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Unser Gender-Ordner (II)

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  • Unser Gender-Ordner (II)

    Fortsetzung des Gender-Ordners aus dem alten Forum

    Bei der Fleischerinnung hat es sich noch nicht herumgesprochen, daß es DIE Wurst heißt. So benennen ostfälische Fleischer ihre Würste männlich:

    Lemsdorfer Lümmel
    Bördefritze


  • #2
    https://www.tagesspiegel.de/kultur/s.../27481634.html

    Ich kann ihn gut verstehen, den Herrn Politicky! Aber er sei gewarnt, auch im 50 Jahre nachhinkenden Wien warten sie schon die woken, diversen, dispersen und überhaupt multiversen Hohepriesternden der Neuen Korrektheit. Doch immerhin mit etwas mehr Beiläufigkeit und Schmäh und weniger piefkiger Stutenbissigkeit.

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    • #3
      Ist denjenigen, die sich vehement fürs Gendern einsetzen, mal in den Sinn gekommen, daß das Sichtbarmachen weiblicher/männlicher Formen nur deren Sekundärcharakter betont, sie also genau das Gegenteil von dem erreichen, was sie eigentlich erreichen wollen, nämlich eine Nivellierung der Geschlechter? Das läßt sich auch umgekehrt vornehmen: aus Niete wird dann Nieter und aus Kundschaft Kundschafter. Wie sinnbefreit!

      Es gibt kein grammatikalisch männliches/weibliches/sächliches/diverses Geschlecht, nur generisches Maskulinum/Femininum. Räuber, Tischler, Lehrer kann männlich ODER weiblich sein; das ist nicht angegeben. Ich halte Formen wie Räuberin für einen Menschen, der weiblich ist, schon für bedenklich. Erlaubt wäre Räuberin dann, wenn es sich auf ein weibliches Bezugswort bezieht, sagen wir Wespe, Ratte oder Gottesanbeterin.

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      • #4
        Einer norwegischen Feministin sollen drei Jahre Gefängnis drohen, weil sie zu einem Trans-Mann sagte, er könne keine Lesbe sein und keine Kinder kriegen, was bedeute, daß er (besagter Trans-Mann) Frauen diskrimiere.

        In Norwegen gilt so etwas als Haßrede und wird mit bis zu drei Jahren Gefängnis geahndet.

        Übel. (Quelle)

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        • #5
          Gespräch zwischen zwei Zwölfjährigen in der Pause:

          "Ey, Alter, du machst es dir viel zu kompliziert!"
          "Ich bin kein Vollhonk wie du. Ich mag es kompliziert."

          Zwei Mädchen in Zeiten der Gendersternchen. So richtig begriffen haben sie nicht, was um sie herum so los ist. - Das finde ich gut.

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          • #6
            Ich sah heute eine Amsel, deren Geschlechtszugehörigkeit mir unklar blieb. Bisher hatte ich keine Probleme mit der Zuordnung: Die Schwarzen männlich, die Braunen weiblich. Der besagte Vogel lag zwischen scharz und braun. Ich dachte mir , dass jetzt LGBTQ* im Tierreich angekommen ist. Amsel goes Regenbogen.

            (Nein, das ist nicht ernst gemeint; ich war nur zu lange in der Sonne.)

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            • #7
              gehaltener Vortrag:

              https://www.youtube.com/watch?v=Umqo5yoiHsY

              basiert auf der Differenzierung von biologischem Geschlecht (Sex) und gesellschaftlich definierten Geschlechterrollen (Gender); wer das nicht unterscheiden kann, wird sich, wie in der Sprache, wo auch viele zwischen grammatischem und biologischem Geschlecht nicht unterscheiden können, bald nur noch unsicher und dogmatisch bewegen können, ganz im Stile von "Darf man das noch sagen?"

              Quintessenz: Es gibt in der Biologie nur zwei Geschlechter. Die von Gender-Leuten behaupteten "Übergangsstadien" existieren nicht, entweder ist ein Wesen männlich oder weiblich. Es gibt allerdings bei den SEKUNDÄREN Geschlechtsmerkmalen verschiedene Stufen, die eine Varianz oder eine primordiale Verteilung zeigen. Das bleibt auf der sekundären (akzidentiellen) Ebene und gilt nicht für das Geschlecht an sich.

