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Thema: Aufbruch

  1. #1
    Kurzvormabschussiger
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    Aufbruch

    Es ist schon zu spät um zu schlafen,
    oder zu früh...
    Die Schwester führt Selbstgespräche,
    im Bett neben mir
    und durch die Wände
    hör ich Glas und Wasser-
    es riecht nach Aufbruch.
    Die Spülung im Bad rauscht,
    wir sollten schlafen,
    doch es ist schon zu spät
    oder zu früh..

  2. #2
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Aufbruch

    Ja, bitte? Wo ist hier das poetische Moment? Meinethalben eben darin, daß da jemand in etwas liegt und zuhört. Dann ist alles Poesie. Wenn alles Poesie ist, wo ist dann das Besondre? Ah, das gibt es nicht, denn alles/nichts ist Poesie. Selbstredend gibt es poetische Gemüter, die in ihrem Stuhlgang eine poetische Situation erkennen und beschreiben können. Dir ist es mit diesem Text nicht gelungen.

  3. #3
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Aufbruch

    hallo aeroltih...

    find es doch gut, dass du die texte liest. was würdest du anders machen? könntest du nicht mal probiern, diesen text, oder so ähnlich zu schreiben, dass ich verstehe, wie man diese stimmung einbringen kann? wäre mir eine grosse hilfe, bin dir aber sicher nicht böse, wenn du findest, dass das gar kein sinn macht

    lou

  4. #4
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    verspätete reaktion

    prinzipiell nein. das ist nicht mein job, textvorlagen so umzuschreiben, daß sie gut werden. das hieße auch, mich zu überfordern. es ist schließlich dein text, deine welt, deine wortwelt... wie sollte ich mich darin zurechtfinden, vor allem auch in dieser nur virtuellen beziehung, die wir hatten/haben.
    ich kann dir nur sagen, was mir an deinem text mißf?llt, aber nicht, WIE du es schreiben sollst. ich gebe zu, das klingt sehr bequem. doch du magst es mir ruhig glauben, daß es nur bei wenigem lesen fremder texte schon zur schwierigen arbeit wird. und ich mache das jetzt schon jahre.

    in deinem text fragte ich nach dem besonderen. das besondere wird hier nicht deutlich, die besondere situation, das besondere erlebnis. selbst in einer alltäglichen situation hat ein dichter das besondere aufzuspüren und dem leser (mehr oder weniger) transparent bzw. nacherlebbar zu machen. ich gebe für deinen text zu, daß ich nacherlebe, die situation kenne, aber das ist zu wenig. das, was dich antrieb, das hier zu schreiben, wird nicht deutlich genug, dadurch bleibt der text deinem leser kaum im gedächtnis. ich wette, er hat ihn zwei tage später wieder vergessen. einwegliteratur muß man aber auch können. ich glaube, du willst KEINE einwegliteratur schreiben.

  5. #5
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Aufbruch

    Auch wenn das manche anders sehen; im Vers libre einen guten Text schreiben...das ist nicht gerade einfach....

    Lou hat eine "Geschichte" im Kopf...das ist schon mal gut...aber er erzählt sie so...wie er sie einem Kumpel erzählen würde - das ist weniger gut.

    Ich fange von vorne an:

    Es ist schon zu spät um zu schlafen,
    oder zu früh...
    In diesem Kontext ist "schon" ein Füllwort - gerade am Anfang eines Textes eine Hypothek

    Möglichkeit 1

    - ersatzlos streichen

    Es ist zu spät um zu schlafen,
    oder zu früh...

    Möglichkeit 2

    - frei gewordene Ressourcen "investieren"

    Es ist zu spät um zu schlafen,
    oder auch zu früh...

    "auch" hat hier eine lenkende Funktion...in diesem Kontext kein Füllwort

    oder anders ausgedrückt: "schon" ist bereits die Antwort---auf eine Frage, die der Nebensatz einleiten soll
    ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    kann man aber gerne vergessen...denn das ist nur herumgedoktert. Es gilt viel mehr einen lyrischen Anfang zu finden...der im Wesentlichen das ausdrückt...das Lou uns sagen will...

    Vermutlich ist es zwei oder drei Uhr morgens...und es "rentiert" sich kaum noch zu versuchen in den Schlaf zu finden...aber irgendwie ist es auch noch noch zu früh um gänzlich wach zu bleiben. Diesen Zustand um-schreiben...nicht be-schreiben, das ist die Herausforderung. Ich stelle mir ein Krankenhaus vor...ein Zimmer, das mit zwei Patienten belegt ist. Um 6:00 Uhr ist die Nacht rum...kommt das Frühstück, steht die erste Visite an.
    All das muss ich nun in einem lyrischen Duktus verbinden.

    Zwischen dem Verlangen nach Schlaf
    und der Angst vor den ersten Wecktönen...

    ...nur als (wenn auch blödes) Beispiel


    im Bett neben mir
    und durch die Wände
    hör ich Glas und Wasser-



    ...vom Bett neben mir



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