinnsrede gegen sprachschluderei mit fettem, peinlichem fehler.
    du gebrauchst das wort "casus". du deutschest es ein, mit "k" am anfang. na gut. aber dann wäre der genitiv als "kasus'" zu bilden, mit genitiv-apostroph. du deutschest es dann wieder nicht ein, du gebrauchst nämlich eine "lateinische" endung, "-i". das dumme ist, dass "casus" der u-deklination unterworfen ist, der genitiv heisst "casus", mit langem "u" gesprochen.
    kann ja passieren, wenn man sich sprachlich ständig am rande der verständlichkeit bewegen muss, weit draussen, auf dem dünnen eis, wohin sich kaum ein näherer betrachter begeben mag. aber es lässt sich doch ein rückschluss auf das gewicht des tänzers ziehen, und er wird zu leicht befunden.


    nimm dies als visitenkarte von


    schimmermann/luv

  5. #5
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    AW: Soloecismus - Unser Sprachschludereien-Ordner

    vonWolkenstein, diesmal kann ich nicht anders, ich stimme dir zu. sprache ist ein so kostbarer besitz, dass jeder mutwillige eingriff - vor allem in der grammatik -, auch wenn er als künstlerische freiheit bezeichnet wird, selbstfindung oder was für ausreden der schluderei auch immer gebraucht werden, die qualität mindert.
    während ich dem gesprochenen wort regionale und schichtenspezifische eigenheiten zugestehe, erwarte ich vom geschriebenen größtmögliche genauigkeit in allen bereichen. schluderei als gewollte, weil notwendige veränderungen zu bezeichnen, zeigt vom hochmut und von der inkompetenz des verwenders/der verwenderin und kommt einer notzucht gleich. veränderungen geschehen dort, wo sprache gesprochen wird, sie wachsen langsam und mehr oder weniger sinnvoll. aber sie geschehen in einem erträglichen tempo.
    und so sehr ich es bedaure, der genetiv wird verschwinden, die großschreibung sich auf echte nomen beschränken, das umlauten des stammvokals vieler verben wird ein ende finden, und - eine horrorvision - aus "unkaputtbar" werden wir ein verb "kaputtieren" kreieren und verbale missbildungen wie "letztendlich" in die wörterbücher eingang finden.
    ich warne aber davor, Menschen, die auf grund ihrer herkunft und der davon abhängigen möglichkeit zur bildung und/oder angeborener oder später erworbener physischer oder psychischer schäden gesprochene und/oder geschriebene sprache mangelhaft oder nicht beherrschen, zu werten und sie auszugrenzen.


    allerleirau,
    die doch ein bissl was versteht vom spracherweb und seinen auswirkungen auf den berechtigten wunsch jedes menschen nach dem größtmöglichen glück.


    [Diese Nachricht wurde von allerleirau am 06. September 2000 editiert.]

  6. #6
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    AW: Soloecismus - Unser Sprachschludereien-Ordner

    In der Terminologie hat man sich von dem Begriff "Hochsprache" ja bereits verabschiedet. Dennoch scheint in dieser Diskussion noch der Gedanke einer "Hochsprache" (und als solche - für die hohe Literatur - literaturfähig) vorzuherrschen. Im Gegensatz dazu gäbe es dann das "Niedere", das allenfalls irgendwelchen Provinzsprachlern oder sonstwie an Leib und Seele Geschädigten zugebilligt wird.


    Der neue (und wesentlich treffendere) Begriff lautet: Standardsprache. Hier wird betont, dass es sich um eine allgemein anerkannte (und verständliche) Sprache handelt. Wo also weder bestimmte regionale Spracheigenheiten, noch soziologische Bedingtheiten u.?. für das Verstehen wichtig sind.


    Sowohl die Standardsprache wie auch Dialekte/Soziolekte usw. verfügen über Regeln. Nur der Unkundige vermutet im Dialekt Regellosigkeiten. Oder Wahllosigkeiten im Jargon,... Alle diese Sprachebenen kennen eine korrekte und eine unkorrekte Anwendung. Es gibt also (vom Formalen her) keinen Grund, das eine als "hoch" und das andere als "nieder" zu apostrophieren. Das ist vielmehr eine bildungsbürgerliche Ausgrenzungsstrategie. In dem Zusammenhang passt es sich wunderbar ein, dass von obiger Schreiberin auf ihre Nun-Denn-Doch-Kenntnisse verwiesen wird. (Ein Schreck trifft mich: Hab ichs mit einer Kollegin zu tun? Einer jener Deutschprofessorinnen, wie ich sie so richtig liebe. - Feindbilder gedeihen rasch im Netz!)


