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Thema: Bettelbriefe und Forenpolitik

  1. #1
    Tochter aus gutem Hause
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    Arrow Der besondere Brief

    Nun denne,


    die Idee wurde aus der Haßliebe Pünktchens zu ihrem Lehrer geboren. Ich riet ihr, ihm einen Brief zu schreiben, fiktiv und in Prosa. Dann kam der Gedanke, JEDER aus dem Forum verfasst nach Aufforderung einen Brief. ABER Frau oder Mann schreibt nicht an eine Person, welche Frau und Mann teuer oder ungeheuer, NEIN, es wird an einen Genossen geschrieben, der vorher bestimmt vom Schreiber des letzten Ergusses! Und auch die oder der Schreibende wird ausgewählt vom Verfasser des vorhergeschickten Letters. Kommentiert wird zwischendurch nicht, daran haben wir später unsere Freude, und zwar an jedem einzelnen Werk


    Hat natürlich kein Schwein verstanden. Ein Beispiel: Robert, nachdem er auf Anweisung von Trist dem Johannes Mario Simmel bedacht, bestimmt Freund Klammer, es Daniel Kübelböck zu besorgen. Klammer wiederum sagt Hern Mustermann, Herrn Bush die Meinung zu blasen. Her Muster meint schriftlich "Fuck You, Mr. President!" und nimmt die schwarze Susi in die Pflicht, welche... KAPIERT?


    Jeder Briefschreiber sollte nach dem Ruf ein paar Tage Zeit haben, aber dann.... Und ich könnte mir vorstellen, für den besten Brief, welcher natürlich demokratisch gekürt, einen Preis auszuloben. Sag ich mal ganz locker: Etliche Badestunden in Niederbayern und ich koch einmal(mindestens) auf.


    Start: Weil der Schmarrn durch Punkt geboren, mag sie beginnen UND SCHREIBT EINEN BRIEF AN IHREN SCHÖPFER! Ich sach das mal so. Widerspruch wird nicht geduldet, und wer die Kette unterbricht, wird sich mit dem Schreibfinger in der Nase bohren bis zum jüngsten Gerücht.


    Briefe werden geschrieben, um zu überzeugen. Ich wünsche mir grenzenlose Phantasie. Auf geht's!


    In freudiger Erwartung des ersten Elaborats, Hannemann

  2. #2
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Bettelbriefe und Forenpolitik

    Erstmal Gratulation zu dem SIE des PUNKTEs welche Vögel haben dir ein Lied geträllert??
    Zweitens, wie soll ich SCHÖPFER einordnen... Mein Spermaspender... oder den lieben Gott???


    LG PUNKT

  3. #3
    schreibt hier hin und wieder
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    Post AW: Bettelbriefe und Forenpolitik

    Herrn
    Achim Niedes
    Zur Zeit im
    Zentrum für Herzchirurgie Nürnberg
    Klinikum Süd
    Station B10
    Breslauer Straße 201


    90471 Nürnberg




    St. Johannis, den 14. April 2003




    Sehr geehrter Herr Niedes,


    zunächst einmal meine allerbesten Wünsche zu ihrer Genesung. Hoffentlich erholen Sie sich rasch von der schweren Operation, die ja, wie ich gehört habe, sehr erfolgreich verlaufen ist.


    Bevor Sie sich nun allzu sehr wundern, einen Brief von einer Ihnen nicht bekannten Frau in Händen zu halten, lassen Sie mich bitte erklären, in welcher Angelegenheit ich mich hier an Sie wende. Ich habe lange Jahre nach Ihnen suchen müssen und nun, wo ich Sie endlich gefunden habe, möchte ich nicht, dass Sie mich für eine Wahnsinnige halten, auch wenn Folgendes vielleicht außerhalb unserer (Ihrer wie meiner) Vorstellungskraft liegt. Was ich Ihnen mitzuteilen habe aber ist mein Ernst, möge der einzige Gott mein Zeuge sein.


