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Thema: Der Lehrer- und Schulordner - Ideen, Probleme, Systemfragen

  1. #1
    Wolkensteiner
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    Lightbulb Der Lehrer- und Schulordner - Ideen, Probleme, Systemfragen

    anregung vielleicht an die lehrer unter uns:

    englischlehrerin meiner kinder hat unter der hp der schule ein intranet eingerichtet, samt forum, für das jedes kind passwort. dort stellt sie ihre arbeitsaufträge ein, später die lösungen; die kinder ihre referate und vokabellisten. ist eigentliche gute idee. könnte man auch für kranke schüler die hausaufgaben einstellen und die hefteinträge. kranke lehrer könnten von zu hause aus weiter arbeitsaufträge geben. ist ausbaufähig! z.b. nachhilfe für schlechte schüler, anhand deren fehler, die ja dem lehrer am besten bekannt sind, er gezielt die lücken auffüllen könnte. für die unterforderten besten schüler könnte man zusatzaufgaben zum weiterdenken.

    wäre ich lehrer, würd' ich das machen

  2. #2
    rodbertus
    Laufkundschaft

    blöde idee

    eine aus vielen gründen blöde idee:


    • abstrahierung (entpersönlichung) und rationalisierung des unterrichtsprozesses, der sowieso schon in den öffentlichen schulen stattfindet;
    • fehlende wirkliche kontrolle der leistungen der schüler und
    • jeder macht fehler, auch lehrer, was sich durch solcherart digitalisierung manifestieren und ausschlachten ließe


    mehr fällt mir dazu im augenblick nicht ein

  3. #3
    saulchen
    Laufkundschaft

    AW: Der Lehrer- und Schulordner - Ideen, Probleme, Systemfragen

    ist halt wie an der uni das moodle. als projekt geschlossen in einem unterrichtsfach ist es sicherlich eine sehr gute idee! aber als gesamtkonzept für alle fächer etc. zu viel arbeit.
    ein beispiel: https://histoproblog.org/category/impressum/ - das find ich noch besser als dieses moodle prinzip, weil eine größere öffentlichkeit erreicht wird. Naja quantitativ mehr kritik bzw. reflexion heißt nicht immer, daß sich ein Denker und Autor besser entwickeln kann. es gibt viel aspekte zu bedenken.

  4. #4
    Chefchen Avatar von aerolith
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    AW: Der Lehrer- und Schulordner - Ideen, Probleme, Systemfragen

    Ja, es gibt etliche Möglichkeiten, sich mit Geschichte schulisch auseinanderzusetzen. Eine Methode hat mein einstiger Weggefährte Tino Strempel in Rostock kultiviert und darüber 2015 einen Bundespreis gewonnen. Geschichte als Projektunterricht. Hat seine Vor- und Nachteile. Der Vorteil liegt sicherlich in einer höheren Empathie für das olle Zeug, als das viele Schüler nun mal Geschichte a priori wahrnehmen. Der Nachteil seiner Methode dürfte darin liegen, daß Geschichte so zu einem Event verkommen kann, zu einer auf Ergebnisse und Erlebnisse zugespitzten Sparte, die nur selektiv wahrgenommen wird und bei der das Ergebnis meist schon vorab feststeht. Ich glaube nicht, daß mein (einstiger) Freund und seine Lerngruppe von Gauck eingeladen worden wären, wenn sie beispielsweise die Staatsanwaltschaft von 1800 verteidigt hätten. Sie mußten die Kindsmörderin als Opfer einer Herrscherjustiz darstellen und die Not der Frau zentral setzen.
    tino_gauck_2011.jpg
    Trotzdem, die auf dieser Seite angezeigten methodischen Auffassungen zur Herangehensweise an den Geschichtsunterricht gefallen mir. Ein Auszug, weil man ja nie weiß, ob die Seite ewig im Netz bleibt:

    erstellt von Werkstattschule Rostock:

