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Thema: Verkannte Wahrheiten der Weltgeschichte - von 1889 bis heute

  1. #1
    Chefchen Avatar von aerolith
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    Verkannte Wahrheiten der Weltgeschichte - von 1889 bis heute

    Rosa Luxemburg war alles andere als eine Kämpferin für die Freiheit! So ist jedenfalls mein Schluß nach dem Lesen des folgenden Beitrags:

    erstellt im Beitrag Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden

    „Jawohl: Diktatur!“ (Hermann Schubart) Seit etlichen Jahren hat ein Wort der linksradikalen Theoretikerin und Agitatorin Rosa Luxemburg einen beträchtlichen Anklang in der politischen Landschaft Deutschlands gefunden. Es ist der häufig zitierte Satz: „Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden.“ Dieses Zitat wird von Linksradikalen, Linken, Linksliberalen und Liberalen der verschiedenen Schattierungen immer wieder als Ausdruck der wahren und korrekten politischen Gesinnung aufgegriffen und verständnisinnig weitergereicht. Selbst Politiker rechts von der Mitte greifen es zustimmend auf. Rosa Luxemburg als Vertreterin einer echten liberalen Gesinnung, dieses Bild ist durch dieses Zitat nachhaltig beeinflußt oder vielleicht sogar erst geschaffen worden. Aber wo hat dieser Satz seinen Ursprung? Wo steht er überhaupt? In welchem Zusammenhang bekommt er seine eigentliche Bedeutung?
    Dieser Satz steht in einem unvollendeten Manuskript, in dem Rosa Luxemburg sich mit dem bolschewistischen Staatsstreich 1917 in Rußland und der Regierungspraxis Lenins auseinandersetzt. Von den verschiedenen Herausgebern hat dieses Manuskript dann die Überschrift „Die russische Revolution“ bzw. „Zur russischen Revolution“ erhalten.
    Der Text ist in vier Abschnitte gegliedert. Im ersten Abschnitt rühmt sie die Bolschewisten wegen ihres welthistorischen Experiments, bei dem ihnen allerdings nicht alles vollkommen gelungen sei. Im zweiten arbeitet sie als deren Ziel die „Alleinherrschaft der radikalsten Partei“ heraus und betont „die ganze Macht in (den) Händen der ... Sowjets“, wobei sie Kautsky und Scheidemann scharf kritisiert. Nicht mit Mehrheiten sei die Diktatur des Proletariats zu erreichen, sondern nur mit der revolutionären Taktik gelange man zur Mehrheit und dem Endziel des Sozialismus. Im dritten Abschnitt kritisiert sie Lenin scharf wegen der Fehler bei der Bodenenteignung und dem Vorgehen gegenüber den Nationalitäten, wobei sie sich vehement gegen das Selbstbestimmungsrecht in Position bringt. Der vierte Abschnitt nun beschäftigt sich unter anderem mit dem „Mechanismus der demokratischen Institutionen“. Ihr Ideal ist dabei eine dauernde Wechselwirkung zwischen den Gewählten und der Wählerschaft und der ständige Einfluß der Stimmung der Massen auf die gewählten Körperschaften.
    Lenin wirft sie die Beseitigung der Demokratie vor, sie selbst vertraut auf die breiten Volksmassen. Daß Lenin das Wahlrecht nur auf bestimmte Gruppen einschränkte, wird von ihr ausdrücklich gutgeheißen, denn das Wahlrecht ist „kein ernsthaftes Werkzeug der proletarischen Diktatur“; dieses verschiebt sie auf die Zukunft. Alle Mittel des Drucks gegen Bürgerliche seien erlaubt, „um den Widerstand mit eiserner Faust zu brechen“. Mit Lenin ist sie für Pressefreiheit und freies Leben in Vereinen und Versammlungen, aber nicht für Bürgerliche. Für die Herrschaft breiter Volksmassen sei ein gesundes öffentliches Leben nötig (das Trotzki aber abgewürgt habe), doch es müsse zur Erziehung der ganzen Volksmasse eine politische Schulung vorangehen, dies sei auch bei den Bolschewiken nötig gewesen. Nun fällt der in Frage kommende Satz von der Freiheit der Andersdenkenden.
    Zunächst fällt auf, daß er in der wissenschaftlichen Ausgabe ihrer Schriften nur in einer Fußnote erscheint! Im Original des Manuskriptes steht dieser Gedanke nur als Bemerkung „am linken Rand ohne Einordnungshinweis“, das bedeutet, daß er nicht im ursprünglichen Textzusammenhang geschrieben, sondern als späterer Nachtrag hinzugefügt worden ist. Die Plazierung dieses häufig zitierten Satzes in einer Fußnote durch die Herausgeber der „Gesammelten Werke“ (Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED) ist wissenschaftlich korrekt, denn sie entspricht dem ursprünglichen Text.
    Auch wenn Rosa Luxemburg diesen Zusatz nicht punktgenau in den ursprünglichen Text eingefügt hat, so ist doch klar, an welcher Stelle sie ihn hat haben wollen. Es ist die Stelle, wo sie von der „intensivsten politischen Schulung der Massen und Sammlung der Erfahrung“ spricht. Freiheit ist für sie also offenbar nur dann sinnvoll, wenn diese Schulung vorausgegangen ist. Eine so präparierte Volksmasse werde dann „in Freiheit“ schon in ihrem, das heißt Luxemburgs Sinne das Richtige entscheiden und den Fortschritt zur Diktatur des Proletariats voranbringen. Mit der Distanzierung in dieser Frage von Lenin und Trotzki wird auch ein eigener Führungsanspruch deutlich.
    Für die Machthaber in der früheren DDR kann dieser Befund über das Manuskript nicht ganz so unwillkommen gewesen sein, denn so konnte dem Lesepublikum damals, sofern es auf den Gedanken gekommen wäre, nun unter Berufung auf Rosa Luxemburg Freiheit einzufordern, deutlich gemacht werden, daß solche liberal-demokratischen Anwandlungen eben nur Nebengedanken gewesen und an bestimmte Voraussetzungen gebunden seien.
    In der 1968 in der Bundesrepublik erschienenen Ausgabe der „Politischen Schriften III“ ist der fragliche Satz aus dem minderen Rang einer Randbemerkung in den ursprünglichen durchlaufenden Textzusammenhang hinaufgehoben worden. Dies ist insofern eine Verfälschung, als diese Vorgehensweise durch den Herausgeber Ossip K. Flechtheim auch nicht andeutungsweise gekennzeichnet wird. Er kann zwar für sich in Anspruch nehmen, daß es sich um ein unvollendetes Manuskript handelt. Aber er präsentiert hier dem Lesepublikum im Westen eine Rosa Luxemburg, wie er sie offensichtlich gern hätte, denn wie sie bei einer nochmaligen Durcharbeitung des Textes zu einem späteren Zeitpunkt und in einer anderen Situation anläßlich einer Veröffentlichung ihres Manuskriptes mit den Randbemerkungen verfahren wäre, ist reine Spekulation.
    [..]