    Beginnen will ich vor genau 5 Jahren, als ich, wohl ausgelöst durch eine stark infektiöse Krankheit, die mich recht hoch fiebern ließ, immer wiederkehrende sehr intensive Träume hatte. In diesen Träumen sah ich stets die gleiche Person: einen großen, dünnen Mann, der zu mir in einem Singsang sprach. Seine Stimme klang bedrückend und befreiend zugleich. Er sprach in einer Sprache, die ich, so schien es mir, zuvor noch nicht vernommen hatte. Die Worte und das Bild des Mannes prägten sich tief ein, doch maß ich den Träumen damals noch keinerlei Bedeutung bei.


    Das änderte sich, als ich diesen Absatz in einem Buch von Thomas Mann las:


    "Bei der Beschreibung seines Gesichts unter der runden blauen Perücke mit Königsschlange, die er heute über der Leinenkappe trug, dürfen die Jahrtausende uns nicht von dem zutreffenden Gleichnis abschrecken, daß es aussah wie das eines jungen, vornehmen Engländers von etwas ausgeblühten Geschlecht: langgezogen, hochmütig und müde, mit nach unten ausgebildetem, also keineswegs mangelndem und dennoch schwachen Kinn, einer Nase, deren schmaler, etwas eingedrückter Sattel die breiten, witternden Nüstern desto auffallender machte, und tief träumerisch verhängten Augen, von denen er die Lider nie ganz aufzuheben vermochte. ...


    Hübsch und schön war das Gesicht mitnichten, aber von beunruhigender Anziehungskraft. ... Eher seltsam und aus der Form gegangen war auch Pharaos die Mittelgröße kaum erreichende Körpergestalt. ... Dazu waren die Beine nicht nur zu kurz, sondern auch sonst ohne Verhältnis, da die Oberschenkel entschieden zu voll, die unteren aber fast hühnerartig mager erschienen. ... Sehr schön und nobel gebildet dagegen waren Hände und Füße, besonders die langfingrigen und elegant-empfindsamen Hände mit Resten von Salböl in den Nagelbetten."



    Er hatte eine detailgetreue Beschreibung des Mannes abgegeben, der in meinen Träumen zu mir gesprochen hatte. Die Zeilen beschrieben einen ägyptischen Pharao. Echnaton oder Amenhotep den Vierten. Der Mann in meinen Fiebervisionen jedoch war ein europäischer Mensch unserer Zeit gewesen, dessen war ich sicher. Doch folgte ich zunächst den Spuren Echnatons und seinen Schriften. Sehr schnell fand ich heraus, dass ich die Sprache des alten Ägypten vernommen hatte und auch, wessen Inhalts die Zeilen gewesen waren: Das Sonnenlied des Königs, Echnatons Gebet an seinen Gott Aton. (Ich legen Ihnen den Text in Übersetzung bei.)


    Sie fragen sich sicherlich, was das um Himmelswillen mit Ihnen zu tun hat, doch ahnen Sie vielleicht meine Vermutung, ja meine Gewissheit, die ich Ihnen mit diesem Brief kenntlich machen möchte. Meine Suche führte mich immer weiter in die Geschichte des Pharaos hinein. Ich besuchte sein Grab, die Museen der Welt in denen seine Bildnisse ausgestellt waren. Ja, das war der Mann den ich bereits so gut kannte. Die Darstellungen des Königs und die Annahme der Geschichtswissenschaftler, er sei an dem Marfan-Syndrom erkrankt, führte mich schließlich zu Ihnen. Über diese schreckliche Erkrankung werde ich Ihnen nichts Neues berichten können, leiden Sie doch selbst daran und ist sie doch Ursache dafür, dass Sie sich dieser schweren Operation haben unterziehen müssen.
    Auf ihr Konterfei stieß ich nun während meiner Erkundigungen über das Syndrom auf der Webseite der Marfan-Hilfe Deutschland e.V, dessen aktives Mitglied Sie sind.


    Ich sage es gerade heraus: Sie sind der Mann, der mir in meinen Träumen erschienen ist. Der mir das Sonnenlied des Echnaton gesungen.


