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Unser Wetter-Ordner 2022 (II)

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  • Unser Wetter-Ordner 2022 (II)

    Fortsetzung des Wetterordners aus dem alten Forum

    Der April ist kalt, aber nicht besonders naß.
    Ich erzählte von zwei einander widersprechenden Theorien über den Zusammenhang vom menschengemachten Klimawandel und dem Jetstream. Die eine Theorie besagt, daß der Jetstream zu schwach sei, um das Wetter zu ändern, was dazu führe, daß es lang dauernde Wetterlagen gäbe. Die andere Theorie besagt das gleiche, geht also auch von einem menschengemachten Klimawandel aus, der auf den Jetstream wirke und diesen schwäche. Hier aber wird behauptet, daß die Schwäche des Jetstreams dazu führe, daß sich stabile Wetterlagen nicht ausprägen könnten.

    Nun, ich glaube, beide Theorien sind falsch. Wir haben einen ganz normalen April, der einem zu kalten und zu trockenen März folgt. Entweder setzt der Klimawandel mal für ein paar Monate aus - oder es gibt ihn nicht so schnell, wie das allgemein befürchtet wird. Am Anfang des Monats gab es schnelle Wechsel des Wetters (Theorie I), zur Zeit stabilisiert sich die Lage (Theorie II). Beides kann nicht zuglech sein. Ich schlußfolgere: beide Theorien sind falsch.

    Ein schönes Bild aus Frankreich, wo der gegenwärtige April der kälteste seit 75 Jahren ist. Die Weinbauern heizen ihre Weinberge:
    Weinberg in Frankreich im April 2022


  • #2
    Nachdem der April zu kalt war und der Mai eher mau begann, ist heute der erste schöne Maitag. So könnte es bleiben.

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    • #3
      Wohl wahr. Sehr schönes Wetter. Ich essse zur Zeit immer draußen. Zu trocken allerdings. Einigen meiner Tomaten bekömmt das nicht. Sie lassen doch arg die Köpfchen hängen. Dafür hat der liebe Herr Gott (Herrgott oder gar Herr-Gott?) mir ein paar Neuankömmlinge geschenkt. Ich muß wohl im letzten Jahr ein paar Samen verstreut haben, jedenfalls keimt es an Stellen (Tomaten), wo ich's nicht erwarten durfte. Mein Gingko ist zum fünften Male eingegangen, statt dessen hat sich ein Ahorn aufgemacht und hebt sein Zackendach. Ich habe nun den Plan gefaßt, den Goethe-Gingko aus Weimar mit meinem Schulpark-Gingko zu kreuzen. Das wird spannend. Der Schulpark-Gingko ist 150 Jahre alt und männlich. Der Weimar-Gingko ist mannweiblich, wie es sein muß. Es wird zwei, drei Jahre dauern, bis das vollbracht ist.
      Morgen scheure ich Fliesen auf der Veranda und hoffe, es regnet nicht.
      Mein Garten hat sich derweil zu einem internationalen Treffpunkt der Jugend gemausert. Gestern waren eine Serbin, ein Venezolaner, ein Kubaner, ein Ami und zwei Deutsche bei meinem Sohn zu Gast.

      Die Eisheiligen (11.-15. Mai) sollen in diesem Jahr nicht sehr eisig werden. Erst Hitze (morgen) mit dem heißesten Tag des Jahres, dann Regen und Abkühlung auf unter 20° C. Ich will hoffen, daß es regnet, damit sich meine Regentonne wieder füllt.

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      • #4
        Ist zwar Klima, doch das ist ja auch irgendwie Wetter.