    „Ich bin glücklich mit dem Thema“, so Lisa. „Auch wenn es erst einmal so schrecklich klingt, worüber wir forschten: Kindesaussetzung mit tödlichen Folgen. Wenn man sich erst einmal länger mit einem (historischen) Phänomen auseinandersetzt, erkennt man auch seine Tiefe.“ Lisa, Luise und Valerie (alle 9/10) beschäftigten sich mit dem Schicksal der Elisabeth Dorothea Pollatz, die als Hausmädchen 1808 ihr heimlich geborenes Kind aussetzte und sich – im Laufe des gerichtlichen Verfahrens – selbst das Leben nahm. Die dicke Gerichtsakte in altdeutscher Handschrift las ihnen der Universitätsprofessor Ernst Münch vor. Beate Behrens betreute die Arbeit und motivierte unsere drei Mitschülerinnen, den Stoff auch künstlerisch zu verarbeiten. Daraus entstand – neben der fachwissenschaftlichen Darstellung – eine Buchcollage aus Wort, Scherenschnitt und Fotografie. „Der Scherenschnitt war damals modern und inspirierte uns“, so Luise. „Außerdem spielten wir mit der indirekten Rede, wie wir sie in der Gerichtsakte immer wieder lasen. Wir schrieben Akteninhalte in die direkte Rede und Ich-Form um, damit Elisabeth Pollatz endlich einen eigenen Ausdruck findet.“, ergänzt Valerie. Tatsächlich konnten die jungen Frauen im „Fall der Elisabeth Dorothea Pollatz“ so einiges erhellen. Die Landesjury prämierte diese Arbeit als „Landessiegerbeitrag M-V“.
    Ebenso erfolgreich waren Linn und Lara (beide seinerzeit 10. Klasse), die sich mit einem besonderen Außenseiterthema beschäftigten, nämlich dem Leben von Homosexuellen im Norden der DDR. Sie führten Zeitzeugeninterviews und wälzten über 100-seitige STASI-Akten. Anstrengender als die Recherche war das Verarbeiten: Nicht jeder Außenseiter in der DDR war „nur“ Opfer der Gesellschaft; einige arrangierten sich mit der Staatsmacht. Die beiden haben das in einem Radiofeature verarbeitet und außerdem ihr Forschungstagebuch für den Wettbewerb eingereicht. Auch dieser Beitrag war der Jury nicht weniger als einen Landessieg wert. Herzlichen Glückwunsch!
    Zwei Förderpreise gingen ebenfalls an die Werkstattschule. Maik und Till waren – zusammen mit ihrem Betreuer Tino Strempel – durch die Bundsrepublik gereist, um eine Zeitzeugin zu interviewen: eine ehemalige Punkerin aus Rostock, die heute in Koblenz lebt. Das war eine spannende Reise, denn die Zeitzeugin erwies sich als sehr gastfreundlich und redselig, andererseits aber hatte sie krasse Ansichten und forderte alle Geduld und Zurückhaltung … Zur Forschungsgruppe zählt auch Friederike, die es sich auch zur Aufgabe gemacht hatte, die Geschichte der Zeitzeugin filmisch zu verarbeiten.
    Ich bin nach wie vor ein Vertreter idealistischer Pädagogik und halte sie für ein ästhetisches Prinzip, durch das junge Menschen gebildet werden können, mithin schwingt auch Erziehung, die aber nachgeordnet ist. Schon gar nicht glaube ich, daß Schule dazu dienen soll, funktionable Kader zu schmieden, die eben nur eines leisten müssen: funktionieren.

  5. #5
    andere-dimension
    Laufkundschaft

    AW: Der Lehrer- und Schulordner - Ideen, Probleme, Systemfragen

    Die gefährlichsten Schulwege der Welt

    https://www.fernsehserien.de/die-gef...lwege-der-welt

    Bilder sagen mehr als tausend Worte - und so wünsche ich mir, dass diese herausragende Doku-Reihe in allen unseren Schulen Einzug hält. Sie macht das Bildungsprivileg emotional spürbar - könnte wohl bei vielen den Schalter umlegen.

  6. #6

    AW: Der Lehrer- und Schulordner - Ideen, Probleme, Systemfragen

    Und die Nation, die global am erbittertsten um ihre nationalen Privilegien gekämpft hat und unterschwellig noch der Sklaverei nachtrauert, hat sich so viele Feinde geschaffen, dass amerikanische Eltern ihre Kinder grundsätzlich mit dem Auto in die Schule fahren. Der amerikanische Schulweg muss daher am gefährlichsten sein.

    Kinder werden reihenweise aus Sicherheitsgründen per App überwacht und der moderne amerikanische Kindergarten bietet den Elern das Privileg, jederzeit im Internet "nach ihren Schützlingen" schauen zu können. Erziehung durch Überwachung gelingt jedoch auch beim Rest der Gesellschaft ganz gut.