    Nun denn doch zur Literatur. Wenn man die Sprache und das Verhältnis von Sprache und Wirklichkeit als zentrales Thema seines Schreibens wählt, beschäftigt man sich (naturgemäß ) intensiv mit verschiedenen Sprachformen und den Folgen verschiedener Sprachverwendungen. Und dem Umstand, dass dann mit Hilfe von genau dem gearbeitet wird, das Thema ist. Dass (sozusagen) Werkstoff und Werk in einer Wechselwirkung stehen.


    Das wird natürlich jemanden, dem es nicht um Sprache (als Untersuchungsgegenstand!) geht, ganz und gar nicht interessieren. Genauso wenig wie mich raunend-altertümelndes Poetenwerk interessiert.


    Betonen möchte ich, dass auch ich eine große Formalistin bin. Also auf sprachliche Korrektheit großen Wert lege. Aber eben Korrektheit auf den jeweiligen Rahmen bezogen. Weshalb mich dieser Schluderei-Vorwurf so amüsiert hat.


    Andrea

  7. #7
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Soloecismus - Unser Sprachschludereien-Ordner

    andrea, gestern wetterst Du im Verlagsforum und machst einen Riesenbimbums um Deinen Abgang, heute schreibst Du hier einen längeren Artikel.

    Zur Sache:

    Mozarts Briefe hab ich gelesen, einmal über Herrn Hildesheimer, ein ander Mal über Herrn Hofmannsthal, schließlich fand ich da auch eine bemerkenswerte Aussage dieses omnipotenten Musikers (als Mensch und Dichter taugte er wohl nicht sonderlich):

    erstellt von Amadeus:
    Ich glaube, soviel im Stande zu sein, daß ich jedem Hofe Ehre machen werde: Will mich D, mein geliebtes Vaterland, worauf ich, wie sie wissen, stolz bin, nicht aufnehmen, so muß in Gottes Namen F oder GB wieder um einen geschickten Deutschen mehr reich werden. Und das zur Schande der deutschen Nation. Sie wissen wohl, daß fast in allen Künsten immer die Deutschen diejenigen waren, welche excellierten - wo fanden sie aber ihr Glück? - in D gewiß nicht. Der Erzherzog sagte neulich zu mir: Solche Leute kommen nur alle 100 Jahre auf die Welt und die müsse man nicht noch aus D vertreiben.


    Der Mann hatte vielleicht ein Problem mit der Orthographie, doch das sagt sich leicht, wenn es keine Regeln gibt (Adelung?). Jedenfalls ist der Stil brachial. Aber, worum ging es Dir eigentlich? Glaubst Du, daß ich Mozart ans Bein pinkeln will? Im Gegenteil. Ich liebe ihn, nicht so wie Bach, aber ich liebe ihn.

    luv: Ich geruhte, Genetiv Plural zu bilden, korrekt casui, eingedeutscht Kasi. Meinen Scherz verzeih.

    andrea: Warum führst Du den Begriff der Hochsprache ein? Hat jemand davon gesprochen, ihn gar benutzt? Thema verfehlt, Spatzl. Es geht hier um Schludereien, nicht um eine Differenzierung von Standard- und Hoch- oder Niedersprache. Du irrst Dich auch in dem Punkt, als daß Du behauptest, Dialekte würden eisernen Regeln folgen. Für das in meiner Gegend gesprochene Ostfälisch ließe sich das nicht behaupten, würde man Deine Auffassung anwenden wollen. Dativ und Akkusativ sind hierzulande im mündlichen Verkehr austauschbare Individuationen, wie dies überhaupt im Ostmitteldeutschen gängige Praxis. Aber vielleicht ist das ja die Regel, daß es eben keine nachvollziehbare Begründung für den Gebrauch von transitiven und intransitiven Verben gibt. Man denke nur an den Klassiker: "Mir und mich verwechslich nich, das kömmt bei mich nich vor."
    Vielen Dank für Deine Belehrungen. Warum sprachst Du nicht über die Stechgefahr freilaufender Hunde auf den Hebriden? Da ließe sich ein Boden spannen zur Gurke, Du weißt schon, das ist ein Thema, das Dich interessiert. Eigentlich hatte ich dann gehofft, da? Du beim nichtgefundenen Thema dann bleibst, nein, auch da mußt Du widersprechen, diesmal Dir selbst, also hier ein Rundum zur Literatur:

    Es geht Dir letztlich um Sprachverwendungen in der Nutzanwendung auf die Wirklichkeit? Sehe ich das richtig? Nein! Aber beinahe doch, schließlich stellst Du in zwei Sätzen drei Zusammenhänge her. (Warum hast Du eigentlich nicht gleich Kant miterledigt?)

    Wo waren wir? Bei der Wechselwirkung von Stoff und Form, nein, von Stoff und Inhalt, nein von Stoff und Nichtstoff. Das dem Äußeren zugrundeliegende Nichtstoffliche ist die Form. Recht so? Die Form liegt im zu Bewerkelnden. Daher ist eine Wechselbeziehung möglich. Empedokles. Das Auge ist sonnenhaft, so kann's die Sonne sehen. Der Stoff ist angelegt, ist bar jeder Erinnerung? Ist er eben nicht. Aus der Erinnrung schöpft der Autor am scheinbar Äußeren, eines Aufgefundenen. Und den Abrieb münzt er in ein Neues. Heißt es nicht, sieben Töne, die umfassen alle Lieder? Und doch singt die Amsel jeden Tag ein ander Lied, mal traurig, zumeist traurig. Dichter müssen traurig sein.

  8. #8
    rodbertus
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    AW: Soloecismus - Unser Sprachschludereien-Ordner

    Etwas über die Verwestlichung unseres Vaterlandes:

    Bekanntermaßen existieren in Deutschland zwei prinzipienfeste Sprachschulen, eine in Mannheim, eine in Leipzig.
    vereinfacht gesagt: Die Mannheimer verleugnen großteils die Palatalisierung, dehnen vielmehr Vokale und grenzen das einzelne Wort staerker ab. Alles einem Hang zum Strukturalismus Chomskyscher Prägung geschuldet.
    Die Leipziger dagegen sprechen die Ausgänge weich, hacken eher die Vokale und neigen zu Zusammenrückungen.

    Ich möchte betonen, daß ich beide Schulen für reponderabel halte.
    Im besonderen Maße ist es bei Schalterbeamten im Hallischen Hauptbahnhof festzustellen, wie sehr sich westlicher Einfluß bei armen Schalterbeamten (sind sie das eigentlich noch?) auswirkt. Die Armen sind schier verunsichert, wie sie denn nun sprechen müssen.
    Da sagt die frouwe doch: Zum ICE nach Leiipzick aus (!!?) Gleis 12. Bittäh zurück treten.

    Nun, da war ich schnell bei ihr, um sie zu fragen, wes Stadtes Kind sie sei.

    "No, aus Halle kimm ich", sagte die gute Frau.
    Dann fragte ich sie, seit wann Leipzich spitzkehlig gesprochen werden müsse.
    "Mir sin anjehalten wordn", sagte die gute Frau.
    Ich sagte ihr, daß es falsch sei. Man sage auch nicht Hahmburk oder Bärlin. Ich schärfte ihr ein, daß sie ohngescholten Leipzich sagen dürfe, schließlich sei dies der Name der Stadt.
    "Das weeß ich doch", sagte sie, beinahe schnippisch.

    Daß VON und AUS keineswegs semantisch deckungsgleich seien, wollte ich danach nicht mehr besprechen.

    Und kurze Zeit später hörte ich wieder LEIIPZICK. Schlümm!

  9. #9
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Soloecismus - Unser Sprachschludereien-Ordner

    "sprache ist ein so kostbarer besitz, dass jeder mutwillige eingriff - vor allem in der grammatik -, auch wenn er als künstlerische freiheit bezeichnet wird, selbstfindung oder was für ausreden der schluderei auch immer gebraucht werden, die qualität mindert."


