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Thema: schlicht

  1. #1
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    schlicht

    einst waren tauben.
    scheint winters oder wann gewest.

    florren umher ganz taube,
    ein möwe sah ich inmitten.

    ging nur lief, sagen wir
    von a nach b.

    nach hause dann und schrieb:
    einst waren tauben.

  2. #2
    schreibt hier hin und wieder
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    hübsches manöver an möve!

    paul, so eine möve verdient sich eine ordentliche portion fisch!

    schnobs, "in fish we trust". in möven sowieso.

  3. #3
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    lecker!!!
    wenn der mal nicht heimlich spanisch spricht.
    der fisch!
    hab artig dank!!!

  4. #4
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    zu schlicht

    Zitat Zitat von Paul
    einst waren tauben.
    scheint winters oder wann gewest.

    florren umher ganz taube,
    ein möwe sah ich inmitten.

    ging nur lief, sagen wir
    von a nach b.

    nach hause dann und schrieb:
    einst waren tauben.
    zu schlicht?
    dass die tauben taube florren, gefällt mir ebenso, wie es mir nicht gefällt, dass nix mehr kömmt zum taube. stattdessen ein möwe. pick.

    von a nach b gings. liefs. woher weisst das? das wär wohl einen gedanken wert, denk ich. aber will der dichter bittschön wohl einmal vordenken erst und irgendwas?

    zu schlicht. für meinen geschmack.

  5. #5
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Entdeckerstolz

    Da ist ein Onkel A, der sammelt so allerlei, der sammelt mal dies und mal das; und manchmal sagt der Onkel dann voller Entdeckerstolz: "Schaut her, ich glaube, ich habe was gefunden."
    Und dann gibt es die Onkelz B und C und D, und die mögen den Onkel A nicht besonders, aber sie spielen manchmal mit, weil sie Spaß am spielen haben.
    Der Onkel B insbesondere hat auch so seinen Spleen, der schreibt eigentlich nie, was er denkt, aber das mit ganzer Kraft, um dann bei Einspruch gegen das Geschriebene flugs das Gegenteil zu behaupten und mit dem ausgestreckten Finger auf den Dummkopf zu zeigen, der ihm auf den Leim gegangen.
    Das mochte der Onkel A nicht so sehr, aber andererseits sagte sich der Onkel A, daß in Gottes grünem Garten auch absonderliche Steinchen liegen und er ließ den Irrwisch nach seinem Geratewohl funkeln.
    Nun hatte der Onkel A wieder einen bunten Kieselstein auf seinen Wanderungen gefunden und hielt ihn mit dem Entdeckerstolz nach oben. Der Onkel B mochte diesen Kiesel gar nicht und behauptete nun wieder gar nicht, vor allem, daß es kein Kiesel sei, sondern eine ganz gefährliche Brandbombe. Da war der Onkel A überrascht, aber auch wütend, denn funkelte das Steinchen da nicht harmlos ins einer Hand? Und selbst wenn es nicht funkeln würde; gerade wegen der Möglichkeit, vielleicht unter tausend tauben Steinchen ein funkelndes zu finden, war er doch aufgebrochen. Warum also sollte er auf einmal nicht weitersuchen dürfen? Warum machte Onkel B bloß immer alles so madig und unterstellte ihm, daß er nicht Steinchen sammle, sondern an Bomben interessiert sei?
    Und so verlangte der Onkel A ein wenig engstirnig, daß sich der Onkel B für seine Unterstellung zu entschuldigen habe, weil sonst aufs nachträglichste der sowieso brüchige Frieden zwischen beiden unterbunden sei.
    Onkel B verstand gar nicht das Problem. Er hatte schon immer so gesprochen, warum sollte das auf einmal falsch sein? Er übersah dabei, daß es schon immer falsch gewesen war. Und so entschuldigte er sich nicht und fortan ging jeder seiner Wege.

    So war das.

  6. #6
    Tochter aus gutem Hause
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    Hmmmh interessante Parabel, aber wer sind nun die ganzen Onkels. Das hilft mir nun nicht eben weiter. Stimmt es übrigens, daß wir Mitglieder jetzt nichts mehr zahlen müssen?

  7. #7
    schreibt hier hin und wieder
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    je kiesel, desto steiniger

    ich mag bunte kieselsteine.


    ich freue mich, wenn jemand sie findet.

    manchmal sage ich, dass kieselsteine nicht funkeln.

    manchmal sage ich auch: "das ist nicht so einer toller kieselstein."


    ich mag bunte kieselsteine.

  8. #8
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    je kiesel, desto steiniger

    ich mag bunte kieselsteine auch und ich mag diese bilder....

  9. #9
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    ja, auf den punkt etwas formulieren. gut so. das dazwischen ist hier alles, denn die klammer ist quasi vorgegeben. das dazwischen hast du gut dargestellt; vielleicht hättest du noch ein verspärchen dranhängen sollen, die geschichte also ein wenig gedehnt?

  10. #10
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    apostrophitis

    jau, hätte man. könnte man. vielleicht geh ich heute nochmal von a nach b, mal gucken... .
    ich hätte hier mal zwei fragen an den lektor:
    dieses "sagen wir" ist wahrscheinlich nicht unbedingt ein schnäppchen eines dichters, aber mir will es so oft über die lippen, aus dem füllfederhalter - schlimm?
    zweitens, und das hier eigentlich nicht zum thema, aber im allgemeinen:
    wie ist das nun mit dem apostroph: z.b. wenns hoch kommt, wenn's hoch kommt, wenn`s hoch kommt? wie ists, ist's, ist`s damit?

  11. #11
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    apostrophitis

    fürs - richtig
    er's - richtig
    'nauf - richtig
    Auf Gedeih und Verderb! - richtig
    zur besondren Verwendung
    die goldne Gans
    die wäßrige Lösung
    die wässerige Lösung
    Gehn wir?
    Gehen wir!
    Leibniz' Theodizee
    Marx' Kapital
    Engels' Hülfe
    Paulchens Dußligkeit
    heilge Nacht
    usw.

  12. #12
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    apostrophitis

    na, vom genitiv war hier nit die red. ging mir eher um die abkürzung des wörtchens es. aber scheint wurscht zu sein. wohlan, werd ich weiter schalten und walten, wie mir der schnabel gewaxt.

    dussels kapital.
    marxs kapital.
    marxens... - aber swird murx. s´wird murx. s'wird gemurxel... .
    hm.
    vorn siehts (sieht's) aber komisch aus: swird murx... .
    also ein bischen differenzierter, herr oberschulrat.

  13. #13
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    AW: schlicht

    Nachbemerkung: In diesem Ordner gab es Streit zwischen mir und Schnobs. Schnobs war not amused ob meines Ordners "Juden und Deutsche". Ich war not amused ob Schnobs' Notamused ob meines Ordners "Juden und Deutsche".

    Ich habe sämtliche öffentlich ausgetragenen persönlichen Invektiven aus dem Ordner gestrichen, meine Parabel aber stehenlassen. Am Ende verließ Schnobs den Wolkenstein, tauchte danach zwar ab und an regredierend dorten auf, aber das Band zwischen Magdeburg und Wien ist seither zerschnitten.

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