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Demokratie und andere Krater (II)

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  • Demokratie und andere Krater (II)

    Fortsetzungsordner aus dem alten Forum
    Was bedeutet Demokratie in der Wirklichkeit? Wie weit sind wir vom Zustand der Demokratie entfernt? Gibt es einen Punkt in der gesellschaftlichen Entwicklung, an dem in einem Staatswesen nicht mehr von demokratischen Strukturen gesprochen werden darf? Und wenn es diesen Punkt gibt, ist der dann irreversibel?

    Das sind im grunde rhetorische Fragen, doch möchte ich versuchen, auf wenigstens einige in ihnen verborgenen Anklagen gegenüber dem heutigen politischen Alltag einzugehen.

    Eine Demokratie wird durch die Hoffnung ihrer "Anteilseigner" getragen, daß diese hoffen, sie könnten erwarten, daß ihre Interessen auf stetige Lebensverbesserung erfüllt werden, daß alle öffentlichen Maßnahmen auf den Prinzipien der Gleichheit, Gemeinsamkeit und der gegenseitigen Fairneß basieren, was letztlich dazu führen muß, daß jeder "Anteilseigner" eines solchen Systems seine individuellen Bedürfnisse verwirklichen kann - sofern er sich diesen Prinzipien unterordnet. - Das ist das Prinzip der Volksherrschaft!

  • #2
    https://www.tagesspiegel.de/berlin/b.../28370640.html
    Nach den Pannen bei der Wahl im vergangenen September in Berlin hat Bundeswahlleiter Georg Thiel in der Anhörung des Wahlprüfungsausschusses des Bundestages beantragt, die Bundestagswahlen in sechs von 12 Berliner Bundestagswahlkreisen zu wiederholen – nicht nur im Wahlkreis Reinickendorf, in dem eine Mandatsrelevanz festgestellt wurde. Damit müsste in der Hälfte aller Wahlkreise neu gewählt werden.
    Das ist alles zu langsam. Jetzt stimmt erst mal der Bundestag ab und dann können Wahlberechtigte beim Bundesverfassungsgericht klagen. Wann das BVG darüber entscheidet, ist unklar. Wenn man die Sache nur lange genug verschleppt, entfällt das Problem.

    Man bräuchte wirklich eine Kommission, die zeitnah Entscheidungen trifft über Unregelmäßigkeiten und eventuelle Neuwahlen.

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    • #3
      Die Gerinnung unserer Epoche