    Ist ne Weile her, aber mich schüttelt es immer noch.
    Das mit Picasso wundert mich immer noch. Der wußte ja noch nicht mal, wie man eine Nase zeichnet, nicht wahr?
    it

  10. #10
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Soloecismus - Unser Sprachschludereien-Ordner

    Äpfel und Birnen, Spatzl! it, Du solltest Dich aus Rechtschreibdiskussionen heraushalten. Mitspracherecht - unbedingt - besitzt Du allerdings, wenn es um Sprachschönheit geht. Die allerdings hat mit Orthographie und Grammatik nur mittelbar etwas zu tun.


    Welchen Sinn machen Regeln in der Sprache?

    allerlei hat aber nun mal etwas Wahres ausgesprochen. Schiller, dieser Mann, den wir sehr hochhalten - und Gott bewahre uns hier vor den Neuerungen der Reform! - gab einmal zu bedenken, daß nur der die Ordnung verletzen dürfe, dem sie heilig ist.
    Heute dagegen ist es so, daß die Ordnung nur dann geachtet wird, wenn sie vernünftig und nützlich. Und das, liebe it, ist ein factum est, dem Du Dich mal stellen solltest. Rechtschreibung hat ihren Sinn darin, daß sie einer Ordnung entspricht, keinem Wahn, sondern einem Tradierten. Das Maß der Befolgung diverser Regeln kann nur darin liegen, ob die Regeln logisch (nachvollziehbar) und pragmatisch sind, Mißverständnissen vorbeugen, wenn man sie befolgt. In diesem Punkt bin ich durchaus ein Vertreter von Regeln und Logik. Inhaltlich dagegen würde ich mich immer sträuben, durch Regelungen Vorschriften zu erhalten, was ich denken, fühlen oder welcher Gesinnung ich sein muß, um in einem Diskurs Anerkennung zu finden. Aber das sind auch wieder zwei Paar Schuhe. Hier geht es um bewußte Schludereien, also Gleichgültigkeit gegenüber sprachlicher Klarheit. Mit Picasso hat das nun gar nichts zu tun. Der war Maler und kein Wortkünstler.

  11. #11
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Soloecismus - Unser Sprachschludereien-Ordner

    Robert, meine Orthographie ist lausig, ich habe mir aber einen Duden gekauft und versuche, daran zu arbeiten. Soviel dazu.
    Aber ich mein Zitat hat - ich wiederhole mich - nichts mit Rechtschreibung zu tun.
    Ich entschuldige auch nichts mit der Ausrede, Künstler zu sein - (siehe Dein eigener Ordner) aber künstlerische Freiheit leichterhand mit Schluderei gleichzusetzen.... oh Gott.

    it

  12. #12
    rodbertus
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    AW: Soloecismus - Unser Sprachschludereien-Ordner

    luv, ich habe Dir unrecht getan. Leider Gottes aber war Deine Fall-Bestimmung auch nicht korrekt. Genetiv Plural von casus ist casuum, nicht casus mit langem u. Du hättest doch sehen können, daß ich Mehrzahl anzeigte, oder? Das -i steht, weil es schicker aussieht, leichter zu sprechen ist und im Deutschen nun mal das -i als typisches lat. Genetivsuffix gilt - was hier aber nicht verfängt, also hab ich's im Ordnereingangstext angezeigt, daß das -i hier falsch ist, trotzdem aber benutzt ward... (Übrigens haben unsere Klassiker auch immer von den Kasi gesprochen, wenn sie Fälle meinten, die noch zu verhandeln seien.)

  13. #13
    Resurrector Avatar von aerolith
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    zu Recht vs. zurecht

    "zu Recht" ist auch so eine Unart. Was, bitte schön, soll das sein? Es gibt das modale Adverb "zurecht", doch daraus läßt sich keine präpositionelle Verbindung "zu Recht" zaubern, die dann was ausdrücken soll? Daß etwas MIT Recht geschah, daß etwas zum Recht wurde oder werden soll?


    Ich habe kürzlich die FAZ abbestellt, weil die sich partout nicht an die Regeln halten wollen, obwohl sie's öffentlich bekunden. So schrieben sie "Die Reformen sollen weiter gehen", meinten aber "Die Reformen sollen weitergehen", und beinahe täglich gebrauchen sie mehrmals pro Nummer "zu Recht" in deutlich adverbialer Bedeutung, was mir unerträglich ist, wenn's so geschrieben steht.