    Das ist eine große Enttäuschung für mich.

  2. #2
    Chefchen Avatar von aerolith
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    AW: Verkannte Wahrheiten der Weltgeschichte - von 1889 bis heute

    Die Weltbanken und die britische Regierung verhinderten 1940/41 die Verwirklichung des vom Reichsbankdirektor Schacht gemachten Vorschlags einer Massenevakuierung der "jüdischen Volksfeinde" aus moralischen Gründen. (zitiert nach E.R. Carmin: Das schwarze Reich. Hamburg 2002. S. 23.)
    Wörtlich heißt es: "Da könnte man ja auf die Idee kommen, daß die Weltbanken und GB 1940/41 die von Hitler über Hjalmar Schacht vorgeschlagene Massenevakuierung der 'jüdischen Volksfeinde' aus moralischen Gründen verhinderten, denn sonst hätte es möglicherweise kein notwendiges Auschwitz und Bergen-Belsen gegeben."

    weiterführender Link: http://www.shoa.de/madagaskar_plan.html (Link führt weiter auf wikipedia-Seite)

    Der Autor ging in diesem nicht mehr funzenden Link davon aus, daß auf einer Insel, die ca. 800000 km² groß ist, nur 2000 Menschen leben können!?
    Dann sagt und behauptet er, GB hätte 1940 D bereits besiegt. Das ist auch ein bißchen blöd, zumal er daraus den Schluß zieht, daß Hitler nunmehr beschlossen hätte, die Juden mit den Russen zusammen zu töten. Vielleicht hatte er das immer vor, das kann ich jetzt nicht entscheiden, aber 1940 war der Krieg gegen England nicht entschieden. Das kann ich Dir versichern. (Er war es schon lange vorher, nämlich 1880, will man der saturday review Glauben schenken, die schrieb: "Wenn Deutschland heute vernichtet wird, so gibt es keinen Engländer, der morgen nicht dadurch um so reicher würde. Sollten Völker etwa nicht einen Krieg führen um einen Millionenhandel? Aus tausend Eifersüchteleien wird sich ein ungeheurer Krieg entzünden, und das Ende wird die Niederlage Deutschlands sein. Dann werden wir die Völker Europas einladen: Da liegt Deutschland, kommt und nehmt euch ein Stück davon.")

    Über die geheimen Verhandlungen zwischen Schacht, den Weltbanken und GB steht in dem shoa-Artikel nichts. Darüber hätte ich gerne einen Link.

  3. #3
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    AW: Verkannte Wahrheiten der Weltgeschichte - von 1889 bis heute

    Man will es kaum glauben, aber die russische Revolution 1917 ist von amerikanischen Bankiers zumindest mitfinanziert wurden.
    Ein Neu Yorker namens Johann Schiff stattete Leo Trotzki mit 20 Millionen Dollar und einem amer. Paß aus (man kann ja nie wissen!), als der 1917 nach Rußland zurückkehrte, um seinen Plan einer Weltrevolution umzusetzen. Hinter Schiff stand die General Electric, die im Jahre 1927 einen 600 Milllionen Dollar-Auftrag des russischen Staates (bezahlt wurde in Gold) erhielt, die Materialien zur Verfügung zu stellen, die für die Elektrifizierung Rußlands notwendig waren. (kein schlechtes Schnäppchen, meine Herren)

    Eine andere mir neulich untergekommene ungeheuerliche Wahrheit der Weltgeschichte: Es gab einige wichtige Juden, die die Nazis finanziell unterstützten. So gehörten einige Juden dem Vorstand vom Zeitungskonzern HEARST an (Neu York Times, Chikago Tribune, Sunday Times), der in diversen Blättern in den zwanziger Jahren Hitler als den kommenden Mann Europas beschrieb.
    In Deutschland unterstützte der Chef von RHEINBRUNN AG, Silverberg, die Nazis, um sie zu lenken. Ehrenarier ("Wer Jude ist, bestimme ich!", Göring) wurden Oppenheim (Kölner Bankhaus) und Pferdmenges, saß zudem im Vorstand von General Electric - die schon wieder -, in dem noch andere Juden saßen, die ca. 30 Millionen Dollar für Hitlers Bewegung beisteuerten. Die andernorts (Lenins reise nach Rußland) bereits genannte Verbindung zwischen Warburg (Amerika) und Warburg (Deutschland) bestand auch in den zwanziger und dreißiger Jahren, dazu das Bankhaus Kuhn und Loeb, die unterstützten und sich über diverse amer. Firmen in die (u.a. deutsche) Aufrüstung einkauften.

    Wohlgemerkt, lange bevor es zu einem Krieg kam, sickerten Millionen in eine politische Bewegung, die sich u.a. die Ausrottung der Juden auf das blutige Tuch geschrieben hatte. Über die eigentlichen Absichten habe ich hier aber noch gar nichts zu sagen.

