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    Irgendwo im Nirgendwo

    such ich dich vergebens

    keine Spur führt aus dem Jetzt

    ins Gestern deines Lebens




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  • #2
    Irgendwo im Nirgendwo (HSHSHSH)

    such ich dich vergebens (HSHSHS)

    keine Spur führt aus dem Jetzt (HSSHSSH)

    ins Gestern deines Lebens (SHSHSHS)

    der vierte Vers stimmt nicht; schreibst Du IN DAS, paßt er: in das Gestern deines Lebens (SSHSHSHS)

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    • #3
      Danke, ja das passt besser.




      Irgendwo im Nirgendwo

      such ich dich vergebens

      keine Spur führt aus dem Jetzt

      in das Gestern deines Lebens




      Nachfrage: Gibt es ein bestimmtes Muster bei Hebungen/Senkungen, eine Regel oder sowas? Ich mach das eigentlich nur gefühlsmäßig, intuitiv.
      Zuletzt geändert von eulenspiegel; 12.07.2022, 09:14.

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      • #4
        Ja, klar, das nennt sich Verslehre.

        Vier Versfüße:
        1. Jambus SH
        2. Trochäus: HS
        3. Anapäst: SSH
        4. Daktylus: HSS

        Kern der Lehre: es dürfen zwei Hebungen einander nicht folgen

        In Deinem Text entsteht ein kleines Problem, weil Du ein einsilbiges Verb und ein einsilbiges Nomen einander folgen läßt. In diesem Falle gibt es mehrere Lösungsmöglichkeiten:
        1. Der Leser denkt sich eine Sprechpause, wahlweise setzt er eine Zäsur und betont beide Silben.
        2. Das Verb, sofern es ein Vollverb ist, schlägt das Nomen, das also unbetont bleibt.
        3. Man verteilt Verb und Nomen in Form eines Hakens (ein Wort steht am Versende, das andere am nächsten Versanfang), so daß beide betont werden, aber das Versende eine Sprechpause ordiniert.

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        • #5
          Ich finde aber, im letzten satz eines verses paßt das aber doch, wenn man diesen um eine silbe verkürzt, als „ins“ leben statt „in das“. Wird sind doch hier alle rebellen 😁

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          • #6
            Weil Du den Unterschied nicht spüren kannst, biste auch eben kein Dichter, sondern bestenfalls nur ein Philosoph. Aber auch der beste aller Philosophen kann doch nur so viel wie der schlechteste aller Dichter. (siehe Aphorismus 122863 )

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            • #7
              Ich bin weder noch. Ich bin rebell 🤷‍♂️😎 ich spüre nur den widerstand 😜
              7-6-7-7 find ich besser als 7-6-7-8 🤷‍♂️

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              • #8
                Ich finde, dass beides geht. Die von Robert angemahnte ist sicher die 'klassischere', meine ursprüngliche die 'dilettantische' - deshalb auch nicht zu verachten!

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                • #9
                  Ich nenne das künstlerische Freiheit 🤷‍♂️😎

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                  • #10
                    *

                    Die Flamme frisst den Docht
                    Das Wachs verdampft und nährt die heiße Zunge
                    Bis alles sich verwandelt hat - in was?
                    Übrig bleibt ein Flocken Asche

                    Nichts steigt aus ihr heraus
                    Kein Geist und kein Gedanke
                    Erloschen Licht und Schattenspiel
                    Versunken in der Finsternis

                    *

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