    Man muß sich da schon entscheiden, wes Geistes Kind man ist.

    zu Recht vs. zurecht


    die seit einigen jahren vermehrt benutzt form "zu Recht" für zurecht besitzt ihren grund im sprachimperialismus des westens, in steigerung der bedeutung der rechtsmittel auch im sprachlichen gebrauch.
    zurecht ist ein umstandswort, das auf luther zurückgeht, allerdings schon im mittelalter als zue rechte benutzt wurde. es bedeutet soviel wie "sich auf dem rechten [richtigen] Wege wissen, nämlich zu gott". die heutige benutzung dagegen soll, nach einschlägigen nachschlagewerken, an die abtrennung resp. zuweisung zu komponierten verben wie zurechtrücken, zurechtkommen oder zurechtweisen u.a. gekoppelt sein. zu Recht soll dann geschrieben werden, wenn zwar die adverbiale bedeutung gemeint sei (!?), aber kein reversibles verb im satz stünde.
    bockmist.
    zurecht ist ein umstandswort, kein an bestimmte verben gebundenes präfix. das zu Recht im sinne eines RECHTS, paraphiert oder allgemeingültig, ist in sehr eingeschränkter syntax anwendungsbereit, aber sofern die umstandsbedeutung eines korrekten, eines gültigen, eines auch nur gemeint-gewollten oder schlichtweg einer willenskundgebung steht, muß, um nicht sprachschludernd zu wuseln, zurecht geschrieben werden.

  14. #14
    rodbertus
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    AW: Soloecismus - Unser Sprachschludereien-Ordner

    Ich stritt mich einst mit einem Wolkensteiner über den Unterschied von seelisch und selig. Der Mann wollte partout den Unterschied nicht begreifen und meinte, selig stamme auch von Seele.
    In der Bergpredigt spricht Jesus von denen, die SELIG werden sollen. Damit meint er nicht, daß sie eine Seele bekommen sollen oder sich ihrer Seele bedienen sollen oder dergleichen, sondern schlichtweg, daß diese Menschen sein Wohlwollen besitzen, ausgeglichen mit sich und der Welt genannt werden müssen, sich im Einklang mit allem, was da lebt, befinden. Seelisch meint also das Adjektiv von Seele; selig dagegen meint es im Sinne des lateinischen beatus, also glücklich, unverdorben, zum Glück bestimmt (klarer christlicher Bezug).

    Das sind zwei verschiedene Dinge.

  15. #15
    rodbertus
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    reisende Tote

    In dem inhaltlich rühmlichen Artikel "Die ungestellten Fragen von Oslo" von Stefan Schulz (FAZ, 4.8.2011, S. 29.) stellt besagter Autor folgendes fest:

    "Bei der hohen Zahl an Getöteten, die aus allen Gegenden Norwegens nach Utoya anreisten, liegt es nahe, dass jeder Bürger des Fünfmillionenvolkes durch persönliche Beziehungen zum Opfer dieser Tat wurde."

  16. #16
    rodbertus
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    Wahlbeamter

    Wahlbeamter: contradictio in adiecto. Ein Beamter ist nach deutschem Recht, ein auf Lebenszeit eingesetzter öffentlicher Bediensteter. Sie können/dürfen nicht kündigen bzw. ihnen darf nicht gekündigt werden. Das unterscheidet sie von Angestellten, die privatrechtlich Arbeitsverträge abschließen.
    Ein Wahlbeamter hebelt diesen Grundgedanken aus, indem er einen Beamtenstatus für eine bestimmte Zeit an die Wahl knüpft, also zwei an sich unvereinbare Dinge verbinden will.

    Aber gut, es soll ja auch Wahlverwandtschaften geben.