    Das soll wohl bei vielen den Schalter umlegen, sich freiwillig "anzupassen" und damit auch die Kinder in der "rechten Gesinnung" zu prägen.

    Wer investiert denn noch in Bildung? Unsere globalen Monopolisten, wie Google, Apple und andere marktbeherrschende Unternehmen. Der Staat hat damit den "Bildungsauftrag" in die Hände privater Investoren gelegt, was, wie am Beispiel der Entwicklung an amerikanischen Kindergärten, die Erziehung durch permanente Überwachung zur Folge hat.

    Woran es hapert, wäre ein globaler "Lehrplan" in einem fließenden Entwicklungsprozess. Was das gesamte System von Lernen, Bildung und Menschwerdung angeht, könnten wir tatsächlich von einer künstlichen Intelligenz lernen, wie wir unseren Geist strukturieren. Das könnte den Schalter umlegen.

    In der Dokumentation "Homo 'Robo" vertrat ein "Wissenschaftler" die Ansicht, da wir uns ohnehin absehbar bis zum Ende dieses Jahrhunderts selbst "erledigen", sei die Symbiose mit künstlicher Intelligenz quasi die einzig verbleibende Option, uns vor den Folgen unserer bisherigen Lernverweigerung zu schützen...

    Doch ein kleines Helferlein, uns die Macht über den eigenen Geist zurückzuerstatten, könnte eine Alternative zur Facebook-Gedankensteuerung sein. Aber die Hasskontrolle des privatisierten Gedankenministeriums hat 500 neue Arbeitsplätze in der "Hassgedankenliquidation" geschaffen...

    Es ist durchaus möglich, Zielzustände zu spiegeln und damit das Lernen zu revolutionieren:

    So wurden die spezifischen Alpha- und Thetawellenmuster im Gehirn eines hochkonzentrierten Bogenschützen "ausgelesen" und durch Neurofeedbacktraining lernten die Probanden, in diesen "Zielbewusstseinszustand" zu gelangen. Durch die Spiegelung des Zielzustandes erzielten sie signifikant bessere Leistungen als die Kontrollgruppe. Die Spiegelneuronen spielen beim "Kopieren erfolgreicher Lösungen" ohnehin eine wesentliche Rolle, wobei der Fokus vieler eltern auf ein Handy, das wichtiger als Menschen zu sein scheint, für viele Kleinkinder ein durchaus enttäuschendes Prägemuster darstellt und die "Prioritäten" aufzeigt, die hier herrschen und damit zu kopieren sind.

    Ein kleines Helferlein, das unsere Gedanken sieht und kennt, könnte uns helfen, eine objektivierbarere Geisteshaltung zu finden und unsere Gedankenwelt neu zu organisieren. Sozusagen eine selbstlernende Erziehungsintelligenz statt panischer und paralysierter Eltern, die selbst rat- und rastlos durch eine chaotische Welt ohne Sinn und Bedeutung wandern...

    Ich denke, alle Erziehungsgewalt geht schon heute vom privatisierten Gedankenministerium aus. Bleibt die Frage, wann wir zur Volkszählung müssen und unser "Implantat" bekommen...

    "Lesch´s Kosmos" begann mit der Frage eines Kindes an seine Mutter, die es grad ins Bett brachte: "Sag mal Mutti, warum habt ihr mich eigentlich nicht verbessert"?

    Die Zukunft wird Möglichkeiten aufweisen, die einen technischen Evolutionsdruck zur Folge haben, die obige Frage einmal nicht unwahrscheinlich machen könnte. Dumm ist halt, dass sich Technik schneller entwickelt, als die Folgen abzuschätzen sind.

    Wie es früher ein Privileg war, Zugang zu Bildungssystemen zu erhalten, wäre es heute ein Leichtes, die Bildungsgesellschaft (OHNE SKLAVEN) umzusetzen, von der die Antike träumte und die nur durch die Sklaverei und Ausbeutung anderer Völker kurzfristig möglich gemacht wurde. Womit sich der Kreis zur Angst der Amis schließt, die Angst der Sklavenhalter vor dem Willen der Sklaven....