  4. #4
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    Cfr

    Das bildungspolitische Ziel des CFR besteht seit jeher darin, egalitäre (für die einen nennt sich das sozialistisch, für andere faschistisch, was aber aufs inhaltlich Gleiche hinausläuft) Prinzipien in die Welt zu bringen. Zu diesem Zwecke wurden die Ideen von Dewey seit den 30er Jahren in den USA unterstützt, die darauf hinauslaufen, Jugendlichen das Gefühl ihrer Gleichheit einzuimpfen. Das Gleichgewordene nämlich läßt sich besser steuern. Das Verschiedene dagegen bedarf verschiedenster Suppositionen, das aber ist eine Hürde, die die Menschheit bislang nicht übersprang. (Trotzdem bleibt genau das eben unsere Aufgabe, diesen Sprung immer wieder zu wagen.)

    Es nimmt also kein Wunder, daß die Rothschilds den sowjetischen Außenhandel abwickelten, daß die Rockefellers immer und ewig sozialistische Ideen in sehr vielen kleinen und kleineren Projekten nicht nur finanziell unterstützten. Das ist eben kein Widerspruch, denn Gleichheit und Gerechtigkeit unterscheidet einiges. Der CFR (die Kommunisten und die Faschisten gleichermaßen) aber will Gleichheit, keine Gerechtigkeit, will Unitarismus und den Weltstaat, will die absolute Kontrolle, aber nicht die Vereinigung der Vielen, die sich selbst bestimmen. Es ist also eine Lüge, wenn Kapitalismus und Sozialismus/Faschismus als Gegenpole und Feinde gesehen werden sollen; sie sind zwei Seiten einer Münze.

    Der eigentliche Gegenpol besteht zwischen Kapitalismus und Humanismus.

  5. #5
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    The Six Beatles

    Die Magdeburger Band THE SIX BEETLES behauptet steif und bein, daß es sechs Beatles gegeben hätte. Muffty und Druffty (weiß jetzt nicht, wie ich die schreiben soll) seien im Keller eingesperrt gewesen, hätten aber die meisten Titel der Beatles geschrieben, die da Verlust, Angst, Hilflosigkeit und dies alles thematisierten. Beispiele? HELP, WITH A LITTLE HELP, COME TOGETHER, LET IT BE, EIGHT DAYS A WEEK...

    Interessante These: Man könnte die Beatles ihres Saubermann-Images entkleiden, indem ein kleines Büchlein diese These aufnimmt und das gängige Klischee der sauberen Beatles so gegen den Strich kämmt.

    Eine Geschichte: Zwei Beatles sind im Keller eingesperrt und müssen Songs schreiben. Sie sind häßlich und dürfen in der Öffentlichkeit nicht gezeigt werden. Freiheit wird erkauft. Denn, wie wir heute wissen: Es ist immer alles ganz anders.

  6. #6
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    Hjalmar Schacht

    Hjalmar Schacht verfocht das Konzept der Integration Deutschlands in die Weltwirtschaft. Der Westen, vor allem die USA, verhinderte diese langfristig angelegte Reintegration Deutschlands. Schacht wurde entlassen und es gewannen diejenigen die Oberhand, die den Autarkie-Ansatz verfolgten. Dieser sah vor, Deutschland einen eigenen funktionierenden Wirtschaftsraum zu erschließen, was nur über die Erweiterung von Lebensraum möglich schien.
    Nebenprodukt dieser Geschäftigkeit war der Antikomintern-Pakt mit Japan, der den künftigen Feind quasi geographisch markierte.

    Besonders süffisant ist, daß Schacht anfangs ein eigenes Autarkie-Konzept entwickelte, das er um 1935 aufgab. Seine Verbindungen zur britischen Hochfinanz machten seine Stellung sehr ambiguin.

    Weitere Forschungen zu dieser Figur der finanziellen Aristokratie stehen aus.

  7. #7
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    Hunnenrede

    Stichwort HUNNENREDE des Kaisers 1900:
    Sie ist die heute am häufigsten zitierte Rede Kaiser Wilhelms II. und das, obwohl sie kurz nach den Ereignissen um den Krieg in China (Boxeraufstand) fast schon wieder vergessen war. Der britische "Daily Telegraph" kommentierte sie seinerzeit, daß "dies wohl die einzige Sprache sei, die die Asiaten verstünden." Im Ausland hatten Wilhelms markige Worte zunächst keineswegs so katastrophal gewirkt, wie heute immer wieder gerne dargestellt wird. Martialische Reden war man im Zeitalter des Nationalismus und Imperialismus gewöhnt und Kaiser Wilhelm II. bildete da keine Ausnahme. Erst nach dem Ausbruch des 1. Weltkrieges entsann man sich in den reichsfeindlichen Kreisen der Kaiserrede von 1900 und stellte die in den Dienst der Greuelpropaganda zur Begründung deutscher Schuld am ersten Krieg, wonach "die Deutschen, wie einst ihre Vorfahren, die Hunnen (!), mordend vergewaltigend, brennend und sengend die Länder verheerten."

    Die Ironie dieser Episode ist, als die deutschen Soldaten endlich in China eintrafen, waren die eingeschlossenen Gesandtschaften in Peking längst von internationalen Truppen (v.a. Russen und Japaner) befreit worden. Der Oberbefehlshaber der europäischen Interventionstruppen Graf Waldersee konnte nur noch militärisch eher unbedeutende, kleinere Aktionen durchführen lassen.

    Lektorierter Text aus www.deutsche-schutzgebiete.de/hunnenrede.htm, worüber auch der vollständige Wortlaut der "Hunnenrede" erlesen werden kann.

  8. #8
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    Hunnenrede

    Stichwort HUNNENREDE des Kaisers 1900:
    Sie ist die heute am häufigsten zitierte Rede Kaiser Wilhelms II. und das, obwohl sie kurz nach den Ereignissen um den Krieg in China (Boxeraufstand) fast schon wieder vergessen war. Der britische "Daily Telegraph" kommentierte sie seinerzeit, daß "dies wohl die einzige Sprache sei, die die Asiaten verstünden." Im Ausland hatten Wilhelms markige Worte zunächst keineswegs so katastrophal gewirkt, wie heute immer wieder gerne dargestellt wird. Martialische Reden war man im Zeitalter des Nationalismus und Imperialismus gewöhnt und Kaiser Wilhelm II. bildete da keine Ausnahme. Erst nach dem Ausbruch des 1. Weltkrieges entsann man sich in den reichsfeindlichen Kreisen der Kaiserrede von 1900 und stellte die in den Dienst der Greuelpropaganda zur Begründung deutscher Schuld am ersten Krieg, wonach "die Deutschen, wie einst ihre Vorfahren, die Hunnen (!), mordend vergewaltigend, brennend und sengend die Länder verheerten."

