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Thema: mit dem blubb

  1. #1
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    mit dem blubb

    mit dem blubb

    wie dieses sehnsucht stillen,
    die sehnsucht eines pferdes,
    das gerade im morast versinkt.

    sieh nur,
    wie blitze verlaufen die äderchen
    in seinen großen, kullernden augen.

    was bleibt ist hingabe,
    hingabe und morast.

    keckernd schwirrt ein rab durchs dunkel und
    wenn michs nicht täuscht,
    erglühte kurz eine sternschnuppe.

    kann aber auch ein engel gewesen sein.

  2. #2
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    AW: mit dem blubb

    paulchen, die letzte zeile wirkt nicht so recht. vielleicht besser als frage: oder war`s ein engel? oder so ähnlich
    und das "kurz" vor der sternschnuppe ist überflüssig, weil ist doch eigentlich klar, oder?
    so, jetzt denk ich mal über das pferd nach...

  3. #3
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    AW: mit dem blubb

    nänä, so einfach kömmst mir nit davon... -

    s'gibt kurze und lange sternschnuppen - ok, relativ, aber im jahre des herren einsteins seien wir hier bed8... - ich meine die langen, also lang anwährenden bzw. lang sichtbaren, das sind die, bei denen man während ihres erglühens noch zeit findet ein "ui" oder ein "oh" zu verlauten - unter den "kurzen" (scheff, hass ma nen kurzen?...) versteh ich jene, bei denen man sich nit ganz sicher ist - war da itzt was, oda nit? - ju anderschdänd watta mien? - erst so kömmt ja auch der engel zur geltung, den ich am end auch mit einem punkt und nit mit einem fragezeichen versehen gesehen haben will, weil so kommt das ganze etwas trockener, gar abfälliger einher. soll kein wunder sein, dieser engel, falls es denn einer war..., eher so am rande - sagen wir mit einem "was solls" versehen, "eh schon wurscht". hände in die taschengesteckt dabei und nachlässig einen kiesel mit dem fuß weggestoßen.
    könnt ja auch sein, daß sich nur das mondlicht KURZ im aug des rabens spiegelte.

    ich weiß das nit... .

    viel spaß beim pferd...

  4. #4
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    AW: mit dem blubb

    daß das mit dem kurz und lang jetzt kommt, hatte ich erwartet, ich weiß ja auch, aber: wenn "wenn michs nicht täuscht,", dann scheints ja eher ne kurze gewesen...
    und wenn es deine absicht war, den engel als nichts besonderes abzutun, dann ist dir gelungen, dachte, war aufgebracht, weils doch eigentlich was besonderes sein müßte...nun ja, also gelernt mal wieder, daß bei paul alles absicht...
    ich hätte doch nicht schreiben sollen, nun muß ich noch immer übers pferd grübeln...

    erinnerte mich sofort an die unendliche geschichte, wo doch das pferd von artreus (?) auch irgendwie versinkt...

  5. #5
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    AW: mit dem blubb

    ich hätte gern noch was zum blubb gewusst...wo werde ich da geholfen, herr küchenmeister?


  6. #6
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    AW: mit dem blubb

    paula, paula - wenn ein pferd letztendlich hanz und haar, mein ganz und gar im schlick versinkt, welchen ton gibt das wohl am end von sich?...

    kam mal wieder nit um den zynismus herum - oder war das dann sarkasmus?
    ich werds nie lernen...


    achja, layla, nit so zaghaft, immer reingedroschen in die tastatur - freu mich auf reaktionen jeglicher art! und mit nichten und neffen ist immer alles absicht bei mir und oft genug schummelt sich der fehlerteufel ein - auch inhaltlicher natur. also, wohlan!!!

  7. #7
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    AW: mit dem blubb

    paul, paul-
    soll die hingabe im versinken-im absinken-ersinken- bestehen?
    ist hingabe zwingend passiv? hier? und sonst?

    ich krieg jedenfalls nicht ganz den bogen zu deinem text.

  8. #8
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    AW: mit dem blubb

    als wär ich ein moralist?
    scheint ein schreckgespenst zu sein, das umgeht, in jedem gewort eine moral zu suchen... -
    hier ist die hingabe das einzige was bleibt -
    nenns aufgabe.
    strampelt es mehr, das pferdlein, so gehts eben hurtiger bis zum finalen blubb.
    sonst mag die hingabe was gaaanz anderes hervorrufen und bedeuten.
    kann was wunderschönes sein.
    würds dann weder aktiv noch passiv nennen - eher so dazwischt... .
    das ist doch das schbannende an der deutschen sprach, deren vieldeutigkeit, die uns jounglieren lässt... -
    sieh doch nur das wörtlein aufgabe, das ich oben nannte -
    kann ein sich aufgeben sein (so wie im blubb gemeint), kann aber auch eine zielsteckung sein.
    hausaufgaben machen...
    so, muß mich jetzt ganz anderen aufgaben hingeben...

