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Thema: Essay: Vom Sinn des Klischees

  1. #1
    Tochter aus gutem Hause
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    Essay: Vom Sinn des Klischees

    vom sinn der klischees


    man ist schnell bei der hand: "das ist ja nur ein klischee!" - und streift es über die schulter ab wie ein körnchen staub.

    damit tut man diesem gefährlichen winzling unrecht.
    aber zunächst: wie sieht es aus?
    gleichförmig, über einen kamm geschoren, normiert tausendfüßlig, mit einem bestimmten artikel versehen, größer als eine schublade, kleiner als ein umzugskarton, genau müllgröße, so meinen manche.

    dennoch hat es, wie sein bruder vorurteil, eine ökonomische funktion. es dient der erleichterung bei auswahl und prioritätensetzung, kürzt wege ab und bringt sich damit um unterhaltsame umwege. gleichzeitig dient es der überprüfung der identifikationstauglichkeit eines gesprächspartners: wes vorurteile und klischees die meinen, ist mein freund. es ist bequemer gemeinsamer boden, gibt geborgenheit und ist nicht zu vergleichen mit den hüpfsteinen im strudelnden fluß der erkenntnisgewinnung bei sturm.
    es ist also gar recht gut geeignet, mit anderen menschen auszukommen.

    es bohrt aber nicht, geht nicht auf den grund, will nichts eigentlich wissen und verführt als süße rattenfängermelodie dazu, das eigene denken aufzugeben. das macht es gefährlich, denn wir sind ratte.

    und dennoch!

    das klischee ist wie ein alter abgeschliffener stein. es hat seinen ursprung in der vereinfachenden skizze der parabel, des gleichnisses. auch des gesetzes, denn es regelt den normalfall durch korrodierende, abschleifende typisierung, ist also zuinnerst demokratisch entstanden, ein konsens, auf den sich eine mehrheit von beobachtern einigen konnte.
    die besonderheiten des einzelfalles werden ausgeklammert. das war eine alte methode der welterkenntnis eines geringen gesichtskreises, erfahrungen weiter zu geben, gleichnisse, gleichsetzungen eines: "Immer wenn ... dann.."

    die vereinfachung diente aber einem ziel des lernens, der weitergabe von gewußtem oder vermeintlich gewußtem. es ist die erste stufe, auf der kinder lernen. und dort ist sie richtig, denn sie gibt den roten faden durch die anschließenden stufen des distinguishing: der schulung der unterscheidungskraft anhand der ausnahmen, der besonderheiten. diese sind ununterscheidbar verwirrend, wenn nicht ein klischee gesetzt wäre, aus denen sie ihre besonderheit beziehen, indem sie dagegen anreiben. erst aus diesem prozeß sind logik und ana-logik=analogie als denkmuster möglich.

    begebe ich mich also selbst auf neues terrain oder versuche ich, einem anderen etwas in grundzügen beizubringen, so suche ich den normalfall, das grundlegende zu er- und vermitteln.

    ich sehe das klischee als parallele zur naiven malerei, oder, um es nicht dort zu begraben und einzuengen, der gegenständlichen oder aber dem einfachen universell gültigen traumbuch der seele.

    und deshalb steht das klischee nicht nur am anfang des lernens, sondern auch an seinem ende, wo sich der kreis schließt. alles unterschiedene, die feinsten verästelungen und ziselierungen der denkenden erkenntnis, sind, wenn sie sich dem wesen des erkannten hingegeben haben, wieder auf ein sehrsehr einfaches seelenbild zu bringen, das alles komplizierte in sich birgt und hütet.
    man verachte mir also nicht das klischee. es steht am anfang und am ende, denn es teilt die menschliche ewigkeit und bleibt das seelenbuch der geschichte. der mensch ist nicht so individuell, wie er in seinen spreizungen meint. er ist immer auch klischee seiner selbst. tua res - ja wie oft denn noch ..

  2. #2
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Richard
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    AW: Essay: Vom Sinn des Klischees

    wir haben nun mal nur eine sonne, üblicherweise nur ein herz. so sieht es aus, es wird auch so bleiben. bei sid.

  3. #3
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Essay: Vom Sinn des Klischees

    Man ist wirklich schnell dabei, etwas als Klischee zu bezeichnen. Menschen funzen eben so. Einfache Zusammenhänge haben so viel Wahrheit wie schwierige Erklärungen. Es liegt an Dichtern, einfache Dinge schwierig, schwierigere vereinfacht darzustellen. Das Klischee hülft da. Mitunter.