        Im Moment häufen sich Artikel, die nahelegen, dass wir das 1,5 Erderwärmungsziel schon in den nächsten Jahren reissen. Jeder, der nicht völlig blind und taub durch den Alltag geht, weiß das ohnehin aus Evidenz und Erfahrung. Was mich allerdings erstaunt, sind 'Experten', die zwar verkünden, dass wir drauf und dran sind unsere Klimaziele zu verfehlen, andererseits aber beschwichtigend und schönfärberisch dann immer was von 'ist noch erreichbar, wenn wir ...', 'bedeutet nicht, dass das 1,5 Ziel dauerhaft überschritten ist' etc. Was für Trotteln sind diese Experten eigentlich? Selbst Emma-Otto-Volksschulreife ohne Abi und Uniabschluß weiß, dass das Klima sich nicht postwendend ändern wird, wenn wir ein paar Prozent weniger CO2 in die Luft blasen, weil wir die Erde mit PV- und Winkraftanlagen zupflastern. Das Klima ist ein Ozeandampfer und kein Dreirad. Sein Wendekreis ist tausendmal weiter. Von Kipppunkten ganz zu schweigen.

        Was ist da schlimmer? Experten wie die erwähnten oder unsere Grünen, die lieber in Rüstung investieren, als in in eine grüne Zukunft?

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        • #5
          Bis jetzt habe ich mich immer selbst gescholten, ich wäre hysterisch, würde übertreiben, könnte nicht gedanklich und emotional auf dem Boden bleiben.

          Doch jetzt bin ich mir fast sicher: nicht ich bin verrückt, sondern die Mehrheit der anderen. Wenn ich mir die Leserkommentare zu Erderwärmung, Hitzewellen, Dürren und Bränden durchlese, dann bin ich zu 99% gewiss: die Mehrzahl dieser Kommentierer sind völlig vertrottelt, kognitiv auf dem Level eines Dreijährigen, von den Vorgängen, Zyklen und Abhängigkeiten in der Natur so weit entfernt, wie unser Planet von der Andromedagalaxie. Es ist gut, wenn diese Spezies sich selbst vernichten wird. Leider zu viele andere mitreissen wird.

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          • WirbelFCM
            WirbelFCM kommentierte
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            Willkommen im Club der Erwachten 🙏😅

        • #6
          Der heißeste Tag des Jahres. 38°. Im Vorfeld befürchtete ich Unwohlseim. Glücklicherweise ist die Hitze trocken und nicht feucht. So war es erträglich, ja sogar schön. Sollte ich auf meine alten Tage noch Freude am Sommer entwickeln?

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          • #7
            https://burgenland.orf.at/stories/3166107/
            https://www.puls24.at/news/chronik/hitze...esiedelt/270636

            So schaut's aus. Zu den wetter-/klimabedingten Folgen addieren sich die durch die Landwirtschaft ausgelösten Probleme. Der falsche, der Region nicht angepasste Anbau von viel Wasser benötigenden Feldfrüchten - vor allem Mais, Soja, Erdäpfel - bedingt künstliche Bewässerung, was wieder zum Sinken der Grundwasserspiegel führt. Ein Teufelskreis.

            Und am Rande sei bemerkt, eine regionale Zeitung titelte unlängst: 'Wie retten wir den Tourismus am Neusiedler See?'
            Aha, der Tourismus muß gerettet werden, nicht der See und sein einzigartiges Biotop. Jedenfalls leichter, als den See zu retten.
            Vorschlag: im ausgetrockneten Seebett könnte ein riesiger Freizeitpark mit Sahara-feeling entstehen. Sand wohin das Auge reicht. Dazu ausgedehnte Einkaufs- und Vergnügungsmöglichkeiten. Shopping statt Shipping!

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            • #8
              Letzte Woche gab's den heißesten Tag des Jahres, heute nacht soll die kälteste Nacht seit über dreißig Jahren wesen. Einstellige Temperaturen. Die Online-Wetterdienste gehen dazu über, schon bei zwanzig Grad die Landkarten rötlich zu zeichnen, um hervorzuheben, wie heiß die Gegend ist. Früher nannte man das im Sommer einen kalten Tag, heute wird suggeriert, daß es zu heiß sei.

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              • #9
                Hatten wir den kältesten julitag nicht erst vor 2 jahren mit ganzen 9 Grädern? So kalt wars heute lange nicht 🤷‍♂️

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                • #10
                  Morgen gegen sechse sollen es auch nur neune werden. (Das war für Logiker.)