      Demokratie fördert Verwirklichungsexzess von Einzelnen mithilfe von Massen. Der Wahnsinn eines Einzelnen, der immer mal wieder auf Massen übertragen wird
      mithilfe der Demokratie ist Exzess (Hitlerprinzip), der schließlich Abszess wird. Dann kommt die Blutvergiftung, Sepsis und dann der Herzstillstand.
      Immer wieder schaffen Autoritäten anorganische Wertegemeinschaften in ihren Gremien, Ausschüssen und Parlamenten. Der Tod wird in die Gesellschaft implementiert.
      Demokratie will die Gerinnung unserers Lebens, das eigentlich heiß ist und manchmal auch nahezu totenkalt.
      Kulturschaffende regieren. So ein beschissenes Wort. Das ist Hohn. Es gibt keine Schaffung von Kultur. Kultur wird in widerlichen Gremien entschieden. Das ist in vielerlei Hinsicht
      zynisch, und das kann doch keiner wirklich wollen.
      Wir leben aber auch in der Zeit der perfidesten Verdrehung aller Begriffe. Die Leute lieben Religionen, Tempel, Götzen, Führer, Ablass! Nicht mal im Mittelalter waren die Menschen
      so bescheuert, daß sie dem Klerus den Freikauf von der Sünde im übertragenen Sinn abgekauft hätten, und das trotzdem sie Analphabeten waren! Das muß man sich erstmal vorstellen.
      So verblödet sind wir mittlerweile, daß wir jubelnd jedem um die Ecke springenden Trittbrettfahrern hinterher eilen. Nein, wir warten sogar schon ganz gespannt auf den nächsten, dem wir
      hinterherhecheln können, und einfach alles glauben und dann dafürsein und schreien und schimpfen; das gibt uns Sicherheit, undzwar vor uns selbst.
      Aber die Leute haben zu unrecht Angst vor sich selbst, weil nämlich in jedem ganz tief innen das um sich selbst sorgende Kind lebt und weint und schreit und raus will. Sie müssen nur
      mal zum Arzt gehen und danach fragen. Das wird Ihnen jeder Nervenarzt bestätigen können.
      Man muß jetzt aber wirklich mal damit aufhören an dieser Gerinnung mitzuwirken. Die Demokratie verstrickt sich in ihren eigenen Idealen so sehr, daß sie daran ersticken wird. Und das
      liebe Leute ist auch gut so.
      Warum ich an dieser Stelle von allen Personen als Autoritäten abraten muß ist mir vollkommen klar. Jemand, der wirklich inhaltlich etwas anzubieten hat, hat überwiegend Feinde und
      hat gar keine Zeit für Jünger, Gefolgsmänner oder Schüler, da er ständig forscht oder experimentiert und entwickelt und vor allem die Währung Zeit braucht, um mit all diesen Dingen zu spielen, weshalb er von denen, die er von sich weist, als schräger Vogel bestenfalls mit Verachtung und üblen Geschichten ins Abseits gestellt wird. Zumindest versuchen die Leute das auf ihre mickrige Art und Weise. Diejenigen aber, die gar nichts zu bieten haben außer Gerinnung, bieten sich gar als Heilsbringer an.
      Kulturbewußtsein müsse man doch aber haben, Tradition bewahren, und wem, wenn nicht Autoritätem wollen wir denn sonst Entscheidungen über uns selbst überlassen?
      Was für eine Vervollkommnung des Schwachsinns das ist! Wenn du jemanden für die Erstehung deines Bewußtseins brauchst bitteschön! Es gibt nur aber unendlich viele Dinge, die mehr
      zu sagen haben und mehr Inhalt bieten als Adolf Hitler.
      Die Demokratie ist die Drehtür, die du nicht verlassen darfst, weil das wohl menschenfeindlich wäre. Und je länger du drin bleibst, umso schneller kommt dir ihre Kinetik vor. Für das Gehirn kann das beeindruckend sein. Ich persönliche kenne das aber schon aus meiner frühen Kindheit vom Spielplatz. Da gibt es nämlich da Karussel und das hat denselben Effekt auf meine Wahrnehmung. Es ist also menschenfeindlich, wenn ich niemanden wähle, der über das Ergehen dritter befindet, die ich nicht mal kenne.
      Für mich ist das Thema vorbei. Da ginge mit Sicherheit mehr.

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      • #4
        Deutschland quo vadis?

        Gendern: eine ideologische Missgeburt falsch verstandener, überhaupt nicht verstandener Emanzipation. Die Sprache verhunzen, um gesellschaftliche Gleichstellung zu erlangen? Da kann ich gleich Homöopathie nehmen. Hat etwa die gleiche Wirksamkeit.

        Selbstbestimmung des Geschlechts: wenn das Geschlecht eh nur eine soziale Konstruktion ist, wozu dann überhaupt eine Festlegung? Es gilt dann, mein Geschlecht ist meins und sonst keins. Jeder hat seins. Also sind Name und Geburtsdatum, eventuell Steuernummer und Sozialversicherungsnummer zugleich Festlegung meines Geschlechts. Es gibt so viele Geschlechter wie Menschleins auf der Welt. Aber nein, diese Konsequenz fürchten sie, die LGBTQXYZ-Queerulanten.