    Man-Sätze mag ich nicht. Ein oder zwei Beispiele schaden Deinem Text nicht. Im Gegenteil, sie transparlieren.

    nihel, es gibt tausend Sonnen und hundertundzwo Monde. Etliche Herzen.

  4. #4
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: Essay: Vom Sinn des Klischees

    auf das schreiben bezogen, kann ich die allgemein übliche verachtung des klischees nicht teilen; was kann man nicht alles machen damit!

    es wird nur dann peinlich, wenn das klischee ernst genommen werden soll; wenn der autor ein klischee nützt, bedient, wo er ein einmaliges, unverwechselbares, individuelles setzen sollte;

    aber der bewusste einsatz des klischees bietet viele möglichkeiten; ist ein grundzug des witzes und der komik nicht, dass man das klischee gegen sich selbst auflaufen lässt? das funktioniert, weil das klischee als quasi allgemeingut der gesellschaftlichen/kulturellen vorstellungswelt, als archetypus soziologicus (oder so), bei allen weitgehend gleiche bilder evoziert. und wenn man dann dagegen plötzlich was unerwartetes, neues stellt, dann birgt das in gewissen konstellationen komik.

    schreibtechnisch kann der autor mit klischees wunderbar spielen, dabei eine leichtigkeit suggerieren und gleichzeitig grundsätzliches, allgemeines von sich geben. eben weil das klischee ein allgemein bekanntes bild übermittelt.

    wie gesagt, verachtet mir das klischee nicht, es ist ein unverzichtbares medium aller humoristen, aber nicht nur dieser,

    gruss
    eule.

  5. #5
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Essay: Vom Sinn des Klischees

    Der Humorist nimmt das Klischee ernst, sonst wäre es ihm nicht möglich, damit zu arbeiten. Um es einmal zuzuspitzen: Hermes statt Apollon. Apollon versteht das Wort Klischee gar nicht. Entweder ist etwas wahr - oder eben nicht. Klischees gibt es für solche Menschen gar nicht.

  6. #6
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: Essay: Vom Sinn des Klischees

    apollon ist selbst klischee! deshalb kannst du durchaus recht haben, daß er sich nicht kennt

    er ist klischee, weil er eine entfernte vorstellung davon gibt, wie ein ideal sein könnte, ein fingiertes und deshalb grob in den goldenen schnitt der harmonie, der gerechtigkeit und der wahrheit vereinfachtes. hermes spielt mit diesen idealen, nutzt sie durchaus als komiker, wie eule sagt, nimmt sie aber auch ernst, wie du sagst, und zockt ihren unterhaltungswert ab.

    und wenn ich es zuspitzen darf:
    die apollinischen ideale münden eigentlich nur in eines: in schönheit, also in das klischee dessen, das so offen ist, wie sich jeder einzelne das vorstellt.
    das klischee der wahrheit ist nicht selbstwert, wenn es keine schönheit besitzt, das klischee des guten handelns ebensowenig.
    ich gebe fünf kostbare lügen für eine schönheit, fünfhundert gute taten für eine schöpfung schön.
    wie kann ich das behaupten?

    weil hermes, der selbst weder klischee ist noch welche schafft, wenn er sie auch nutzt, mit seinen übereinandergetürmten lügen und masken letztlich der wahrheit näher bringt, ohne es zu wollen, und weil er mit seinen eingebungen zu tollheit und irrungen aus einem misthaufen schlechter taten das gute schafft, besser manchmal, als die apolloniker selbst. weil er mit seiner freude an intrigen oft mehr der gerechtigkeit zu klarer ausdrucksdeutlichkeit verhilft, als jeder konsens.

    was hermes aber nicht kann, nicht alleine kann, ist schönheit schaffen. er kann witze schaffen, lachsalven, vergessen schenken durch ununterbrochen neue reize, intrigen spinnen, mitteln hier und mitteln dort, er kann nicht verharren, er schenkt nicht dauer, er schenkt nicht schlaf.
    das bemooste gesicht der schönheit im vergessenen hain hat er nicht.
    und kann es nicht geben. tränen kennt er nicht, allenfalls krokodilstränen und selbstmitleid.
    die zähmung des adlers gelingt ihm nicht, die wilden tiere legen sich nicht zutraulich zu seinen füßen.

    deshalb steht das apollinische neben dem buffo allein für das ideal der schönheit. nimm die schönheit aus der welt und apoll zerfällt zugunsten eines unbeschränkten reichs des hermes. dort gibt es auch gerechtigkeit und wahrheit und klischee - gerade durch den diablo hermes selbst, viel freie räume und buntes leben, herzliches lachen und heilsames vergessen. es gibt laufend neues, neueres und interessanteres. es gibt standpunkte, die fortlaufend umgestoßen werden, es herrscht die bequeme freiheit der beliebigkeit.



    es herrscht so ganz die postmoderne, wie sie sich jetzt breitmacht.
    ich gehöre ihr vielleicht an als zeitgenosse, aber ich halte ihr das klischee der schönheit entgegen solange ich das nur kann.
    einen schönheitssucher würde ich mich in anlehnung an dich nennen wollen, wohlwissend, daß schönheit nie erreicht werden darf und klischee bleiben muß, um weiter zu wirken.