  17. #17
    rodbertus
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    Sponsorenhierarchie

    ein klarer fall von soloecismus findet da im förderbereich für professionelle und halbprofessionelle statt. das fachwort lautet "sponsoring". gemeint ist das beischießen von geld und sachwerten für einen gemeinnützig arbeitenden verein, der mit diesem geld seine angestellten bezahlt und im gegenzug eine bewerbung der produkte oder des namens des förderers leistet.

    ich habe heute gelernt, daß es



    1. hauptsponsoren
    2. premiumsponsoren und
    3. exklusivsponsoren

    gibt. der hauptsponsor soll der wichtigste sein. premium (von erstklassig, einzigartig, bevorzugt) zu verstehen ist das gar nicht, sondern: er ist nur ein förderer aus der zweiten reihe. der exklusive sponsor (förderer) schafft es gar nur auf den dritten platz und darf sich seine exklusivität (einzigartigkeit; ausschließlichkeit) mit zahlreichen anderen exklusivsponsoren teilen, die wohl auch glauben sollen, sie seien ausschließlich (ihrer konkurrenz) förderer ihres lieblingsvereins.
    kloar und deutlich also.

  18. #18
    rodbertus
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    Wustmann

    um 1900 wirkte in leipzig gustav wustmann. ich las sein buch "allerhand sprachdummheiten" und arbeitete fundst?cke in die wolkenstein-datenbank ein. stichwort "stilkunde".

  19. #19
    rodbertus
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    AW: Soloecismus - Unser Sprachschludereien-Ordner

    eine diskussion der oberflächlichen sprachpuristen richtet sich gegen die einführung des englischen als lingua franca in deutschen technischen universitäten generaliter spätestens 2020.
    die argumente: das deutsche verkümmere zu einem dialekt; deutsch ist seit der aufklärung eine wissenschaftssprache; ingenieure sollten sich in ihrer muttersprache verständigen; internationalisierung bedeutet hier amerikanisierung; jede nicht in der muttersprache vorgetragene und mitgeteilte lehre verschlechtert sich qualitativ...


    meine meinung: ich habe nichts dagegen und betrachte das nicht als den untergang des abendlandes, wenn technische universitäten durchgängig die lingua franca der gegenwart zur vermittlung nutzen. wer einmal eine bedienungsanleitung las (auf deutsch), der kann nicht umhin, dieses technische deutsch (gewäsch) als wenig bildungsbedingt zu klassifizieren.
    das deutsche ist zudem eine synthetische sprache, keine analytische wie das englische. zwar entstammen beide dem indogermanischen, aber die unterschiede der sprachbildung sind evident, grundlegend. der deutsche denkt anders als der englischsprachige. es wird keine deklassierung zum dialekt erfolgen können, denn das englische steht schlichtweg nicht auf der höhe, die das deutsche besitzt. ich erinnre nur an die unfähigkeit der briten, hegels begriff des aufhebens angemessen übersetzen zu können.

  20. #20
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    Goethe der Stümper

    it, Spatz, Du solltest Dich aus Rechtschreibdiskussionen heraushalten. Mitspracherecht - unbedingt - besitzt Du allerdings, wenn es um Sprachschönheit geht. Die allerdings hat mit Orthographie nur mittelbar etwas zu tun.
    wenn auch nicht an mich gerichtet, fühlte ich mich spontan angesprochen.
    In Sachen Orthographie würde ich doch glatt durch den Einbürgerungstest fallen. Nach den Regeln der Grammatik bin ich unserer Sprache nicht würdig - und liebe sie dennoch wie kaum ein Zweiter. Am meisten stehe ich wohl mit der Interpunktion auf Kriegsfuß. Ich lasse mir nur ungern Regeln aufstellen - und schon gar nicht ... wenn es um Takt und Rhythmus geht.
    Ich liebe Goethe für sein Sprachgefühl und hasse ihn gleichzeitig für Wörter wie z.B. Sonn' (er meinte Sonne) oder Wonn' (Wonne). Dafür müsste er eigentlich nochmal in den Knast, würde er noch leben. Er war genial, outete sich hin wieder aber auch mal als Stümper. Ihm fiel eben nicht alles so leicht, wie man gerne glauben mag - er zerbrach sich auch mal wochenlang den Kopf...weil er an einem Satz hängen blieb. Irgendwann machte er sich die Mühe nicht mehr...schließlich war er Goethe...da können andere doch denken was sie wollen. Die Größten hatten alle etwas gemeinsam; sie wussten lange vor allen Anderen, dass sie die Größten sind - das war in der Musik (R. Wagner) auch nicht anders. Um ein wirklich Großer zu werden, braucht es eben jenes Selbstverständnis. Nirgendwo ist die Demut so unangebracht...wie in der Kunst.


