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Thema: Power of goodbye

  1. #1
    schreibt hier hin und wieder
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    Power of goodbye

    Jorgo...

    es ist ein Risiko Dir zu schreiben, das weiß ich. Und dennoch kann ich nicht ohne Erklärung den Weg gehen, den wir schon lange hätten gehen sollen.
    Was wir aufbauten, rissen wir mit Händegewalt nieder. Es gibt keinen Grund mehr einander zu folgen.
    Du hast mich blind im Paradies zurückgelassen, hungrig nach einer Berührung. Dein Herz war für meine wahren Belange nicht mehr geöffnet, gab mir keinen Einlaß, so dass Du wirklich verstanden hättest, welcher Motivation meine Schreie entsprangen.
    Und nun ist der Zauber gebrochen und doch in dem Bewußtsein, daß ich Dich liebte.
    Es bleibt nichts, das wir zurückließen, nichts. Keinen Ort, den wir nicht erwogen hätten und nun frage ich mich, gibt es eine größere Kraft, als die Kraft des Abschieds?
    "Niemals" ist eine lange Zeit. Keine Antworten mehr auf meine Fragen, kein Bedauern für mein Leiden, keine Milderung für meine Wunden.
    Du warst meine Lektion, ich war Deine Erfahrung.
    Das Neue wurde mit zu viel Gier genommen, so daß wir nicht mehr auf unser Sättigungsgefühl achteten, das um Gnade bat.
    Es gibt nichts mehr zu verlieren, kein Herz mehr zu verletzen. Wir rissen alle mit, die wir liebten und verachteten, den Sinn unseres Lebens, und doch verharrtest Du in Deiner Verdrängung.
    Mit wie viel Kraft Du zu nehmen suchtest, was ich aus Liebe zu geben bereit war. Hast Du das denn nicht gesehen?
    Hast Du nicht gesehen, daß, wenn ich von Lust sprach, ich mich nach Zärtlichkeit sehnte? Daß, wenn ich von Samen sprach, ich von Deiner Umarmung träumte? Wenn ich Dir meine Phantasien, für Dich in Leidenschaft gekleidet, erzählte, Deinen Anforderungen gerecht werden wollte?
    Ich wollte nicht die nackte Gewalt der Dinge, die ich Dir lustvoll darreichte. Ich träumte von Deinen Augen, Deiner Stimme, Deinen Händen, die mich sanft berührten. Ich hätte Dir gerne das Gesicht gestreichelt, Dir Liebe und Wärme geschenkt. Das was ich Dir darreichte waren Lügen und von Ekel durchsetzte Worte. Nichts als Worte..
    Wo war all Deine Weitsicht, Beobachtungsgabe und Menschenkenntnis? Oder war meine Rolle zu gut?
    Immer wieder dachte ich, Du würdest mich erkennen unter all den Rätseln, die ich auf dem Weg zu meiner Tür streute. Hast Du meine wahren Farben unter den Fassaden der Gefälligkeit denn nicht einmal schimmern sehen? Oder wolltest Du sie nicht sehen?
    Und weißt Du was das traurige ist? Ich wollte Dich nie besitzen oder mit Dir leben...ich wollte nur von Dir erkannt werden, denn ich dachte Du könntest mich erkennen.
    Könntest meine Gefühle für Dich ermesen und meine Liebe lindern.
    Wie naiv von mir. Doch als ich merkte, daß ich irrte, verkaufte ich meine Liebe unter Wert, um sie so wettbewerbsfähig zu machen.
    Meine Schuld Dir gegenüber liegt darin, Dir glauben gemacht zu haben, ich tat es gern, aus eigenem Interesse an der Sache. Deine Schuld mir gegenüber liegt darin, daß Du es glaubtest.
    Meine Liebe zu Dir streift mich manchmal wie ein Schmetterling, der auf seine Reise in den Horizont, mir für eine Hauch des Augenblicks die Gnade erweist, sich auf meiner Schulter niederzulassen. Dann, wenn ich mir eine Brise Erinnerung gestatte. Erinnerungen, die süß und sanft sind und so sehr viel anders als das Bild unserer Realität der Gegenwart.
    Verzeih mir, was ich Dir von dem Zeitpunkt an antat, als ich beschloß, mich selbst zu verleugnen, indem ich mein Leid in Deine Lust verwandelte.

    Tanjuschka

  2. #2
    rodbertus
    Laufkundschaft

    AW: Power of goodbye

    Das blättert so nichts auf, es sondiert und greift ins Leere, ins Wort des Gegebenen, aber nicht ins Wort des Wirklichen. Wirklichkeit ist Authentizität; ich greife in ein Wort Deines Textes, aber es gleitet durch meine Hände. Wo sind die Ecken und Kanten in diesem Gemurx? Da stellt sich mir kein Charakter dar, nur ein Etwas.

    Textarbeit lohnt hier nicht.

  3. #3
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Power of goodbye

    "Dein Herz war für meine wahren Belange nicht mehr geöffnet"

    zwei fehler in einem kleinen satz - jedenfalls seh ichs so.

    ein geöffnetes herz - kann man das so schreiben? das ist eine gewaltige metapher -
    ich will nicht sagen, daß es das noch nicht gegeben habe ... sicher zu oft. solche wendungen solte man besser vermeiden, es ist einfach verbraucht.
    und im selben satz wie aus einem geschäftsbrief: die wahren belange. das ist das andere extrem. ein wort, das fast erfriert vor kälte.
    ich hab den eindruck, zwischen diesen literarischen welten pendelst du ziellos herum. ziellos? na ja, ein einziges klagelied. wo soll da ein ziel sein?
    big

  4. #4
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Power of goodbye

    verehrte herren,

    ich hab dies nicht geschrieben. es ist ein fragment, oder eher das schlußplädoyer einer ungewöhnlichen beziehung. ich fands nett, und wollt mal wissen, wie mann hier so reagiert. mehr nicht.

  5. #5
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    AW: Power of goodbye

    Prosaische Realität also? Keine Literatur? Nicht einmal im Entferntesten der Versuch einer solchen?
    Dann zeigt das unter anderem, dass wir in der Fiktion den Alltag immer überhöhen, dass es keinen Realismus gibt.

  6. #6
    Tino
    Laufkundschaft

    AW: Power of goodbye

    Ich fühle hier einen starken Drang nach Läuterung. Jemand ist unzufrieden, stärker noch, ist unglücklich in einer Beziehung. Und greift zur Feder. Vielleicht will dadurch ein Abstand gewonnen werden. Das ist legitim. Man muß nicht immer große Literatur erwarten, wenn einer etwas aufschreibt..

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