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Thema: Verkannte Wahrheiten der Weltgeschichte - von 1889 bis heute

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  1. #1
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    Post Verkannte Wahrheiten der Weltgeschichte (II)

    Daß Hitler beim Aufstieg der NSDAP auch jüdisches Geld nahm, ist allgemein bekannt. Daß er sich aber auch öffentlich mit führenden jüdischen Bankiers und Industriellen traf, war mir neu. So teilt der KPD-Abgeordnete Neubauer in seiner Rede am 16.Oktober 1931 im Reichstag (unwidersprochen von anwesenden Nazis) mit, daß beim Harzburger Front-Treffen u.a. Mittendorf von Shell (Kriegsgeräte gegen das Reich im Weltkrieg), Gottstein vom (jüdischen) Jakob-Michael-Konzern (offenbar alte Frontkameradschaft) und Regendanz vom amsterdamer Büro der Rothschilds (!) eingeladen und anwesend waren.

  2. #2
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    Arrow Hindenburg und Hitler

    Daß Hindenburg Hitler zum Kanzler ernennen mußte, lag in der Natur der Sache der Demokratie der Weimarer Republik. Die stärkste Partei im Reichstag besaß ein Anrecht auf Stellung des Reichskanzlers - früher oder später. Die NSDAP ihrerseits sah in Hindenburg einen Vertreter der Sozialdemokratie, zumal der aus der DNVP ausgetreten war. Klingt merkwürdig, war aber so, wie diese Rede Goebbels' belegt. 1925 galt Hindenburg den Vertretern der "nationalen Opposition" (also allen Parteien von der DVP an rechtswärts) als Hoffnungsträger. Mit Hindenburgs Festhalten an Brüning, der wiederum die SPD zum regieren benötigte, veränderte sich die Meinung der Nazis gegenüber dem greisen Feldmarschall spätestens nach 1930. Fortan galt er ihnen als Feind, als Unterstützer der von ihnen so gehaßten Weimarer Republik.
    Die Aberkennung der Ehrenbürgerschaft Hindenburgs für Frankfurt/Main bezeugt einmal mehr das linksfaschistische Denken heutiger Politiker: historisch ungeschult oder umdeutend, oberflächlich und in vorauseilendem Gehorsam gegenüber dem Zeitgeist Entscheidungen treffend.

  3. #3
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    AW: Verkannte Wahrheiten der Weltgeschichte (II)

    Das Verhalten der SPD während der Weimarer Republik war schon bizarr. Zwar ließe sich beinahe alles unter der Überschrift "Staatsräson" subsumieren, doch etliche Sumpfblüten lassen da schon fragen, ob man nicht bereits im Winter 1918/19 (mit der gewaltsamen Niederschlagung der bolschewistischen Räte), gemeint ist das Zusammengehen der eigentlich dato marxistischen SPD mit den kapitalistischen Linksliberalen und anderen Bürgerlichen zur Rettung der kapitalistischen Basis des Reiches, klugen Köpfen in der SPD hätte klarsein müssen, daß sie da irgendwie die falsche Richtung einschlugen. Besonders deutlich wird die Tendenz ihrer politischen Fehlleistungen im merkwürdigen Wechsel ihrer Beziehung zu Hindenburg. 1925 wurde Hindenburg als verkalkter Repräsentant der überlebten Monarchie, als Deutschnationaler, Kriegsverbrecher (Hindenburg stand auf der Liste der Kriegsverbrecher, die Frankreich erstellt hatte) und Staatsfeind von den Sozis bekämpft, 1932 machten sie ihn zu ihrem Kandidaten als Retter der Weimarer Republik.

    Am 4. Dezember 1924 stand im sozialdemokratischen "Vorwärts" folgendes dazu:



    Anmerkung der Redaktion: Wir hatten im Wolkenstein einen Ordner zu bewußtem Haarmann, dem Schlächter von Hannover. Jonathan hatte da mal etwas geschrieben. Dieser Text wird demnächst in selbigen Ordner verschoben worden sein.
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  4. #4
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    Post Druschba-Trasse (Freundschaft)

    Die Erdgastrasse "Druschba", an der Tausende Mitteldeutsche arbeiteten und die als Objekt der deutsch-russischen Freundschaft zu DDR-Zeiten propagandiert worden war, war in Wirklichkeit ein westdeutsch-russisches Projekt. Die Essener Ruhrgas AG plante und finanzierte es großteils. Heute verdienen neben der Ruhrgas AG (und die BRD) der russische Staat damit Millionen p.a. Im Laufe der Jahrzehnte dürften es einige Milliarden geworden sein. Ein Bricklebrit.