  7. #7
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Essay: Vom Sinn des Klischees

    Ihr macht mir beide zu viel Wind ums Klischee. Der eine (Till) glaubt in ihm eine Möglichkeit zu finden, woran er sich abarbeiten kann. Ja, sage ich, wenn er denn mit Oberflächenbearbeitung zufrieden sein will. Die andere (Susanna) glaubt, in ihm einen Weg zur Schönheit anzeigen zu dürfen.

    Beides verschafft dem Klischee zu viel Ehre.

  8. #8
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    AW: Essay: Vom Sinn des Klischees

    Zitat Zitat von ala Beitrag anzeigen
    vom sinn der klischees


    damit tut man diesem gefährlichen winzling unrecht.
    aber zunächst: wie sieht es aus?
    gleichförmig, über einen kamm geschoren, normiert tausendfüßlig, mit einem bestimmten artikel versehen, größer als eine schublade, kleiner als ein umzugskarton, genau müllgröße, so meinen manche.

    es bohrt aber nicht, geht nicht auf den grund, will nichts eigentlich wissen und verführt als süße rattenfängermelodie dazu, das eigene denken aufzugeben. das macht es gefährlich, denn wir sind ratte.

    die besonderheiten des einzelfalles werden ausgeklammert. das war eine alte methode der welterkenntnis eines geringen gesichtskreises, erfahrungen weiter zu geben, gleichnisse, gleichsetzungen eines: "Immer wenn ... dann.."

    die vereinfachung diente aber einem ziel des lernens, der weitergabe von gewußtem oder vermeintlich gewußtem. es ist die erste stufe, auf der kinder lernen. und dort ist sie richtig, denn sie gibt den roten faden durch die anschließenden stufen des distinguishing: der schulung der unterscheidungskraft anhand der ausnahmen, der besonderheiten. diese sind ununterscheidbar verwirrend, wenn nicht ein klischee gesetzt wäre, aus denen sie ihre besonderheit beziehen, indem sie dagegen anreiben. erst aus diesem prozeß sind logik und ana-logik=analogie als denkmuster möglich.

    begebe ich mich also selbst auf neues terrain oder versuche ich, einem anderen etwas in grundzügen beizubringen, so suche ich den normalfall, das grundlegende zu er- und vermitteln.

    ich sehe das klischee als parallele zur naiven malerei, oder, um es nicht dort zu begraben und einzuengen, der gegenständlichen oder aber dem einfachen universell gültigen traumbuch der seele.

    und deshalb steht das klischee nicht nur am anfang des lernens, sondern auch an seinem ende, wo sich der kreis schließt. alles unterschiedene, die feinsten verästelungen und ziselierungen der denkenden erkenntnis, sind, wenn sie sich dem wesen des erkannten hingegeben haben, wieder auf ein sehrsehr einfaches seelenbild zu bringen, das alles komplizierte in sich birgt und hütet.
    man verachte mir also nicht das klischee. es steht am anfang und am ende, denn es teilt die menschliche ewigkeit und bleibt das seelenbuch der geschichte. der mensch ist nicht so individuell, wie er in seinen spreizungen meint. er ist immer auch klischee seiner selbst. tua res - ja wie oft denn noch ..

    Ich denke, wir haben seit der letzten Supernova nur Atome, die üblicherweise nur ein Herz haben können.

    So könnte die bewusst gewählte Unwissenheit als ein Klischee betrachtet werden, ein Emotionalvertrag des gewählten "Vergessens", der geschlossen wurde, das Seelenbuch nicht zu erkennen, das doch jeder kennt. Die Rückführung auf dieses eine gewählte Klischee könnte uns beweisen, der Geist in der Materie zu sein, der interagiert.

    All das Komplizierte verschwindet dann im Aufgeben der Besonderheiten und Unterschiede zwischen Atomen, die seit dem Beginn der hier erkennbaren Periodentafel eine gemeinsame Reise zur Erkenntnis angetreten haben. Sind die Atome im Sinn und Zweck des Lernens verbunden, ist die Dunkelheit bewusst gewählter Unwissenheit (die obige "erste Stufe" des kindlichen Lernens) verschwunden.

