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Thema: Berühmte Antisemiten

  1. #26
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Berühmte Antisemiten

    Es gibt auch jüdische Anti-Semiten, wie ich heute lernte. Arthur Koestler (geb. 1905 in Budapest) ist einer.

    Zitat: "Der Judaismus freilich übte keine Anziehung auf mich aus. Ich war in einer assimilierten Umgebung ohne jüdische Tradition aufgewachsen. Jetzt kam ich durch die zionistische Bewegung zum ersten Mal mit polnischen und russischen Juden in Berührung, die im Geist des Talmuds erzogen waren und jiddisch sprachen... Es ist mir niemals gelungen, meine Ablehnung gegen diese Sprache und die Mentalität, die sich in ihr widerspiegelt, zu überwinden." (aus: Frühe Empörung. Zürich 1970, S. 112.)

    Wumms! Die Sache beginnt, Spaß zu machen.

  2. #27
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    AW: Berühmte Antisemiten

    es will mir scheinen, als wäre schon viel damit geholfen, den antisemitismus bei den juden selbst zu belassen, denn das ist das gute recht eines jeden, mit sich streng zu gericht zu sitzen.

    von außen aber lasse man die finger davon. da muß man sich nur mit ebendieser strenge fragen und fragen lassen, was nichtjuden zu antisemitischen äußerungen bringt, worauf sie sich gründen. das versucht robert hier, wobei mir der sockel nicht gefällt, weil die "berühmten" antisemiten sehr leicht zur nachahmungsplatt(!)-form werden können. hielte ich etwas von gegenlisten - was nicht - so wäre die liste der berühmten juden mindestens ebenso lang wie die all ihrer feinde.
    antisemitismus ist aber inhuman und unmoralisch, denn er reißt eine grenze künstlich auf, die den menschen übersieht und übergeht und zum objekt herabwürdigt, was gegen die menschenrechte verstößt. punkt.
    von den argumenten, die hier referiert werden, ist eben nicht! ein denken können (herder) in diesen punkten abzulesen:
    die künstliche, aber so gewachsene abgespaltene geschichte der juden ist eine von außen aufgezwungene, die aus den mittelalterlichen getthos und berufsverboten herrührt. ihnen das zum vorwurf zu machen, verkennt die ursachen. was also hat damals den antisemitismus begründen können?
    die ganze liste der berühmten antisemiten ist ja witzlos, wenn nicht das dahinterliegende denken untersucht wird. ists einfach mitschwimmen? nachbeten? eigene kenntnis aus einem persönlichen umgang mit juden? ist es vielleicht schlicht xenophobie, fremdenangst, ein sprechen und verurteilen von etwas, das man gar nicht kennt? weil man es nicht kennt? sozialisation durchs elternhaus?
    oder ists die katholische kirche, die zur eigenidentifikation sich das argument einfallen ließ, die juden hätten "unseren herrn jesus ans kreuz genagelt" und die doch selbst ihre besten leute und einen großen teil der anderen hälfte der menschheit, die frauen, auf den scheiterhaufen geschickt hat?
    (echte zwischenfrage. wie hielten es die protestanten mit den hexenverbrennungen? mir ist dazu komischerweise überhaupt nix bekannt????)
    die sich nicht als tradition des alten testaments verstehen kann und ihre jüdischen wurzeln in seltsamer offenlegung beibehält?

    sippenhaft aus einem religionskonflikt? dann wäre es wirklich an der höchsten zeit, dies auch endlich so zu benennen und mit der moderne zu überwinden. die probleme der heutigen menschheit sind zu groß, als daß immer noch religionen einer zusammenarbeit im wege stehen sollten. dennoch tuns sies - und mehr denn je. oder ists doch nur ein deckmäntelchen der politik? steht da echter glaube dahinter, kommts darauf an?

    ist alle religion nur politischer transporteur gut gemalter feindbilder? Eines (1!) Gottes?
    die blödheit der menschen im allgemeinen wird mir immer ein rätsel bleiben. einfache kinderfragen, selbstreflexiv angewandt, d.h.jeder für sich zu seinem eigenen denken, handeln und sprechen, sind der einzige weg da raus, ausweg.