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                  • #11
                    Stimmt seh ich auch grad. Na dann mach ich wohl heute nacht mal die fenster dicht

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                    • #12
                      Zwei- bis dreimal soviele Hitzetage pro Jahr gegenüber dem Durchschnitt der Periode '61-'91, Tendenz steigend. Ich erinnere mich an Sommer in den Sechziger- und Siebzigerjahren, da gab es keinen einzigen Tag mit über 30°. 33 Grad waren schon sensationell. Aber wer weiß das noch? Für die Generation X und folgende ist das, was jetzt läuft normal. Meine Enkel kennen nix anderes, als was jetzt abgeht. Für die sind 35° im Sommer eine Woche oder länger eben normal.

                      Ach ja, Waldbrände gabs früher auch. Und es gab früher auch Eiszeiten und Warmzeiten. In letzteren war es um vieles wärmer als die schlimmsten Klimaszenarien voraussagen. Also, was soll's? Der kleine Unterschied, damals lebten nicht 8 Mrd. Homines sapienses auf der Welt, die alle futtern und nuckeln wollten.

                      Ich find es nett, wenn man einzelne Wetterereignisse herauspickt, um gegen die laufende Erderwärmung zu polemisieren. Das ist irgendwie drollig und erinnert mich an Pfeifen im Walde.

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                      • #13
                        Der Glaube, daß zu viele Menschen auf der Erde leben, ist alt. Diese Zwangsvorstellung besaß schon Nero und brannte alles nieder. In der Neuzeit trat sie erstmals unter Malthus am Anfang des 19. Jahrhunderts auf. Der Mann glaubte, England könne nicht mehr als 5 Millionen Menschen vertragen. Er rechnete vor, daß die Zahl der Menschen exponentiell, die der produzierten Nahrungsmittel allerdings nur linear wachse. Zwischendenke: Wir müßten am Ende alle verhungern. Politische Folgerung: Keine Kinder mehr zur Welt bringen! Nun ja, der Mann irrte offenbar. In England leben heute zehnmal soviele Menschen, damals wie heute muß England Nahrung importieren. Aber das ist nicht der Punkt. Der Punkt ist ein zweifacher:
                        1. Der Irrglaube des Menschen, daß er bedeutsam für diesen Planeten wäre und
                        2. Die Geringschätzung der irdischen Vorräte bei gleichzeitiger Nichtbeachtung natürlicher Prozesse.
                        Auch für den Fall, daß wir uns selber töten würden, indem wir alle Atomwaffen auf einmal detonieren ließen, für die Erde ist das nur eine Momentaufnahme. In einer Million Jahren (oder so) würde hier wieder alles blühen und gedeihen - ohne Menschen. Auch wenn wir in manchem science fiction-Film die Zerstörung der Erde/eines Planeten durch Todessterne und dergleichen sehen, so ist das doch noch längst nicht möglich, die Erde sozusagen zu zerstören. Wir dringen ja gerade mal zwölf Kilometer in sie ein, das ist weniger als ein Prozent. Wir wissen nicht mal, was auf den Meeresböden so stattfindet. Wir bewegen uns in einem sehr schmalen Spektrum von vielleicht dreißig Kilometer. Wenn wir die Erde von außen sehen, denken wir, wie winzig sie doch ist. Und dann diese Zahlen: 8 Milliarden Menschen. Da muß man ja denken, die fressen und scheißen und verbrauchen... Wie lange soll das gutgehen? Ich hatte das schon vorgerechnet. Jeder Mensch verfügt über Milliarden Liter Süßwasser, die sich nicht verbrauchen, sondern im Kreislauf des Lebens stets erneuern. Nun könnte man einwenden, ja, aber der "Verbrauch" von Kohle, Lithium, Erdgas und und... Sicherlich wird da etwas umgewandelt, was nicht so schnell wieder "nachwächst". Aber wovon reden wir hier? Wir reden von Energieträgern, doch jederzeit durch neue ersetzt werden könnten - den Ingenieuren sei dank. Und wenn ich ans Erdgas denke, so ist das doch frühestens in zehntausend Jahren ALLE - von heutigen Resserven aus berechnet. Wer will denn wissen, was in zehntausend Jahren als Energieträger genutzt wird, vielleicht Wasser, vielleicht vermag man es, Sonnenstrahlen umzuwandeln, vielleicht werden wir Techniken und Verfahren entwickeln, an die wir heute noch nicht mal zu denken wagen. Vielleicht sollten wir den guten alten Jules Verne ernstnehmen und den Weg ins Erdinnere suchen. Wer weiß, was dort alles west.
                        Um nun wieder mal zum Wetter zu kommen: Ja, es ist in diesem Jahrzehnt eindeutig wärmer als in den 80er Jahren. Es gibt mehr Tage mit mehr als 30° C. Allerdings gab es auch früher schon Sommer mit über 40° C. Ich erinnre mich sehrlichst an Straßenbelage, die schmolzen, da versank man mit der Sandale in der Straße, so heiß war es. Das Flimmern über der Straße, die trockene Hitze, kein Lüftchen, meine Großmutter stöhnend mit Füßen in einer Wasserschale, die Wälder so trocken, daß wir sie nicht betreten durften, ständige Waldbrände... Das war in den 70ern normal. Vielleicht benutzt man heute eine andere Asphaltmischung, meine Großmutter ist tot und der Wald soll ja ständig brennen, aber in MD gab es auch in diesem Sommer keine neuen Hitzerekorde, dafür kälteste Tage. Meine 1000-l-Regentonne ist prall gefüllt, trotz täglicher Abführung. Ich würde diesen Sommer mal als etwas überdurchschnittlich warm einschätzen. Aber alles im grünen Bereich. Sommer ist nun mal Sommer. Die Bauern jammern immer. In diesem Jahr soll es keine Rekordernte geben. Unerhört. In der Börde haben sie im Frühjahr nicht mal die Felder gesprengt; es war hier offenbar feucht genug. Nun jammern sie wieder, weil sie keine neuen Bestmarken erzielen werden. Sie jammern, wenn es regnet, dann soll Fäule kommen, sie jammern, wenn es trocken ist, dann soll der Ertrag zu niedrig sein, sie jammern, wenn es heiß ist, dann ist die Hitze zu früh und sie jammern, wenn es schneit, weil das die Krume zu hart macht... Ich wünschte, die würden in der Schule mal so strebsam sein wie bei ihren Ertragswünschen.

