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Thema: verlust

  1. #1
    Kurzvormabschussiger
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    verlust

    du warst keiner
    dieser leicht beseelten

    ein zweifler
    ja
    ein angesägter

    an deiner seite
    stand es sich
    schwarz
    wie weiß

    und vor dem vorhang
    trugst du ein gesicht
    das 100 ängste lud
    zum tanz
    -
    so still ist mir das blut geworden
    nach deinem fall
    geliebter freund

  2. #2
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    AW: verlust

    schön, paula.
    hast wieder einen schritt getan, schlägst einen neuen ton an.
    auch schon beim fleischfallen in weiter tangonacht.
    entfernst dich vom kurzknapp abstrakten, hinter dem es sich so gut verstecken lässt, holst aus, weitest dich.
    ich mein, die texte werden länger und ich versteh' sie mehr.
    wenn ich das mal so sagen darf.
    ob das zur güte der texte beiträgt, sollen andere beurteilen.
    bleibt's so oder so eine gratwanderung zwischen geschwätz, seelengesang und blutwurst.
    wohlan!

  3. #3
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: verlust

    "entfernst dich vom kurzknapp abstrakten, hinter dem es sich so gut verstecken lässt, holst aus, weitest dich."

    weiß ich nicht, ob ich das auch so empfinde. dass dem so ist im falle unsrer pauline. hmmm. wart ich wohl noch ab ein weilchen und auf weitere poeme des mädels, vorsichtshalber.

    aber schön is' schon, ja.

    kein leicht beseelter isser.
    ein zweifler. ein angesägter. wobei mir der angesägte ja genügt hätt. ein gesicht als einladung für 100 ängste zum tanz ist eh die feier im gedicht. und traurig der schluss wie jedes ende einer feier.
    dabei fehlt mir noch was, übrigens. und vielleicht das wichtigste, mit verlaub und vorsichtig gesagt, eher noch gefragt:
    er war schwer beseelt oder gar nicht, ein zweifler jedenfalls, ein angesägter, und an seiner seite stand es sich schwarz wie weiß und vor dem vorhang hatte er dieses eine bestimmte gesicht. aber dahinter?

  4. #4
    Kurzvormabschussiger
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    im krebsgang

    da bedankt sich das mädel bei den herren für einschätzung und befasse..textlich...per+ver+söhnlich.

    ich selbst sehe mich im (zettel)kasten mit der wendemaus...und ohne meine kryptizitäten hie und da komm ich nicht aus. mit mir. und ihr. der wendemaus.
    ist mein blutwurstleberseelenkäs.

    @jones: dahinter war er ein toter...nahm er an. nehm ich an.
    und alle, die so gern mit ihm tanzten...spürten nicht den todeshauch.
    im gegenteil.
    und vielleicht doch kein gegenteil.
    nur blutwurstpelle. jetzt. ohne.
    achach.

  5. #5
    Tochter aus gutem Hause
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    ich finde paula ist immer ganz sie selbst und versteckt sich nie. zum glück!
    ihr gelingt aber, woran so viele gedichte meiner bescheidenen meinung nach scheitern: sie macht daraus überpersonale kunst, die einen einfach anspringt.
    wie sie das macht? man weiß es nicht - aber sie hält, was sie ab dem ersten gedicht versprochen hat: ihren unverwechselbaren sound.

  6. #6
    Tochter aus gutem Hause
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    kryptizitäten

    "und ohne meine kryptizitäten hie und da komm ich nicht aus."

    >>>auch das zum glück. deiner gedichte. die zubereitet sind nach einem alten geheimrezept, nicht wahr. was mich manchmal wünschen macht, übrigens, deine intention genauer zu kennen, deine eigene wahrnehmung und empfindung hinter dem wort, dem eigenen, ja. insofern versteh ich den paul durchaus. und vielleicht interpretierst sogar einmal - welch sünde! - ein eigen gedicht von dir aus deiner sicht. vielleicht. im geschlossenen raum einer werkstatt, genauer: einer küche. selbstverständlich. ich bin nicht der letzte, der sich davon was verspricht. wenn magst...

  7. #7
    Resurrector Avatar von aerolith
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    white room with black curtains

    der vorhang will hier nicht so recht passen. ist doch kein schwarzer raum mit weißen vorhängen, doch eher ein schwarzer raum mit rotem vorhang, dünkt mich. der wirkt hier eingesetzt, hineinkonstruiert - und daran geht noch jedes gedicht zugrunde, am hineinkonstruierten.

  8. #8
    Tochter aus gutem Hause
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    "dahinter war er ein toter...nahm er an. nehm ich an."

    das müsst rein. und ja, übrigens, aero hat recht. theater wirds ob dem vorhang, und zwei dinge passieren: "nach deinem fall" ist, wieso nicht, das fallen des vorhangs: zu sehr bedeckt der noch das bild des lesers. und irgendwie müsst dieser vorhang wenn schon denn schon am anfang aufgehen erstmal. wo bleibt der applaus?

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