    das ist ein steiniger weg und man wird mit steinen beworfen, weil man die bequemlichkeit der anderen gefährdet - aber man muß es einmal für sich selbst zu ende denken. robert ist dabei. ich auch. ihn ewig mit nazivorwürfen zu bewerfen ist blöd und unredlich, solange man über seine eigenen vorwürfe nicht reflektieren kann. das ist ja immer am leichtesten: zettel drauf, abheften, abhaken. genau an diesem punkt ist der denkende mensch gefordert. dort gehts erst los. genau an diesem punkt auch blüht der antisemitismus: jude und fertig ist das urteil.

    müssen sich zukünftige denker und historische forscher und frager als nazis beschimpfen lassen, nur weil sie versuchen, deren gedankengänge zu entlarven und damit eine wiederholung zu verhindern?
    denkverbote sind zensur! etwas auf den gedankenindex zu setzen ist inquisition.
    es ist dasselbe in der kindererziehung: die aus einer abschirmenden glasglocke kommen, haut das leben um - die nie einen tropfen alkohol trinken, fallen beim ersten glas unter den tisch. die nie frei ihr eigenes geld für unsinn ausgeben dürfen, werden es später nur dafür ausgeben. die sich nie mit den ursachen des antisemitismus auseinandersetzen konnten, werden die begeistertsten anhänger sein.
    prüfet alles - das beste aber behaltet!
    liebe - und dann tue, was du willst!
    mit diesen beiden wahlsprüchen, sie ernst genommen, kann man kein antisemit werden. zumindest den zweiten darf man dann nicht für sich in anspruch nehmen. den ersten hätte man dann um das "alles" verkürzt.

  3. #28
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Berühmte Antisemiten

    Wolffsohn hat heute Müntefering Antisemitismus vorgeworfen, weil der in seiner Kapitalismuskritik altbekannte Sprachmuster bediente: "Wolffsohn hat die Kapitalismuskritik der Regierungspartei mit der antijüdischen Hetze der Nazis verglichen. SPD-Chef Müntefering habe mit seinem Vergleich von Unternehmern mit Heuschrecken 'Menschen als Insekten, als Plage dargestellt, und Plagen müssen vernichtet werden'. Dies seien inakzeptable Sprachbilder, sagte Wolffsohn der FTD." (Financial Times Deutschland, 4.5.2005, S.1)


    Nun ja.
    Erst einmal ist es richtig, daß Judentum und Kapitalismus in einem Wirkungszusammenhang stehen. Kritik am Kapitalismus ist also auch Kritik am Judentum.

    Ich halte es hier mit Marx und Heine, die auch kein Blatt vor den Mund nahmen, als sie Mißstände anprangerten, die kapitalistischen Verhaltensmustern entsprachen. Kapitalismus ist nicht wesens- oder deckungsgleich mit den Juden. Die sollten sich hier nicht so wichtig nehmen.

    Die Politik lebt von Sprachbildern, und beinahe jedes Bild dient auch der Verunglimpfung und Demagogie. Das ist so. Wer das nicht akzeptiert, hat das Wesen der Poltik nicht begriffen.

    Die Juden sollten für sich Erwähltheitsdünkel nicht länger in Anspruch nehmen, also auch Kritik vertragen. An allen anderen Völkern (und sozialen Gruppen, Interessenverbänden...) darf und muß schließlich auch Kritik geübt werden.

    Daß Müntefering hier ein falsches Spiel spielt, sei aber auch gesagt. Wer im letzten Jahr noch Hartz IV durchboxte (was nur mit Unterstützung diverser 'Heuschrecken' möglich war), der sollte sich jetzt nicht hinstellen und Kapitalismus(Juden)-Schelte betreiben. Das ist heuchlerisch und angesichts einer bevorstehenden Landtagswahl wohl auch populistisch zu nennen.
    Und wiederum andererseits ist genau das sein Job, eben ab und zu zu populisieren.