    Bevor Sie diesen Zeilen erbost oder amüsiert beiseite legen, lassen Sie mich bitte noch Eines sagen. Ich befinde mich zur Zeit in St. Johannis in der Nähe von Nürnberg in einem kleinen Hotel. Gerne würde ich Sie, sobald es Ihnen besser geht, persönlich treffen, um Ihnen die Merkwürdigkeiten meines Weges hierher ausführlich zu erläutern und Ihnen meine Beweise dafür vorzulegen, dass ich Sie für eine Reinkarnation des Königs Echnaton halte. Meine Handynummer für einen Kontakt: 0177/264 264 2


    Ich hoffe inständig auf Antwort und verbleibe bis dahin
    in freudiger Erwartung Sie wiederzusehen


    Tristezza
    ehem. Nofretete




    ---------------------------------------------------------------------------------


    Anlage:


    Das Sonnenlied des Königs Echnaton


    Du erscheinst schön im Lichtort des Himmels, du lebendige Sonne, die das Leben bestimmt. Du bist im östlichen Horizont aufgegangen und hast jedes Land erfüllt mit deiner Vollkommenheit.


    Du bist schön und groß, glänzend und hoch über jedem Land. Deine Strahlen umarmen die Länder bis zu den äußersten Grenzen alles dessen, was du geschaffen hast. Du bist Re, du erreichst ihr Land und bezwingst sie für deinen geliebten Sohn. Wenn du auch fern bist, sind doch deine Strahlen auf Erden. Du bist im Angesicht der Menschen, und doch kann man deinen Weg nicht ergründen.


    Wenn du zur Ruhe gehst im westlichen Horizont, ist die Erde in Dunkelheit, gleichsam tot. Die Schläfer sind in ihrer Kammer, die Häupter verhüllt, und kein Auge sieht das andere. Würden alle ihre Sachen gestohlen, die unter ihrem Kopfe liegen, sie merkten es nicht. Jeder Löwe kommt aus seiner Höhle, alles Gewürm beißt. Das Dunkel herrscht, die Erde liegt im Schweigen, da der, der sie geschaffen hat, in seinem Horizont ruht.


    Im Morgengrauen, wenn du dich im Horizont erhebst, vertreibst du die Finsternis und verschenkst deine Strahlen. Die beiden Länder sind in Feststimmung. Die Menschen erwachen, stellen sich auf ihre Füße; denn du hast sie aufgerichtet. Sie waschen ihren Leib, nehmen ihre Kleidung. Sie erheben ihre Arme in Anbetung ob deines Aufganges. Das ganze Land, es tut nun seine Arbeit.


    Alles Vieh ist zufrieden mit seinem Futter, Bäume und Kräuter grünen. Die Vögel fliegen aus ihren Nestern, ihre Flügel preisen dich. Alles Wild springt auf die Füße, alles, was umher fliegt, lebt; denn du bist für sie aufgegangen.


    Die Schiffe fahren stromab und stromauf; jeder Weg ist frei nach deinem Aufgang. Die Fische im Strom springen vor deinem Antlitz; deine Strahlen dringen bis ins Innere des Meeres.


    Der du die Frucht sich bilden lässt in den Frauen und den Samen der Männer bereitest, der du den Sohn im Leib seiner Mutter erhältst, ihn beruhigst, dass er nicht weint, du Amme im Mutterleib. Der Luft spendet, um am Leben zu erhalten, was er geschaffen hat. Kommt er aus dem Leib seiner Mutter, um zu atmen am Tag seiner Geburt, so öffnest du seinen Mund zum Sprechen und sorgst für seine Bedürfnisse.


    Wenn das Küken im Ei unter der Schale spricht, gibst du ihm im Inneren Luft, um es am Leben zu erhalten. Du hast ihm im Ei seine Frist gesetzt, es zu zerbrechen. Es kommt aus dem Ei, um zu sprechen, es geht auf seinen Füßen, wenn es aus ihm heraus kommt.


    Wie zahlreich sind doch deine Werke, dem Blick der Menschen verborgen, du einziger Gott, außer dem es keinen anderen gibt!