  7. #7
    andere-dimension
    Laufkundschaft

    AW: Der Lehrer- und Schulordner - Ideen, Probleme, Systemfragen

    Nicht nur die Amis fahren ihre Kinder mit dem Auto zur Schule - wir Deutsche sind da auch nicht viel besser. Ein US Bundesstaat, wars Georgia?!?, hat aktuell mal wieder die Evolutionstheorie aus den Schulbüchern verbannt. Mit Darwins-Wissenschaft stehen die Amis, vor allem die Hinterwäldler der Südstaaten, seit eh und je auf Kriegsfuss. Ich schreibe bewusst nicht Darwinismus...denn dieser Begriff gehört verboten...suggeriert es handle sich um eine Glaubensfrage...als stünde er mit Gott im Ring. Auch die Italiener hatten einst die Evolutionstheorie aus den Schulbüchern verbannt. Zurück zum Auto: Kann die Eltern zwar verstehen, aber ihre übertriebene Fürsorge schadet den Kindern...denn die sollten schon früh lernen sich im Straßenverkehr zu bewegen...zudem entspricht es ihrem natürlichen Bewegungsdrang zu laufen oder zu radeln - von den unnötigen Staus zur Rush Hour ganz zu schweigen...

    Ich bin nicht wirklich up to date...was unsere Schulen betrifft...aber das was ich in RLP an Aktivitäten und Programmen mitbekomme...das klingt ganz gut. Und was die heutigen jungen Lehrerinnen und Lehrer betrifft...solche hätte ich früher auch gerne gehabt.

  8. #8
    schreibt hier hin und wieder
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    Schon im Jahr 2024 wird in jedem größeren Unternehmen ein Roboter mit im Vorstand sitzen - und so wird die Digitalisierung auch die Schulen nicht ausklammern, das Bildungssystem revolutionieren. Die Lehrer der Zukunft kommen aus dem Silicon Valley. Technisch ist das jetzt schon alles machbar, es braucht aber noch den Wandel in den Köpfen der Menschen. In fünf Wochen haben wir eine Bundestagswahl, doch ich sehe weit und breit keine Partei...die für die Herausforderungen der Zukunft steht. Bei allem Respekt vor Merkel + Co., aber das sind Auslaufmodelle. Sie reden wohl alle von der Digitalisierung...lassen aber nicht erkennen was das für uns heißt.
    Zwar bastelt man auch jetzt schon an deutschen Schulen Roboter zusammen....doch glaube ich nicht, dass Robotics die Domäne der Deutschen sein wird. Nach jetzigem Stand kommen Software und Logistik aus den USA...während die Hardware in Asien gefertigt wird.
    Gegen Amazon und Google scheint kein Kraut gewachsen - schon jetzt werden 70% des weltweiten Versandhandels über Amazon abgewickelt...während die Autos und 3D Drucker der Zukunft von Google auf den Markt gebracht werden. Umso wichtiger wird es an unseren Schulen sein Kreativität zu erkennen und zu fördern. Vermutlich wird man dazu, so sehr ich das bedaure, noch früher und intensiver "sieben" müssen als bisher. Zu glauben man könne alle Schüler mit auf den Weg nehmen ist eine Illusion. Vermutlich werden in Zukunft Menschen von Robotern aussortiert - heute ist es noch umgekehrt. Der Mensch wird mit der Maschine verschmelzen. Für viele eine Horrorvorstellung...für andere ein große Chance für die Menschheit. So oder so, der Prozess ist nicht zu stoppen.

    Der momentane Körperkult ist vielleicht eine Art letztes Aufbäumen....bevor wir dann endgültig unsere Körper verlassen. Dies wird notwendig sein....will der Mensch noch länger als nur ein paar hundert Jahre überleben. Im Grunde ist unser Körper ohnehin nur ein Wekzeug - was spricht also dagegen dieses veraltete Werkzeug gegen ein modernes zu ersetzen?! Hier sehe ich eine Chance für das deutsche Ingenieurwesen, den deutschen Erfindergeist. Hard-und Software kommen von woanders her...aber beides innovativ zu verbinden...das könnte unsere Aufgabe sein. Ist doch eine Schande, dass wir (unsere Wirtschaft) immer noch von den Innovationen der Nazis leben...ohne die wir z.B. nicht Weltmarktführer bei den Automobilen wären. Die hatten nicht nur Autobauer gegründet (VW)...sondern sie auch (Auto - Union +Co.) zu Höchstleistungen getrieben. Selbst unsere Führungsrolle im Maschinenbau haben wir dem zweiten Weltkrieg zu "verdanken". Damit kann man sich doch nicht zufrieden geben? Unser Wohlstand ist kein Selbstläufer...keine Sebstverständlichkeit - in ein paar Jahrzehnten könnte das ganz anders aussehen...wenn man jetzt die Weichen nicht richtig stellt. Was kann man aus der Vergangenheit lernen? Vermutlich, dass es ohne Peitsche nicht geht. Die Asiaten haben kein besseres Bildungssystem als wir...aber viel mehr Druck. Wer dort nicht Gas gibt...der schaut später in die Röhre - unsere Sozialsystem, so schön es für manche auch sein mag, ist da Kontraproduktiv. Die Nazis führten übrigens auch, als weltweit erste, den bezahlten Urlaub ein. Kann doch nicht sein, dass wir uns heute dafür noch rühmen müssen...statt eigene...neue Wege zu gehen. Wir glauben unsere Bildungssystem ist ok...weil wir die letzten fünfzig Jahre damit erfolgreich waren. Das ist aber ein Trugschluss...denn unser Erfolg beruht auf Ideen aus dem vorigen Jahrhundert...bzw auf Pionierleistungen der Nazis. Vielleicht sollte man sich das mal ins Bewusstsein rufen.

