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Wirtschafts- und Finanzpolitik II

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  • Wirtschafts- und Finanzpolitik II

    Link zum Vorgänger-Ordner im alten Forum: Wirtschafts- und Finanzpolitik I


    Die Finanzwelt ist in Bewegung. Der Dollar verliert an Bedeutung. Die Kunstwährung Euro verliert auch gegenüber dem Dollar an Wert. Der Rubel steht besser da als vor dem Krieg - und das trotz 20% Inflation! Es ist zu befürchten, daß unser Geld mehr an Wert verliert als die 7% Inflation, an sich eine horrible Höhe.
    Das mit dem Geld ist eine merkwürdige Sache. Seit man sein Geld nicht mehr gegen Gold/Silber auf der Bank eintauschen kann, ist es eine virtuelle Angelegenheit geworden. Als wir die DM gegen den Euro tauschten, verloren wir ein Stück Freiheit, gewannen dafür Abhängigkeiten, die v.a. den Monopolen nützten. Es ist ein Märchen, daß über den Euro erst die großen Gewinne fürs deutsche Volk erwirtschaftet werden konnten. Das Gegenteil ist der Fall.
    Aber nun bröckelt auch der Wert des Dollar. Ein Gutteil der Welt will den Dollar nicht mehr als Leitwährung anerkennen, wickelt den Zahlungsverkehr in eigenen Währungen ab. Die Sanktionen gegen Rußland, die einhergingen mit der Beschlagnahmung von zig Milliarden Dollarguthaben russischer Oligarchen hat das Vertrauen in die westliche Finanzökonomie schwer getroffen. Da nun auch die Schweiz ihre Neutralität aufgibt, erwachsen neue Möglichkeiten für diejenigen, die sich bisher an das westliche Finanz- und Wirtschaftssystem anlehnten. Nun nicht mehr.
    Die USA führten das Zentralbanksystem 1913 bei sich ein und dehnten es über die westliche Welt nach dem ersten, den Rest der Welt nach dem zweiten Weltkrieg aus. Sie lebten auf Pump, führten stets mehr ein als aus und konnten in der Währung bezahlen, die sie selber druckten. Inzwischen haben sie 30 Billionen Schulden. Bei wem? Bei sich selber und bei anderen, denen sie aber jederzeit virtuell Gelder zuschreiben könn(t)en, wenn sie denn wollten. Wer kann sich eine Warenmenge vorstellen, die 30 Billionen $ umfaßt? Ich nicht. Doch, es geht, man stellt einfach Werte fest. Ich könnte mein Forum auf zehn Milliarden veranschlagen. Mein Hamster bringt noch einmal fünf. Das geht also schon mit den (Be-)Wertungen.

    Sachlicher: Man muß zwischen „Inside Money“ und „Outside Money“ unterscheiden. IM ist das Geld im Westen, das zirkuliert und von der Zentralbank reguliert wird, tatsächlich und virtuell. Outside Money ist das Geld in der Peripherie (Rußland, China, Indien, Süd-Afrika, Indonesien, Brasilien...) - sie haben zusammen etwa 5 Billionen Dollar. Diese Länder werden weiters mit Rußland Geschäfte machen. Rußland verlangt Rubel, die anderen zahlen sie, zugleich ist man damit beschäftigt, ein eigenes Transfersystem zu entwickeln - unabhängig von Euro und Dollar. China vorneweg.
    Die USA können dieses Geld über Nacht nutzlos werden lassen. Sie haben es eben erst mit den russischen Geldern gemacht. Eine horrible Vorstellung für den Osten und Süden. Sie werden sich also ein eigenes Bezahlungssystem schaffen.


    Die USA haben nur eine Chance, das aufzuhalten. Sie müssen der Ukraine zum Sieg verhelfen, denn dann wird das chinesisch-russische Bündnis als Quellort der neuen Weltordnung sofort austrocknen und zerbröseln. Also liefern sie Waffen und treiben ihre Verbündeten an, es ihnen gleichzutun. Die BRD mit ihren grünen Kriegstreibern vorneweg.


  • #2
    erstellt von EVT

    „Es ist so ziemlich das Dümmste, was ich mir als Energiespeicher vorstellen kann!“

    Elon Musk glaubt nicht, daß Wasserstoff eine Rolle bei der Beschleunigung des Übergangs weg von fossilen Brennstoffen gespielt hat und auch nicht spielen wird. Um Wasserstoff in flüssiger Form zu halten, wären riesige Tanks nötig. Um es gasförmig zu lagern, wären noch wesentlich größere Tanks erforderlich.

    Wasserstoff kommt zudem nicht natürlich auf der Erde, also muß man entweder Wasser per Elektrolyse spalten oder Kohlenwasserstoffe cracken. Wenn man Kohlenwasserstoffe jedoch crackt, hat man das das fossile Brennstoffproblem nicht wirklich gelöst, zudem ist die Effizienz der Elektrolyse ist sehr schlecht. Um den Wasserstoff zu verflüssigen, braucht man wiederum riesige Energiemengen.
    Hm. Das war's wohl mit den Träumen vom Wasserstoff als Energieträger.

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    • #3
      Es soll etwa 200 Billionen m³ Erdgas weltweit geben. Europa braucht ungefähr 50 Millionen m³ pro Tag. Bedeutet, daß die Reserven bei gleichbleibendem Verbrauch etwa 12000 Jahre reichen. Rechnet man Europa mit 10% des weltweiten Verbrauchs, wären es immerhin noch gut 1000 Jahre, die die bisher bekannten Vorkommen hinreichen.

      Irgendwie liest sich das anders als in den Buch von Gruhl aus dem Jahre 1977, der behauptete, Erdöl und Steinkohle seien bald verbraucht (2020) und zum Umdenken in der Wirtschafts-, Klima- und Energiepolitik aufforderte.

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      • #4
        Inflation nutzt v.a. den großen Konzernen, die heute Dinge produzieren und bezahlen, die sie morgen viel teurer verkaufen können. Kleinere Firmen haben nicht diese langen Laufzeiten und gehen pleite.

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