                        Fazit: Manchen gefällt die Hitze; ich bin eher der Novembertyp. Wenn der November warm ist, werde ich unruhig. Sprechen wir uns hier wieder, wenn der November zu warm und zu trocken wird. So aber. Radle ich heute zur Ehle, ein wenig baden.

                        P.S. Der Neusiedlersee ist immer noch nicht ausgetrocknet. Wenn der ausgetrocknet ist, reden wir über Dürre.

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                        • #14
                          Ich will das mal ganz klar und eindeutig mit JEIN beantworten 😎

                          wenn alle 7,5 Mrd. Menschen in die USA migrieren würden, könnte jeder Mensch dort 1ha Land erhalten. Er braucht aber nur 0,2ha, um sich zu ernähren. Manche Konzepte sagen sogar, es würde sogar mit 200qm (also 0,02ha) gehen!

                          Und Energie? Die Sonne strahlt mehrere hundert mal mehr Energie auf die Erde als der Gesamtbedarf der Menschheit. Also zumindest für Energie bräuchten wir eigentlich keine fossilen Brennstoffe. Eigentlich…

                          Denn da die Energieindustrie eine gigantische Lobby hat und ihr Geld genau damit verdient, sind alternative Lösungen ja gar nicht erwünscht, auch wenn uns die Politik das gerne einredet.

                          Energielösungen gibt es ausreichend. Stichwort Nikola Tesla, das größte Genie der letzten beiden Jahrhunderte. Einstein soll mal von einem Journalisten gefragt worden sein, wie man sich als größtes Genie des Planeten fühlen würde, worauf dieser nur mit den Schultern gezuckt und „Keine Ahnung, fragen sie Nikola Tesla“ geantwortet haben soll. Immerhin war Tesla Praktiker und Einstein nur Theoretiker. Aber frag heute mal 10 Schulkinder (oder zehn Menschen, die früher mal zur Schule gegangen sind) nach Nikola Tesla, da zucken 9 nur mit den Schultern. Ein paar werden auf die Automarke verweisen, die nach Tesla benannt wurde, aber den Menschen Tesla kennen die sicher such nicht. Dabei ist Tesla der Begründer des Elektronik-und Computerzeitalters.