    Du hast die Erde nach deinem Willen geschaffen, du allein mit Menschen, Vieh und allem Getier, alles, was mit Füßen auf Erden geht, alles, was oben mit Flügeln fliegt, auch die Fremdländer Syrien und Nubien und das Land Ägypten.


    Du setzest jeden an seinen Platz und sorgst für seinen Unterhalt, jeder hat seine Nahrung und seine Lebenszeit ist berechnet. Ihre Zungen sind beim Reden unterschieden, ihre Art desgleichen, ihre Haut ist verschieden; denn du unterschiedest die Völker.


    Du schaffst den Nil in der Unterwelt, du führst ihn herbei, wie du willst, um die Menschen zu ernähren, wie du sie geschaffen hast, du, ihrer aller Herr, der sich um sie mäht, du Herr jedes Landes, der für sie aufgeht, du Sonne des Tages, groß an Ansehen. ...


    Deine Strahlen tränken jedes Feld. Leuchtest du auf, so leben sie und gedeihen für dich.
    Du schufst die Jahreszeiten, um alles zu erhalten, was du geschaffen hast, den Winter, um sie zu kühlen, die Glut, dass sie dich kosten. Du hast den Himmel fern gemacht, um an ihm aufzuleuchten, um alles zu sehen, was du gemacht hast, du allein in deiner Gestalt, als lebendige Sonne, glänzend, fern und doch nah.


    Du machst Millionen von Gestaltungen aus dir allein: Städte, Dörfer, Äcker, Weg und Strom. Jedes Auge erblickt dich sich gegenüber als die Tagessonne über der Erde. ...


    Du bist in meinem Herzen, es gibt keinen, der dich kennte außer deinem Sohn, du lässt ihn kundig sein deiner Pläne und deiner Macht.


    Die Welt befindet sich auf deiner Hand, wie du sie geschaffen hast. Wenn du aufleuchtest, so leben sie, wenn du untergehst, so sterben sie. Du bist die Lebenszeit selbst, man lebt euch dich.


    Die Augen schauen deine Schönheit, bis du untergehst. Alle Arbeiten werden nieder gelegt, wenn du zur Rechten untergehst. Wenn du wieder aufleuchtest, lässt du gedeihen für den König. ...


    Du erhebst die Menschen wieder für deinen Sohn, der aus dir hervor gekommen ist, den König von Ober- und Unterägypten, der von der Wahrheit lebt, den Herrn der beiden Länder, Echnaton, und die große königliche Gemahlin, die Herrin der beiden Länder, Nofretete, die lebt und jung ist, immer und ewig.

  4. #4
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Bettelbriefe und Forenpolitik

    Übrigens meine ich, daß ein vermeintlich anspruchsloser potentieller Briefempfänger wesentlich schwerer zu be-schreiben ist als ein intellektueller Überflieger aus Vergangenheit oder Gegenwart.

  5. #5
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Bettelbriefe und Forenpolitik

    Lieber Helmut!


    Elvis ist tot. Tot ist er, der Elvis. Er schwamm zu weit hinaus aufs Meer und drehte dabei ab. Er suchte nicht die hohen Töne. Aber Du! Du wirst erreichen, wonach sich Elvis zeitlebens sehnte: den perfekten Hüftschwung. Elvis the Pelvis und Helmut der Wermut. Das ist doch eine gedankliche Verknüpfung, die Dich anspornen sollte! Denn wisse, wer Mut besitzt, der tritt auf. Spitzen Steinen sollst Du nicht ausweichen, sie bringen den Schmerz, den Dein Herz benötigt, will es in die der Zuhörerinnen dringen. Ein spitzer und hoher Schrei hilft da nicht, aber er muß in Dir sein. Darum weich keinem spitzen Stein aus, nimm ihn an und auf, laß ihn in Dich dringen und benutze ihn, Dich in die Lüfte zu schwingen, in die ungeahnten und immer wieder sehnsuchtsvoll anvisierten Höhen künstlerischer Notdurft.


    Dies wünscht Dir Dein Freund Rodbertus von Wolkenstein.

  6. #6
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Question Bettelbriefe und Forenpolitik

    Thank for nothing...

