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Thema: Namensgebung von Flüssen

  1. #1
    schreibt hier hin und wieder
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    Namensgebung von Flüssen

    wien liegt nicht an der donau, sondern am inn. eine donaumonarchie hat es nie gegeben, deshalb konnte sie auch nie untergehen. die donau führt nämlich im vergleich zum inn (730 kubikmeter abflußmenge pro sekunde bei passau, wo die donau in den inn mündet) wasser lediglich in mickey mouse dimensionen: der inn führt bei passau im mittel um 5 % mehr wasser als die donau!

    ok, die donau ist bei passau etwas länger (647km) als der inn (517 km), auch ist das flußbett etwas tiefer (6,90 m Donau gegenüber 1,90 inn), dennoch überflutet beim zusammenfluß in passau der inn mit seinen grünen, direkt aus den alpen kommenden wassern, die blauen wassereinheiten der donau bzw, die paar schwarzen versprengten spritzer der ilz.

    ich rufe in erinnerung: nicht nur wir emanzipierten männer wissen, dass die länge nicht entscheidend ist! nehmen wir beispielsweise den missisouri ("big muddy"), der ist 4130 km lang. und trotzdem liegt new orleans am mississippi (nur 3778 km) und nicht am missisouri, der eindeutig länger ist!

    so geht es bitte nicht! längst ist es an der zeit eine staatenübergreifende bürgerintiative zu gründen mit dem einzigen ziel, den inn über passau hinaus zu verlängern! wir wollen keinen donauwalzer, keinen donaudampfschifffahrtskapitain, keine donaumonarchie!

    schluss mit lustig! einreiseverbot für die donau, wir wollen die absolute verinnerlichung!

  2. #2
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    unerkannte eponymität

    ist das eine wahrheit, noch dazu eine verkannte?
    es gibt zig beispiele. die elbe sollte demnach moldau heißen... vielleicht ist es gar mit dem inn auch so, daß in seinem ursprungsgebiet ein zufluß eine längere strecke wegs hinter sich hat...

    nein, das hat mit wahrheiten nichts zu tun; es ist eponymie. der inn könnte auch dere oder streizhe heißen, das würde nichts ändern, daß die donau der bedeutendere fluß ist, majestätischer, blauer und breiter, mit einem sehr viel größeren einzugsgebiet. ähnlich verhält es sich bei den anderen flüssen, auch ist die willkür hier ausschlaggebend. tisch ist willkürlich so benamt, kuckuck nicht. mit historie oder historizität hat das nix zu tun. falscher ordner, schnoberle.

  3. #3
    schreibt hier hin und wieder
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    weißenberg am inn

    der inn entspringt einem see oberhalb von st.moritz. dieser see wird lediglich von kleinen gebirgsbächchen gespeist. aslo nix mit längerem zufluss.

    die donau ist bei passau auch nicht breiter, majestätischer als der inn. blauer schon, an das grün des inn reicht sie nicht heran. breiter geht ja gar nicht, das ist eine einfache rechenaufgabe. wenn die donau bei passau im jahresschnitt 6,90 m tief ist, der inn aber bloß 1,90 m, wie soll das funzen, wenn der inn eine 5% höhere abflußmenge als die donau hat?

    fakt ist, dass der inn bei passau wesentlich breiter, majestätischer als die donau daher kommt. und sich dessen grünen wasser mit alpiner leichtigkeit über die trägen, scheren fluten von donau und ilz schieben.

    das argument mir größeren einzugsgebiet ist natürlich schnullipulli. der nil hat das fünftgrößte einzugsgebiet aller flüsse dieser welt, dennoch hat er an der mündung nur ein hunderstel der abflußmenge des amazonas. steht übrigens in einem buch, das 1981 in der ddr gedruckt wurde "ströme der welt" und das ich mir von meinem kargen lohn als nachtwächter vom mund und abgespart habe!

    das einzugsgebiet der danau wird wohl größer sein als das des inn, aber damit stellt sich die donau ja wohl selbst wohl ein armutszeugnis aus! größeres einzugsgebiet als der inn, aber unter dem strich weniger abflußmenge! also mit dem größeren einzugsgebiet brauchst du nicht protzen, chef, das ist ein schuss der nach hinten los geht, mehr zehr- als nehrgebiet!

    früher hieß die donau auch nach passau inn, dafür lassen sich beispiele in orts- und stadtnamen finden, linz zum beispiel. inn kommt aus dem keltischen in für der strom, kommt auch mit beiwerk zum beispiel in der seine vor. der inn hatte beiwerk nicht notwendig, hieß einfach nur: inn. der strom

    donau kommt klarerweise aus dem osten: da heißt eben fluß don> oder dnjepr. was auch immer. keine ahnung wie und wann die donau den weg innaufwärts gefunden hat.

    natürlich hat das mit historie zu tun. mag der akt der umbennennung willkür gewesen sein. kann auch ein versehen gewesen sein. das werde ich den weihnachtsferien recherchieren. habe im moment einfach zu viel zu tun. die jahresabschlussarbeiten nehmen mich in würgegriff!

    vindobona für wien ist ja auch so ein beispiel. wie oft musste ich von minder begabten lehrern hören, der name vindobona sei ein verballhornung von vin= wein und dobona=donau. schnallipalli! vindobona kommt aus dem slawischen, wobei vindo für weiss, hell steht und bona für berg. also weisser berg. damit ist vermutlich der leopoldsberg gemeint. oder der kahlenberg. oder der leopoldsberg.

    also ist wien nicht wien an der donau, sondern weissenberg am inn. so schaut es aus. außerdem floss die "donau" noch vor wenigen jahrtausenden nicht bei wien, sonder im 50 km im norden bei hollabrunn vorbei (von dort bezieht "wien" übrigens seine polizisten). also.

    schnobs

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