        Cannabisfreigabe: ist weder ein medizinisches, noch ein juristisches Problem, sondern allein eine ideologische Frage. Soll sich doch jeder legal seine Birne weichkiffen. Die Gesellschaft wird die Folgen tragen. Von mir aus. Aber so harmlos, wie die Kiffergemeinde behauptet, ist das Ding nicht. Aber Alkohol ist ja auch nicht harmlos und Tabakqualm auch nicht. Nur, warum verteufelt und ächtet man die Tabakraucher, hebt das Kiffen aber quasi in den Stand kulturellen Fortschritts, ja progressiver Wokeness?

        Ein Land, dessen Regierende solche Schwerpunkte setzen, ist mir unheimlich. Oder bin ich nur hoffnunglos alt, weiß, bipolar, Ausschuß quasi? Na denn ab auf die gesellschaftliche Müllkippe mit mir.

        Gehört auch irgendwie dazu:
        https://www.cicero.de/innenpolitik/f...ienministerium
        Zuletzt geändert von eulenspiegel; 10.07.2022, 10:24.

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        • #5
          Hat ein Demokrat Angst vor dem Volk?
          Ja, ich denke schon. Er weiß, sofern er Demokrat ist, daß der Großteil des Volkes eher mit dem Bauch/Schwanz denkt, zugleich aber auch leicht überzeugt werden kann, sofern es Vorteile für sich zu erkennen glaubt. Die meisten menschen sind so. Also muß der Demokrat Angst vor dem Volk haben; aber genau diese Angst läßt ihn ja so handeln, wie er handelt.

          Der begriff "Volksherrschaft" ist eine c.i.a. Als Volk müssen die gelten, die nicht herrschen, sondern beherrscht werden. Ob sie nun Repräsentanten dazu küren oder sich jemand die macht nimmt; das Volk ist der jenige Teil der Gesellschaft, der beherrscht wird. Ergo ist Volksherrschaft ein Widerspruch in sich selber. Wenn das Volk herrschte, wäre es nicht mehr das Volk. Wenn das Volk die Herrschaft delegiert, herrscht es nicht mehr.

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          • #6
            Das Establishment warnt und diffamiert Veranstaltungen, die noch gar nicht stattgefunden haben. Man solle sich bei Demonstrationen nicht mit Leuten gemein machen, die alles andere als ehrenhafte Absichten mit ihrem Protest verbänden.

            Klingt ja erst mal akzeptabel. Mein Freund Achtpanther meinte mal, als ich ihn wegen seiner mangelhaften Begeisterung 1989 schalt: "Da sind Leute dabei [er meinte die Friedensmahnwache im Dom], mit denen ich ums Verrecken nicht gemeinsame Sache machen will."

            Auch das läßt sich nachvollziehen. Is aba nich wirklich richtig. Wir müssen hier drei Dinge beachten:
            1. Es gibt politische Grundrechte. Die sind in vielen Jahren hart erkämpft worden. Daß ausgerechnet eine "linke" Ministerin eines dieser Grundrechte in Deutschland, nämlich sich frei versammeln und Unmut zeigen zu dürfen, nur dann gelten lassen will, wenn die Versammelten ihrem gusto entsprechen, widerspricht dem Gedanken eines Grundrechts. Das duldet nämlich keine Einschränkungen, andernfalls wäre es kein Grundrecht.
            2. Wer persönlich, wie Achtpanther, den Nießnutz eines Grundrechts von Rahmenbedingungen abhängig machen will, der möge das tun (dürfen). Ich gebe aber zu bedenken, daß man nie weiß, mit wem man marschiert. Wer weiß, wie viele Kinderschänder, Mörder oder Holocaustleugner bei der großen Demonstration am 4. November 1989 in Bärlin unter den Versammelten waren; wer weiß, wie viele Verbrecher bei x-Versammlungen waren, die als SPD-nah galten, z.B. bei der Ausrufung der Republik durch Scheidemann 1918. - Meine Großmutter, väterlicherseits, pflegte Demonstranten grundsätzlich als "Pack" zu bezeichnen. Egal ob 1918, 1932 oder 1989.
            3. Grundrechte gelten für alle. Auch Schwerverbrecher haben das Recht, ihre politische Meinung öffentlich kundzutun. Sicherlich ist es jedoch wenig opportun, wenn man Erfolg haben möchte mit seinem Protest, sich mit jedermann gemein zu machen. Doch jeder Protest ab einer Größe X an Teilnehmern wird auch von Verbrechern getragen. Es ist nicht auszuschließen und schon gar keine Handlungsnoth notwendig, nur bestimmten Personen den Protest zu erlauben.