    Die Ironie dieser Episode ist, als die deutschen Soldaten endlich in China eintrafen, waren die eingeschlossenen Gesandtschaften in Peking längst von internationalen Truppen (v.a. Russen und Japaner) befreit worden. Der Oberbefehlshaber der europäischen Interventionstruppen Graf Waldersee konnte nur noch militärisch eher unbedeutende, kleinere Aktionen durchführen lassen.

    Lektorierter Text aus www.deutsche-schutzgebiete.de/hunnenrede.htm, worüber auch der vollständige Wortlaut der "Hunnenrede" erlesen werden kann.

  9. #9
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    Hubertus Knabe

    Hubertus Knabe hat sich einer Lüge angenommen und ein Buch geschrieben: "Tag der Befreiung?" (Propyläen)


    Zurecht meint er, daß 1945 keiner der Alliierten nach Deutschland kam, um die Deutschen zu befreien. Wenn man das heute den Menschen so verkauft, dann ist das eine Lüge. Viele haben das so oft gehört, daß die Alliierten als Befreier kamen und glauben das inzwischen.

  10. #10
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    Nazi-Schatz

    Der Goldschatz der Reichsbank, den die Amerikaner im April 45 bei Merkers (Thüringen) sicherten, besaß einen Umfang von ca. 10000 Tonnen. (FTD, 6.5.2005, S. 12) [Nennwert 5.7.2016: 3.463.000.000.000 €, also etwa 3,5 Billionen €]


    Ich wußte nicht, daß es so viel war. Allerdings könnte ich mir diesen Berg gut vorstellen, denn wenn die Nazis den Franzosen das Gold weggenommen haben, die um 1930 bereits 3800 t besaßen und dann selber noch in Europa einsammeln gingen, dann sind 10000 t durchaus vorstellbar.

    Andere berichten von lediglich 100 t, dritte von 10000enden Kunstwerken...

    kaiseroda_45.jpg

  11. #11
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Verkannte Wahrheiten der Weltgeschichte - von 1889 bis heute

    Der Einfachheit halber habe ich mal die 30 Millionen Sowjets und 6 Millionen Juden zusammengezogen, die anderen Opfer Nazideutschlands habe ich mal außen vorgelassen, damit der kosmopolite Aerolith nicht gleich Pipi in die Augen kriegt: jeder von ihnen hat den Nennwert von 0,270 Gramm Gold zu Deinem nazideutschen Goldschatz beigetragen, ein Goldzahn wiegt etwa 20 bis 50 Gramm je nach Herstellungsverfahren, eine sowjetische Maschinenfabrik im Jahre 1940 etwa 50 Kilogramm in Gold. Aerolith, manchmal frage ich mich, ob bei Deiner ABC-Ausbildung die Gasschutzmaske jedesmal wirklich dicht gewesen ist, denn manche Deiner Kommentare, nehmen wir beispielsweise mal "Kritik am Kapitalismus ist gleichzeitig Kritik am Judentum", lassen Dich nicht unbedingt als Geistes größtes Kind erscheinen, aber mach mal weiter, denn seitdem das Wolkensteinforum auch ergooglet werden kann, prophezeihe ich, dass Du durch genau solch stumpfe und unreflektierte Äußerungen so manchen Nationalidioten hier anziehen wirst, der genau nach solcher "Wissens"-Vermittlung lechzt.

  12. #12
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    Götz Aly

    götz aly, hitlers volksstaat.

    ein buch, neu, nach freigabe der reichsfinanzarchive geschrieben, (bzw. was von den unterlagen nicht durch die nachfolgeregierung(!) zerstört wurde, um jüdische rückzahlungsansprüche zu vermeiden):
    kernthese: der holocoust als massenRAUBmord an den juden, mit der folge (oder der vorgelagerten absicht?) der sanierung der kriegskasse und sozialer "käuflichkeit" der bevölkerung.

    ich habe es selbst nicht gelesen, nur rezensionen, aber ein interview mit aly gesehen. er ist sehr vorsichtig, keine regreßdiskussionen aufrühren zu wollen, dreht für mein gefühl das ganze vom kapital weg hin zu einer these, wonach die deutschen nicht überwiegend antisemitisch gewesen seien, sondern dem "sozialismus", den sozialen wohltaten des nationalSOZIALISmus (von diesen mit jüdischen kapitalmitteln bewirkt) erlegen seien.

    das ist so neu nicht, war diese schuldenbefreiung auch im mittelalter mit ein grund der pogrome, doch gewinnt die nicht steigerbare inhumanität hier auch eine klar kapitalistische komponente, die bislang nicht so im bewußtsein war.

    wessen also waren die 100.000 tonnen? sind sie in amerika dann nicht richtig?
    waren sie das ziel dieses kriegs nach innen oder nur ein "nebenprodukt"? (ist von der faktenlage so zynisch, daß einem schlecht wird)

  13. #13

    Milchmädchenrechnung

    Gift, Du willst streiten?
    Ich glaube, Du siehst das zu einfach, machst hier eine Milchmädchenrechnung auf. Die zudem nicht mal so stimmt. 10000 Tonnen sind 10 000 000 Kilogramm. Bei Deinen 36 Millionen Toten - wobei es in Rußland nur 20 Millionen Tote gab, die sicherlich alle bis an die Zähne mit Gold bewaffnet waren - ergibt das dann je Totem 300 Gramm Gold, nicht 0,27 Gramm. Du gehst zudem davon aus, daß jedem Toten das Gold aus dem Mund gebrochen wurde, auch denen, die nichts hatten? Du gehst davon aus, daß jede zerstörte Fabrik zu 50 Kilogramm Gold verhüttet wurde? Na aber! Da hätten wir ja in Rußland einige Hüttenwerke, Schmelzöfen, Anlagen hinbauen müssen. Abgesehen davon verkennst Du den Charakter dieses Krieges, den zuerst die Nazis als Vernichtungskrieg führten, nicht als Raubkrieg.

