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Thema: Mägdesprung

  1. #1
    schreibt hier hin und wieder
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    Mägdesprung

    Mägdesprung

    Vergißmeinnicht, dass nie, dass nicht,
    sollst hungrig mir durchs Feuer tanzen,
    Nachtschatten du, schon abgewelkt,
    doch bei Johanni feurig, heilig,
    und heute Nacht, wenn du besuchst, dann
    spring mich an, mich: Mägdelein,
    bis Morgentau sollst ihn mir beissen,
    den Ginsterbusch und bis aufs Blut
    den roten, roten Fingerhut.

    Ist deine Kränzchenzeit,
    die sich in meine hat gesteckt und jetzt,
    jetzt doppelt schnell zu Ende hetzt.

    Dann ist es hin,es bleibt die weiße Rose Schmerz,
    der du dann folgst, nun mundgerecht,
    du hebst die Hand, hebst auch die Augen,
    und mit Erstaunen im Gesicht
    begreift du, was du neu erfahren:
    du wolltest alles, alles nicht.

  2. #2
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    AW: Mägdesprung

    Das wird viele sprachlos machen, lester.
    Wer kennt schon all die Anspielungen aus dem Pflanzenreich.
    Gegärtnert hast Du wieder und Einiges gepflückt und zu einem Strauß gebunden, der in der Mitte nicht ganz bündig erscheint, inhaltlich wie formal. Aber das wolltest Du so, wie ich Dich kenne, alter Gärtner, Du.
    Und dann am Ende? Wen packt da eigentlich die Reue? Und dann ist man(n) froh, dass alles nur ein Traum einer Sommernacht war, nicht wahr? Aber getreu dem Titel würde ich eine endgültige Bewertung erstmal einem echten Mägdebürger überlassen, hihi...obwohl man auch Machteburcher sagen könnte.
    Schlusspunkt: ein unverwechselbares lester-Gedicht, wenn auch mit Ecken...
    herzlichst uis

  3. #3
    Vergißmeinnicht
    Status: ungeklärt

    AW: Mägdesprung

    Ich könnte mir das Ganze auch ohne die letzten 2 Worte denken.

  4. #4
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Mägdesprung

    Zitat: Original erstellt von lester:
    Mägdesprung

    jetzt,jetzt doppelt

    ...gemoppelt...



    Nur der Form halber:

  5. #5
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Mägdesprung

    ..ja, danke, uis, vergissmeinnicht und marina für eure anmerkungen. Eigentlich ist das ein Gedicht für Robert: der hatte mir die Thematik vorgegeben, der magdeburger...

  6. #6
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    AW: Mägdesprung

    Ohne Ausdauer, atemlos beinahe. Die Dinge graben sich ins Mark, aber WEISZ ist keine Farbe, die Schmerzen ursacht.
    GINSTERBUSCH will heurig schmecken. Ich frage mich, wie viele Büsche aus den Ecken stinken.
    MÄGDESPRUNG. Der Titel ist gut, auch in einem Hexeneinmaleins zu gebrauchen, aber auch nur, weil Johanni mit Hexenreinigung zu tun hat. Gelegentlich. Eine Walpurgis-Nacht ist's nicht. Zwischen Walpurgis-Nacht und Johanni schweben samtene Wattebäusche durchs frühlingsgeckige Gemüt. Denkst Du Dir Deinen Teil? Ab die Kuppe, die rote, die vom Zagel. Tun Hexen so was?

    Sag mal, lester, bist Du eine Frau, daß Du solche Dinge denkst und tust...

  7. #7
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    AW: Mägdesprung

    Original erstellt von Robert:
    aber WEISZ ist keine Farbe, die Schmerzen ursacht.
    Gibt es Farben, die schmerzen?
    Hat die weiße Rose keinen Dorn?

  8. #8
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    AW: Mägdesprung

    URSACHT, Marina. WEISZ will nichts werden, WEISZ ist. WEISZ ist auch kein Gewordenes, obwohl: Physiker würden einwenden, daß die Quersumme aller Interferenzen WEISZ ergibt, das wiederum könnte mich auf den Gedanken bringen, daß WEISZ doch mehr sein muß als ein Unvollkommenes, also etwas, was Schmerzen auslöst, um zu sich selbst zu kommen. WEISZ ist schon bei sich. Was kann es Vollkommeneres geben als eine Interferenz?

  9. #9
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Mägdesprung

    Die Farbe weiß (ver-)ursacht keinen Schmerz, sie ist ihr Zeichen, gell, und beruhigt. Nicht schlecht gemerkt. Aber der Farbgebrauch in Gedichten ist eh schon auslamentiert. Und das mit dem Zagel überlasse ich getrost der Phantasie des Lesers, jeder liest das heraus, was ihn am ehesten beschäftigt...

    DER Lester.
    *zagelnd*

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