  4. #29
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    AW: Berühmte Antisemiten

    ich denke, dass herr wolffsohn hier ein doppeltes spiel spielt. er weiss, dass er müntefering am wirkungsvollsten mit dem antisemitismusvorwurf trifft. und ER, wolffsohn, stellt den konnex her zwischen juden, judenverfolgung und einzelnen ausdrücken münteferings.

    nun ist das nichts neues. wenn jemand kritik übt, die einem nicht passt, dann muss man diese kritik verunglimpfen, denunzieren, umfunktionieren in etwas was allgemein als böse anerkannt ist.

    münteferings motive und wahrhaftigkeit seien dahin gestellt. ich bin der letzte der ihm lauterkeit oder das gegenteil vorwerfen kann. der zusammenhang mit der bevorstehenden wahl ist allerdings sehr merkwürdig. in der sache allerdings hat er recht. wer, wie ich, einblick in die handlungsweise globaler konzerne hat, der muss feststellen, dass müntefering nobles understatement betrieben hat.

    global players ziehen heut von land zu land, kassieren förderungen und steuergeschenke für ansiedlungen und ziehen, nachdem sie alles geschluckt haben, weiter ins nächstbillige land, mit noch billigeren arbeitskräften und hinterlassen eine spur der verwüstung. sie sind die plündernden horden der gegenwart.

    die sprachpolizeiliche regelung von redewendungen und einzelnen ausdrücken ist bedenklich. nur weil nazis gewisse ausdrücke für ihre üblen zwecke benutzten, nur deshalb sind diese noch nicht tabu. wer das fordert, vergeht sich an der sprache aber auch an der rede- und gedankenfreiheit des menschen. und damit an den grundfreiheiten des individuums.

  5. #30
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    AW: Berühmte Antisemiten

    Habe mir Adornos Ausführungen durchgelesen. Sie haben viel für sich. Aber in allem kann ich mich nicht anschließen. Vielleicht mache ich das irgendwann mal ausführlicher, wo die Aspekte liegen, denen ich mich aus bestimmbaren Gründen verweigern muß. Für heute nur soviel zu Adorno: Sein Gesellschaftsbegriff fußt auf einem unannehmbaren Prinzip, dem der Menschenverachtung. Er setzt die menschlichen Beziehungen so, daß ihre Gemeinschaft respektive Gesellschaftlichkeit auf der Verfolgung des eigenen Interesses gegen die Interessen aller anderen beruht und nicht auf Attraktion, auf Nächstenliebe oder Gemeinsinn. Ich bin nun nicht blöd und weiß sehr wohl, daß es genug Arschlöcher gibt, die nur an ihren eigenen Arsch denken, allerdings glaube ich eben, daß das im Menschen liegende Substanzielle auf Nächstenliebe aus ist, nicht auf Nächstvernichtung. -

    Daß wir ähnlich ticken, Till, wisssen wir schon lange. Ich glaube, hier aber noch einen wichtigen Aspekt zur Sprache bringen zu müssen: Es ist so. Das von Dir angesprochene Nomadendasein der global players ist ein Wirkungsmechanismus des siegreichen politischen Systems. Es hat sich dato gegen andere durchgesetzt. Alternativen gab es, aber sie hatten nicht diese Virulenz des Kapitalismus. Es hieße also, Krokodilstränen darüber zu vergießen, daß es eben so ist, wie es ist bzw. da? sich humanistischere Vorstellungen bislang nicht durchsetzten. Wobei hier gefragt werden darf, ob und wie Humanismus definiert werden muß. Wollen wir nicht alle eine gerechte Welt?

  6. #31
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    AW: Berühmte Antisemiten

    mir scheint diese ganze auseinandersetzung unter der wörterschlachtoberfläche ein interessantes problem aufzuwerfen: das verhältnis und die abhängigkeiten zwischen politik und wirtschaft.

    vor der sog. globalisierung kam der erwartungsdruck von der politik: die wirtschaftsdaten konnten nicht günstig genug sein, eine unendliche expansion an wachstum wurde erwartet.
    mit der globalisierung kehrte sich das um: nunmehr erwartete die wirtschaft fortlaufend vergünstigungen von der politik, um international konkurrenzfähig zu bleiben.