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              • #8
                Es ist schon erstaunlich wie viel Angst die Unis vor den Genderistas haben. Die HU hat den Vortrag nicht nur abgesagt, sie hält es offenbar für nötig sich auch von ihm zu distanzieren.

                https://www.faz.net/aktuell/feuillet...-18146161.html
                „Grundsätzlich“, so die Sprecherin weiter, verstehe sich die Humboldt-Universität „als ein Ort, an dem kein Mensch diskriminiert werden sollte, sei es wegen seiner Religion, seiner vermeintlichen Rasse, seiner sexuellen Identität oder wegen irgendeines anderen Merkmals, das als Unterscheidungsmerkmal angesehen wird.“ Die „Meinungen“, die Frau Vollbrecht in einem Artikel in der Zeitung „Die Welt“ am 1. Juni vertreten habe, stünden „nicht im Einklang mit dem Leitbild der HU und den von ihr vertretenen Werten. Die HU hat sich dem ,den wechselseitigen Respekts vor dem/der Anderen' verpflichtet. Wir distanzieren uns daher von dem Artikel und den darin geäußerten Meinungen ausdrücklich.“

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                • #9
                  Zitat von aerolith Beitrag anzeigen
                  Fortsetzung des Gender-Ordners aus dem alten Forum

                  Bei der Fleischerinnung hat es sich noch nicht herumgesprochen, daß es DIE Wurst heißt. So benennen ostfälische Fleischer ihre Würste männlich:

                  Lemsdorfer Lümmel
                  Bördefritze
                  Du hast den Falenprügel vergessen 😅
                  btw: ganz extrem nervt mich das Gendergaga beim Mac, wo es keine deutsche Lokalisation mehr gibt, aber stattdessen diesen Bullshit. 😡
                  An manchen Stellen ist das System deswegen kaum noch bedienbar (auch wenn mir jetzt spontan natürlich keine einfällt).
                  Ich wäre ja glatt bereit, bei OpenPetition eine Petition anzuzetteln, um wieder deutsch als Systemsprache unter MacOS einzuführen. Ich würde das aber ehrlich gesagt viel besser, sinnvoller und v.a. zielführender finden, wenn das ein Verlag unternehmen würde. der von Wolkenstein-Verlag bspw.

                  Wir würden da gewiß auch deutlich mehr Stimmen erhalten als bei unserem Satzungsänderungsantrag vor 10 Jahren 😅
                  Mal ganz davon abgesehen, daß der Aufwand sicher auch geringer wäre.

                  Was meinst, aerolith , mein ostfälischer Saufkumpel? 😎

                  Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Bildschirmfoto 2022-07-04 um 16.42.15.png Ansichten: 0 Größe: 219,1 KB ID: 448Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Bildschirmfoto 2022-07-04 um 16.41.48.png Ansichten: 0 Größe: 234,4 KB ID: 449
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                  • #10
                    Habe heute von einem Professor Kutschera gelernt, daß Vagina und Penis keineswegs primäre Geschlechtsmerkmale seien und es nur ein Kriterium fürs biologische Geschlecht gebe, nämlich die Entscheidung (der Natur: im grunde fällt sie keine Entscheidung, denn das würde bedeuten, daß sie ein Subjekt sein müßte, was sie nicht ist; ergo: biochemische Gesetze und der Zufall bewirken, ob etwas männlich oder weiblich genannt werden muß) darüber, ob ein Körper Eizellen bereitstellt, in die ein Samen eindringen und es sich gutgehen lassen kann, anders gesagt: Wer Samen produziert, ist ein Mann; wer Eizellen herstellt, ist eine Frau. Es gibt allerdings auch Lebewesen, die beides in sich vereinen, also sowohl Samen produzieren und andererseits Eizellen zur Aufnahmen derselben bereitstellen. Egel. Die tragen beides ins sich, benötigen aber einen zweiten Egel, um befruchtet zu werden. Es wird wohl aber auch Lebewesen geben, die sich selber befruchten können.
                    Doch das alles bestätigt nur die Dipolarität der Natur. 95% der Tiere und 5% der Pflanzen besäßen nur ein Geschlecht und benötigten das andere als Einzelwesen, um sich fortzupflanzen. Aber es gäbe kein drittes Geschlecht. In der Natur fand man noch keines.