    Löst sich die Kompliziertheit unterschiedslos auf, ist es nicht mehr notwendig, in Vereinfachungen das, was gleicher Natur und Genese ist, als unterschiedlich und damit besonders (gut - schlecht, blöd - schlau, göttlich - teuflisch, dunkel - hell) zu definieren. Es könnte als "Zusammenfall der Gegensätze" bezeichnet werden, die das "Klischee" unnötig macht. Dann wird Gleiches mit Gleichem vergolten - nämlich Heiligkeit mit Heiligkeit, oder Helligkeit mit Helligkeit. So kann das bisherige Scheitern der "Vernunft" ja ebensowenig erfolgreich mit "Unvernunft" beantwortet werden...

    Im Zusammenfall vorheriger Gegensätze werden Myriarden Sonnen und alle ihre Monde von einem Herzen mit Licht beschenkt. Es gab mal eine Zeit, da wurde gesagt: Innen wie außen, oben wie unten. Im Kleinen wie im Großen ist alles auf eine Ursache zurückzuführen, dann verschwindet der Drang, das Gleiche als etwas voneinander Verschiedenes zu definieren.

    Was die formgebenden Ionisationsvorgänge steuert, davon ist die Wissenschaft weiter Lichtjahre entfernt. Es gibt dort die Vereinfachung, das Klischee, nicht nach der Ursache von Wirkungen zu fragen, da sich dort der Kreis schließen würde.

    Es war eine trennende Frage, mit der wir Wissenschaft auf den Weg schickten: Geist oder Materie?

    Ist die Antwort nicht: Geist und Materie? Woher der Geist kommt, der die Formgebung steuert, wird als Ursache ausgeklammert.

    Die Antwort auf die Gesetze eines jeweiligen Periodensystems stehen immer schon auf der Periodentafel, bevor Wissenschaftler diese zu klassifizieren beginnen.

    Obwohl "damals" noch gar nicht alle Elemente bekannt waren, fülten und füllen sich die Leerstellen weiter, die "neuen" können sie (als seltene Erden) kaum noch auseinanderhalten. Als "Gerüst" für alle Formen von möglichen Formen legt die jeweilige Periodentafel die Gesetze (und Klischees des Verhaltens von Atomen) schon fest, bevor diese erkannt wurden.

    Vor der letzten Supernova wurden daher die Gesetze bestimmt, die jetzt hier für alle sichtbaren Atome gelten. In jedem Atom herrschen 99,999999999 % Leere.

    Die Materie ist eine Illusion. Ein erlerntes Klischee, eine Vereinfachung in unserem Geist, in der sich der Geist in der Materie erkennen kann.

    "Wie oft denn noch", klang mir bei KLS´s Begründung für das Nicht-Schreiben auch an...

    Bis die Materie als Produkt unseres Geistes erkannt wird???

    Dann hätten zumindest alle Atome die gleiche Funktion, wie sie auch den gleichen Ursprung besitzen, da sie eine Ursache teilen.

  9. #9
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Streusalzwiese
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    AW: Beleg?

    http://www.tagesspiegel.de/weltspieg.../19980694.html
    Hai-Alarm vor Mallorca löst Panik bei Badegästen aus
    Ein kleiner Blauhai löst Panik aus? Wann wird ein Hase oder ein Reh für Panik sorgen?
    Der arme Hai, der das Sommerloch gefüllt hatte, musste eingeschläfert werden. Er hatte Verletzungen durch einen Angelhaken und eine Harpune erlitten, bevor er in Strandnähe schwamm. Da sieht man mal, wer für wen gefährlich ist.

  10. #10
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Was mich aufregt

    Mir ist mal an der Ostküste Afrikas einer begegnet, vermutlich ein junger Sandtigerhai. Hatte ich gar nicht auf dem Schirm, da ich relativ nah an der Küste planschte. Einen Schreck bekam ich erst viel später...als jeder Touri eine Horrorgeschichte zu erzählen wusste. Heute weiß ich, dass ich nicht wirklich in Gefahr war. Haie sind extrem wichtig für das ökologische Gleichgewicht der Weltmeere...und gemessen an der Zahl der Begegnungen von Mensch und Hai, sind die Unfälle kaum erwähnenswert. Eine Begnung von Mensch und Flusspferd ist da deutlich gefährlicher - was tödliche Unfälle betrifft...hat das Flusspferd mit Abstand die meisten Menschen auf dem Gewissen. Selbst durch Kühe kommen mehr Menschen ums Leben als durch Haie. Die Angst vor Haien als unbegründet abzutun wäre dennoch falsch - unser Urinstinkt identifiziert ihn als Feind...und das ist er auch.

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