    Du hast das Wesen meines Forums bis heute nicht begriffen. Ich sammle alles mögliche, was nicht unbedingt in die herkömmlichen Lesarten passen will, ich rede über alles mögliche. Was ich gegen Rechte habe, habe ich in in meinem Verschwörungsordner und meinem artifiziellen Selbstverständnis-Ordner dargelegt. Was ich gegen Linke habe, wird noch folgen. Am schlimmsten für mich sind aber jene oberflächlichen Psilophen, die schematisch, pawlowsch wie Hunde, bellen, wenn sie den einen oder anderen Gedanken lesen, den sie seit ihrer Jugend in dem einen oder anderen Zusammenhang zu denken glauben müssen. Leute, die mich dann in diese anerlernten schematischen Korsetts drücken wollen, kann ich nicht gebrauchen. Da lasse ich zuviel Kraft in der Auseinandersetzung, die ich für die Durchsetzung meiner Pläne benötige. Lies einfach in den entsprechenden Ordnern nach, such Dir die Antworten auf Deine Vorwürfe heraus, damit ich mich hier nicht wiederholen muß!

    Ich habe keine Furcht vor irgendwelchen Auseinandersetzungen, aber ich will mich nicht wiederholen. Mit einem Nazi setze ich mich auch gerne auseinander. Solchen Leuten sage ich auf den Kopf zu, daß sie undeutsch handeln. Das macht sie verrückt. Und genau das denke ich über diesen ganzen Nazi-Spuk, daß er undeutsch war. Aber das erkläre ich Dir Selektivwahrnehmer nicht, sondern einem potenziellen Nazi, der sich hierher verirrt. Dir sage ich bloß, daß ich Dich nicht mehr gebrauchen kann. Abflug!

    Ich sehe das Judentum als kernkapitalistisch; eine diesbezügliche Gleichung ist für mich statthaft. (Lies Thomas Manns "Joseph", dann verstehst Du vielleicht noch besser, was ich meine!) Kapitalismus hat Vorteile und Nachteile, er hatte für mich seine Zeit. Deutschtum setze ich mit Humanismus gleich. Auch der hat Vorteile und Nachteile. Und seine Zeit. Amerikanismus ist für mich Imperialismus. Der ist noch. Slawentum hat für mich sehr viel mit bäuerlicher Grundordnung zu tun, Araber sind Feudalisten... Usw. Alle Völker zusammen sind Welt und bringen ihre Prinzipien in den Schmelztopf der Menschheit, haben ihre Funktion, ihre Aufgabe, keine besser oder schlechter als die andere, alle mit Vorteilen und Nachteilen gegenüber den anderen. Es darf bloß nicht dazu kommen, daß sich ein Prinzip vollends durchsetzt und die anderen vom Tisch haut, dann entsteht Ungerechtigkeit. Neue Ungerechtigkeit, die alte exponiert. Und die Statthalter der Ungerechtigkeiten sind die Psilophen, die durch ihre schematischen Denkmuster diese statuieren helfen, statt ihrer Pflicht nachzukommen, mit den Mustern aufzuräumen, sie auf ihre Gründe zurückzuführen und so transparent zu machen, damit sich jedes Menschlein entscheiden kann, welchem Prinzip es selbst folgen will, selbst ausleben will. Ich glaube, hier liegt eines Deiner Hauptprobleme, was sich mir in Deinen Beiträgen hier offerierte, Du bist ein entwurzelter Tagelöhner, der seinen Platz erst noch finden muß. Geh und suche ihn! Dann komm wieder!

  14. #14
    Kurzvormabschussiger
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    Erzüberzeugungen und Nazi-Gold

    Die Erz-über zeugungen des Aerolith, ein wahrlich weites Feld. Vielleicht erzählst Du uns ja mal, wie Du Dir das mit der Herkunft des Nazigoldes vorstellst - unter Berücksichtigung der Tatsache, daß Deutschland am Vorabend des Krieges faktisch bankrott war.



    Hier noch etwas Lesestoff, zu Mann & den Juden



    und zu Herkunft und Verbleib des Goldes

  15. #15
    Kurzvormabschussiger
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    Hedgefonds

    Jüngst machte mich ein Bekannter, dem ich auf dem Gebiet Kompetenz zusprechen würde, schriftlich zum Thema Hedgefonds auf folgendes aufmerksam:

    "Der Name Hedgefond geht auf Carol J. Loomis zurück. Sie verfasste im Jahre 1966 einen Artikel im Fortune Magazin über einen Mann namens Alfred Winslow Jones, Über den es Gründe gab, zu glauben, dass er der beste professionelle Vermögensverwalter von Kundengeldern ist. Im Jahre 1949 brachte besagter Jones 100,000 US-Dollar auf (von denen 40% sein eigenes Geld war), gründete eine Limited Partnership, eine der deutschen Kommanditgesellschaft ähnliche Unternehmensform, und begann, teilweise fremdkapitalfinanziert, mit dem Kaufen und Leerverkaufen von Aktien. Im Jahre 1952 wandelte Jones seine Anlagegesellschaft in eine General Limited Partnership, eine der GmbH & Co. KG verwandte Unternehmensform, um und begann eine Performancegebühr von 20 Prozent der Wertsteigerung zu verlangen.

    This one fellow was responsible for combining short selling, leverage, incentive fees, and shared risk-the four most common characteristics of the classic hedge fund-into one investment package.