    beider hoffnungen zerschlugen sich: die wirtschaft wandert zunehmend ab, die politik seufzt ihr hinterher, die vergeblichen seufzer schlagen in wut um und diese drückte müntefering in worte. das kann aber nicht der angemessene weg sein.
    politik muß mit den vorgaben, die nunmal da sind, arbeiten, konzepte entwickeln, sich auf sich selbst zurückbesinnen. anderen kräften der gesellschaft etwas vorzuwerfen ist keine politische gestaltung. politische gestaltung wäre, sich mit anderen staaten in gleicher lage zusammenzusetzen, lösungsmodelle zu vergleichen und für die bestbefundenen dann mehrheiten zu sammeln. globalisierung kann man nur mit globalisierung beikommen.
    einen zusammenhang mit antisemitismus sehe ich überhaupt nicht. eher ein generationenproblem, da sich die jungen manager auf kurzfristige gewinne und spekulationen einlassen, "nach uns die sintflut", und die alten tugenden des pater familiae nicht mehr kennen. think big und anderer leute geld auszugeben, anlegerkapital, spornt nicht gerade die haushälterische verantwortung an. so frißt in der tat der kapitalismus seine kinder, die luftblasen, auf die er gebaut ist, zerplatzen nun der reihe nach. eine abkehr der politik ist da vernünftig, aber nicht wirklich zu erwarten.

    es wäre also zumindest an den denkern, gerechtigkeitsmodelle zu konzipieren

  7. #32
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    AW: Berühmte Antisemiten

    ihr habt ja beide irgendwo recht. der kapitalismus ist nunmal das most sexy system. seine folgen und schattenseiten werden langsam bei uns sichtbar, nachdem wir bisher auf der sonnenseite lagen. jene weltgegenden, die jetzt auf der gewinnerseite liegen, waren bislang die verlierer. und für die von sus angesprochenen konzepte der politik braucht es halt einen gewissen leidensdruck. die best gemeinte medizin wird nicht angenommen, so lang sich der kranke nicht elend genug fühlt. deshalb braucht es wohl noch ein paar millionen arbeitslose, noch ein paar millionen working poor und noch ein paar dutzend tausend desillusionierter jungmanager und krawattenhirsche bis man zugänglich sein wird für - ebenso globale - gegenstrategien.

  8. #33
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Berühmte Antisemiten

    Eine sicherlich maßgebliche Quelle für den weltweiten Antisemitismus dürfte die Bibel selbst sein, so beispielsweise diese Stelle aus dem Johannes-Evangelium: (Joh. 8, 53-59)

    "Bist du mehr als UNSER Vater Abraham, welcher gestorben ist? Und die Propheten sind gestorben. Was machst du aus dir selbst?" Jesus antwortete: "Wenn ich mich selber ehre, so ist meine Ehre nichts. Es ist aber mein Vater, der mich ehrt, von welchem ihr sprecht: Er ist UNSER Gott [der aller Menschen], und ihr kennet ihn nicht; ich aber kenne ihn. Und wenn ich wollte sagen: Ich kenne ihn nicht, - so würde ich ein Lügner, gleichwie ihr [Juden] seid. Aber ich kenne ihn und halte sein Wort. Abraham, euer [!] Vater, ward froh, daß er meinen Tag sehen sollte, und er sah ihn und freute sich."
    Da sprachen die Juden zu ihm: "Du bist noch nicht fünfzig Jahre alt und hast Abraham gesehen?"
    Jesus sprach zu ihnen: "Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe denn Abraham ward, bin ich."
    Da hoben sie Steine auf, daß sie ihn würfen. Aber Jesus verbarg sich und ging zum Tempel hinaus.

    Die Stelle ist in mehreren Übersetzungen bekannt. Entscheidend ist der Gegensatz, den Jesus aufbaut, daß er den Gott der Juden extrahiert, daß die Juden in Jesus' Worten gar nichts anderes sehen konnten als eine Blasphemie und entsprechend reagierten. Für den Christen jedoch stellt sich die Szene ganz anders dar: Daß nämlich die Juden nicht an Jesus glaubten, sondern in ihm nur einen Aufschneider sahen und entsprechend bösartig handelten. Man verkenne auch nicht, daß die Juden schnell zum Stein griffen, schon für sehr viel weniger als Jesus' Angriff auf die Bekenntnisse der Juden wurden Menschen gesteinigt.

    Und schließlich stellt sich Jesus gegen die Juden, zählt sich nämlich nicht hinzu. Sie sind das IHR, er ist etwas anderes. Kein Jude. Er ist - Selbstbezeichnung - Menschensohn.