    Quelle

  5. #5
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    Talking Die Rote Fahne

    ...durchlebte einen Bedeutungswandel. Heute besitzt sie zwei Bedeutungen:

    a) am Ende eines aus einem Fahrzeug lugenden Aggregats gibt sie ein Achtung für hinterdrein Fahrende und
    b) sie ist das Symbol der Arbeiterklasse, gemeinhin der marxistisch (verbildeten) Proletarier.

    Im Mittelalter wurde bei Markttagen eine rote Fahne aufgezogen. Solange sie hing, war dies für alle Stadtfremden das Zeichen, daß sie unter Marktrecht stünden, also unangreifbar waren. Wurde sie eingeholt, mußten die Fremden (Kaufleute, Juden, Fahrende) die Stadt verlassen und verloren den Schutz durch die Stadt.

  6. #6
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    Post Der Einfluß politischer Führer

    Politischen Führern wird oft vorgeworfen, sie würden auf die Entwicklung der ihnen anbefohlen Nationen zu wenig Einfluß nehmen. Ich erinnre mich an Kohl, dem das vorgeworfen wurde, auch Merkel wird immer wieder vorgeworfen, ihrer politische Richtlinienkompetenz zeige sich darin, daß sie richtungslos operiere.

    Ein verkannte Wahrheit der Weltgeschichte lautet, daß Zeiten, in denen große Nationen scheinbar richtungslos operieren, die glücklichsten Zeiten für diese Nationen sein können, oft sogar sind. Es ist eher so, daß Zeiten, in denen diese Führer agieren müssen, meist durch Krieg, Unruhe und Not gekennzeichnet sind. Die Größe einer Nation zeigt sich durch ein nahezu undurchdringliches System gegenseitiger Pflichten und Interessen, das erst in Notzeiten radikal aufbricht und nivelliert. Dann ist die Führungsfähigkeit der Eliten gefragt. In Friedenszeiten dagegen geht es nicht um Führungsnachweise, sondern um Gestaltungswillen, um die Förderung aller in der Gesellschaft wirkenden Kräfte, der guten wie der schlechten, der zerstörerischen wie der aufbauenden. In Krisenzeiten zeigt sich erst die Güte eines Systems, die Qualität der Entscheidungen aus Friedenszeiten. Die Gestaltung der Gesellschaft ist kein Aufgabenbereich des politischen Führers, sondern der Gesellschaft, ihrer Vielfältigkeit. Der politische Führer muß nur dafür sorgen, daß jede Kraftentwicklung möglich ist, gerade die, die gegen seine eigenen Auffassungen gerichtet sind. Erst dann wird die Gesellschaft wachsen, denn nichts stärkt sie mehr als das Wachstum an ihren Flügeln und nichts tötet sie mehr als die Nivellierung der Interessen in einem grauen Einheitsbrei.

  7. #7
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    Lightbulb Italienischer Umgang mit sich "vergessenden" Frauen

    Als ein Wesensmerkmal des Nationalsozialismus gegenüber dem Faschismus gilt dessen Rassismus. Allerdings hatte Mussolini nichts gegen die 70000 Juden, die seinerzeit in Italien lebten. Dafür bestrafte er rigoros italienische Frauen, die sich mit Rassefremden einließen. Er berichtete auf einer Autofahrt von Potsdam nach Bärlin 1937 dem Staatssekretär im Äußeren, Vicco von Bülow-Schwante, daß ihm drei (!) Fälle bekanntgeworden seien, die sich in den italienischen Kolonien "vergessen" hätten. Er habe diese Frauen auspeitschen lassen und dann für 5 Jahre "in Konzentration" schicken lassen.

    Meiner Meinung nach ist das gelebter Rassismus. Ganz nebenher erfährt man, daß Italien Konzentrationslager besessen haben muß.