    Das wichtigste jedoch, in Bezug auf das Bildungssystem, scheint mir aber zu sein, dass man unnützes Wissen "abschneidet"...um Kapazitäten zu schaffen.
    Kein Kind sollte heute noch lernen müssen welcher Pilz essbar und welcher giftig ist. Erstens kommt ohnehin kein Kind mehr auf die Idee in den Wald zu gehen...und zweitens...selbst wenn...hat es eine App...die den Pilz analysiert. Und es ist auch vollkommen Wurst wie die Ägypter ihre Barken bauten...wers wissen will...der googelt danach. Da sind die Pädagogen dazu aufgerufen über ihre Schatten zu springen. Es strandet heute auch niemand mehr auf einer einsamen Insel...wo er dann wissen muss wie man den Norden bestimmt und wie man verschmutztes Wasser trinkbar macht. wir glauben alles Wissen...das wir haben...auch vermitteln zu müssen - das ist ein Fehler im System. Deshalb ist es wichtig, dass der Roboter mittelfristig den klassichen Lehrer ablöst. Nur so kann ein staatstragendes und an den Herausforderungen orientiertes Bildungssystem gewährleistet und umgesetzt werden.

  9. #9

    AW: Der Lehrer- und Schulordner - Ideen, Probleme, Systemfragen

    Zitat Zitat von andere-dimension Beitrag anzeigen
    Schon im Jahr 2024 wird in jedem größeren Unternehmen ein Roboter mit im Vorstand sitzen - und so wird die Digitalisierung auch die Schulen nicht ausklammern, das Bildungssystem revolutionieren...
    Nach jetzigem Stand kommen Software und Logistik aus den USA...während die Hardware in Asien gefertigt wird....
    Gegen Amazon und Google scheint kein Kraut gewachsen - schon jetzt werden 70% des weltweiten Versandhandels über Amazon abgewickelt...während die Autos und 3D Drucker der Zukunft von Google auf den Markt gebracht werden. Umso wichtiger wird es an unseren Schulen sein Kreativität zu erkennen und zu fördern. Vermutlich wird man dazu, so sehr ich das bedaure, noch früher und intensiver "sieben" müssen als bisher. Zu glauben man könne alle Schüler mit auf den Weg nehmen ist eine Illusion. Vermutlich werden in Zukunft Menschen von Robotern aussortiert - heute ist es noch umgekehrt. Der Mensch wird mit der Maschine verschmelzen. Für viele eine Horrorvorstellung...für andere ein große Chance für die Menschheit. So oder so, der Prozess ist nicht zu stoppen.
    Ist es wirklich eine große Chance für die Menschheit, nahezu ALLE globalen WERTSCHÖPFUNGSPROZESSE an das Silicon Valley auszulagern?

    Dann steuern wir auf eine Zielzustand zu, in dem 500 Millionen Menschen die Arbeit erledigen könnten und der ganze Rest lebt im Nichts von den Brotkrümeln, die vom Tisch fallen.

    Was ich mit der "Verbesserung" meinte, war die Gen-Schere CRISP-R-CAS, mit der es möglich wird, Designerkinder "herzustellen". Wenn diejenigen, die keine Eltern haben, die ihnen schon im Labor die "gekauften Eigenschaften" in die Wiege legen, die "gefordert" sind, keine Chancen mehr besitzen, wird die Evolution durch den Willen des Mainstream-Zeitgeistes ersetzt.