  9. #34
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    AW: Berühmte Antisemiten

    Man sollte dennoch die Kirche (hihi, wie lustig) im Dorf lassen und einsehen, dass alle Religion abergläubischer Unsinn ist, der niemals wieder das Handeln der Menschen beeinflussen soll und darf. Ohnehin ist es längst an der Zeit, Buchreligionen endlich als literarische Gattung aufzufassen, denn mehr sind sie nicht. Es fällt auch nicht schwer, dieses positiv zu beweisen: kristliche Nächstenliebe hört beim hochgehängten Brotkorb auf genauso wie die Schwulenfeindlichkeit bei den meisten bei Lesbenpornos aufhört. Jude hin, Krist her, Buddhist hin, Taoist her ... Antisemitismus ist ähnlich albern wie Astrologie, Falun Gong, Feng Shui oder das Tauschen von Pokemon-Karten. Überhaupt ist das Festhalten an ach so hübschen sagenhaften Fantasmogorien verurteilenswert und potenzielle Eintrittskarte in ein "Umerziehungslager" ... als berühmter Antisemit fällt mir übrigens noch der von den Juden blutsmäßig festgelegte "Halbjude" Sigmund Freud ein.

  10. #35
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Berühmte Antisemiten

    Die Juden haben den Rebbe Joshua (aka Jesus) schon geschätzt, siehe "Einzug nach Jerusalem" aber auch die Tatsache, dass die Besatzungsmacht eben mal 500 Soldaten losschickte, ihn zu verhaften (so stark war eine (Auxiliar-)Kohorte. Und er ist ja dann auch eindeutig nicht gesteinigt worden. Gekreuzigt wurden von den Römern übrigens Aufständische.

    Die antijüdischen Einsprengsel des neuen Testamentes stammen übrigens aus Zeiten, als die paulinischen "Christen" sich vom inzwischen durchaus im Sinne von Jesus reformierten Judentum abgrenzen wollten - 100 Jahre nach der Kreuzigung. Alle Apostel (Paulus mit Abstrichen) standen auf der anderen, am jüdischen orientierten Seite sie distanzierten sich mehrfach und ausdrücklich vom "Möchtegernapostel" Paulus.

  11. #36
    schreibt hier hin und wieder
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    wilhem busch und adlof hitler

    wilhelm busch (arg.: "die zwiebel ist des juden speise") hier wird der jude zum herr der zwiebelringe abgejazzt, je zwiebel, desto jude, lautet offenbar das motto des launigen humoristen.

    für adolf hitler, den bekannte schäferhundliebhaber, war nicht nur die kröte ein entarteter frosch, er sicherte sich im ranking der berühmten antisemiten einen der vordersten plätze, hatte er doch die geniale idee 6 millionen juden einfach unter die dusche zu schicken. wasser war knapp, so verwendete der hansdampf in allen antisemitischen gassen zyklon b.

  12. #37
    Kurzvormabschussiger
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    Ich bekomme immer einen ganz ekelhaften Ausschlag, wenn ich das Wort "Antisemitismus" im Zusammenhang mit Judenhass erblicken muss. DAS IST EIN FAKTISCHER FEHLER. Nennt es "Antijudäismus" oder für die Moderne "Antizionismus". Mit Semiten sind all jene Völker auf der arabischen Halbinsel gemeint, die einen Sprachstamm aufweisen und ursprünglich wahrscheinlich aus Nordafrika eingewandert sind. Das hat mit Juden nicht das geringste zu tun!!! Es sei den hier pocht jemand auf den religiösen Mythos, von wegen, dass alle Geschlechter von Sem abstammen, usw. Drauf geschissen, dafür gibt es null Beweise. Sprechen wir lieber von Pansemitismus - hierfür würden mir sofort einige Vertreter einfallen...

  13. #38
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Berühmte Antisemiten

    Man darf hier zweierlei nicht verwechseln: das IST und das SOLL. de facto ist Antisemitismus der in der Fachwissenschaft benutzte Begriff zur Beschreibung von Phänomenen, die sich mit einer den Juden feindlichen Grundstimmung vereinbaren lassen. Der Begriff machte Furore als Gegensatz zum arischen Weltbild, wie es im 19.Jhd. entwickelt worden ist.
    So gern, wie ich Begriffe neu bilde, weil die alten nichts taugen, hier muß ich Antisemitismus benutzen, obwohl er nicht sonderlich passend erscheint. Zudem umfaßt die Bedeutung weit mehr als eine Kritik am Hebräismus oder Judäismus, die eindeutig religionswissenschaftlich konnotiert sind, sondern zielt ganz konkret auf das Volk Israel und seine sicherlich durch bestimmbare religiöse Eigenheiten meistverursachte Besonderheiten.