  7. #7
    Kurzvormabschussiger
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    Question Bettelbriefe und Forenpolitik

    So kann man selbstverständlich auch vorgehen: Zuerst wird ein Bettelbrief in Umlauf gebracht, ist das Geld dann auf dem Wege, wird ohne Vorwarnung die Mitgliedschaft aufgelöst. Geld weg - Mitgliedschaft weg. In den Briefen ist oft und gern von "sich schämen" die Rede gewesen. Warum eine Definition zu dem Begriff in der Wolkenstein-Datenbank fehlt, erklärt sich mir nun von selbst.

    Ich kenne den Vorgang, wenn ein Forum um ein effektives, auserwähltes Minimum an Mitgliedern geschrumpft wird. Allerdings wurden dann alle Mitglieder rechtzeitig in Kenntnis gesetzt, damit jeder die Möglichkeit erhält, sich um seine Privaten Nachrichten und Beiträge zu kümmern.

    Hier wurde eine andere Vorgehensweise gewählt, die rücksichtslose.

  8. #8
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Ich hatte um Mitteilung und Antwort in meinem letzten Brief gebeten, um Kommunikation. Da die zuweilen ausblieb, mußte ich davon ausgehen, daß kein Interesse an Mitarbeit und Kommunikation besteht. Das von Dir zugesandte Geld erstatte ich selbstredend.
    Das ist auch nicht weiter schlimm, aber die Konsequenzen mangelhafter Reaktion auf konkrete Fragen sollten schon erkennbar sein. Abgesehen davon überlasse ich jedem die Möglichkeit, auch als Nichtmitglied in meinem Forum zu schreiben. Mitglieder haben neben mehr Rechten auch mehr Pflichten. Wer diesen Pflichten nicht nachkommt, verliert auch mehr Rechte.
    Scham ist den meisten der gelöschten Mitglieder fremd geblieben. Sie haben kein Interesse an den hier vorgeschlagenen Publikationen. Nicht einmal das Paul-Buch wurde von den ehemaligen Wolkensteinern bestellt, auch von Dir nicht, Ina. Es interessiert diese ehemaligen Mitglieder nicht, was an Produkten herauskam, ob es ein Jahrbuch ist oder ein Lyrik-Bändchen oder eine Weltgeschichte oder ein Roman. Von den alten Mitgliedern kamen keine Bestellungen.

    Gemeinschaft erfordert ein gegenseitiges Interesse, v.a. dann, wenn sie mit gegenseitiger Förderung und Forderung verbunden ist, wie dies unter Literaten der Fall ist. Es versteht sich von selbst, daß diese Gemeinschaft einander hilft und entstandene Produkte abkauft und Kritiken schreibt und sich eben damit befaßt. Wenn das in einer virtuellen literarischen Gemeinschaft wie einem Literaturforum nicht erfolgt, müssen die Mitglieder auseinandergetrieben werden, weil sie dem Sinn eines solchen Forums nicht entsprechen.
    Statt dessen wurde quasi gefordert, daß ich jeden Text analysiere und lang und breit bespreche, wurde aufeinander und besonders mir herumgehackt und wurden die Projekte, die ich mit etlichen Ehemaligen begonnen hatte, schlampig oder gar nicht verfolgt. Oder es wurde mir schlichtweg durch Schweigen erklärt, daß kein Interesse bestünde, mit mir ein Projekt zu verfolgen. Das kann nur der Fall sein, wenn es keinen oder einen nur sehr unzureichenden Begriff von Scham gibt. Ich habe diese Leute also alle aus meiner Community entfernt, damit ich mich nicht weiter herumärgern muß.

  9. #9
    Kurzvormabschussiger
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    Es lag und liegt mir fern, dich zu verärgern, Aerolith.