            Abgesehen davon glaube ich nicht, daß die Proteste irgendetwas ändern würden. Wir sind nicht in der DDR, in der die Einheit von Volk und Staat Staatsräson war. In der BRD gibt es diese Räson nicht. Kapitalismus basiert nicht nur auf dem Privatbesitz der Produktionsmittel, sondern v.a. auf der zerspaltenenen Gesellschaft. Die Regierung wähnt sich in ihrem Tun mehrheitsberechtigt. Und das ist auch so, denn die Mehrheit JEDES Volkes interessiert sich nicht für Politik, auch 1989 in der DDR war die Mehrheit still - und nicht laut.

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            • #7
              So sehr ich Demokrat bin, so sehr ich diese schlechteste aller Herrschaftsformen befürworte - Churchill schau oba -, so sehr fürchte und glaube ich, dass die Demokratie am Ende ist. Sie hat keine Zukunft. Die anstehende globale Klimakrise, die ein sofortiges, globales Handeln erforderte, ist demokratisch nicht zu bewältigen. Als Folge werden internationale Verwerfungen, Krisen, Migrationsströme in Milliardenhöhe, Kriege um Wasser und Boden alle Demokratien hinwegfegen. Einen Vorgeschmack erleben wir jetzt mit den Begleiterscheinungen des Ukrainekriegs, Sanktionen, Energiepreissteigerungen, Dürren, Waldbränden usw. Das ist aber erst ein Vorgeschmack. Die vor uns liegenden Herausforderungen sind, wenn überhaupt, nur durch eine globale Ökodiktatur möglich. Und die wird es nicht geben.

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              • #8
                Ich habe mal irgendwo gelesen, dass es nur eine „kritische masse“ von (ich glaube) rund 10% systemgegnern braucht, um die stimmung zum kippen zu bringen und den „herdentrieb“ in gang zu setzen. Bei etwa einem drittel nichtwählern und über 12% AfD-Wählern ist diese LÄNGST überschritten! Ergo muß die reGIERung spalten, was das zeug hält, damit bloß niemand von den uninteressierten und systemtreuen auf die Idee kommt, sich mit den „Querulanten“ zu solidarisieren. Das klappt am besten, in dem man diese kriminalisiert und die menge dazu bringt, diesen überhaupt mal zuzuhören und sich deren Argumente anzuhören, man könnte sich von diesen ja überzeugen lassen. Also wenn man objektiv und unvoreingenommen zuhört 🤷‍♂️
                btw: Demokratie bedarf - wenn sie auf Staatsebene überhaupt funktionieren soll -aufgeklärter Bürger! Sie setzt also politisch interessierte und betuchte bürger voraus. Als Staatsverwaltung war sie nämlich überhaupt nicht erfunden worden. Im antiken griechenland war sie quasi als „Dorfverwaltung“ initiiert worden (demos=Dorf, kraten=wörtlich:den karren ziehen, sinngemäß:Herrscher) - und selbst dort waren nur die „oberen 10.000“ (die dorfweisen) stimmberechtigt, nämlich die Deme, die Bürger und das Volk. KEINE frauen! Quasi sowas wie das heutige parlament. Diese machten ca. 10% der gesamten Bevölkerung des dorfes aus. Die restlichen 90% - die sog. Idios - waren einfache Bürger ohne stimmrecht.