                    Und damit bin ich beim springenden Punkt, der Sonderstellung des Menschen im Kosmos. Männliche Menschen entstehen erst nach der Geburt. Im Hirn. Testosteron. Anders gesagt: Wir kommen alle als Mädchen auf die Welt.

                    In der Sozialisation dagegen sieht das ganz anders aus: Da können wir beide Geschlechter annehmen - und uns sogar noch etliche Zwischengeschlechter definieren. Meines Wissens nach sollen 72 Geschlechter definiert worden sein. Holla! Das ändert aber nichts daran, daß ein Mann auch mit abgeschnittenem Penis und eingebauter Plastevagina und Supertitten ein Mann bleibt - biologisch -, weil man auch sein Hirn austauschen müßte, damit er zur Frau wird. Er kann sich aber sozial als Frau definieren, weil er das möchte. Das ist Gender. Und das ist auch in Ordnung. Soll doch jeder nach seiner Facon glücklich werden.

                    Das Problem liegt nur darin, daß die meisten Menschen das nicht möchten, also einer Minderheit diese Freiheit konzedieren, sich für das eine oder andere zu entscheiden. Und die lautstarke Minderheit will ihre sozial definierten Geschlechter auch von Biologen akzeptiert wissen, vermengen also Natur- und Sozialwissenschaften. Das ist in der Wissenschaftsgeschichte noch nie gut gegangen, nicht im Mittelalter, als ein Dogma wissenschaftliche Forschung unterband, nicht im Aufklärungszeitalter, als man den umgekehrten Weg ging, nicht im 20. Jahrhundert, als man Rassekunde auf die Jurisprudenz übertrug.

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                    • #11
                      Es gab in der Wissenschaftsgeschichte immer Phasen der Infantisierung, also Phasen der sogenannten Popularisierung staubtrockener Wissenschaftlichkeit. Böse Zungen behaupten, die Romantik (vs. Klassik) sei so eine Zeit gewesen oder das Biedermeier (vs. Empire) in der Kunst oder der Expressionismus, der den Naturalismus aufweichte. Feminisierung nannte Goethe das und wollte seine innere Überlegenheit udn Freiheit gegen diese Popularisierungen behaupten. Die Farbenlehre ist beredter Ausdruck dieses Wunsches. Auch bei Heine findet sich dieser Abstandsgedanke gegenüber der Romantik, eine Art von Aristokratismus. Ironischerweise begegnen Heine und Goethe einander im Begriff der "Ironie". Und schließlich natürlich Nietzsche, der den Naturalismus seiner Zeit, den Historismus und das Adeptentum in der Anhängerschaft Wagners skeptisch beäugte.
                      Femisierung wäre ein heute nicht mehr nennbarer Ausdruck. Ich möchte ihn dennoch nicht missen. Man kann Prozesse sehr hart und kompromißlos durchfechten, maskulin, sie ließen sich auch zu weich und stets kompromißbereit durchfechten, also feminin. Beides ist falsch, wenn es darum gehen soll, im Gespräch zu bleiben und eigene Standpunkte weiterentwickeln zu können. Bei zu striklter Observanz kömmt es zu Verhärtungen; bei zu großem Einergebigkeitswahn werden tatsächliche Widersprüche nur verwischt, wesen aber weiter, um irgendwann doch auszubrechen.

                      Schon aus diesem grund ist das Gendern abzulehnen, es scheint jeweils Menschen anzusprechen, sichtbar machen zu wollen, leistet aber das Gegenteil weil eine biologische Geschlechtsübertragung auf den Sprachgebrauch eben nicht jeden Menschen erreicht, Grundwörter, die letztlich ALLE umfassen sollen, schon.

                      Ein witziger Beitrag steht heute in der JF. Allerdings betrachtet der nur die Phänomene.

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