  8. #8
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    Entschädigung für deutsche Kolonialgebiete

    Der Präsident der Südafrikanischen Union, Hertzog, konzedierte der deutschen Regierung 1938 berechtigte Ansprüche auf Ersatz für das 1919 durch Versailles verlorengegangene Schutzgebiet Deutsch-Südwest. Die deutsche Regierung allerdings wollte keine Ausgleichszahlung, denn die nationalsozialistische Politik sah vor, alle Deutschen in einem Reich zu vereinigen: "der Gedanke einer finanziellen Abfindung für ein deutsches Kolonialgebiet mit einer erheblich deutschen Bevölkerung [ist] für uns indiskutabel" (Hans Georg von Mackensen, Staatssekretär im Auswärtigen Amt, 31. Oktober 1938). Dazu zählten auch die etwa 100000 Deutschen in Südwest. Diese Politik lief auf böhmische Zustände hinaus. Ein Antrag der Deutschen aus Südwest würde die Annektierung des Gebietes bedeuten, die Südafrika hingenommen hätte, vielleicht auch Britannien und Frankreich. Vielleicht. Vielleicht nicht. Man weiß nicht, was die Äußerungen des südafrikanischen Präsidenten von 1938 wirklich bedeuten. Seine wohlwollende Haltung zum Reich kostete ihn 1939 die politische Karriere, wahrscheinlich auf Druck der Briten.

    Erläuterungen: Die in diesem Gebiet außerdem ansässigen Herero, Nama und Hottentotten waren weitgehend Nomadenvölker, die dort immer mal ansässig waren und erst etwa hundert Jahre vor den Deutschen ihre Nomadenzüge auf diesen Teil Afrikas gelegt hatten. Sie sollten das auch fürderhin tun dürfen, hatten sich aber zu dieser Zeit weitgehend mit den Deutschen in Südwest arrangiert und díenten ihnen als Hausdiener oder weniger als Feldarbeiter (das Gebiet eignet sich nur zur Viehwirtschaft), vereinzelt auch im Bergbau, waren also wenigstens saisonweise weitgehend seßhaft geworden. Eine afrikanische Staatsbildung gab es nicht, keine Parteien, keine modernen Strukturen. Die deutsche Organisation nahm die Afrikaner auf, sofern diese paßten und willig waren. Eine Apartheid wie in Südafrika gab es in Südwest nicht. Die Afrikaner besaßen vor dem Weltkrieg die Möglichkeit, zu Reichsbürgern zu werden, denn das Reich knüpfte Staatsangehörigkeit nicht an die Nationalität. Das Reich war eben kein Nationalstaat! Das kam aber kaum vor, wenngleich Herero-Führer Reichsbürger geworden sein sollen. (das muß ich aber erst noch prüfen)

    P.S. Bei wikipedia wird behauptet, Mackensen sei am 4. Feber 1938 von Neurath in seinem Amt als Staatssekretär abgelöst worden. Die mir vorliegende Quelle trägt das Datum 31. Oktober 1938; von Mackensen zeichnet hierin als Staatssekretär. Der Adressat ist der deutsche Botschafter in Pretoria.

  9. #9
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    AW: Verkannte Wahrheiten der Weltgeschichte (II)

    Polens Ministerpräsident Beck brachte im Dezember 1937 während des Besuches des französischen Außenministers Delbos die Juden-Frage zur Sprache. Er schlug Delbos vor, die jüdische Emigration nach Madagaskar zu forcieren. Delbos stimmte dem offenbar zu und sagte Unterstützung zu. Zugleich soll es polnische Kolonialwünsche gegeben haben. (Akten zur deutschen auswärtigen Politik, S. 87.) Wo denn nur?

    Das jedenfalls berichtet der deutsche Geschäftsträger in Warschau, Wühlisch.

  10. #10
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    französisch-sowjetisches Bündnis

    Die außenpolitische Isolation Sowjet-Rußlands um 1930 ist eine Mär. Die Russen konnten sich mit der Tschechoslowakei und Frankreich wichtige Verbündete sichern.
    Das schlug sich unter anderen um 1936 darin nieder, daß die etwas produktionsarme französische Rüstungsindustrie zu wenig Kriegsmaterial produzierte, das aber für den Krieg gegen Franco gebraucht wurde. Die Russen loieferten das Material nach Frankreich, die es an ihre Rotfrontkämpfer in Spanien weiterleiteten. Parallel dazu versuchte Delbos (Außenminister) vergeblich, mit Italien, das Franco unterstützte, zu einem Abrücken von der Achse Rom-Berlin zu bewegen. Die Italiener verlangten schlichtweg, daß Frankreich seine Unterstützung der Francogegner einstellen solle, wozu Frankreich nicht bereit war.
    Sowjet-Rußland seinerseits versuchte nach 1936, sich seiner außenpolitischen Partner zu entledigen und nach deutschen Vorbild eine autarke Wirtschaftspolitik zu betreiben. So reduzierten die Russen ihre Konsulate auf etwa die Hälfte und verlangten auf der Basis der Parität das gleiche von Finnen, Italienern, Deutschen, Türken, Tschechoslowaken etc... Der Außenhandel schmolz dahin, zugleich borgten sich die Russen 200 Millionen RM vom Reich. Bizarr. Zurückgezahlt haben sie es nie.