    Der Vorteil dieses Investmentvehikels lag in der durch die Rechtsform gegebenen beinahe uneingeschränkten Veranlagungsmöglichkeiten und dem damit verbundenen hohen Ertragspotential.
    Die Bezeichnung Hedgefond geht auf die von Jones verfolgte marktneutrale Strategie zurück. Bei einer derartigen Strategie wird eine Hälfte des vorhandenen Vermögens zum Kauf von durch den Manager als unterbewertetet eingestuften Wertpapieren
    verwendet, während die andere Hälfte zum Leerverkauf von als überbewertet deklarierten Wertpapieren genutzt wird. Dadurch galt das gesamte Portfolio des Fonds als gegenüber dem systematischen Risiko (Marktrisiko) gesichert (gehedged).

    Wie sieht es nun in der Realität aus?

    Die Armut Südamerikas, sowie der Zusammenbruch der asiatischen Wirtschaftsräume, die in den 80ern noch ehrfürchtig als Tigerstaaten bezeichnet wurden, geht allein auf das Konto eines einzigen Hedgefonds, dem vom George Sorros, im Auftrag der Rothschildbank, gesteuerten Quantum Fonds, in dessen Reihen sich drei Nobelpreisträger als mathematische Berater befinden.

    Nach der Vernichtung des Europäischen Floatingsystems der Währungen (Zerstörung des Britischen Pfundes), folgte zunächst die Vernichtung der mexikanischen Währung, dann der argentinischen und brasilianischen.
    Schließlich wurden die asiatischen Staaten ruiniert.
    Der letzte Schritt sollte die Zerstörung des japanischen Yens sein, was jedoch, ebenso wie der Angriff auf die Mark, an den Billionen Dollar schweren Devisenreserven der (zurecht) paranoiden Japanischen Landesbank scheiterte.

    Seit der Jahrtausendwende ist Herr Sorros, nach Einstreichung von rund 10 Mrd. Dollar Provision, übrigens ein strikter Verfechter der Devise: Hedgefonds müssen verboten werden!

  16. #16
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    Adolf Schicklgrubers Judenhaß

    Eine der bislang nicht gelösten Fragen lautet: Wie konnte aus dem harmlosen Vorkriegsmaler Adolf Schicklgruber-Hitler, der zudem eher als Müßiggänger einzuschätzen war, ein rastloser Arbeiter, ein "fanatischer Wiedergänger der nationalen Schandesauflösung" werden?

    Die Psychohistorie bemüht sich hier um eine Lösung, ob sie plausibel ist, möchte ich nicht behaupten, aber sie ist zumindest nachdenkenswert: Nachdem Hitler am 15.Oktober 1918 (nach dem Waffenstillstand) einer englischen Gelbgasgranate ausgesetzt war, wurde er blind und ins Lazarett nach Pasewalk verbracht. Der Krankheitsverlauf bei einer solchen vorübergehenden Blindheit ist in etwa der, daß anfangs eine hysterische Apathie wegen des dem Körper unbekannten Zustandes der Blindheit nach ca. drei Wochen allmählich neuem Lebensmut weicht, denn dann läßt die Blindheit nach.
    Nun aber erfuhr Hitler am 9.November von der Revolution, die Besserung kippte zurück in hysterische Blindheit. Heilung ist hier nur über Sprache möglich, eine Aufbautherapie des Egos mußte her. Den Job übernahm der deutsch-tschechische Jude Dr.Weiß. Er heilte Hitler mit den Worten: "Sie müssen blind an sich glauben, dann werden Sie aufhören, blind zu sein... Mit Österreich ist es zu Ende, aber mit Deutschland nicht."
    Als Hitler das begriffen hatte, hatte er eine Aufgabe. Er wurde gesund und stürzte sich rastlos in seine Aufgabe, die da lautete: die Niederlage ungeschehen machen, die Juden beseitigen.

    Denn, das vergaß ich hier noch zu erzählen: Bei solchen Therapien kommt es manchmal zu Fehlleitungen. Hitler verband die englische Giftgasgranate irgendwie mit dem deutsch-tschechischen Juden Weiß und dem Tod seiner Mutter, die nach einer (ihrerzeit übliche) Jodoformbehandlung eines jüdischen Arztes zur Behandlung von Brustkrebs (Heilungschance 1907 3%) starb. Daher (u.a.) der Judenhaß!

  17. #17
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    Urania-Meyer und die Welteislehre

    Um 1900 tobte in Wien eine Pressefehde zwischen Urania-Meyer aus Berlin und dem wiener Astronomen Palisa. Es ging um kosmisches Eis. Meyer meinte, es sei ein Hirngespinst, Palisa dagegen glaubte daran, daß jährlich tausende Tonnen kosmisches Eis auf die Erde stürzten, so auch das Wasser auf die Erde gekommen sei.
    Nahrung erhielt diese später von Hörbiger in der Welteislehre ausgebaute These durch ein Vorkommnis im Wadi Urirlu, in dem ein Wolkenbruch ca. 1 km² derart unter Wasser gesetzt hatte, daß nicht wenige ihre Annahme einer Eiseinschußtheorie bestätigt sahen, denn wo sollte in der Wüste eine derartige Menge Wasser plötzlich herkommen?

    Die Wahrheit über die Herkunft unseres Wassers liegt demnach im Kosmos.

  18. #18
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    Lebenslüge der BRÖ

    Eine der großen Lügen des 20. Jahrhunderts ist die Lebenslüge der Bundesrepublik Österreichs, daß Hitler Österreich okkupierte, mithin Österreich das erste "ausländische" Land gewesen sei, das von Nazi-Deutschland okkupiert worden sei.

    Heuer jährt sich der Anschluß zum siebzigsten Mal.

    Die historische Wahrheit (also etwas, was aus dem Kontext seiner Zeit verstanden werden muß und nicht der Interpolation gehorcht) aber ist, daß dieser "gewaltsame" Anschluß mit dem Willen der übergroßen Mehrheit der Östmärker erfolgte. Und das war keine momentane und durch Propaganda oder dergleichen gesteuerte emotionsgeladene Eruption eines lenkbaren Massenwillens, sondern gespeist aus dem tiefen Bedürfnis der Deutschen Österreichs, auch staatlicher Bestand-Teil eines Reichs zu sein, nicht anders als bei Sachsen, Thüringern oder Falen.