                grundsätzlich gilt mMn auch hier „viele köche verderben den brei“. Ich bin zwar auch kein anhänger der diktatur, aber wirklich funktionieren kann eine regierung nur dann, wenn sie - im Rahmen der gesetze und unter strenger kontrolle - einigermaßen autoritär agieren kann, wenn sie eine vision hat, die den menschen im land nützt (und von diesen auch abgesegnet wurde), und diese auch umsetzen kann, ohne sich von jedem dulli reinreden lassen zu müssen.
                man stelle sich mal ein unternehmen wie bspw. Apple vor, wenn dort Demokratie geherrscht hätte! Es hätte nie einen iPod gegeben, ein iPhone (und damit smartphones an sich), kein iPad (und damit keine Tablet-PCs) usw. In den 80/90ern gab es das dort mal, als steve jobs aus seinem eigenen unternehmen geworfen wurde. Das unternehmen war de facto pleite, ehe jobs zurückkam und das unternehmen mit seiner vision zum wertvollsten unternehmen der welt machte 👌

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                • #9
                  Andere Herrschaftsform, gleiche Missstände. Mit entscheidend ist wohl auch über wen man...nicht nur wie man herrscht. Der Mensch bleibt Mensch...ausgestattet mit einem Potpourri an guten und schlechten Eigenschaften. Erziehung, Bildung , soziales und räumliches Umfeld beeinflussen...welchen Eigenschaften man sich hingibt...bei welchen man gegensteuert. Der Krieg (wie auch schon die Pandemie) hält uns ein Spiegel vor. Schon bei der Aussicht...unsere Wohlstandsverhältnisse könnte sich verschlechtern...werfen wir alle Werte über Board...die uns vermeintlich so wichtig sind. Erst konnten uns die Sanktionen gar nicht hart genug sein...und schon ein paar Tage später würden die Deutschen auch Nordstream...3....4 und 5 öffnen...würde es diese Pipelines geben. Die Demokratie lässt uns Raum...wie wir diesen nutzen, dafür kann sie nichts.

                  a.d.

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                  • #10
                    Demokratie ist langsam, schwerfällig, kompromissüberladen und wie man heute sieht, unfähig, notwendige Entscheidungen zu treffen, die unpopulär sind. Ob das mit den Prozentwerten von Systemgegnern stimmt, wage ich zu bezweifeln. Ist es nicht eher so, dass, solange die Leute noch irgendwie ihr tägliches Bier, ihr Auto und das monatliche 1-€-T-shirt finanzieren können, sie zwar raunzen und die Faust in der Hosentasche ballen, aber zu keinen Systemwechsel bereit sind. Und, was wäre ein solcher denn? Es wäre auch nur Kapitalismus in einem anderen Mäntelchen, denn in Wirklichkeit stellt diese Wirtschaftsform niemand in Frage, am wenigsten die Unterschicht, wo sich die Unzufriedenen sammeln. Tatsächlich ist der Kapitalismus die reale Herrschaftsform, Demokratie, Autokratie oder Plutokratie benennen doch nur die Konstruktionsformen, die Strukturen. Wieviel Demokratie taugt, sieht man täglich auf allen Feldern. Sie kann versagen, wie sie will, es ändert sich nichts. Ich sag nur Energiewende/-preise, Ukrainekrieg, Klimakrise, Migration usw. Da kann ein Kanzler Scholz lügen und U-Ausschüsse verarschen, wie er will, er bleibt Kanzler und wird noch Jahre vor sich hin scholzen, wenn nicht Ereignisse von außen ihn vom Sockel stoßen.

                    Ich erinnere noch die hämischen Kommentare deutscher Medien und Leser, als Kurz in troubles war und endlich zurücktrat. Ja, wir sind eine Bananenrepublik, aber die BRD ist dann mindestens eine Melonenrepublik. Die politische Kultur - falls es sowas gibt - ist verwahrlost, ihre Akteure nur noch charakterlich verdorbene Karrieriesten. Und die wollen die Herausforderungen der nächsten Zukunft meistern? Dass ich nicht lache.

