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Thema: Ein Baum

  1. #1
    Erich Kästner
    Status: ungeklärt

    Ein Baum

    Ich bin ein Deutscher aus Dresden in Sachsen.
    Mich läßt die Heimat nicht fort.
    Ich bin wie ein Baum, der - in Deutschland gewachsen -,
    wenn's sein muß, in Deutschland verdorrt.

  2. #2
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Ein Baum

    Kästner landete jetzt (wieder mal) auf dem Scheiterhaufen resp. Reißwolf. Die badischen Linksfaschisten sind der Meinung, daß die Werke eines Schriftstellers, der das Wort "Neger" benutzt, vernichtet werden müssen.

  3. #3
    kls
    Status: ungeklärt
    Unglaublich. Das ist Faschismus pur. Ob Links oder Rechts ist doch Wumpe. Tichy seine Aussage über das Wesen der Literatur '... eben etwas subversives, verwirrt und veranlasst zum eigenständigen Denken...' kann ich nur bejahen, aber ob sie diesem Anspruch auch immer gerecht wird?

    Bei Christina Kälberer wohl nicht. “Richtige Schreibweise ist gerade für Kinder wichtig“, sagt Bücher-Verbannerin Christina Kälberer, um so die Aktion zu rechtfertigen.

    Beschämend wie Vieles, was Leute anrichten können, die zu wissen glauben, den richtigen Maßstab vom falschen zu unterscheiden. Pfui!

    Andererseits besteht auch folgende Möglichkeit: Büchereien vernichten unlesbare Exemplare, ein profilierungsgeiler Reporter findet im Ausschuss Bücher von Kästner und eine Bibliothekarin gibt abgenervt ein blödes Statement von sich.

    Die Vegetarier werden sich an Busch stören: Wer einen guten Braten macht, der hat ein gutes Herz.
    Karl-May müsste auch umgeschrieben werden. Und Othello dürfte auch nicht mehr, der Kaufmann von Venedig dto.

    Die ganze Bibel müsste umgeschrieben werden. Kein Glorifizieren der Völkermorde auf dem Weg nach Ägypten wie an den Philistern und Jebustinern. Die Frauendiskriminierung ist im Buch der Bücher auch nicht zu überlesen.

  4. #4
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Ein Baum

    kraß am Problem vorbeigeschrammelt, Karlchen!

    Die Verbannung Kästners ist eine Diffamierung; die Bibelexegese eben das, was Exegesen so an sich haben: sie ändern sich im Laufe der Jahre. Ich kann heute versichern, daß die heutige Diktion/Lesart, die Texten der Bibel Frauenfeindlichkeit attestiert, in einigen Jahren einer anderen Lesart gewichen sein wird, die feststellt, daß, um nur eine mögliche Entwicklung zu beschreiben, die Bibel voll ist mit Antisemitismus, Antiarabismus (diesen Begriff wird man bald entwickeln) oder Antinaviismus (die Seefahrer kommen allesamt schlecht weg inner Bibel). Kurz gesagt, hierzulande hat sich eine Lobby breitgemacht, die nur damit beschäftigt ist und vom Staat dafür bezahlt wird, immer neue Feindbilder zu konstruieren, die sie dann selber wieder dekonstruiert, um sie in immer neuen Medienwegen neulichst zu implementieren, was dazu führt, daß sich inzwischen sogar Medienforscher darum bemühen, die Wege dieser Infiltration nachzusuchen, was wiederum Werbefachleute auf den Plan ruft, die ihrerseits sehrlichst daran interessiert sind, den Wegen der Informationen und damit Manipulation nachzuspüren...

    Was nun Kästner betrifft: Er hat das Wort "Neger", es ist ja kein Begriff, keineswegs diffamierend oder abwertend oder rassistisch gebraucht. Der Rassismus findet bei denen statt, die dem Wort neue Bedeutungen geben. Kinder sollten es gerade lernen, möglichst viele Worte wertneutral zu benutzen und nicht von vornherein eine ganze Kladde von Verbotswörtern auswendig zu lernen, die sie fortan nicht benutzen dürfen sollen. Das ist Faschismus, meine Damen, und es ist unpädagogisch: ein System von Verboten, das in die Kinder implementiert wird.
    Der nächste Schritt ist dan die Bücherverbrennung mißgedeuteter Literatur, wie hier bei Kästner.
    Diese Leute sollte man in die Produktion schicken, wie man das zu Ostzeiten machte. Nur Unfug inner Birne.

  5. #5
    andere-dimension
    Status: ungeklärt

    AW: Ein Baum

    Die Afroamerikaner z.B. sehen es viel lieber wenn sie als Schwarze...statt als Afroamerikaner bezeichnet werden. Für den Schwarzen selbst ist "Neger" kein Schimpfwort, im Gegensatz zum Begriff "Nigger...der eigens für den rassistischen Gebrauch gebildet wurde. Wenn wir jeden Begriff verbieten...der missbräuchlich verwendet wurde...dann kastrieren wir unsere eigene Sprache. Das Gegenmodell wäre; die Begriffe wieder im eigentlichen Sinne zu verwenden. Die Afroamerikaner bezeichnen den weißen Menschen als Weißen, da kommt ja auch keiner auf die Idee hier Rassismus zu unterstellen - so wie wir nicht auf die Idee kommen den Begriff "Muslime" zu verbieten, "nur" weil Islamophobe ihn mit abwertenden Adjektiven begleiten.

    Ein Beispiel: "Jedem das Seine"

    Ein uraltes, tief verwurzeltes Sprichwort...mit großer Aussagekraft...aber durch Buchenwald zum No go geworden. Ein Fehler. Solche Begriffe muss man sich zurückerobern, statt sie "kampflos" den Nazis zu überlassen. Es gab auch ein Deutschland vor 1932...das vergisst man nur allzu gerne.

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