    Ich würde mit dem Schreiben sofort aufhören, würde ich nicht auch in mir dieses Potential erkennen -und danke gleichzeitig jedem, der mich in diesem Glauben lässt.
    Die Rechtfertigung ist ein Außenposten der Mittelmäßigkeit.

  21. #21
    kls
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    Goethe der Stümper

    Ich vertrete nämlich mehrere Standpunkte, je nach Lage:


    1. Schreibt! Es ist Eure einzige Rettung. Schreibt Schund oder Weltliteratur, aber schreibt, egal ob in Pidgin- oder Germanistikprofessorendeutsch.


    2. Lernt endlich mal, dieser wunderbare Sprache mit Respekt zu begegnen. Lernt Deutsch! Schändet nicht diese Sprache, indem Ihr alles klein schreibt, Interpunktion vermasselt, Rechtschreibfehler nicht mit Hilfe eines Prüfprogramms aussortiert und so weiter.


    3. Beleidigt nicht den Leser mit gestammelten Sätzen.


    4. Schreibt so, wie die Alltagssprache klingt. Schaut dem Volk aufs Maul.


    5. Schreibt bloß nicht in Sprechdeutsch.


    6. Erfindet keine neuen Shraipweißn. Der Leser möchte nicht stolpern.


    7. Zwinge den Leser zu genauerem Lesen, indem Du sinnvolle Wortspiele und -verdreher einbaust.


    Da ich aber alles nur als Richtlinien betrachte, halte ich mich selber kaum daran.

  22. #22
    Resurrector Avatar von aerolith
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    deutschsprachig

    Das Adjektiv "deutschsprachige" soll "deutsche" ersetzen. Aber die Semantik deckt sich nicht, denn es gibt zahlreiche Nichtdeutsche, die auch in der Lage sind, deutsch zu sprechen. Eben das solle ja gemeint sein, widerspricht ein Oberflächlicher. Eben das soll ja nicht gemeint sein. Gemeint sein soll ein Alleinvertretungsanspruch der BRD, die engen Grenzen der itzigen BRD als "Deutschland" bezeichnen zu dürfen. Das aber ist falsch. Die BRD deckt sich nicht mit Deutschland. Wer "deutsch" als seine Muttersprache bezeichnet, ist Deutscher. Grundgesetz hin oder her. Das GG ist eine historische Erscheinung. Deutsch dagegen weist über Historisches hinaus, nimmt man die Menschheitsgeschichte zum Vergleich. ich wage zu bezweifeln, daß in dieser Gegend, in der ich zu Hause bin (was aber auch für die meisten anderen gebiete der BRD zutrifft, jemals andere als "Deutsche" gewohnt haben. Sie hießen nur anders, aber es sind immer dieselben Menschen gewesen. Man schaue sich nur die Erscheinungsformen der Menschen an, die hier vor fünf- oder zehntausend Jahren lebten. Es gibt viele Gebiete auf der Welt, in denen sich die Genome eher wenig veränderten, sieht man einmal von dem Bastardisierungsanteil von 5% je Generation ab. Ich will das itzt nicht weiter ausführen. Tatsache ist, daß "deutschsprachig" zu weit und zu eng greift, somit eine Sprachschluderei darstellt.

  23. #23
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Soldatin resp. Feminierung von Abstracta

    Ich halte es für eine Unart, aus dem Lateinischen ins Deutsche gekommene (abstrakte) Suffixe zusätzlich mit einer Geschlechtsspezifikation zu versehen. Die Endung -at ist nicht geschlechtsneutral, meist aber sächlich. Kondensat, Affrikat, Unikat, Muskat, Heimat, Substrat... sind samt und sonders erstarrte, abstrahierte Formen, die einem Prozeß nachfolgen.

    Um beim Beispiel Soldatin zu bleiben. Ich schlage vor, hierfür das althergebrachte Wort "Flintenweib" (sächlich!) zu gebrauchen oder, wenn es denn gar nicht geht, dann Soldat ebenfalls zu neutralisieren. Dann ab sofort DAS Soldat. Das würde mir besser gefallen, denn außer diesem einen Beispiel ist mir kein männlich deklinierbares deutsches Wort auf -at bekannt.

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