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Thema: gerade eben

  1. #1
    Kurzvormabschussiger
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    39

    gerade eben

    Ich weine die Monde
    nahe der Kastanie
    die Rechen Kratzen das tote Laub vom Pflaster,
    hör es durch das dünne Glas
    meiner Herbstkammer...

    Da hauch ich die Kälte mit stickigem Atem
    von deiner Tropfstein- haut
    in deinem Haar liegt Tau
    den riech ich nur...
    Dampf steigt dann auf von unseren Mündern,
    wir atmen in die gefrorene Luft
    und schweigen uns ein...

  2. #2
    Chefchen Avatar von aerolith
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    AW: gerade eben

    Das ist die Art von Kraftpoetik, vor der mich meine Mutter immer warnte. Was soll das denn? Geht es denn noch brachialer? WEINEN TOD HERBSTKAMMER - und aus dem fernen Schilf dringt sanft der Toren schmächtiger Gesang...

  3. #3
    Kurzvormabschussiger
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    72

    AW: gerade eben

    Vers drei ist nicht übel. Der Rest wäre zu erklären oder ist was für Rätselfreaks. Mag aber sein, es liegt an mir, dass mir der Text opak bleibt .

  4. #4
    Wolkensteiner
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    AW: gerade eben

    die letzten zwei zeilen würde ich drehen:

    wir schweigen wolken
    in die gefrorene luft
    und atmen uns ein

  5. #5
    Kurzvormabschussiger
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    Hamburg
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    39

    AW: gerade eben

    aerolith... ich glaube für dich muss immer alles genau erklärt sein, darf nichts offen bleiben... ich schreibe aber nicht, dass es dir gefällt. versteh mich nicht falsch, ich bin froh schaust du meine texte an und bist ehrlich, die welt ist aber rauh und hart... ich bin auch ein sehnsuchtssucher und verstehe schon was du meinst, will aber auch die andere seite zeigen und finde auch, dass es an sehnsucht nicht nur fehlt in meinen texten... ich bin so wie ich bin, werd mir den text aber nochmals anschauen...danke

    susanna und lester, ich bin froh um eure kritiken, vorallem beim herbstgedicht, susanna... zumindest verläuft bei euch nicht alles im selben muster - deinen schluss zu meinem textchen gefällt mir gut. aber der ist ja jetzt von dir und nicht meiner ... danke euch

  6. #6
    Chefchen Avatar von aerolith
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    Magdeburg
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    AW: gerade eben

    Wer dichtet, verdichtet. Du setzt bloß Worte nebeneinander und hoffst auf deren Wirkung. Das ist KRAFTpoetik: beliebig, langweilig und uninspiriert. Denk lieber darüber nach, warum es bei Deinem Textchen offenbar egal ist, ob die zweite Zeile die zweite oder dritte ist. Susannas liebevolle Art habe ich da nicht. Lyrik ist mir zu wichtig, als daß ich sie zur Beliebigkeit zuließe. Worte können ihre Kraft entfalten, aber es ist die Aufgabe eines Dichters, sie das tun zu lassen, indem sie an den Stellen in einem Verbundenen (Text) stehen, aus dem heraus sie am besten wirken. Permutierte Zeilen sind der Tod der Dichtung, es sei denn, anagrammatische Formidabilität soll das Textverständnis grundieren. Leute wie Leicester wollen schließlich auch ihren Lesespaß haben und nicht wie die Kuh vorm neuen Tor stehen.

    Opak ist ein neues Wort.

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