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Wolkensteins Wortarchiv (II)

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  • aerolith
    antwortet
    Wohl kaum, Keule. Apotheker spielten keinen Fußball, Theologen, Philosophen und Juristen dagegen schon. Und die kannten folgenden Schlachtruf:

    excute pilam ut ineamus certamen (Tritt auf den Ball, damit wir unser Spiel beginnen können)
    age, huc percute
    tu tuere metum
    praeripe illi pilam si possis agere (treibt den Ball vor euch her, sofern das möglich ist)
    age, obice te illi (Los, mach schon, greif ihn an)
    occure illi
    repercute pilam (laß den Ball abprallen - spielt Doppelpaß)

    Klarerweise handelt es sich nicht um eine Pille der Apotheker, sondern um etwas großes Rundes, das ins Eckige muß.


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  • WirbelFCM
    antwortet
    Na meines Wissens leitete sich Pille von der Pille (=runde Tablette) her 🤷‍♂️
    der Spruch ist mir jedenfalls noch geläufig 😎

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  • aerolith
    antwortet
    "Jib mich ma die Pille!" - Gängiger Aufforderung auf ostfälischen Bolzplätzen an den Mitspieler, dem man nicht zutraut, das Tor zu machen.

    Pille muß vom lateinischen pila abstammen. Anders gesagt: Offenbar spielte man schon zu Humanismus-Zeiten in unserer Gegend Fußball.

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  • aerolith
    antwortet
    Selbstmitteilung Gottes durch Jesus. Das gefällt mir. Selbstmitteilung - selb mit Teil, der Eine im Einen für andere

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  • aerolith
    antwortet
    Philolakon, z.dt. "Freund der Spartaner". Schimpfwort für Kimon in den innenpolitischen Auseinandersetzungen des timokratsichen Athens über die beste Politik gegenüber dem oligarchischen Sparta. Wer also heute bildungsbürgerlich einen Feind der Demokratie beschimpfen möchte, der nenne ihn "Philolakon".

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  • aerolith
    antwortet
    Herder benutzte das Wort "Wald" im Sinne von Chaos:
    erstellt von Herder in "Vom Einfluß der Regierung auf die Wissenschaften..."

    ...ist die Geschichte des menschlichen Geistes und Volks alles ein Wald, ein Chaos?
    Ein Fan unseres magdeburger Mundartwörterbuchs schrieb vom "krusedillen". Das soll so was wie langatmig oder verquast bedeuten und mit dem rummährenden Schwedenkönig Gustav Adolf zu tun haben, der seinerzeit keine Eile hatte, Magdeburg von den kaiserlichen Truppen zu befreien. Der Arsch!

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  • saul
    antwortet
    ich bin kein esoteriker, mit gesichten hab ichs nich so.
    hab noch eins: demokratiesucht (krankheitsbild) - symptome: konsenswahn, gerechtigkeitsfanatismus, religionsgeseusel, sektiererei, vereinsmeierei und vieles weitere mehr​

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  • WirbelFCM
    antwortet
    Glaube ich schon 😎 Alles, was wir im JETZT tun, hat Konsequenzen für die Zukunft. Wenn ich Dir im JETZT eine klatsche, erzeuge ich damit in der Zukunft Schmerzen in Deinem Jesichte 😏

    actio > reactio 🤷‍♂️😎

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  • saul
    antwortet
    ähm glaube nicht.
    hab noch eins: Selbstverwirklichungspisser - beispielsweise jemand, der nach Tibet ins Kloster geht und glaubt dann wäre alles gut​

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  • WirbelFCM
    antwortet
    Wird nicht mit jedem vorgang zukunft erzeugt? 🤨

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  • saul
    antwortet
    pompathie gefällt eule,
    hab auch eine: "künften" (verb) - beschreibt einen vorgang, in dem zukunft erzeugt wird (,was widerum nur in der phantasie funktioniert).​

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  • aerolith
    antwortet
    Klarerweise kann es Unbedarfte verwirren, daß es das Messer, die Gabel und der Löffel heißt, sind doch alle drein Eßbesteck. Nun ja, auch das Besteck hat seine Geschichte - und die Geschichte bestimmt bei uns meist den Artikel, also das Geschlecht der Dinge.
    Der Löffel ist männlich, weil er zuerst fürs Essen bei Tisch genutzt wurde. Von allen. Generisches Maskulinum. Das Messer ist zwar als Gegenstand älter, nicht jedoch als Besteck. Das Messer bringt das Lebende zum Toten, macht aus dem Die oder Der ein Es. Klarerweise muß es versächlichend sein, also das. Die Gabel kam aus Frankreich zu uns. Ziemlich spät. Sie galt noch im späten 18. Jahrhundert als neumodisch. Also klarerweise französisch, also weiblich.

    Fragen?

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  • aerolith
    antwortet
    gestabet

    schönes Wort aus der Schweiz für Leute mit einem Stock im Arsch; steife, (im Denken) erstarrte Menschen

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  • eulenspiegel
    antwortet
    Ja der Christstollen - bei uns heisst das Kletzenbrot. Hat mir nie geschmeckt, Rosinen mag ich eh nicht und dann das Zitronat und alles andere ist mir zuviel. I like it simple.

    Und weil's zur Jahreszeit passt, ein aussterbendes Wort: Tschernkenschuhe.

    Tschernken sind Stahlnägel für genagelte Bergschuhe. Tschernkenschuhe waren früher mal hochwertige, haltbare Wander- und Arbeitsschuhe fürs alpine Gelände. Sind heute abgelöst durch high-tech Material, gore-tex und Vibramsohlen. So ein genagelter Lederschuh wog locker 1 kg und mehr, trocken. War das Leder mal angesoffen, wog der Schuh 2 kg und mehr. Da lob ich mir doch den Fortschritt.

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  • aerolith
    antwortet
    Puderzuckerbutterkruste

    Die Stolle wurde in Ostfalen entwickelt. Irgendwann im Mittelalter meinten Bäcker in Naumburg, sie müßten zur Weihnachtszeit (nicht zur Adventszeit) ihrem Bischof ein eucharistisches Geschenk machen, den Leib Christi. Also buken sie aus Mehl, Wasser, Salz, etwas Fett und einigen getrockneten Trauben (Rosinen), die sie aus dem Unstruttal bezogen (Rotkäppchen), in schlechten Jahren mußte es Honig tun, ein Etwas, das sie Stolle nannten. Die reichen Sachsen versahen das Stück noch mit allem, was wertvoll war: Zucker, Mandeln, Butter und anderes und nannten es Stollen. Die gehen heute in die ganze Welt, sogar in muslimische Länder. Ich weiß nicht, ob die wissen, daß sie da den Leib Christi verzehren und somit ein Fest der Verbindung mit ihm eingehen, eine Art Abendmahl. Schaden wird es nicht.

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