    Wie wir jedoch vom Neandertaler wissen, wurde der Homo Sapiens (außerhalb von Afrika) diese Genetik nicht mehr los. Es sind immer noch bis zu 1.5 % Neandertaler-Genetik in uns wirksam.

    Sollte "hier" einmal "nur" für wenige Tage der Strom ausfallen, wären deine Kinder übrigens froh, in der Schule etwas über essbare Pilze gelernt zu haben.

    Die Abhängigkeiten, die wir durch eine global arbeitsteilige Gesellschaft aufgebaut haben, erfordern bedingungslose Kooperation, was sich mit den "Gesetzen des Egos" nicht vereinbaren lässt. Das Ego glaubt, es habe einen Vorteil von der Entwicklung, wenn es zu den 500 Millionen von 7,5 Milliarden gehört. Was jedoch bedingt, dass von 15 Menschen global nur ein einziger zu den Gewinnern gehören wird.

    Die Form der Schuldknechtschaft, die VW bis 1983 auf ihren brasiliianischen "Farmen" pflegte, fällt ihnen nun ebenso auf die Füße. Dass es noch in den Siebzigern bei VW üblich war, "vom Fließband in die Folterkammer" zu gelangen, ist ebenso ein Indiz für das, was uns bei einer globalen Diktatur von drei marktbeherrschenden Unternehmen erwarten wird.

    Heute brauchen sie keine Helfershelfer der Folterknechte mehr, was nicht "gewünscht" ist, wird per CRISP-R-CAS entfernt. So können sich die Kartellgewinner ihre künftigen Maschinenmenschen selbst herstellen. Damit werden jedoch alle Träume von Freiheit und Menschenwürde begraben und Freiheit ist für Kinder nur das, was ihnen von Konzernen erlaubt wird, die die Scheindemokratien beherrschen.

    Damit die Politik nichts mit dieser Opferung der Kinder für die Interessen weniger Kartellteilnehmer zu tun hat, verleugnen sie die Wirkungen, die es hat, wenn die gesamte globale Wertschöpfung in immer weniger Hände fließt. Daher nehmen Apple, Google, Amazon, Microsoft, UBER, RBNB und die verbleibenden Teilnehmer der Globalkartells auch die Bildung unter ihre Fittiche und die Politik tut so, als wüsste sie nicht, was gerade geschieht.

    Die Kinder einem Selbstzweck zu opfern, einer offensichtlichen Milchmädchenrechnung, die niemals aufgehen kann, ist Wahnsinn und spiegelt die Gesetze des Chaos wieder, auf die ich in diesem Zusammenhang im Kurs eingehen werde.

  10. #10
    schreibt hier hin und wieder
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    Die Pilze sind nur ein Beispiel, aber das weißt Du. Versuche es mal so zu sehen:

    Als im 4. Jahrtausend vor Christus der Sohn eines Pharaonen unterrichtet wurde, sagen wir mal von den Priestern, war das zu vermittelnde...geschichtliche Wissen sehr begrenzt. Es gab noch kein Papyrus und das verhande Wissen resultierte aus mündlichen Überlieferungen. Wir leben nun in einer Zeit...wo wir über "gespeichertes" Wissen von tausenden von Jahren verfügen. Wir müssen also theoretisch von Jahr zu Jahr immer mehr lernen...weshalb wir meiner Meinung nach gezwungen sind Prioritäten zu setzen. Wissen, das zu jeder Zeit, an jedem Ort...und für jeden Einzelnen abrufbar ist...das muss nicht mehr in unser Hirn eingepflanzt werden. Es kann sozusagen ausgelagert werden. Der Universalgelehrte hat ausgedient. Es reicht, auch bei Stromausfall, wenn einer weiß welche Pilze genießbar sind - und ich weiß wie ich diese Person erreiche. Mit der Tachenlampe würdest du ohnehin kaum einen Pilz finden. Heute sagen wir A+B (A: es gibt giftige und genießbare Pilze. B. die giftigen sind Fliegenpilz und....die eßbaren Pfifferlinge und...) Wenn ich mit B. erst mal anfange...muss ich die Information auch vervollständigen - das Kind bekommt also hundert Einzelinformationen. In Zukunft reicht es nur A. zu sagen...verbunden mit dem Hinweis wo bei Bedarf detaillierte Informationen zu bekommen sind. Im Prinzip ist das ja auch so...denn schon dein Ur Ur Urgroßvater lernte nicht mehr wie man ein Mammut erlegt - das hat sich mehr oder weniger so ergeben.
    Daaf dürfen wir heute aber nicht mehr bauen...dass sich solche Dinge von alleine ergeben.