                          Aber warum wird der Mann an der Schule mit keiner Silbe erwähnt? Ganz einfach: seine Mission, sein Lebenswerk war es, „freie Energie“ für jedermann verfügbar zu machen. Kostenlos! Das ging natürlich gar nicht, weshalb er von der Erdölmafia „gedisst“ wurde wie man das heute so nennt. Dazu kam, dass Thomas Elva Edison, der heute als Erfinder gilt (sogar auf Wikipedia), obwohl er eigentlich Geschäftsmann war, der mit den Erfindungen anderer (Telefon, Strom) reich wurde, einen „Erzrivalen“ mit hoher Anerkennung hatte, der es Tesla übel nahm, dass dieser ihn mit der Erfindung des Wechselstroms ausgestochen hatte (Edison wollte meterdicke Gleichstromkabel durchs ganze Land ziehen), weshalb dieser sich in seinem Ego verletzt fühlte (Tesla war angestellter in Edisons Unternehmen).

                          Während Tesla ein genialer Erfinder war (vll. der Größte in der Geschichte der Menschheit), war Edison ein brillianter Geschäftsmann, der es im Gegensatz zu Erfindern, die idR Wissenschaftler waren, verstand, solche Erfindungen am Markt zu etablieren und großartige Unternehmen damit aufzubauen, was Wissenschaftler halt nicht können.

                          Edison erkannte bspw. Dass ein Telefon nur dann einen Nutzen bringt, wenn es dem Telefon von jemand anderem verbunden ist, so dass man mit ihm sprechen konnte. Und bei der Gelegenheit erkannte er auch, das Strom (in dem Falle halt Teslas Wechselstrom) nur dann Nutzen bringt, wenn man an ein Stromnetz angebunden ist, denn ohne diese leuchtet auch die beste Glühbirne nicht.

                          Edison erfand also weder den Strom, das Telefon oder die Glühbirne (letztere brachte er nur zur Marktreife), sein Verdienst war es lediglich, dass er Telefonleitungen verlegte und so ein Netzwerk errichtete. Und weil er dabei auch gleich noch Stromleitungen durch ganz Amerika verlegte - das war ja letztendlich ein Abwasch - und auf Grund seines Reichtums über die nötige Lobby verfügte, heimste er halt die ganzen Lorbeeren ein.

                          Ich bin mir aber relativ sicher, dass wir heute 2-300 Jahre weiter wären in der Entwicklung, wenn Tesla und Edison seinerzeit kooperiert hätten statt zu konkurrieren, wenn Edison Tesla nicht unterdrückt, sondern gefördert und unterstützt hätte. Wir hätten definitiv kein Energieproblem und kein damit verbundenes Umweltproblem.

                          Apropos: ich denke schon, dass wir Einfluß auf den Klimawandel nehmen, weil wir gerade an der Oberfläche, wo die meisten Ökosysteme „leben“, dramatische Eingriffe in die Natur vornehmen und diese so daran hindern, sich selber zu regulieren. Aber nicht mal so sehr durch unsere Energienutzung, sondern durch den Raubbau an der Natur und der systematischen Abholzung von Regenwäldern, Industrialisierung der Landwirtschaft, rücksichtsloser Ausbeutung von Bodenschätzen usw.

                          Dazu muß man nur mal einen Blick auf die Photosynthese werfen:

                          6 H2O + 6 CO2 =>> C6H12O6 + 6 O2 (sofern ich das noch richtig weiss)

                          also 6 Teile* Wasser und 6 Teile Kohlendioxid werden mit Hilfe von Sonnenenergie in einen Teil Kohlenhydrat (idR Zellulose, also Pflanzenwaxhstum) und 6 Teile Sauerstoff umgewandelt.