    Man bedenke hier immer das Anschlußverbot von 1919, die antideutsche (kleindeutsche) Reichsgründung von 1871 und Österreichs deutschen Beruf, wie ihn Bismarck noch 1888 formulierte und Österreich-Ungarn bis 1918 wahrnahm.

    So lange man diese Lüge,also die Behauptung, daß der "Anschluß" gegen den Mehrheitswillen der Österreicher erfolgte, Jahr für Jahr, wie kürzlich erst wieder im ZDF, aufpoliert, werden wir Deutschen es lernen müssen, mit der Lüge zu leben. Was das für das Seelenleben eines Volkes bedeuten mag, erleben wir jeden Tag. Es frißt die Seele auf und wirkt selbstzerstörerisch.

    Unsere armen Kinder! - Und, ja, ich bin ein Patriot.

  19. #19
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    Obstplantagen statt Wüsteneien

    1948 beschlossen zahlreiche arabische Staaten, Israel auszulöschen. Sie forderten die arabischen Bewohner Israels auf, ihre Wohnsitze zu verlassen und einstweilen in Anrainerstaaten Unterschlupf zu finden. Man wolle sich nicht erst lange damit aufhalten, Personalien festzustellen und würde auf alles schießen, was sich in den Weg stelle.

    Israel siegte bekanntlich. Auch mit Hilfe zahlreicher Araber, die in Israel blieben und ihre Stammesfeindschaften pflegten. Zum Lohn wurden diese Araber zu Israelis, sie bekamen die israelische Staatsbürgerschaft. (deshalb immer zwischen Juden und Israels unterscheiden!) Die einstweilen ausgewanderten Araber durften nach dem Krieg nicht wieder zurück und fristeten in zahlreichen konzentrationslagerähnlichen Aufenthaltsorten ihr Dasein, den Haß sowohl auf die reichen Ölscheichs wie auch die Israelis pflegend, denen sie ihr Unglück zuschrieben. In den anrainenden arabischen Staaten dagegen wurden und werden sie als Fremdlinge und Unerwünschte behandelt. Zudem sehen diese Ausgewanderten, wie die Israelis aus unfruchtbaren Wüstenstrichen fruchtbare Obstplantagen mach(t)en und beißen sich darob nur noch mehr.

    Diese Zustände erklären die verzwickte Lage in Nahost.

  20. #20
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    Reichsverräter

    Reichsverr?ter:

    Auch wenn es politsich nicht korrekt ist, mir wurscht, ich pflege die Holländer udnh Schweizer so zu nennen. Insbesondere aber die Holländer.

    Es gibt mehrere Gründe dafür.

    Der wichtigste Grund liegt im Westfälischen Frieden. Es war dies eine Zeit, in der das Reich politisch, wirtschaftlich und moralisch am Boden lag. Daß sich der Erzfeind Frankreich in dieser Zeit Gebiete aus dem Reich schnitt, ist dem nicht übel zu nehmen. Das liegt in der Natur der Sache. Daß aber die zum Reich gehörigen Holländer diese Situation benutzten, um sich selbständig zu machen, ist Verrat. Denn darin zeigt sich gerade christliche Nächstenliebe und Verantwortungsbewußtsein, Freiheits- und Selbstbehauptungswillen, wenn man in Notzeiten zusammensteht. Statt dessen war die Selbständigkeitserklärung der holländischen Provinzen nicht nur eine Verzichtserklärung am Wieder- bzw. Neuaufbau des Reiches, sondern vor allem durch Eigennutz und Selbstliebe gekennzeichnet. Eine pragmatische Entscheidung, keine verantwortungsbewußte.

    Der zweite Grund für meine Bezeichnungsbenutze liegt im Verhalten Hollands während des ersten großen Krieges im 20.Jhd.. Kurz zuvor hatten die Buren im Burenkrieg von den Engländern erfahren, was es heißt, in seiner Freiheit beschnitten zu werden. Sie wurden in Konzentrationslager gesperrt und ermordet. Das Reich hatte die Buren so gut es ging unterstützt, nicht weniges ist über Deutsch-Südwest gelaufen. Eine offene Unterstützung hätte sofortigen Krieg in Europa bedeutet. Während des Ersten Weltkrieges sympathisierten die Holländer so zwar mit den Mittelmächten, konnten sich aber auch hier nicht entschließen, ihre (moralische) Bringeschuld einzulösen. Die Genehmigung des Aufenthalts von Kaiser Wilhelm nach dem Krieg ist hier nur eine winzige Kompensationshandlung.

    Zu guter letzt die dritte Verratshandlung: Im letzten großen Krieg wurde Holland besetzt. Das war eine militärische Notwendigkeit für das Reich. Die Holländer sympathisierten auch hier mit dem Reich, schon am ersten Tage der Besetzung meldeten sich 40000 Holländer freiwillig bei der SS. Man stellte entsprechende Verbände auf, die bis Kriegsende auf ca. eine halbe Million Mann ansteigen sollten. In Holland selbst war nur eine winzige deutsche Besatzungsmacht von ca. 2000 Mann. Den Rest erledigten dort im Sinne des NS holländische Hilfstruppen, holländische Faschisten, um es so zu sagen. Nach dem Krieg wollte kein Holländer davon etwas wissen. Es waren die bösen Deutschen gewesen, die alles Übel in Holland angezettelt hatten.

    Ich erkenne hier ein Handlungsmuster, das dem Naturell des pragmatischen, des kalvinistischen Protestanten entspricht. Er handelt so, wie es ihm nützt. Eben deshalb nenne ich sie bis heute "Reichsverräter", eigennützige Selbster.

