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Kriegstagebuch II

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  • #76
    Für Putin geht es jetzt ums Überleben. Der Unmut in Russland wächst. Auch auf Seiten der Kriegsbefürworter. Wenn Putin Fehler macht, dann ist er ganz schnell weg vom Fenster.

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    • #77
      So schnell geht das nicht, Streusalz. Der Mann ist seit hundert Jahren an der Macht und dürfte schon so manche Krise überstanden haben.
      Die schnellen Gewinne der Ukraine könnten auch Absicht gewesen sein. Es entstand eine Kesselllage. Ich erinnre auch an die russische Kriegsführung im zweiten Weltkrieg, den Kessel von Stalingrad beispielsweise. Unser Paulus ist da (allerdings auf Führerweisung) mächtig vorgepretscht. Am Ende saß er im Kessel - und wir verloren viele gute Männer. In kleinerer Version erinnert die heutige Lage um Isjum daran. Die Ukrainer sind mit vielem, was sie an Angriffskraft haben, vorgepretscht, die Russen haben aber immer noch eine Kessellage, die sie oben und unten zuziehen könne. Werden sie? Wenn sie zuziehen, verlieren die Ukrainer ihre besten Angriffskräfte.

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      • #78
        Die Ukrainer scheinen sich sicher zu sein, dass ihnen keine Einkesselung droht. Und die können auf NATO-Aufklärung zurückgreifen. Russland hat offensichtlich zu wenige Soldaten im Einsatz um derartige taktische Manöver durchführen zu können.

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        • #79
          Ja, das ist so - mit den aktuell zur Verfügung stehenden Soldaten kommt Putin nicht weiter...außer er wählt andere Waffen. Macht er das, dann gibt es für Russland für lange Zeit kein Zurück mehr...in die Gemeinschaft der zivilisierten Welt. Auch wenn jeder Tote ein Toter zu viel ist...hält sich die Zahl der Zivilopfer sehr in Grenzen. Da gab es in einer Hamburger Bombennacht mehr Tote...als hier in acht Monaten Krieg. Der Begriff Massenvernichtungswaffen sagt schon alles - sollte Putin dieses Mittel wählen, dann erleben wir einen ganz anderen Krieg. Drum glaube ich eher, dass Putin den Krieg ausruft, sobald ihm die Ukraine dafür ein Alibi liefert...indem sie z.B. russisches Staatsgebiet angreift. Und liefern sie dieses Alibi nicht, dann wird Putin eins erfinden. Nur eines wird er nicht...verlieren.

          a.d.

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          • #80
            Bin zwar kein Experte, aber so viel ist mir klar: mit konventionellen Waffen kann Russland den Krieg nicht gewinnen. Den Rest kann sich jeder selber ausmalen. Wenn Russland in bisheriger Manier weiter kämpft, sind sie in wenigen Wochen oder Monaten komplett aus der Ukraine vertrieben. Das kann sich Putin aber nicht bieten lassen. Was bleibt? Habe kein gutes Gefühl. Ausser Putin wird abgesetzt und als Sündenbock geopfert. Aber wer sollte das machen?

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            • #81
              Ich kann mir beim besten willen nicht vorstellen, dass die ukraine einen krieg gegen russland gewinnen kann! Sorry daran hat sich schon die wehrmacht die zähne ausgebissen und das war ne ganz andere klasse als die ukrainische armee. Davon abgesehen war russland damals noch im mittelalter und heute eine hochmoderne armee. Natürlich nicht ansatzweise auf dem ami-niveau aber ohne NATO-verstärkung hat die ukraine keine chance. Und selbst mit wird das ein ganz enges höschen…

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              • #82
                Die Situation im zweiten Weltkrieg lässt sich nicht mit der heutigen Lage vergleichen.
                Die Wehrmacht marschierte in Russland ein. Das wird die ukrainische Armee nicht machen. Die wird an der Grenze Halt machen.

                Damals hat Stalin alles ins Feld geschmissen was er hatte. Da kämpften weit mehr als hunderttausend Soldaten.

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                • #83
                  Ich kann mir das einfach nicht vorstellen, wie Putin mit gesenktem Haupt den Rückzug anordnet und sich eine Niederlage eingesteht. Ein solches Szenario kann man wohl kategorisch ausschließen. Die einzige Chance, die ich sehe, ist die Absetzung Putins durch seine eigenen Leute. Aber da wissen wir zu wenig über die Machtverhältnisse in Russland, um einschätzen zu können...wie realistisch das ist. Kein Geheimnis ist, dass Putin neben seinen Atomwaffen auch noch furchtbare konventionelle Waffen in seinem Arsenal hat. Man sollte sich von den aktuellen Erfolgen der Ukraine nicht täuschen lassen - sie machen Hoffnung, das sollen sie auch...aber von einem Wendepunkt in diesem Krieg sind wir dennoch noch weit entfernt.

                  a.d.