    Zwei Jahre wurde ich hier als Mitglied geduldet, dabei hatte ich wahrlich nicht einmal mit der Annahme einer Registrierung gerechnet - nicht nach dem aufreibenden Einstieg. Dich nervte vom ersten Tag an meine Bravheit und anderen ging meine Ernsthaftigkeit gewaltig auf 'n Zwirn. Ich weilte im Wolkenstein nicht aus Langeweile: Ich verfolgte ein Ziel. Das gleiche Ziel, das in den Anfängen des Wolkenstein-Forums angestrebt wurde. Doch dafür war ich zu spät dran.

    Zur Beteiligung an Verlags-Projekten gab es nur einmal eine Anfrage (= Hyperfiction). Ich lehnte ab, da ich es für eine Verwechslung hielt. Das Langzeit-Projekt "Schreibratgeber" möchte ich fortführen.

    Über manches habe ich mich sehr gefreut, wie z. B. den leicht überschaubaren vier Textarbeiten, der Wipfel-Kronen-Erklärungs-Zeichnung und die Reaktionen von dir und bernouilly auf die kleine Erstgeschichte meines Sohnes. Er quält sich mit einer isolierten RS durch die Grundschulzeit, zeichnet daher lieber seine Gedanken und erzählt dazu mündlich die Zusammenhänge. Beim Lesen der Antworten strahlten seine Augen, doch war er zu beschämt, um seinerseits zu antworten.

    nicht einmal das paul-buch wurde von den ehemaligen wolkensteinern bestellt, auch von dir nicht, ina.
    Aerolith, das wirfst du ausgerechnet mir vor? Es ist doch kein Geheimnis, dass ich um Lyrik einen Bogen mache. Sicher, ich hätte es kaufen können, dann wärest du (und vielleicht auch Paul) zufrieden. Doch passt solches Verhalten nicht zu mir. Ich täusche kein Interesse und keine Freundlichkeit vor. Außerdem geht mir ein (abschreckender) Satz aus dem "Hermes" nicht aus dem Gedächtnis: "Paul kümmert sein Publikum nicht." Diese lausigkalte Offenbarung war wie ein Schlag ins Gesicht und verdrängte äußerst erfolgreich die Mitfreude an Pauls Schaffen. Über die Aussage hätte ich mich gern im Forum ausgetauscht - doch mit wem?

    Vielleicht wäre es auf eine Diskussion hinausgelaufen wie zu dem Gedicht "Novemberblatt" von b.. Darin ging es auch um Schreibende und ihr Publikum. Leider kamen wir zu keinem Ende, und ich bezweifle, dass es bernouilly in zwei Jahren, wenn der Ordner evtl. wieder für Nichtmitglieder zugänglich sein wird, noch wichtig sein dürfte, dass da noch eine zugesagte Antwort von ihm fehlt. Schade. Sehr schade. Sehr sehr schade. Sehr sehr sehr schade.
    Dieser Hoffnungsraub traf mich bezüglich der Umstellung am härtesten.

  10. #10
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Redebedarf

    Das sind viele Behauptungen, Ina, mit ein wenig Wahrheit. Beleidigte Leberwurst?

    Zuerst das offensichtlich Widersprüchliche: Du mahnst Interesse anderer an und besitzt selbst keines? Du besaßest nicht nur die Möglichkeit zum Erwerb von Pauls Buch, sondern auch die für zahlreiche andere nichtlyrische Produkte. Auch hierfür kein Interesse? Also interessiert Dich bloß Dein eigenes Schreiben. Das wäre okay, aber dann erwarte kein Mitleid bei der Bewertung Deiner Texte; statt dessen jedoch solltest Du wissen, daß nicht jede Dienstleistung (nämlich die Befasse mit Deinen Texten) auf ewig gratis erfolgt. Ein kleines Zuckerli hättest Du dann schon mal verteilen müssen - und wenn es eine Weihnachtskarte f?r mich gewesen wäre. (muß ja nicht immer Geld sein)

    Daß den Dichter sein Publikum nicht kümmere, ist diskussionswürdig. In der Tat. Ich habe den von Dir genannten Novemberblatt-Ordner verschoben, so daß dort auch Unregistrierte was sagen können. Bitte sehrlichst. Soll ja niemand behaupten können, ich würde Redebedarf unterbinden.