  14. #39
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Berühmte Antisemiten

    In den 70er Jahren gab es in der Sowjetunion Warnungen vor einer jüdisch-freimaurerischen Verschwörung unter der Führung von Solschenizyn, Sacharow und Amnesty International. Die beiden Erstgenannten wurden auch deshalb von den Sowjets unter Arrest gestellt. AI wurde man nicht habhaft.

    Das sind dann die Antiantisemiten!

  15. #40
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Berühmte Antisemiten

    Unter berühmte Antisemiten, außer US-Präsidenten oder diverse Hollywood-Schauspieler (Womit ich keinesfalls Mel Gibson meine!), fällt mir spontan Louis Ferdinand Celine ein, der den großartigen Roman "Reise ans Ende der Nacht" schrieb. Wenn auch in diesem Meisterwerk keinerlei Spur davon zu finden ist, so wich er dennoch Zeit seines Lebens keinen Zentimeter von seiner persönlichen Weltanschauung über das Judentum ab.

    In diesem Roman, der Anfang der 30ziger Jahre des 20. Jahrhunderts erschien, sind keinerlei antisemitische Äußerungen oder auch nur Andeutungen enthalten, obwohl sich dies Zeitgeschichtlich gesehen sicher gut eingereiht hätte.
    Dennoch war L.F.Celine ein erklärter Antisemit seiner Zeit, was allerdings nur in Kenntnis mit der näheren Beschäftigung seiner Biographie verdeutlicht werden kann.
    Nicht jeder, der sich kritisch mit dem Judentum auseinandersetzt, muss gleichermaßen ein Antisemit sein.
    Wir erleben gerade aktuell im sogenannten Israelisch-Libanesischen Konflikt, wo die Israelische Armee das muslimische Nachbarland, den Libanon, meiner Meinung nach unverhältnismäßig bombardiert und selbst den Tod von unzähligen unschuldigen Zivilisten in Kauf nimmt. Ich denke nicht, dass sich die Juden damit Weltweit Freunde machen (Außer vielleicht bei den Amis, welche die Bomben dafür liefern!)

  16. #41
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Berühmte Antisemiten

    interessant: israelische antisemiten unter http://derstandard.at/?url=/?id=3028125

  17. #42
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Berühmte Antisemiten

    Du solltest das mit den antisemitischen Juden nicht überbewerten - es ergibt ja auch nur ein recht unvollkommenes Bild, wenn man sich Deutschland nur von den erklärten deutschen Deutschlandhassern erklären läßt!

  18. #43
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Berühmte Antisemiten

    der gnostiker marcion verwarf das alte testament, wollte das christentum vollends aus dem judentum lösen, konzedierte dem gott des ats jedoch gerechtigkeit, was aber bei weitem von der liebe des neuen gottes übertroffen werde.
    die lösung vom judentum sollte auch durch die wendung erfolgen, jesus zu einer lichtgestalt zu machen. damit hätte jesus sein leiden verloren. es war eben die doppeltheit aus mensch- und gottsein, die das leiden jesu transparent machte, also zu einer menschenmassen begeisternden vorstellung. marcion verkündete reine spekulation.

  19. #44
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    man kann jesus nicht aus der trinität herauslösen. einen "väterlichen" gott hatten aber von allen religionsgeschichten allein die juden: dieses ringen und aufbegehren, den offenen streit - das ist in allen anderen religionen undenkbar.

    http://freemasonry.bcy.ca/aqc/german_freemasonry.html

    ziemlich gut dokumentierter antisemitismus der deutschen freimaurer. dennoch spürbar die atmosph?re des terrors durch die nazis.