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                  • #84
                    Naja im miment haben die russen auf dem kaukasus ja noch einen nebenschauplatz. Wie gesagt kann ich mir jedenfalls nicht vorstellen, dass die ukrainer den russen so zusetzen können, dass sie sich zu verzweiflungstaten genötigt sehen. Aber bei entsprechender unterstützung durch die nato ist im grunde alles möglich :-/ wer auf einem pulverfass sitzt sollte nicht zündeln. Offenbar wissen unsere westlichen regierenden das allerdings nicht 🤷‍♂️

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                    • #85
                      Wie gesagt kann ich mir jedenfalls nicht vorstellen, dass die ukrainer den russen so zusetzen können, dass sie sich zu verzweiflungstaten genötigt sehen.
                      Ich schon. Die russ. Armee - also die, die jetzt in der Ukraine kämpfen - ist total demoralisiert, schlecht ausgerüstet und ausgebildet und ohne jede Motivation. Dazu kommt ein offenbar völlig unfähiger, sich selbst überschätzender und Putin gefallen wollender Generalstab und eine unprofessionelle Führung vor Ort. Dann noch die Aufrüstung der Ukraine durch den Westen, das und noch einiges mehr, von dem ich keine Ahnung habe, ist Grund genug zu befürchten, dass es zu Kurzschlußreaktionen Putins und seiner Berater kommt. Sich einfach davonjagen zu lassen, das werden sie wohl nicht einfach hinnehmen, dazu kommt, dass die Ukraine nun auch die Krim zurückerobern wird wollen - ein doppelter und dreifacher Gesichtsverlust für Putin. Also entweder er wird gestürzt/abgesetzt, oder es wird ein heißer Herbst und womöglich sehr, sehr ungemütlicher Winter.

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                      • #86
                        Ich denke, daß die Russen bisher eher auf Sparflamme in diesem Krieg agieren: langsam, aber stetig. Die nördlichen Gebiete sind für sie auch eher nebensächlich. Sie wollen die Küste, aber sie wollen sie nicht selber erobern, sondern vlon ihren Verbündeten erobern lassen, die sie aber unterstützen. Wenn ich Putin richtig verstehe, dann galt sein Treffen mit dem Chinesen (wie bereits im Feber) dazu, diesen darüber zu informieren, daß er einen Gang zulegen will, um vor dem Winter die Sache zu entscheiden. Es sollte mich also nicht wundern, wenn in den nächsten Tagen eine russische Offensive im Süden beginnt. Warten wir es ab.
                        Die Kriegslüsternheit und -begeisterung im ÖRR angesichts des ukrainischen Vordringens im Norden ist widerlich.

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                        • #87
                          Sarah Wagenknecht wird kritisiert, dass sie von einem Wirtschaftskrieg des Westens gegen Russland spricht, der der heimischen Wirtschaft mehr schadet, als er der Ukraine nützt. Da ist was Wahres dran. Die Reaktionen auf SW zeigen, wie irrational und ideologisch die Debatte geführt wird. Wer die Strategie des Westens hinterfragt, gilt gleich als rechter Putinversteher, was heute ungefähr das ist, was im Kalten Krieg die 4. Kolonne Moskaus war. Inzwischen sind wir im Heißen Krieg. Na immerhin auch ein Fortschritt.

                          Die russische Armee in der Ukraine ist ein desatröser, demotivierter, mit Schrottgerät ausgerüsteter, marodierender Haufen. Glaube nicht, dass das Strategie ist. Das ist Unvermögen und Selbstüberschätzung der Generalität und Politik.

                          Hier noch eine Meinung zum Thema: https://www.cicero.de/aussenpolitik/...ederlage-putin

                          Der Punkt ist: keine der beiden Seiten kann es sich leisten, zu verlieren. Die Ukraine kann keinen Meter Bodens an die Russen abtreten, Russland muß Geländegewinne aufweisen. Ein unlösbares Dilemma. Der Krieg wird also auf dem Schlachtfeld entschieden werden. Keine guten Aussichten für Putin, ausser die USA ändern ihre Strategie und opfern die Ukraine, so wie sie es schon oft getan haben.
                          Zuletzt geändert von eulenspiegel; 16.09.2022, 10:55.

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                          • #88
                            Mal ne Frage eulenspiegel: woher beziehst du deine infos zum krieg? Selbst „meine“ quellen halten sich da enorm zurück. Keiner weiß so recht, was dort wirklich abgeht. Selbst den russischen meldungen zum krieg traut man natürlich weniger über den weg als bei sonstigen meldungen über das geschehen in europa, darum frag ich mich schon, woher du deine infos über den zustand der russichen armee, ihrer motivation und ihrer ausrüstung beziehst? 🤔

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                            • #89
                              Ich beziehe meine Informationen lediglich aus den mir zugänglichen Medien und daraus für mich plausibelsten Schlussfolgerungen. Ich kann mich irren, doch selbst die Russen gestehen große Gebietsverluste ein. Glaube nicht, daß das 'Strategie' ist. Der Winter wird zeigen, wie es weiter geht ...

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                              • #90
                                Die Russen rekrutieren schon in Gefängnissen. Das ist ein deutlicher Hinweis auf Personalnotstand. Auch häuft sich die Kritik von Putintreuen an der Taktik. Die Russen werden etwas anders machen müssen, wenn sie den Krieg nicht verlieren wollen.

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