                          * Moleküle

                          Dh dass Pflanzen nicht nur CO2 aus der Atmosphäre „entfernen“, sondern auch noch Sonnenenergie (also Wärme ^^) umwandeln. Also wenn irgendwo ein Baum steht, nimmt der CO2 auf, produziert daraus Sauerstoff und Holz und „vernichtet“ auch noch böse Wärme. Wird der Baum dagegen abgeholzt, nimmt er kein CO2 auf, produziert keinen sauerstoff mehr und v.a. Knallt die Sonne direkt auf den Boden (der vorher im Schatten lag), der diese Wärme aufnimmt, speichert und dann wieder an die Umwelt abgibt und so auch noch extra Erderwärmung „erzeugt“ und keine CO2 speichert. Jeder abgeholzte Baum trägt also doppelt zur Erderwärmung bei. Merkwürdigerweise werden solche Vorgänge bei den ganzen Klimafanatikern so gut wie nie thematisiert, was die Vermutung nahelegt, dass sie entweder überhaupt nicht am Klimaschutz interessiert sind oder einfach nur völlig ahnungslos.

                          Wie groß der Einfluss der Menschheit am Klimawandel wirklich ist, kann ich nicht mal ansatzweise erahnen, aber er ist auf jeden Fall da.

                          Hauptproblem ist hier die konsumorientierte, sog. „Westliche Welt“ (Westeuropa, USA, Kanada), die nur etwa 10% der Weltbevölkerung ausmacht, aber 60% aller Ressourcen verbraucht. Oder anders gesagt: 750 Mio. Menschen verbrauchen 50% mehr Ressourcen also die restlichen knapp 7 Mrd.!

                          und noch was zum Trinkwasserproblem: laut Greenpeace haben allein die Deutschen ca. 6,5 Mrd. Kleidungsstücke in ihren Schränken. Das sind ca. 80 pP. Für die Produktion eines Baumwoll-T-Shorts werden ca. 10000 Liter Trinkwasser benötigt. Wenn man das also mal hochrechnet hängt in unseren Schränken der Trinkwasserbedarf der gesamten Erdbevölkerung. Für fast 20 Jahre!!!

                          Reicht noch nicht? Okay, wir Deutschen kaufen Jahr für Jahr im Schnitt ca. 60 Kleidungsstücke. Das entspricht dann nochmal etwa 15 Jahren Trinkwasserbedarf der gesamten Menschheit.

                          Aber mit dem Wasserkreislauf ist das auch so eine Sache. Natürlich läuft der immer weiter, aber dafür wird auch der „Giftanteil“ in unseren mehren immer größer (bspw. Insektizide, Pestizide und Düngemittel aus der LW, Chemikalien aus der Textilindustrie, Abwässer aus allen anderen Industriezweigen usw. usf.) und damit steigt die Übersäuerung der Meere, so dass diese immer weiniger CO2 in O2 umwandeln können und seine Flora und Fauna kurz vorm Kollaps stehen.

                          Fazit: grundsätzlich ist eine Überbevölkerung der Erde nahezu unmöglich, allerdings müßte speziell der Westen seine verschwenderische Lebensweise aufgeben und nachhaltiger leben. So lange die westliche Wirtschaft aber zu permanentem Wachstum gezwungen ist, um das Inflationsproblem unserer zentralbankabhängigen Giralwährungen zu kompensieren, und die Menschen deshalb durch Werbung zu exzessivem, nie enden wollendem Konsum erzieht, ist das absolut unmöglich!

                          Oder um es mit den Worten eines viel weiseren Menschen zu sagen: „Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier“ (Mahatma Gandhi) 🤷‍♂️😎

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                          • #15
                            Zitat von aerolith Beitrag anzeigen
                            Der Glaube, daß zu viele Menschen auf der Erde leben, ist alt. Diese Zwangsvorstellung besaß schon Nero und brannte alles nieder.
                            Davon, dass Nero dachte, es lebten zu viele Menschen auf der Erde, habe ich noch nie etwas gehört.
                            Und Rom hat er wahrscheinlich nicht anzünden lassen.

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