  11. #11
    Kurzvormabschussiger
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    Red face AW: Bettelbriefe und Forenpolitik

    das älteste literaturforum deutschlands

    in der tat!

    sollte mal gelüftet werden, wie ich finde

    damit der f.ische wind nicht immer nur

    durchzieht

  12. #12
    Kurzvormabschussiger
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    Red face AW: Bettelbriefe und Forenpolitik

    Viel Missverstandenes, Aerolith, wenig Vertrauen und das Ganze im Grundton einer beleidigten Leberwurst.

    Zweiter Versuch eines Dankeschöns:

    erstellt von Ina:
    Zwei Jahre wurde ich hier als Mitglied geduldet, dabei hatte ich wahrlich nicht einmal mit der Annahme einer Registrierung gerechnet - nicht nach dem aufreibenden Einstieg.
    Das war als Dank gemeint.

    Über manches habe ich mich sehr gefreut, wie z. B. den leicht überschaubaren vier Textarbeiten, der Wipfel-Kronen-Erklärungs-Zeichnung und die Reaktionen von dir und bernouilly auf die kleine Erstgeschichte meines Sohnes.
    Das war als Dank gemeint.


    erstellt von aerolith:
    Zuerst das offensichtlich Widersprüchliche: Du mahnst Interesse anderer an und besitzt selbst keines? Du besaßest nicht nur die Möglichkeit zum Erwerb von Pauls Buch, sondern auch die für zahlreiche andere nichtlyrische Produkte. Auch hierfür kein Interesse? Also interessiert Dich bloß Dein eigenes Schreiben.
    Diese Passage in meiner Antwort - und du hättest mir sofort Hausfrauenlogik vor den Bug geknallt. Ich erläuterte lediglich den Nichtkauf EINES bestimmten Buches!
    Aerolith, ich besitze verschiedene Bücher aus Deinem Verlag. Das kannst du nicht wissen, da du nie eine Bestellung von mir gesehen hast - ist aber so. Auf zwei weitere Bücher bin ich außerdem scharf: Jubelbuch und das Samoa-Buch. Ich wollte sie mir jedoch nicht einfach kaufen, sondern erarbeiten (= Monatswahl). Was ist daran so frevelhaft, dass du mir einen Strick draus drehen willst?

    Ich wollte nie Dienstleistungen gratis, gegen Zuckerli oder aus Mitleid.
    Meine ausführlichen Textarbeiten für Kassandra, Susanna, Patina, Paul, kls, Schnobs, Ralfchen und Unregistrierte erstellte ich aus Lust an der Aufgabe.

    Vier Textarbeiten erhielt ich in den zwei (Mitglieds-)Jahren von Wolkensteinern. Genau hingeguckt, waren's zwei; beide von dir: eine zu dem Text "Revolution von unten" (lief wohl unter Gratis-Dienstleistung wegen Forum-Jubiläums) und eine Prüfung meines Rezensionsversuchs. Wem schuldete ich also etwas? Auf welcher Seite lag das Interesse für das Geschriebene anderer?
    Zwei ist besser als Null, zwei sind leicht überschaubar, ihre Kritikpunkte einprägsamer, daher war jede einzelne wertvoll und dafür sprach ich meinen aufrichtigen Dank aus.

    Meine Güte, es ist aber verflixt schwierig, dir ein Danke annehmbar zu machen!

    Ich war immer erfreut, Antworten von dir unter meinen Texten und Beiträgen vorzufinden. Sogar wenn ich vorher dachte: "Scheiße, jetzt bist du zu weit gegangen - das war's!", kam von dir stets faires Kontra.
    Aber in deiner letzten Antwort lese ich viel von Zweifel und Vorwurf, deren Berechtigung für mich nicht nachvollziehbar ist.

  13. #13
    schreibt hier hin und wieder
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    Red face Namensänderung für den Ministranten




    Hepafarciman

    Gruß,

    Dr. Meier-Muschiszent

  14. #14
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Anja
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    Red face Für die Gliederfüßer unter uns...

    Kostet ein Gliederfüßerpornobild in Gruppe auch etwas?