  9. #9
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    AW: mit dem blubb

    mit dem blubb. da denk ich doch auch die verona feldbuschig mit. sorry!

    wie dieses sehnsucht stillen. stillen wie die mutter das kind. still still still zur nacht. dieses sehnsucht? aber das war paulchens absicht, selbstverständlich. bloss, was für eine absicht sich dahinter wohl verbirgt?

    die sehnsucht eines pferdes? und noch dazu eines pferdes, das gerade im morast versinkt? ich möchts aber anders. ich möcht nicht die sehnsucht des pferdes, sondern meine eigene, zum bild geworden, zum zeichen: das pferd, das im morast versinkt, ist diese sehnsucht, bisweilen.

    sieh nur, wie blitze verlaufen... verlaufen blitze? jedenfalls, die kullernden augen liebe ich!

    was bleibt ist hingabe,
    hingabe und morast.

    ja, aber das ging mir fast ein bisschen zu schnell jetzt. wo ist das pferd geblieben? blubb! aber den blubb hab ich gar nicht wahrgenommen, schon bleibt hingabe.

    keckernd schwirrt ein rab durchs dunkel und
    wenn michs nicht täuscht,
    erglühte kurz eine sternschnuppe.
    kann aber auch ein engel gewesen sein.

    schöner schluss, aber warum schluss? ich sags frei weg: das lyrische ich fehlt mir hier noch, in einem letzten vers. ein paulchen halt, das richtung unendliche geschichte weitergeht durch diesen sumpf, und immerhin - heldenhaft!

  10. #10
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    gnadenlos

    hast aba sch?n gesagt, mista!
    versteh ich jedes wort... .
    (danke)
    zunäxt: logo, ein anspielung auf die feldbusch is das schon - sagen wir das komische in der dramatik.
    und wahrlich, ich spielte schon mit dem gedanken, am end mal wieder ein ewiges feuer am horizont oda was weiß ich was erglühen zu lassen.
    aba dann dacht ich (in lehmanscher manier - eine anspielung auf den film/buch "herr lehmann", in dem der rote faden, gar ein leitsatz jener ist:) "scheiß der hund drauf".
    kein tamtam.
    kein tärä.

    und das find ich, ist der reiz an der geschicht (nenns gedicht):
    das offene ende!
    (muß gestehen, ich neigte kurz dazu, "open end" zu schreiben - bin selber schon völlig veranglizistiert...)
    nun steht es da, das lyrisch ich,
    verdaddert
    allein,
    im sumpf.
    das pferd ist weg.
    die schnuppe sowieso.
    nichts.

    und nun soll der dichter wieder ran und weiterhelfen?
    vergiß es!
    soll selber gucken, wo's bleibt.
    soll froh sein, wenn ich es nicht auch noch in den morast kick... .
    soll einfach nur sein.

    man könnte noch einen uhu einbauen.
    oder ein käuzchen.
    vielleicht noch ein paar knaxende ästchen.
    oder von fern hundegebell.

    aber mehr gibbet nich.
    lass ich den leser einfach mal ein bischen bibbern.
    hell wirds von allein.
    das soll in dem fall als "immerhin" genügen...

  11. #11
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    hehe

    genüget schon, paul, hab ja meinen schluss (und was für einen, endets doch mit NICHTS!!!) doch noch bekommen zuguterletzt, und den häng ich mir jetzt dran noch an den blubb, obde willst oder nich, mit verlaub, hehe:

    nun steht es da, das lyrisch ich,
    verdaddert
    allein,
    im sumpf.
    das pferd ist weg.
    die schnuppe sowieso.
    nichts.

  12. #12
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    nun gut, insofern hab ich mich verplappert -
    aber laß mir das "sein" nit außer 8!
    nichts zum festhalten.
    zunäxt.
    und doch... -
    man kann ja die existenz nicht negieren.
    deswegen der rummel mit dem uhu undso... .

    aber ich glaube hier mu? ich kurz intermezzoieren -

    ein heidenspaß, pruha!

    (schade eigentlich, schon kümmert sich keine sau mehr um das pferd...)

  13. #13
    rodbertus
    Status: ungeklärt
    Zitat Zitat von Paula
    ich hätte gern noch was zum blubb gewusst...wo werde ich da geholfen, herr küchenmeister?
    mit blubb werden in magdeburg die anhänger des halleschen fc chemie bezeichnet.

    Blubb gleich Chemie gleich Abfallprodukt. Klaro?

  14. #14
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    Hfc

    ach du liebes bisschen.
    neulich fragte ich einen kollegen (geboren in bitterfeld, inzwischen bvb-fan!), was er denkt, in welchem verein es die meisten rechten gäbe. er meinte hallescher fc...

  15. #15
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Pferde fressen Gurkensalat

    Pferde haben keine Sehnsucht. Pferde haben die Sehnsucht, die wir Menschen in sie hineinprojizieren. Pferde wollen fressen und saufen, sie wollen nicht springen, keineswegs um die Wette laufen und schon gar nicht schwere Dinge tragen. Wir zwingen sie dazu.
    Ein Pferd kann sich auch nicht hingeben. Instinktwesen geben sich nicht hin, sie können nicht anders. Hingabe bedarf eines freien Willens. Einer Entscheidung.

    Der Rabe dagegen ist wohl ein Tier, das denken kann. Darüber gern mehr. Raben fressen Pferde, aber Pferde keine Raben.

    Gruß an alle Vegetarier, die immer noch glauben, sie seien höherentwickelte Wesen als wir Fleischfresser.

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