  21. #21
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    Cv 4

    Der französische Autobauer Renault verdankt seinen Reichtum vorrangig dem CV 4, dessen Verkauf ab 1947 große Profite abwarf. Aber wer weiß schon, daß dieses Auto Ferdinand Porsche konstruierte, nicht freiwillig, sondern gezwungenermaßen in Kriegsgefangenschaft?

    mehr dazu hier

  22. #22
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    Kriegsverbrechen auf dem Balkan

    Verkannt sind, vielmehr verleugnet sind die Kriegsverbrechen der Alliierten bzw. mit ihr Assoziierten im Zweiten Weltkrieg, auch darüber hinaus. Psychologisch werden sie erklärt/gutgeheißen dadurch, daß behauptet wird, die Deutschen hätten zuvor ähnliche Verbrechen begangen. Als ob ein Verbrechen dadurch entschuldbar wäre!

    erstellt von SPIEGEL

    In der kroatischen Gemeinde Harmica ist ein Massengrab aus dem Zweiten Weltkrieg mit den sterblichen Überresten von schätzungsweise 4500 Menschen entdeckt worden. Bei den Toten soll es sich um deutsche Soldaten handeln. [..] Nach Darstellung von Kroatiens Innenminister Tomislav Karamarko gibt es in Kroatien rund 840, im benachbarten Slowenien 600 und in Bosnien-Herzegowina etwa 90 solcher Massengräber. Im vergangenen Monat war ein solches Massengrab in Slowenien mit mehreren hundert Leichen entdeckt worden.
    Verbrechen relativiert sich, wenn es alle machen. Je länger ich mich mit Geschichte befasse, um so klarer wird mir, daß Verbrechen zum alltäglichen Geschäft inner Politik gehört, so daß die Linien zwischen gut und böse kaum mehr auszumachen sind. In den öffentlichen Medien dagegen wird immer so getan, als ob NUR wir Deutschen Verbrechen begangen hätten, die Alliierten dagegen Gutmenschen waren, die für ihre gerechte Sache kämpften und denen schon DESHALB jedes Mittel gestattet war.

    Für mich ist Verbrechen Verbrechen, da spielt es keine Rolle, welche Absichten damit verfolgt wurden.
    Wenn man im Westen und Osten endlich einmal die Einsicht bekäme, die eigenen Verbrechen zuzugeben, wären wir einen guten Schritt weiter für eine objektivere Geschichtsschreibung.

  23. #23
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    AW: Verkannte Wahrheiten der Weltgeschichte - von 1889 bis heute

    Eine verkannte Wahrheit liegt darin, daß die Nazis in den Hochzeiten ihrer Macht sehr viel großzügiger mit politisch Nichteinwandfreien sein konnten, als dies gemeiniglich angenommen wird. Ein Beleg ist die hier wiedergegebene Textstelle aus der Biographie Gustaf Gründgens' von Curt Riess. Riess behauptet zwar, daß die mutmaßliche Toleranz auf die Dummheit der Nazioberen zurückzuführen sei, widerlegt sich aber selbst, indem er einen höheren Beamten zu Wort kommen läßt, der alles andere als dumm zu sein scheint und doch wohl leichterart Verhohnepieplungen erkannt haben dürfte.
    Es ist dieses Phänomen auch in anderen Zeiten zu beobachten, wenn Tyrannen oder Diktatoren sich sehr fest im Sattel sitzen glauben, lassen sie es zu, daß man Witze über sie macht, über sie lacht, sie aufs Korn nimmt. Gefährlich ist ihnen nur die Gleichgültigkeit oder eine konzertante Aktion der Gegner.

    Darüber könnte man allerdings streiten, denn ich erinnre hier auch an den Film "Der Name der Rose", in dem das Gegenteil mit Hilfe der Poesie von Aristoteles behauptet wurde, daß lachen nämlich die Angst nähme und somit den Mächtigen das, was sie auszeichnet: Angstverbreitung.


  24. #24
    schreibt hier hin und wieder
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    kindergartenargumentation

    unbestritten ist es, dass der krieg von deutschland begonnen wurde, dass kriegsverbrechen von deutschen begangen wurde, dass von deutschen judenvernichtung systematisch betrieben wurde.

    genauso unbestritten ist es, dass die flächenbombardments der deutschen städte, denen rund 600.000 zivilisten zum opfer fielen, die vertreibungen der deutschen aus dem sudetenland und aus den ostdeutschen gebieten kriegsverbrechen der allierten gewesen sind. da wird dir kein ernstzunehmender historiker oder völkerrechtler etwas anders sagen. es ist erschreckend, wie groß das unwissen mancher deutschen über ihre eigene geschichte ist!

    und gleich vorweg: das argument: "die deutschen haben aber angefangen!" ist natürlich ein kindergartenargument, das die kriegsverbrechen der allierten nicht ungeschehen macht.

  25. #25
    Kurzvormabschussiger
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    Reemtsma

    Unabhängig davon, ob ich Herrn Reemtsmas Projekt für seriös halte oder nicht (eher nicht), stimmt die Aussage [daß nur die Deutschen den Krieg als Verbrechen geplant hätten] so nicht, denn sie impliziert, daß Kriegsverbrechen der Alliierten nicht vorher geplant waren. Das ist bezüglich des "moral bombing" der Briten schon einmal falsch:

    "Im übrigen wurde die Strategie der Vernichtung ganzer Städte in Großbritannien schon vor Beginn des Zweiten Weltkrieges geplant und die dazugehörigen Flugzeugtypen entwickelt, sie kann also keine Reaktion auf die deutsche Seite sein ..." (Dr. Wolfgang Schaarschmidt).

    Auch die Vertreibung der Deutschen aus ihrer Heimat war auf Seiten tschechischer Nationalisten schon seit 1918 ein Thema:

    Die Ausstoßung der deutschen Bevölkerung war bereits 1918 geplant. Als Alternative war 1919 eine zweite Option im Gespräch: "... bevor Deutschland sich seiner besinnt, (wird) das ganze böhmische Gebiet ohne jede Gewalt tschechisiert sein ... Wenn dieser Prozeß nicht schnell genug vonstatten geht, schreiten wir zur Aussiedlung des deutschen Elements ..." (Josef L. Stehule, Ceskoslovensky stat v mezinarodnim pravu a styku, Praha 1919, abgedruckt in "Odsun", München 2000).

    Man sollte also nicht alles glauben, was einem die hiesigen Qualitätsmedien so an "Geschichtswissen" zu vermitteln suchen. Die Wahrheit spielt für die Herrschenden weder vor noch während oder nach einem Krieg eine Rolle.

    K.

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