  11. #11
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    Stalin und die Antikomintern

    Nach Abschluß des deutsch-russischen Nichtangriffspaktes 1939 kursierte in Bärlin das Gerücht, Stalin werde nun bald dem Antikominternpakt beitreten.

  12. #12
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    AW: Verkannte Wahrheiten der Weltgeschichte (II)

    Die emotionale Verbundenheit zwischen Deutschen und Ungarn zeigte sich um 1925 u.a. darin, daß es für die Ungarn zum schönen Ritual wurde, nach dem Zeigen eines Films über Zeppeline in Amerika das Deutschlandlied anzustimmen. Man stelle sich das vor! Heute unvorstellbar.
    Zeitgleich führte die Presse der Weimarer Republik von links bis rechts einen Feldzug gegen Horthy-Ungarn, das nicht bereit war, einen der nach Ungarn geflüchteten Erzberger-Mörder auszuliefern.

  13. #13
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    Hermanns-Verhältnis

    Der russische Attache des Volkskommissars für auswärtige Angelegenheiten, Litwinow, bezeichnete in einem Gespräch mit dem deutschen Botschafter in Moskau, Brockdorff-Rantzau, das Verhältnis des Reiches zu Sowjet-Rußland als Hermanns-Verhältnis (Anspielung auf die Nibelungentreue, aber zugleich auf den Verrrat, dem Hermann der Cherusker durch eigene Leute ausgesetzt gewesen war), das durch die Absichten des Reiches, dem Völkerbund beizutreten, beendet zu werden drohe. Man sei dann zwar noch freundschaftlich miteinander verbunden, aber die Herzlichkeit müsse dahin sein.

    Das war 1925.

    Rapallo hatte eine gemeinsame Basis geschaffen, von der noch Hitler profitierte, als er den Nichtangriffspakt auf den Weg brachte. Die gemeinsame Basis war der Widerwille gegenüber dem Versailler Diktat, dessen Kampf beiden galt. Der Beitritt des Reiches in den Völkerbund erfolgte aus Absichten, die Ausländer aus dem Reich zu bekommen (Rheinlandbesetzung), wurde in Rußland aber so verstanden, daß die Westgrenzen des Reiches fortan als fest, die Ostgrenzen aber als ephemere Gebilde aufgefaßt werden müßten. Das Zweischneidige der deutschen Außenpolitik jener Tage wird hier besonders deutlich.

  14. #14
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    europäische Zusammenarbeit

    Wie der Diplomat Carl von Schubert (Staatssekretär im AA) 1926 aus Genf berichtete, schlug er bei Gesprächen über eine sich annähernde deutsch-polnische Zusammenarbeit schlichtweg vor, daß man Europa wirtschaftlich zu einem Block zusammenbauen müsse, um künftig in der Weltwirtschaft gute Chancen zu haben. Sein polnischer Kollege Jackowski stimmte dem zu. Eigentlich hatte er ein Lamento seines deutschen Kollegen erwartet, das die polnische Entdeutschungspolitik in Polen thematisiert hätte gehabt haben dürfen.

    Verkannte Wahrheit? Das Reich wollte eine EU, lange vor 1945. Wohlgemerkt: Es war hier nicht die Rede von bilateralen Wirtschaftsvereinbarungen, sondern von der Konstituierung eines europäischen Wirtschaftsraumes. Das darf dann doch mal betont werden. Es gab eine Alternative zu den Ereignissen um 1939/45. Stellt sich nur die Frage, warum dieser deutsche Wunsch scheitern mußte? Wer stand dagegen? Wen vertrat von Schubert in diesem Gespräch? Er war Offizieller. Überlebte als Diplomat mehrere Regierungen, ein enger Vertrauter Stresemanns, also Schwerindustrie. Zugleich eng mit den preußischen Junkern verbandelt. Ein brückenschlagender Mann.

    Kam es so, weil es so kommen mußte oder, weil es so kommen sollte? Steckt in der Geschichte ein von Menscheninteressen unabhängiger Sinn oder ist sie ein Kräftespiel, bei dem einzelne Menschen, gar Interessengruppen, weitaus mehr Bedeutung besitzen, als man das heute wahrhaben will? Lassen sich Gesetze formulieren, die Geschichte vorhersehrbar machen? Oder ist sie letztlich eine Projektionsfläche für dato Herrschende, die sich ein Geschichtsbild nach ihrem gusto modeln und daraus auch die Zukunft entstehen lassen können?

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