                    Sah gestern eine Doku über die Erdgeschichte. Da erfuhr ich, dass es bereits fünfmal ein Massensterben auf dem Planeten gab, bei dem mehr als 90% der Arten verschwanden. Jedesmal erschien danach neues Leben in nie gesehener Vielfalt und Verbreitung auf der Erde, egal ob Mikroben, Pflanzen oder Tiere. Aber, und das übersteigt unsere Imaginationskraft, es dauerte nicht Jahrhundete oder -tausende, bis es soweit war, es dauerte Millionen Jahre. Wir können nicht in Millionen Jahren denken. Und jetzt ist es kein Meteorit und keine Serie von Vulkanausbrüchen, die uns an den Rand des nächsten Massensterbens bringt, wir sind es selbst. Durch unsere Dummheit, Gier und Kurzsichtigkeit. Die Erde braucht uns nicht. Und wir bilden uns ein, alles besser machen zu können. Hybris kommt vor dem Fall.

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                    • #11
                      Auch der Kapitalismus ist, wie der Sozialismus und der Kommunismus, nur ein Opfer der wahren Herrschaft, nämlich der Zinsknechtschaft der Zentralbanken (Goldschmied Fabian: warum überall Geld fehlt), die diese seit nunmehr 110 Jahren weltweit durch ihr inflationäres Giralgeld weltweit verbreiten. In allen - ALLEN - Krieges mit US-Beteiligung ging es seitdem einzig und allein darum, Staaten durch verschiedene Methoden unter den Scheffel einer ZB zu stellen (https://fb.watch/f0w_Js-veM/) und so langsam aber sicher auszubluten (ihr kennt die Geschichte vom Frosch im Kochtopf?). Das Prinzip lehnt sich übrigens an dem beliebten Kinderspiel „Reise nach Jerusalem“) an. In jeder Runde bleibt einer auf der Strecke, bis nur noch einer übrig ist. Dieser eine ist der Gewinner des Spiels, alle anderen verlieren. Dann geht das Spiel von vorne los. Da jeder die Chance hat, dabei mal zu gewinnen, spielen auch die Verlierer immer wieder mit. Jetzt muss man also nur noch dafür sorgen, dass die Verlierer nie die Lust am Verlieren verlieren, sondern nach jedem Neustart (Systemcrash) wieder neu einsteigen. Neues Spiel, neues Glück. Dazu muss man das Volk lediglich dermaßen verblöden und Blödheit als cool darstellen (#peinlichistdasneuecool) und va die Frauen der Gesellschaft dazu bringen, nur noch mit Verlierern zu ficken und schon wollen alle Verlierer sein und spielen immer weiter, ohne jemals zu registrieren, wie bescheuert sie eigentlich sind und dass der Einsatz zu diesem Spiel ihr Leben ist.

                      Und dann gibt es immer wieder Menschen, die das Spiel durchschauen und die Regeln ändern wollen. Also für alle, damit es keine Verlierer mehr gibt. Hitler war der Letzte, der es gewagt hat, den Zentralbanken den Finger zu zeigen und die Geldschöpfung wieder in Staatshände zu legen, wo sie hingehört. Das Ergebnis war, dass Deutschland innerhalb von 2 Jahren ein wahres Wirtschaftswunder erlebte, das auch mit sozialem Aufstieg einherging (es ging dadurch de facto niemandem schlechter), während der Rest der Welt noch an den Folgen des 29er Börsencrashs („Schwarzer Freitag“) litt und in Not und Elend versank. Also mußte Hitler weg, mußte verteufelt werden, mußte als der Barbar hingestellt werden, als der er heute gilt. Denn man stelle sich mal vor, es hätte sich herumgesprochen, wie Deutschland, das nach Versailles völlig verarmt war, unter seinem seriösen Finanzsystem aufblühte. Das hätte eine weltweite Revolution gegen Rothschild & Co. gegeben!!!