    Oftmals wird Kritik an als typisiert beschriebenen Juden mit heutigen Begriffsumfassungen des Antisemitismus gleichgesetzt. Dergleichen nivellierende und manchmal sogar faschistoide Tendenzen ausgerechnet bei denen, die sich als Antifaschisten bezeichnen und mit der Gleichschaltung der Bevölkerung befaßt sind, indem sie "Nazis raus!" skandieren, sind in unserer Zeit häufig zu beobachten. Wollte man Strenge und Unduldsamkeit in bezug aufs Judentum mit Antisemitismus gleichsetzen, fiele auch Goethe durchs Raster und dürfte im angesicht derzeit obwaltender Hysterie kaum noch Aufnahme in die Schulbücher finden. Neben etlichen Invektiven im Mahomet, in Briefen an Herder (v.a. vom 20.2.1786) und Frau von Stein, in denen er scheinbar kein gutes Haar am Judentum läßt, stehen da auch religiöse Bekenntnisse Goethes:

    An dieser Religion [Christentum] halten wir fest... In diesem Sinne dulden wir keinen Juden unter uns; denn wie sollten wir ihm den Anteil an der höchsten Kultur vergönnen, deren Ursprung und Herkommen er verleugnet? - Es bedarf nur eines Betteljuden, um einen Gott am Kreuze zu verhöhnen.

    Nun darf man Goethe sicherlich nicht platt nennen. Im Grunde fußen seine diesbezüglichen Überzeugungen auf der Grundannahme, daß wahre Kultur nur auf dem Boden der Religion möglich sei. Den Juden für sich selbst zollte er die ihm gegebene Generosität, allerdings sollten sie unter sich bleiben und sich nicht anheischig machen, in die deutsche bzw. christliche Kultur einzudringen.

    Nach heutigen Gesichtspunkten der undifferenzierten Behandlung aller Menschen auf dem Verdikt mutmaßlicher Gleichheitsphantasien ist das ein unhaltbarer Ansatz. Goethe müßte demnach als Antisemit bezeichnet werden.

    Ich werde das nicht tun.

  20. #45
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Berühmte Antisemiten

    Fichte nahm kein Blatt vor den Mund:
    erstellt von Johann Gottlieb Fichte, 1793: Das Judentum ist ein mächtiger, feindseliger Staat, der mit allen übrigen in beständigem Krieg stehe, ein Staat im Staate. Unbezwingbar ist das Hindernis, das die Juden davon abhält, zu Gerechtigkeits-, Menschen- und Wahrheitsliebe durchzudringen, es liegt in ihrer doppelzüngigen Moral und ihrem Glaube an einen menschenverachtenden Gott. Menschenrechte müssen den Juden gegeben werden, obgleich sie uns dieselben nicht zugestehen, um uns vor ihnen zu schützen, dazu sehe ich wieder kein Mittel, als ihnen ihr gelobtes Land zu erobern und sie alle dorthin zu schicken.
    Letztlich kein Antisemitismus, sondern Kritik am Judentum und dem damit verbundenen Glauben und Wesen, der Auffassung des Menschen. Das ist ein großer Unterschied, denn Semiten sind auch Araber und andere Völker, die hier nicht benannt werden. Fichte beschreibt das Wesen der Juden und ihren Monotheismus und Glauben, wie er im Alten Testament beschrieben wird: Anmaßung, das auserwählte Volk zu sein, strenge Regeln, Intoleranz gegenüber anderen Völkern und Glaubensinhalten.

    In der Forschung und im allgemeinen Diskurs wird das heute als Antisemitismus bezeichnet, besserenfalls als Vorform desselben, und es wird eine schnurgerade Linie von diesen "Vorurteilen" (die es nicht sind, weil Fichte alles begründet) zum Rassenwahn der Nationalsozialisten und ihrem Vernichtungsprogramm gezogen. Das hat weder der gute Fichte verdient, noch ist es richtig.

  21. #46
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    AW: Berühmte Antisemiten

    OSS 117 in dem gleichnamigen Film:

    "Ich weiß, warum die Juden überall so unbeliebt sind. Diese Einstellung: Ich bin Jude, also habe ich immer recht."

    Wie bei allem Witz, den dieser Film kennzeichnet, ein Körnchen Wahrheit ist dabei. Das Rechthaben ist Kern des Juden. Das hat was mit dem Erwähltheitsdünkel zu tun. Darum werden u.a. so viele Juden Anwälte, auch heute noch, obwohl es keine Begrenzung für ihre Berufswahl mehr gibt. In diesem Beruf lassen sich Paranoia, Rechthaberei, Zwanghaftigkeit und Wahn so richtig ausleben. - Nein, ich habe nichts gegen Juristen. Würklich nicht.

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