    Du sprichst von 500 Millionen...die in Zukunft die Arbeit alleine erledigen werden. Das ist nicht nur ein Szenario...das wird defintiv so kommen. Die entscheidende Frage wird sein...ob wir es schaffen allen anderen dennoch ein Gefühl von Würde zu geben. Das wiederum heißt, dass wir etwas über oder neben die Arbeit stellen müssen, das dazu geeignet ist sich darüber zu definieren.

    Selbst der Lottomillionär wird irgend etwas arbeiten...weil ihn...danach gefragt...die Aussage "ich habe keine Arbeit" in die Position bringt sich rechtfertigen zu müssen. Der Mensch definiert sich.. stand heute...fast ausschließlich über seine Arbeit. Mittel-bis langfristig muss also Arbeit durch "Aufgabe" ersetzt werden. Nicht "was arbeitest Du"...sondern "was ist deine Aufgabe" muss die Frage der Zukunft lauten. Da könnte eine Antwort z.B. sein: Ich bereite meiner todkranken Mutter ein paar schöne..l.etzte Tage.
    e

    Wir beide...und andere auch..verlinken hier Berichte, Videos, Zitate, Statistiken usw...

    Wir machen das aus dreierlei Gründen:

    Um unsere Aussage...unser vermeintliches Wissen
    -für jedermann überprüfbar zu machen (Dokumentation)
    -zu ergänzen (Vervollständigung)
    -zu untermauern (Beweis)

    Was wir ohnehin im Alltag praktizieren...lässt sich auch auf das Bildungssystem, in Hinsicht der Vervollständigung, übertragen.
    Wird ja auch von vielen Pädagogen schon so oder ähnlich praktiziert - jedoch nur als Zusatz-Option...und nicht als Ersatz für analoges Wissen. Funktioniert aber nur dort wo Wissen nicht zwingend aufeinander aufbaut...wo also auch Inselwissen gefragt ist. Mathematik wird man weiterhin so praktizieren müssen wie bisher. Ein Link zur Integralrehnung wird mir nichts bringen...wenn ich die Gundrechenarten nicht beherrsche. Ich kann aber....ohne mich bei den Säugetieren auszukennen...die Reptilien erforschen.

    Das funktioniert jedoch nur dann...wenn ich auch "nur" das A-Wissen abfrage, bzw. benote. Der Schüler muss also nur noch wissen, dass es genießbare und ungenießbare...bzw giftige Pilze gibt...und die Quelle nennen können...wo er alle weiteren Informationen bekommt. Das reicht. Die freigewordenen Kapazitäten könnte man dann dazu nutzen um Spezial-Wissen dort auszubilden...wo es aktuell auch gefragt und nur analog auch zu erlangen ist...z.B. wenn es um das Gewissen, Ethik und Moral, Ökologie, soziale Verantwortung geht - wo Wissen nicht nur eine rationale Angelegenheit ist...sondern vor allem eine emotionale Erfahrung sein kann.

    Im Grunde ist der Schüler ein wehrpflichtiger Soldat im Dienste des Staates, denn Bildung auf Basis eines Privilegs dürfte eigentlich nicht benotet werden. Das Bildungsystem...so wie wir es heute kennen...ist Teil eines Rüstungsprogrammes. So wird es ja auch von allen Parteien propagiert...die da sagen: Wir müssen mehr in Bildung investieren um nicht den Anschluss zu verlieren. Es geht also um den Wettbewerb mit anderen Staaten. Während die "Schulpflicht" in ihrer eigentlichen Bedeutung nur garantieren will, dass jeder...egal wie Dritte dazu stehen...Bildung erfährt. Die Schulpflicht beschützt dich dich sozusagen vor deinen Eltern...die...wenn sie denn Bauern sind...dich vielleicht lieber auf dem Feld als in der Schule sehen würden. Ich sollte also erst dann benotet werden können, wenn ich in den Wettbewerb trete...mich dazu bekenne. Ma lernt fürs Leben"---so heißt es - aber das stimmt so nicht mehr. Man "rüstet" sich fürs Leben - für eine Welt, in der man ohne Rüstung nicht mehr als Kanonenfutter ist.

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