                      Ach ja: Putin ist da übrigens der nächste an der Reihe. Lenin und seine Bolschewisten hatten sich nämlich vor gut 100 Jahren ihre Oktoberrevolution von den Rothschilds finanzieren lassen und sich dafür verpflichtet, für 99 Jahre das Internationale Handelsrecht und damit den US Dollar als Leitwährung zu akzeptieren. Dieser Vertrag lief nun vor kurzem aus und Russland drohte ein noch viel stärkerer Aufstieg als DE in den 30ern. Also muss Putin weg! Der Rest erklärt sich von alleine, wenn man mal gen Ukraine schaut 😎

                      btw: ein Wirtschaftssystem mit nicht inflationärem Geld aus Staatshand ist übrigens wie Reise nach Jerusalem mit 10 Spielern und 10 Stühlen. Vll. etwas langweilig und weniger spannend, dafür viel entspannter und ohne Verlierer 😏

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                      • #12
                        Also der Sündenfall - einer von vielen, aber vielleicht der letzte entscheidende - war sicherlich, dass die Geldschöpfung der National-/Zentralbanken an die Geschäftsbanken übertragen wurde. Ein Fakt, den übrigens die meisten - auch gebildete - Leute gar nicht kennen! Otto Normabenzing glaubt nämlich, dass Banken nur das Geld auch als Kredite vergeben können, das sie als Einlagen ihrer Kunden halten. Inzwischen verleihen sie bis zum 33-fachen (3% Eigendeckung, nach Basel II mindestens 6% oder 8, glaub ich) der Einlagen als Kredite - geschöpft aus dem Nichts, einfach eine Buchung! Der Kreditnehmer muß nun den Kredit in realiter - durch Lohnarbeit oder aus unternehmerischer Arbeit - zurückzahlen plus Zinsen. Die Geschichte von Fabian erzählt das schön aber etwas langatmig. Eins ist allerdings falsch: die Geldmenge bleibt nicht gleich, die FED und andere Zentralbanken vergrößern laufend die Geldmenge, damit eben das System nicht zusammenbricht! Letztlich bleibt es aber immer wie bei der Reise nach Jerusalem: ein Sessel ist immer zuwenig da.

                        Als Finanzexperten hätte ich eine Frage an dich: Das Geld, das die Bank aus dem Nichts schöpft, indem sie es als Forderung an den Kreditnehmer auf das Kreditkonto bucht, und dessen Betrag der Schuldner samt Zinsen zurückzahlt - sagen wir 1000 Euro plus 100 Euro Zinsen, macht 1100 €, die die Bank am Ende eingenommen hat - was kann sie behalten? Ich nehme an, nur die 100 € Zinsen; die 1000 € Kredit lässt sie wohl nach Tilgung wieder im Nirvana verschwinden, durch eine umgekehrte Buchung, invers zur Geldschöpfung aus dem Nichts. Alles andere wäre ja glatter Betrug.

                        Ich hab mir übrigens ein Geldsystem ausgedacht, das Wohlstand für alle brächte, Marke Schlaraffia. Funktioniert allerdings nur, wenn ein Land völlig autark ist und keiine Wirtschaftsbeziehungen zu anderen Ländern pflegt. Jeder Bürger erhält mit Erreichen der Volljährigkeit ein Startgeld - pro Nase pro Lebenszeit sagen wir in Höhe eines EF-Hauses oder einer 4-Zi-Whg. Diesen Betrag muß der Schuldner nicht zurückzahlen, weil das Geld ohnehin Luftgeld aus dem Nichts ist. Mit diesem Geld kann er kaufen und bezahlen, was er will. Da er nur Waren oder Dienstleistungen kaufen kann, die real existieren - Aktien und Spekulationspapiere sind verboten - sollte das auch nicht zu Inflation führen und da das Land autark ist, braucht es auch keine Abwertung zu befürchten.

