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Thema: blumen

  1. #1
    Tochter aus gutem Hause
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    blumen

    ich malte einst
    Gladiolen mit Zähnen
    Margeriten mit Flügeln
    Tulpen mit Flossen
    Rosen mit Augen

    die Zeit ist vergoldet
    in dem Schatzkästchen
    meiner Seele

    und er nimmt es
    nicht wahr

  2. #2
    Kurzvormabschussiger
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    Frach mich, wieso?

    "Gladiolen mit Augen", "Rosen mit Zähnen" hätten mir noch besser gefallen, sacht mein Bauch aus mir heraus. Den letzten Absatz empfinde ich unpassend, auch in Hinblick auf den ansonsten blumigen Titel, der mir wiederum nichtssagend vielsagend anmutet.

  3. #3
    Tochter aus gutem Hause
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    Ich habe auch schon überlegt, ob ich die letzten beiden Zeilen weglassen sollte. Das Umdrehen der Bilder ist schon ok. Der Titel ist nichtssagen und vielsagend gleichzeitig? Wie geht das?

  4. #4
    Tochter aus gutem Hause
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    auf keinen fall die letzten beiden zeilen weglassen, tausendschön! ich lese nach dem nicht wahr immer ein fragezeichen und das gibt so einen herrlichen kippmoment - mußt unbedingt weitermachen auch mit lyrik. deine grotesken bilder werden in der verkürzung noch schärfer!

    bisschen unbeholfen finde ich noch die "mit" verknüpfungen in den ersten zeilen:

    die zähne der magnolien
    die flügel der margeriten

    ...
    und das schatzkästchen - wie könnte man das noch griffiger?

  5. #5
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: blumen

    Susanna, jetzt habe ich schon drei, die hinter mir stehen. Also, lasse ich die zwei Zeilen drin. Die Umformulierung "die zähne der magnolien" wirkt wahrscheinlich stärker. Ich werds mir noch genauer anschauen. Und ähh, Schatzkästchen? ist das nicht gut oder deutlich. Fällt mir im Moment nichts besseres ein. Werd mir aber noch Gedanken machen.
    Danke

  6. #6
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    AW: blumen

    bin ich mal wieder schwer von begriff? wer ist "er"???...
    ach halt, er, ein er an den "sie" denkt vielleicht? er nimmt es nicht wahr, was? das malen?...

  7. #7
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: blumen

    so ist es.
    Malerei ist ja auch oft ein Sublimieren. Ich habe immer Blumen gemalt, als ich verliebt war.

  8. #8
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: blumen

    Eingekerkert in mein Gespinst malte ich einst Gladiolen mit Zähnen und Rosen mit Flügeln. Ich saß mit nacktem Körper an den Lippen von Venusfliegenfallen und hing an den Dächern von Fliegenpilzen.

    Ich suche in winzigen Zellen nach der goldenen Zeit in meinem Herzen. Die Sehnsucht nach dir bleibt.

    Könnte ich nocheinmal deine quecksilbrigen Bilder hören, die von deinen vibrierenden Lippen fielen. Aber du stahlst mir mit deiner Nähe meinen Geist.

    Ein Loch blieb zurück, das unfüllbar meine Sinne trübte.

    Heute male ich schwarze Blumen und streiche sie mit energischen Pinselstrichen durch. Dabei trage ich Mützen und ziehe sie mir tief ins Gesicht.

    Trotzdem, ich weiß, die Erinnerung an dich ist vergoldet in meinem Herzen. Die Sehnsucht bleibt.

  9. #9
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    AW: blumen

    "Könnte ich nocheinmal deine quecksilbrigen Bilder hören, die von deinen vibrierenden Lippen fielen."

    bilder hören, die eigentlich worte sind, das gefällt mir sehr, bin beeindruckt.

    die gladiolen kenne ich schon von dir, nicht wahr?! du schreibst zyklisch, so wie man auch malt. auch das kann man gut für verkn?pfungen nutzen. ich sehe da schon ein hartes stück arbeit auf mich zukommen.

    achtung: es könnt' ein bisschen zuviel sein mit der sehnsucht...

  10. #10
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: blumen

    ja, ich mag das auch und er hat tatsächlich nur in bildern gesprochen. deshalb hat er mir ja auch meinen geist geklaut.

    die blumen hab ich von einem gedicht von vor einer weile übernommen. mochte das bild so gern und habs nochmal variiert.

    das malen ist wohl zyklisch, das schreiben weiß ich nicht. hatte letztes jahr nur kaum ideen. vielleicht wars eine schreibblockade.

    robert hat schon angedeutet, es wird ein haufen arbeit. bin aber trotzdem gespannt.

    zuviel sehnsucht? die wiederholung war eigentlich absicht.

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