    Oder ein Porno mit Kopu-Libellen auf Knoblauch?



    Ich würde sagen, keine Strafe. Oder?

  15. #15
    Tochter aus gutem Hause
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    Post AW: Bettelbriefe und Forenpolitik

    ganeesha, du guter, ich habe gestern von dir geträumt und, soweit ich mich noch entsinne, sei es dir hier mitgeteilt:


    zunächst saßen wir im dreieck, gaiana rechts neben mir und du links, und gaiana sagte mir, ich solle irgendwo meine geschichte vorlesen und zur probe einmal euch und sie sagte immer jessi, dabei handelt meine geschichte von jesena. die stimmung war sehr ernst, insbesondere du hattest ein gütiges, aber ernstes gesicht und hörtest nicht wirklich zu, sondern lauschtest einer inneren trauer nach, so daß ich aufhörte zu lesen und dann war statt gaiana enkidu neben mir und wir lagen wie die beiden streifen eines schales deinen hals entlang bis zur brust an dir. du sangst an enkidu ein liebeslied und sahst dabei mich groß und tief an und ich dachte, ich werde hier immer falsch sein, immer die böse, immer die dritte und eben kein mann, aber du hieltst uns beide fest im arm und verzweifelt war deine klage wie du nun immer mehr untergingest und ernst und weh und ich bekam todesangst um dich und auch enkidu schluckte undschwieg und wir sagten dann doch etwas dummes wie zum trost.
    cut. enkidu und ich gingen in einem park und es war unser heimweg von dir, schönes wetter, wie immer an tagen des grauens, und mir wurde noch bewußt, daß wir uniform die hände in den taschen hielten, beide beide, und stumm waren und auf einer wiese brannte ein teelicht und ich dachte noch, ich müsse enkidu doch rütteln, daß wir dich vor was auch immer retteten, aber er hielt so eine heroik und sicherheit, daß du deinen weg gehen müßtest wie du müßtest und so schluckte ich es mit den tränen hinunter.
    cut. von tisch sprang eine androgynefrau auf, trat uns zu, sprach sogleich über dich: in den park habest du es natürlich nicht mehr geschafft, und zu mir, ich habe es sicher gewusst - ABER ICH WUSSTE NICHTS! alle also hatten es gewusst, nur ich nicht, daß du sterblich warst und schon zum tode krank und die tränen laufen, während ich dir schreibe und obwohl die götter nur in neues übergehen und ich sah was du an funken hattest für mich, die sich ihren ganeesha sollte niemals krank und zum tode vorstellen müssen, die niemals gut werden sollte und ihres kranken ganeesha willen, die sollte im glauben bleiben, den lustigen, glücklichen ganeesha auf ewig mit spinnen und stauben und aschen am leben zu halten, weil sie es doch wusste, dass ihr lustiger ganeesha ein schwaches hatte, ein verletzliches, dem sie niemals zu nahe wollte kommen und erst jetzt in der todesstunde, zum wehe nahe, aber nicht durch den kreis all der guten, die so gesund zum kotzen war und um schmerzen voll ausleiden und die immer den motor des bösen gedreht hatte, ihren guten ganeesha gut zu erhalten und all die anderen guten, die so gut sein konnten, wie jushana es niemals sein würde können und so gut blieben, weil der große böse spiegel über die berge gejagt wurde von jushana, die sich dahinter versteckte und dich niemals wiedersehen würde und nun auf ewig bewusst böse blieb, weil sie böse war mit dem leben und mit ihrem ganeesha, der ihr einfach so wegstarb, weil ihn die guten aus allem staub und allen aschen befreit hatten, die ihn zum phönix gemacht hätten, hinter den bergen, wo der honig der guten nicht klebt an ganeeshas luft


    ich wusste, was ich tat, ich trug den schein, ich trug den hass, ich trug der hetze, ich trug dich, ganeesha, und es war nicht der bequeme weg. nun gehe ich zur ruhe in meinem blütenblatt und decke mich mit einem blütenstaubkorn zu. ich lasse dich, lasse dich, lasse dich.


    jushana, die böse

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