                        Übrigens gab es interessante Versuche mit Vollgeld/Freigeld - z. B. in Wörgl ( https://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%B6rgler_Schwundgeld ) - das wurde aber höchstgerichtlich wieder abgedreht, obwohl es Wörgl einen Aufschwung und Wohlstand brachte. Wo kämen wir denn hin, wenn jeder sein eigen Geld machte!

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                        • #13
                          Ja so schaut es aus. Die bank gibt 1000€ kredit (die also auf knopfdruck auf dem konto des kreditnehmers aus dem nichts „entstehen“), der KN zahlt die 1000€ zurück plus 100€ zinsen. Die 1000€ werden dann wieder aus dem kreislauf „gelöscht“, aber die zinsen bleiben im system und erhöhen die geldmenge künstlich. Allerdings fallen für ein annuitätendarlehen beim hauskauf von 300k bspw. über 50k zinsen an, also ein sechstel! Da diese darlehen aber im achnitt alle 7 jahre neu finanziert werden (wenn die zinsbindung, idR 5 oder 10 jahre ausläuft), ist der betrag wesnetlich höher. Oft etwa die hälfte!!!

                          btw: auf der von mir verlinkten seite zu fabian sind auch ein paar interessante alternativsysteme verlinkt ☝️😎

                          der film ist übrigens über 20 jahre alt, da sah die situation noch etwas humaner aus.

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                          • #14
                            Auch Wörgl orientierte sich an Gesells Gedanken. Ja, die links sind interessant, besonders der Beitrag von Jürgen Müller über Gesell, Wörgl etc.
                            Den Franz Hörmann sah ich vor einigen Jahren in manch einer Talkrunde im TV, seitdem ist es ruhig um ihn geworden. Er wird wohl nicht mehr eingeladen. Wird oft in die rechte Ecke gestellt, obwohl er dort nicht hingehört.

                            Interessant ist, dass du in der Schule bis ins Gym nichts über unser Geldsystem erfährst. Den meisten Leuten, auch Lehrern, Bankangestellten bis hin zu Akademikern ist die Tatsache der Geldschöpfung durch die Geschäftsbanken nicht bekannt! Das ist so, als wüssten sie nicht, dass der Mond nur leuchtet, weil ihn die Sonne anscheint oder Wasser nach unten fliesst.

                            Übrigens, es zirkuliert ca. 10-mal soviel Buchgeld wie Bargeld. Weiss auch niemand.

                            Im übrigen halte ich die klammheimliche und schrittweise Abschaffung des Bargelds für die größte Gefährung unserer persönlichen Unabhängigkeit (die eh schon minimal ist). Den wenigsten Zeitgenossen - alle Bildungsschichten eingeschlossen - ist klar, was ein Leben ohne Bargeld bedeutet: Unfreiheit, Überwachung, Abhängigkeit von Banken total! Du kannst dir dann nicht mal mehr eine Wurstsemmel oder einen heißen Tee ohne Bankkonto kaufen. Betteln ist unmöglich - oder haben die dann eine elektronische Geldbörse? Jeder deiner Einkäufe, jede Bahnfahrt, jede Bewegung wird aufgezeichnet, ist für immer gespeichert. Nur Idioten können der Abschaffung des Bargelds gleichgültig gegenüberstehen. Danach lebe ich in einer Gesellschaft von Idioten. Obwohl nach Umfragen eine klare Mehrheit gegen die Abschaffung des Bargelds ist, wird dafür kaum jemand auf die Straße gehen oder kämpfen.
                            Zuletzt geändert von eulenspiegel; 21.08.2022, 21:19. Grund: ergänzung

                            Kommentar


                            • #15
                              Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: 36C322A9-6826-4224-BCD6-47A2CF61D946.jpg
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                              Das ist der Krater, in dem wir leben 🤷‍♂️

                              Kommentar

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                              Wie heißt die größte deutsche Insel?

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